Der Mehrhundehalter- Laberthread.

  • @thedorkina Eine Beurteilung über's Internet ist immer schwierig, deshalb zuerst die Standard-Forum-Frage: Hast du einen Trainer, der sich das mal 'live' angucken und dir Tipps geben könnte?

    Ansonsten liest sich das für mich so, als ob da gerade mehrere kritische Dinge aufeinandertreffen: Ressourcenstreitigkeiten bzgl. des Futters, Ressourcenstreitigkeiten bezogen auf dich (würde erklären, warum das nur so heftig ist, wenn du dabei bist) und Pubertät/allgemeines 'Austesten' des jüngeren Rüden.

    Ich hab' gerade mal die Beiträge im Junghundethread quergelesen – und wenn ich völlig falsch liege, tut's mir Leid :ops: –, aber da klingt es ein wenig so, als würdest du darauf hoffen, dass sich die Hunde untereinander 'einrütteln' und nur irgendwie die 'Rangfolge' klären müssen. Von dem Gedanken würde ich mich frei machen. Bei zwei Hunden im gleichen Haushalt, die Ressourcenprobleme haben, musst du eingreifen und da ganz klare Hausregeln und Führung vorgeben.

    Das getrennte Füttern ist schon mal super, aber es liest sich so (und wenn ich das falsch verstanden habe auch hier, sorry, bitte korrigieren!), als ob du da enormen Druck aufbaust. Das Abwarten im Körbchen sorgt zwar für räumlichen Abstand, bietet aber auch 'schön' Gelegenheit, dass sich die Hunde da so richtig reinsteigern können, vor allem, wenn Sichtkontakt besteht.

    Wenn Futter im Moment das Hauptproblem ist, würde ich beide vor der Fütterungszeit in getrennte Zimmer packen, dort dann mit geschlossener Tür fressen und danach eine Weile Pause halten lassen und erst wieder zusammen lassen, wenn Ruhe eingekehrt ist.

    Für das Problem mit dem Bett: ich empfehle wirklich selten und ungern 'ne Box, aber vielleicht wäre das als Übergangslösung eine Möglichkeit? Dann hättest du die Hunde im Schlafzimmer und würdest hören, wenn einer unruhig wird, aber sie könnten nicht zueinander und Streit darum anfangen, wer auf's Bett darf.

    Aber die Motivation dahinter, wer da wie provoziert und reagiert, was in welcher Situation der Auslöser ist, sollte sich auf jeden Fall ein Trainer angucken.

  • Ich hatte das bis jetzt tatsächlich so verstanden wie @BieBoss, so dass Alf denkt er könnte sich alles in meiner Gegenwart erlauben, da ich auch wirklich immer eingeschritten bin, wenn z.B ein anderer Hund draußen Stress gemacht hat.
    Das Problem, was ich habe mit immer ins Körbchen schicken ist, dass das a) ja nicht wirklich den Auslöser des Problems behebt und b) das Körbchen immer noch ein Ruhe und Rückzugsort sein soll und kein Bestrafungsplatz :verzweifelt: Weswegen ich das jetzige "ins Körbchen schicken" ja auch nicht weiterführen möchte.

    Das hatte ich aber tatsächlich auch so verstanden liebe @pardalisa. Das Problem mit dem Druckaufbauen habe ich selbst auch bereits bemerkt und habe deswegen auch geschildert, was passiert, wenn ich sie nicht ins Körbchen schicke.

    Nach einem Hundetrainer hatte ich mich sowieso schon umgeschaut, zunächst für Mexx, da er sehr unsicher ist und werde dann wohl gleich das Problem mit den Beiden auch angucken lassen.

    Danke auf jedenfall für eure Antworten.

  • Was alle anderen gesagt haben - geht mir genauso, dringend einen Trainer, der es beurteilt. Aber so aus der Ferne - einer bekommt Futter, in dem Raum, wo die Körbchen stehen, und der andere wo anders? Da wäre für mich der Stress vorprogammiert - einer darf bei den Schlafplätzen fressen, der andere nicht... und das bei zwei Rüden... nicht gut.

    Keine Garantie für Ferndiagnosen - aber das würde ich als erstes ändern. Beide müssen den Raum mit den Körbchen verlassen, bekommen getrennt Futter und dürfen wieder in den Raum mit den Körbchen wenn das Futter weg ist.

    Und am Bett- der eine darf kommen wie immer und der andere geht dazwischen? Wer entscheidet da wer zu dir kommt? Wenn es da Streit um Ressourcen gibt, geht kein " wie sonst auch", nur DU entscheidest. Entweder einer und der andere wartet. Oder einer links und einer rechts von Dir - auf DEINE Ansage - oder dein Freund springt mit ein und jeder "betüdelt" einen Hund. Da würde ein Trainer bestimmt für eine klare Linie helfen.

    Meine Grundtendenz wäre aber nur DU entscheidest, wer wann was bekommt. Das ist ganz sicher nicht einfach - ich weiss schon warum ich eine Hündin und einen rüden habe :roll: .

