Der Mehrhundehalter- Laberthread.

  • So, heute kommt zu unserem 4er Rudel ein weiterer Hund dazu (nur zu Besuch).

    Akaya und Zorro kennen die Kleine schon. Bin gespannt, wie Jette und Aaron auf sie reagieren. :smile:

    Durch Jettes Hitze liegt momentan etwas Spannung in der Luft. Zorro hat Aaron gestern Abend mehrfach weg geknurrt.
    Der Dödel meint echt, er könne den Macker spielen. Gibts bei uns natürlich nicht, wenn jemand knurrt, dann wir. :p

  • Sam ist mit allem, was ich nicht an der Leine habe und als meins deklariere, absolut unverträglich.
    D.h. brettert uns ein Fremdhund rein, ist es mein Job, dafür zu sorgen, dass Sam dem Hund nicht zu nahe kommt.
    Wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt hab, dann auf die Distanz blocken... Nen paar Meter Sicherheitsabstand sind mir da einfach lieber. Zum Glück bin ich draußen wohl sowas wie ne Verpiss-dich-Pflanze und die anderen HH gehen mir auch aus dem Weg... Mir sind in den letzten Jahren echt nur 2 Mal Hunde reingebrettert. |)
    Aktuell ist halt die Situation, dass beide Jungs körperlich eingeschränkt sind, der blinde Opi hätte null Chance und Sam öhm... Der würde sich bei sowas wohl umbringen.
    Daher geh ich mit den Vieren nur noch da, wo ich mit Sicherheit auf niemanden treffe oder mach mich unsichtbar und laufe Bögen...
    Ich will einfach keinen 3. Infarkt risikieren, weil jemand seinen Hund in uns reinlaufen lässt.
    Für den Notfall hab ich Hazeli. Die kennt das Kommando "geh mal blocken".
    =)

  • Ich würde meine Hunde nicht als unverträglich bezeichnen. June und ree legen einfach keinen Wert auf fremdhunde, sind in ihrer Gruppe, mit ihren Freunden und auch mit höflichen Hunden, durchaus kompatibel. Sie spielen zwar nicht sofort mit denen, aber sie sind nett. Was sie nur auf den Tod nicht ausstehen können, sind fremde Hunde, die einfach in uns reinbrettern. Und ja, bei einer solchen Aktion, kann durchaus mal Fell fliegen. Sie selber laufen nicht zu fremdhunden hin, einfach absolut kein Interesse.

    Hudson hat mit tutnixen weniger Probleme. Nur er lässt sich nicht mehr ungestraft anpöbeln, anknurren, oder gar angehen. Dann wird er ungehalten und wehrt sich halt. Mittlerweile ist seine toleranzgrenze da etwas gesunken, wobei es nicht von ihm ausgeht, aber er ist halt ein gestandener rüde und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Und wenn Hudson losgeht, dann werde ich schnell. Hudson ist durchtrainiert, gesund, stark und voller Power, wenn der auslöst, kann es heftig werden. Gott sei dank passiert das selten und mit freundlichen, höflichen Hunden, nie.

    Komplett unverträglich sind meine deshalb nicht. Sie sind keine tutnixe, aber auch keine beißende Gefahr. Aber ich meide fremdhundebegegnungen dennoch. Ist einfach Stress, den ich nur selten brauche und die Hunde haben sich und ihre Freunde. Das reicht.

    Lg

  • Ich leine meine Hunde IMMER an, wenn fremde Hunde uns näher kommen. Meistens geht man mir dann aus dem Weg oder wenn es den Anschein macht, dass der fremde Hunde Kontakt aufnehmen möchte, sage ich bescheid, dass das unerwünscht ist.
    Ich würde es auch einfacher finden, wenn alle 4 so entspannt anderen Hunden begegnen könnten wie die 2 Blonden, aber so ist es nun mal leider nicht.
    Der Rottweiler ist ja erst 9 Monate alt und noch nicht lange bei mir, er hatte bei der Vorbesitzerin keinerlei Hundekontakt. Im Freilauf pusht er sich beim Spielen wahnsinnig hoch und verteidigt auch Futterressourcen noch sehr vehement. Er kann allerdings angeleint entspannt an anderen Hunden vorbeilaufen.
    Tja, beim Schäfer "arbeite" ich daran schon seit Ewigkeiten. Von außer Kontrolle geraten bei Hundesichtung hunderte Meter weiter können wir nun in 95% der Fälle ohne Aufregen an anderen Hunden vorbei. Abstand sollte mind ca 2 Meter betragen...
    Ich würde ihn auch nicht als unverträglich bezeichnen, sein Rudel und alle Pflegehunde liebte er sofort, ältere und undynamische Fremdhunde klappen eigl auch gut. Er beißt auch nicht, sondern verfällt ins Hüten und rennt die Anderen mit ordentlich Power und Gebrüll über den Haufen und wird richtig pampig wenn sein Rudel bedrängt wird :roll:
    Bei der Gruppendynamik endet es also im Chaos wenn man mal eben so kurz "spielen" lässt- deshalb Leine.
    Allerdings besteht meine Gruppe in der Zusammensetzung ja erst seit September und ich denke, dass das mit der Zeit evtl auch noch etwas entspannter werden wird :gott:

  • mal als Beispiel, was passiert, wenn ein Fremdhund sich uns prollenderweise nähert und der Halter es nicht checkt (so wie es 99% der Halter halt nicht checken):
    Hund (in dem Fall reden wir mal von einer weißen Schäferhündin, die etwa so alt sein dürfte wie meine Hündin) kommt steif wie ein Brett schnurgerade und fixierend auf uns zu gelaufen. Halter irgendwo dämlich grinsend dahinter, blickt die Situation natürlich nicht. In dem Moment habe ich meine beiden Hunde an der Leine und versuche, in einem kleinen Bogen die Situation zu umschiffen. Wenn ich dann merke, dass das nichts bringt, weil die weiße Schäferhündin immer noch geradewegs auf uns zuläuft, leine ich meine Hündin schnell ab. Sie geht dann hin, baut sich ein bisschen auf, Bürste oben, Rute oben, man geht imponierend umeinander herum, währenddessen stehle ich mich mitsamt meinem Rüden vorbei, und sehe noch im Augenwinkel, dass Lee diese Hündin versucht, nicht an uns heran zu lassen. Wenn nötig wird gebrummt und auch mal abgeschnappt (in die Luft), dann folgt sie mir und wir können weiter gehen. Verfolgt uns dann der Hund, wird Lee uU auch mal deutlich. Man HAT uns nicht zu verfolgen!
    Passiert ist in dem Moment nichts, aber man sieht deutlich, dass hier kein Interesse daran besteht, mit solchen Fremdhunden Umgang zu pflegen.

    Hätte ich in dem Moment nicht nur meine Lee, sondern auch meinen Rüden abgeleint, wäre folgendes passiert: meine beiden hätten als eine Einheit den Hund mit viel Getöse und Radau vertrieben. Würde der Hund das doof finden und sich wehren, hätten wir da eine kleine, aber feine Klopperei am Gange. Und ich müsste mir wohl anhören, wie ich denn solche Hunde einfach frei laufen lassen könnte...

    Die allermeisten meiner Hundebegegnungen laufen mittlerweile so ab. Die wenigsten Hunde, die wir so treffen, treten wirklich neutral und höflich auf. Entweder es sind junge Kasper (so war die og. Schäferhündin bis vor 2 Jahren noch drauf), dann "spielt" meine Hündin auch, allerdings nicht ohne eine ordentliche Portion Kontrollverhalten, oder es sind Prollos, und auf die sind "wir" ganz schlecht zu sprechen. Mein Rüde ist da total überfordert und bei unkastrierten Rüden haut er tatsächlich sofort drauf (nachdem er kurz gecheckt hat, mit wem er es zu tun hat), und sobald ER Ärger hat, schaltet sich meine Hündin ein und dann wird es garstig... SIE verteidigt ihn nämlich sehr gerne!

    Kaputtmachen tun meine übrigens nichts, maximal fliegt ein bisschen Fell, Löcher o.ä. hatten wir noch nie.


    Gestern Morgen hatten wir dagegen mal eine Bilderbuchbegegnung:
    9-jähriger kastrierter Shi-Tsu-Rüde steht auf dem Weg rum. Frauchen "wartet" schon auf uns, will sich mit mir unterhalten. Ich mag das zwar nicht, konnte aber in dem Moment nicht ausweichen, also hab ich Lee abgeleint. Sie nimmt interessiert, aber (für ihre Verhältnisse) höflich Kontakt mit dem Hund auf. Alles läuft friedlich ab. Als Lee dann "fertig" war und kein Interesse mehr an dem Hund hatte, konnte Bela (immer noch angeleint) dem Hund guten Tag sagen. Alles kein Problem, kein Gezicke, kein Geprolle. Ich bin mit der Dame dann den restlichen Weg zusammen gegangen und die Hunde waren friedlich. Bei Lee muss man dann nur ein bisschen gucken, dass sie nicht latent ins Kontrollieren verfällt (fremden Hund den Weg abschneiden, einfach mal wegschieben, sowas...), aber das sieht immer keiner außer mir.


