Der Mehrhundehalter- Laberthread.

  • Meine dürfen Kleinigkeiten auch selber regeln - innerhalb der von mir aufgestellten "Gesetze"!

    Und die sind recht übersichtlich gehalten:

    1. Nervt mich nicht mit irgendwelchen Kleinscheiss! Es gibt genug LIegeplätze, beide bekommen genügend Futter, beide die Aufmerksamkeit, die sie "verdient" haben.

    2. Ich bin hier die Königin - ich kann den Kühlschrank öffnen, ihc verdien das Geld für's Futter, ich hab den Schlüssel. Der Pöbel hat sich auf seine Position zu fügen.

    3. Kloppt euch nicht bis es blutet - hinterlässt so hässliche Flecken.

    4. Knabberzeug und Napf des anderen Tölchen sind tabu, so lange die noch dabei sind. Nicht erlaubt ist vom Napf wegdrängen oder Kauzeug zu horten (machen beide aber eh nicht). Erlaubt ist, vom andern den Napf überprüfen, ob noch mikroskopische Reste drin sind.

    Das war's!

    Meine sind aber zu unterschiedlich, um sich in die Quere zu kommen. Hoov interessiert sich nicht für Spielzeug, Lolek ist beim Futter relativ entspannt. Lolek bekommt vom Körperkontakt nie genug, am besten in "Löfelchenstellung" :headbash: , Hoov ist da eher distanzierter. Mich mit einer Pfote ist da schon sehr viel. Deshalb darf sie auch immer kommen und ich schicke Lo auch mal weg, Bei Lo entscheide ich da mehr.

  • Meine Rudelchefin darf durchaus regeln weil ich weiß, wie sie es macht und es dem Rudel gut tut, was Interaktion und Zusammenhalt angeht. Sie wird nie laut, wenn man nicht ganz genau hinsieht, würde man es nicht mal bemerken.
    Ich sehe das genau so wie @Gammur - so präzise und genau kann es nur ein souveräner Hund.
    Es gibt hier keinen Streit, kein Gezicke und kein Belästigen.
    Ich weiß Chilis Arbeit zu schätzen.

    Obwohl ich hier keinen auf großen Chef mache, der gottgleich gibt und nimmt, gehorchen meine Hunde mir und zerfleischen sich nicht. (und das als Terrier und Pinscher...)
    An eine Rangfolge halte ich mich bei Ressourcenvergabe und Streicheleinheiten nicht; ich muss mir deswegen auch keine Gedanken machen. Kausachen und Spielzeug sind hier immer verfügbar, ich kann auch Futter zwischen die Hunde werfen, ohne daß es Theater gibt. Auch wenn ich Leckerlies verteile gibt es keinen Stress- jeder weiß, daß er seinen Teil bekommt.

    Wenn hier ein Hund ein Spielzeug/ was zum Nagen hat, dann ist das so lange seins, bis er es freigibt und weggeht, dann dürfen die anderen. Das wurde auch von Anfang an unter den Hunden so gehandhabt- das musste nicht trainiert werden.

    Sie stehen zu viert nebeneinander und fressen- es wird gewartet, bis alle fertig sind, dann wird durchgetauscht und die Näpfe werden porentief gereinigt.
    Gespielt und gekuschelt wird in unterschiedlichen Konstellationen- immer so, wie man es gerade braucht. (geht je nach Mitspieler von zart bis hart)
    Es wird auch akzeptiert, wenn sich ein Hund zurückzieht und Ruhe haben will.

    Fremde Hunde im Haus werden geduldet (die bringe ich ja angeschleppt), draußen werden sie (je nach Aufdringlichkeit) entweder ignoriert oder vertrieben.

    Einen Rüden würde ich hier nicht in die Gruppe setzen, dazu sind die Mädels zu stark- sie würden ihn gnadenlos unterjochen.

    Wir hatten vorher Rüden (auch in Mehrfachkonstellationen) und empfinden beide, daß Hündinnen deutlich "inniger" und geschlossener im Rudel agieren.

  • Bei uns läuft es unter den Hunden auch tiefenentspannt ab. HickUp hat gelernt dass ich für ihn seinen Napf verteidige, seitdem kann er auch mal im Abstand von 30cm fressen im Notfall. Ares verteidigt seine "Mädels" wenn es sein muss, und darf das auch weil er es gut macht und sich freut wenn er es mal darf. Wenn ich sage sie müssen eng beieinander liegen dann ist das so. Das ist in Ausnahmesituationen so, wenn ich z.B. Die Körbchen nacheinander frisch mache. Letztens wollte Milka an Ares schnüffeln da hat er kurz gemotzt, sie wollte zurückmotzen, dann hab ich beiden die rote Karte erteilt und sie haben gemeinsam in stiller Eintracht geschmollt.
    Ich bin dafür den Hunden die neu dazukommen eine gewisse eingewöhnungszeit zu geben, die verstehen aber sehr schnell wie der Hase läuft und was gestattet ist und was nicht.