    Hier gibt es keinen Streit um Futter, aber manchmal um Aufmerksamkeit. Meine Hündin versucht es erst mit uns, wenn dass nicht klappt, hat sie die Variante, den Rüden einfach so lange zu " bespielen" , bis er sich lieber mit ihr als mit uns beschäftigt. Er fällt fast jedesmal drauf rein - aber so lange das friedlich abläuft, kann ich damit leben :D

    Viel Glück und liebe Grüsse
    Elzbeth

  • Hier war vor einigen Seiten doch mal der Austausch zum Markieren, wer bei wem wie oft drübermarkiert usw.
    Ich schrieb da, Dexter würde nie bei Max rüberpinkeln, sondern immer nur Max bei Dexter.

    Interessanterweise hat sich das nun relativ plötzlich geändert, zeitgleich mit öfter aktiv gesuchtem Körperkontakt und Interaktion von Dexters Seite aus Max gegenüber. Scheint wohl doch auch viel die Zusammengehörigkeit zu signalisieren :ka: dieses Drüberpieseln!

  • Heute morgen habe ich Blut und Wasser geschwizt. Ich treffe ja auf meiner Runde oft einen Mann mit seinen zwei Jack Russell und einem Golden (der ist aber mittlerweile 14 und läuft die grosse Runde nicht mehr mit). Shiva liebt die alle drei während meine Jungs und die Jack Russell sich liebend gene zerfleischen würden. Er hat die beiden auch am Bauchgurt. Heute morgen ist ihm wohl die Leine kaputt gegangen , jedenfalls hörte ich plötzlich wie die beiden von hinten ankamen. Da es direkt an der Landstrasse war wo meine alle an der Leine sind habe ich die Jungs sofort kurz gekommen und Conan am Halsband gepackt. Conan ist zwar lieb, lässt sich von den Kleinen aber gerne mitreissen. Da stand ich also, ein halber Meter Weg, vier Hunde in der Leine hängend, zwei Hunde die einen halben Meter vor uns Terror machten und der Besitzer der ca. 200m hinter mir kam. Shiva hat sich zwischen uns und die Jackies gestellt und wie immer schwanzwedelnd begrüsst. Zum Glück hatte ich gerade eine ältere Nachbarin überholt die dann die Jackies gerufen und festgehalten hat bis deren Besitzer kam. Ich will gar nicht daran denken was hätte passiert können.

  • Ich reihe mich mal hier mit ein :smile:

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    Viele Grüße :)

  • ich muss mal noch mal was fragen. Mir hat im Verein jemand erzählt, man könne erst wirklich sagen, ob Hunde miteinander zurecht kommen, wenn sie mehr als 4 Jahre miteinander gelebt haben.
    Innerhalb der 4 Jahre könnte es immer noch mal so krachen, dass man die Hunde dauerhaft nicht mehr zusammen halten kann...

    Gibts hier Erfahrungswerte wie oft sowas vorkommt?

    Bis jetzt verstehen sich meine beiden wirklich ausgesprochen gut. Wirklich geknallt hat es noch gar nicht zwischen den beiden. Auch Ressourcen sind absolut kein Problem. Aber sie leben auch erst seit 4 Monaten miteinander.

    Irgendwie hätte ich ja gedacht, wenn es ne zeitlang grundsätzlich so ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es auch so bleibt doch recht hoch..

  • Kommt bestimmt auf die Rasse und die Konstellation an (also Geschlecht, Grundcharakter, Altersabstand, etc.).

    Ich persönlich kenne bei Mehrhundehaltern hauptsächlich Aussiebesitzer. Und Aussies sind ja eher Spätentwickler, neigen zum Ressourcenschwein-Verhalten, geben nicht gerne nach... da kenne ich leider wirklich mehrere Fälle, wo es, als der jüngere Hund so zweieinhalb bis drei Jahre alt war, "plötzlich" so richtig geknallt hat, eine Zusammenführung nicht mehr möglich war und einer der Hunde dauerhaft getrennt und/oder abgegeben werden musste.

    (Das Plötzlich deshalb in Anführungszeichen, weil man rückblickend natürlich schon Warnzeichen hätte sehen können - ob man das Problem damit hätte verhindern können oder ob es einfach Hunde gibt, die miteinander nicht auskommen, kann ich nicht beurteilen.)

    Aber natürlich bleiben solche Geschichten auch prominenter im Kopf hängen, als Berichte von Leuten, bei denen alles friedlich und problemlos läuft – und das ist, zumindest meinem Eindruck nach, die Mehrheit. :smile: Also ja, ich würde schon sagen, dass es auch nach längerer Zeit des Zusammenlebens Stress geben kann, aber ich würde mich da auch nicht verrückt machen. Man kennt ja seine eigenen Hunde und mit dem entsprechenden (selbst)kritischen Blick und ein paar simplen Hausregeln, dürften sich die meisten Konfliktpotenziale schon umschiffen lassen.

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