  • Was ist denn bei euren Hunden "zu nahe"? Und warnen die vorher? Leint ihr eure Hunde an, wenn ihr andere Hunde trefft? Oder "warnt" ihr die anderen HH's vor?

    Ich leine entweder an oder hole die Hunde offensichtlich zu mir.
    Je nach Situation lasse ich sie auch am Rand absitzen.

    Meine Hunde und auch die Gassi-Hunde lasse ich nicht zu anderen Hunden hin laufen.

    Wenn ich schon sehe, dass der Fremdhund zu uns kommt, dann sage ich den Leuten, dass sie ihn bitte nicht in die Gruppe lassen sollen... Meist vergeblich, weil sie es entweder nicht checken oder der Hund nicht mehr hört.
    "Zu nahe" ist grundsätzlich bei meinen Hunden ca. unter 1.50 m.

    Aber wenn ich sehe, dass es ein Hund ist, der Stunk machen könnte, schicken ich meistens Diego zum Blocken.

    Kommt aber auch auf den Hund an.

    Diego macht normalerweise gar nichts. Canyon und Miles knurren deutlich...
    Mehr passiert in der Regel auch nicht, weil doch die meisten Hunde oder auch die Menschen verstehen, dass sie nicht näher kommen sollen.

    Wenn ich Leute schon das ein oder andere Mal auf ner Runde getroffen habe, dann lasse ich ggf. auch Kontakt zu.
    Oder eben wenn man ins Gespräch kommt und es sich ergibt.

    Machmal ist auch einfach plötzlich ein Hund da, dann ist es solange er uns nichts will auch gar kein Problem.

  • Bei uns ist es auch so, wenn ein höflicher Hund ganz normal auf uns zukommt ist auch meine alte interessiert. Es wird nur stressig, wenn ein Prollender, unhöflicher Hund kommt (das passiert hier auf dem Land recht oft, weil die Leute nicht in Welpenstunden etc. gehen und die Hunde allein und isoliert aufgewachsen sind)
    Meine alte meint immer alle erziehen zu müssen, bzw. versucht sie sich dann vom Hals zu halten und der kleine will erst spielen, er ist da teilweise wie ein Labbi, er läuft sogar auf etwas unfreundlichere Hunde wild wedelnd und auffordernd zu, wenn ihm der andere aber dann nicht passt (weil Distanzlos etc.) dann droht er recht ordentlich und auch wirklich lange. Geschnappt hat er noch nie, weil sogar ich rechtzeitig erkenne wann es besser ist zu gehen.

    Aber dann mit einer genervten, schwerhörigen alten Lady und einem hibbeligen, knurrenden Ding schnell zu gehen ist manchmal nicht so easy.
    Deshalb habe ich gelernt, die Hunde zu lesen und entsprechenden Kandidaten auszuweichen.

    Lustig wird es erst, wie gestern gehabt, wenn der andere Halter seinen Hund null lesen kann und über seinen wild knurrenden und kleffenden, steifen Hund mit hochgestellter Rute und Kamm sagt er muss meine erst kennenlernen |)

    Mir ist das egal ich blocke den anderen und geh einfach weiter.


  • Lustig wird es erst, wie gestern gehabt, wenn der andere Halter seinen Hund null lesen kann und über seinen wild knurrenden und kleffenden, steifen Hund mit hochgestellter Rute und Kamm sagt er muss meine erst kennenlernen |)

    Mir ist das egal ich blocke den anderen und geh einfach weiter.

    Ich frag mich echt machmal was in den Köpfen der Leute los ist... :shocked:

  • @ruelpserle Als wirklich unverträglich würde ich meine Hündin nicht bezeichnen. Allerdings sehr wählerisch bei Fremdhundekontakt. Sie kann auf den einen oder anderen HH also seeeehr unverträglich wirken, der nächste findet sie soooo goldig und lieb. Dr Jekyll and Mr Hyde :ugly: . Aber Locken würden deinem eher nicht fehlen. Schon nicht, weil mein alter Rüde auch ein Lockenkopf war, ausserdem sind zumindest die Lockenköpfe hier sehr höflich. Sie droht ja mindestens zweimal bevor sie ausrastet. Wenn Deiner sich dann allerdings als "mir doch egal, ich komme immer wieder - Tutnix" herausstellt, dann könnte die ein oder andere Locke fällig werden. Aber keine Ratscher. Wenn es ganz derbe kommt, dann spuckt die Hündin ein Fellbüschel aus.

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