  • Die beiden Rüden meiner Eltern interessieren sich im Alltag auch nicht sonderlich füreinander und es gibt irgendwie keine richtigen Anzeichen, dass die beiden zusammengehören. Auch beim Spaziergang macht jeder sein Ding.

    Bin ich dann allerdings mit unseren beiden da, dann ändert sich das schlagartig. Die Hunde funktionieren als Gruppe, jeder schaut nach dem anderen, findet spannend, was der andere macht, es wird sich geputzt und gekuschelt. Irgendwie faszinierend...

  • Die einzige Erklärung die ich für dieses richtige Miteinander habe, es sind alle Hütitütis
    Sie haben die selben Spielweisen, die selben Vorlieben, die selben Interessen...

    Ist auch meine Beobachtung. Hatte letztens den Retriever + den Sheltierüden meiner Schwester gemeinsam beim Gassi. Die haben sich nichtmal angeschaut, nicht zusammen geschnüffelt und waren so weit voneinander weg wie möglich. Die haben sich wirklich null zu sagen.

    Meine tun auch immer so, als bräuchten sie sich nicht und leiden? Nä, aber wehe es kommt einer in die Bedrängnis durch nen Fremdhund. Dann lässt man den Beschützer raushängen. Ich glaube bei Lucky ist das eher sowas "wenn den einer verkloppt, dann nur ich". Und bin ich mal mit einem nen Tag weg und komme nach Hause muss der erstmla gaaanz genau beschnüffelt werden, und da tun sie manchmal auch so, als wären sie sich eben nicht egal.

  • Ich bin echt froh, dass Speedy Lissi inzwischen mal Grenzen aufzeigt, wurde auch Zeit!!
    Sie wird langsam entspannter, nur die gemeinsamen Spaziergänge sind für ihn nervig. Sie ist ständig in seiner Nähe und kontrolliert.
    Da kann ich wenig einwirken, außer ich nehme sie an die Leine.
    Sollte ich für sie mal ne Schlepp auf die großen Runden mitnehmen?
    Wie macht ihr das, wenn einer ständig am Arsch des Anderen hängt?
    Zu Hause ist es relativ entspannt, sie lernt mehr zu schlafen :gott:

  • Wenn einer den anderen nervt oder kontrolliert, dann gibts nen Abbruch. Ansonsten hilft wegschicken per Körpersprache sehr gut.

    Wenn's zu schlimm wird, dann leine ich auch an. Ist aber bisher nur selten vorgekommen.

  • Das am Arsch hängen hat Logray als Junghund gemacht, aber Lucky zeigte dem dann schon deutlich, dass es ihn nervt, da hab ich auch nicht eingegriffen. Hätte ich evtl. mal machen sollen.

  • Wenn ich merke ein Hund ist genervt vom anderen - und zwar nicht nur einmal, sondern oft, weil er/sie ihm nichts entgegenzusetzen hat, um dann wirklich auch mal die Sache zu beenden, wenn es ihm/ihr zu bunt wird, dann unterstütze ich ich diesen Hund. Dann darf der sagen, wann es nerft und ich setz das durch, dass der andere Hund ihn in Ruhe lässt. War zB bei Theo und Hilde so, weil Theo mit 11 Jahren Hilde mit 8 Wochen schon nichts mehr entgegenzusetzen gehabt hätte, was hilft. Sie hätte ihn als lebendes Spielzeug dauerhaft missbraucht.

    Ich denke, es gibt keine intakte Hundegruppe, in der hundeintern nicht irgendein Hund die Kappe aufhat. Nichtsdestotrotz hab ich am Ende den Zylinder auf. ;-)

    Mein nächster Hund zu Hilde wird - so wie es sich derzeit zeigt - ein Mali Rüde. Sie ist zwar super mit Hündinnen, die sie respektiert oder die tatsächlich schutzbedürftig sind. Was sie nicht gut abkann sind Zicken, die überreagieren - und da ich aber auf Mali-Mädchen stehe, die sowas durchaus mitbringen können *hust* wirds ein Kerl. Dann gibts zwar vielleicht Kloppereien, aber e wird nicht episch. Aber vielleicht ändert sich Hilde ja auch noch und kann dann auch sowas ab...

  • Kira bräuchte keinen weiteren Hund in ihrem Leben, ihr reicht es an einem Menschen kleben zu können. Aber vor ein paar Tagen ist mein Sohn mit ein paar Freunden wandern gegangen und hat Bruta (seine Hündin) und Shiva mitgenommen. Den Jungs hat man richtig angesehen dass Ihnen was gefehlt hat. Und als sie dann wieder da war, war die Freude riesengross. Schliesslich ist sie als Schlafkissen und Riesenspielzeug unbezahlbar.

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