Wie viele Hunde sind händelbar?

  • Ich bin ja mit Hunden aufgewachsen, nie weniger als 2, Höchststand 5. Ich bin auch mit fünfen (davon ein regelmäßiger Sitterhund, Tochter von zwei unserer eigenen Hunde) und Neffe im Tragetuch spazieren gegangen. Alles eine Sache der Erziehung und wie entspannt man selbst sein kann. Ich bin noch nie in meinem Leben spazieren gegangen ohne die Augen offen zu halten, wenn man das macht kann man auch mit weniger gut erzogenen Hunden raus. Jetzt habe ich selbst drei, wir gehen zusammen raus, Mantrailing mache ich 2mal die Woche mit den beiden Großen, zur Dummyarbeit kommen alle drei mit, der Terrier lernt gerade Steadiness und Warten bei der Dummytasche. Für alle ist 30-45 min so viel Arbeit, dass sie gut schlafen können zu Hause. Auch wenn der Terrier nur zwei Dummies holen durfte.
    Nicht jeder ist für mehr als einen oder zwei Hunde gemacht, aber es ist auch mit Job machbar für die anderen.

  • Ich denke das die Händelbarkeit von vielen Hunden, einfach davon abhängig ist wieviel man els Erstes mal der Mienung ist sich selbst zuzumuten.
    Davon ab ist die Frage was sind die Möglichkeiten?
    Was für ein Gelände habe ich für die reine Haltung zur Verfügung?
    Was für ein Auslaufglände habe ich in der Nähe oder direkt anschliessend?
    Was will ich mit den Hunden machen?
    Bin ich Jäger?
    Bin ich Hundetrainer?
    Will ich nur nen treuen Begleiter als Familiennmitglied?
    Will ich züchten?
    Hab ich nen normalen Job? Wobei sich immernoch die Frage auftut was ist "normal"?
    Da pauschal ne Aussage zu treffen wie sinnvoll das ist oder wie die Hunde beschäftigt werden können, ist irgendwie sinnfrei.
    Davon ab ist das nicht anders wie bei Kindern in einem Haushalt auch. Wenn ich 5 Kinder habe, dann wird sich nicht vermeiden lassen das sich eins davon irgendwann, irgendwie, in irgendeiner Weise vernachlässigt fühlt.
    Hab ich ein behindertes Kind dabei, wird das zwangsläufig mehr Aufmerksamkeit erfordern.
    Bei Hunden könnte das z.B. ein Problemhund sein. Ich denke das es da aber auch weitere Parallelen gibt. Bei 5 Kindern helfen die älteren dann schon wieder ein Stück weit mit.
    Bei vielen Hunden "sozialisieren" die Anderen den jeweiligen Neuzugang ein wenig.

  • Zitat

    Und wie oft kommen solche schlimmen Fehlverknüpfungen vor? Und was ist so schlimm, wenn Hundi Streß hat (solange es keine Panikattacken sind)?
    Schon einmal dran gedacht, dass weitere Hunde auch extrem Sicherheit geben können?

    Ich wüsste z.B. nicht wieso einer meiner Hunde eine Fehlverknüpfung bekommen sollte, nur weil Juri Panik vor Menschen hat und die Omma andere Hunde nicht leiden kann wenn sie angeleint ist.

    Natürlich kann man da was machen. Man kann nen Brüller los lassen (böse, böse ich weiß), seine angeleinten Hunde ablegen und sich seine prügelnden Hunde krallen...

    Na ja, Brizo hatte dieses Jahr ja ganz schlimm Pech und wurde von nem DSH angegriffen. Ihr Youngster hatte danach ein echtes Problem mit fremden Hunden aber das letzte Mal, dass ich was von ihr gelesen hatte, ging es mit dem Wutz aufwärts. Allerdings ist sie eine ganze Zeit nicht mehr mit allen Hunden gegangen, weil ihr Youngster eben die volle Aufmerksamkeit brauchte.
    Aber ich glaube solche schlimmen Geschichten sind absolute Ausnahmen.

  • Spannend finde ich die sogenannten Dogwalker.
    Diese Menschen laufen meist mit mind. fünf Hunden durch die Welt und was passiert? Nix! *gääähn* Die Hunde laufen bei den Dogwalkern sogar besser als bei Herrchen oder Frauchen ... Ist alles eine Sache der Erziehung und Zusammenstellung der Gruppe. :) Menschen die solch eine Hundegruppe so Klasse händeln, haben meinen allerhöchsten Respekt! Ich arbeite noch an "meiner" Gruppe, aber ich würde mir im leben noch nicht zu trauen diese ohne Leine zu führen ... :mute:

  • Ich habe zwei eigene und laufe mit bis zu (einschließlich meinen) sieben Hunden, vom Yorki bis Schäfigröße ist alles vertreten. Ich habe lediglich eine Pöblerin in der Gruppe,der Rest ist unproblematisch.
    Das einzigste was ich von den Hunden verlange ist das sie hören wenn ich rufe,das haben die aber alle schnell gelernt.
    Ich kann auch mit allen an der Leine laufen.Jeder hat seinen Platz und bleibt dort.Bisher gab es noch keine Probleme.

  • Zitat

    Ich war heute auf einer Veranstaltung, da haben fast alle mindestens vier Hunde, gehen mit denen zusammen und keiner baut Mist.

    Kommt eben auf die Erziehung an. ;) Und den Typ Hund. Ich gehe manchmal mit bis zu acht Hunden und da geht mir keiner bei Hunde-, Mensch- oder Wildbegegnungen verloren. Die, die nicht unter Kontrolle sind im Freilauf bleiben an der Leine (da sind auch fremde Hunde dabei). Meine eigenen haben gelernt, dass sie gewisse Regeln befolgen, auch, wenn ich mich mal abwende. Das bringe ich denen aber auch so bei.

    Wo ich aber mitgehe: Die Arbeit für die Hunde, wenn es denn Hunde sind, die Arbeit brauchen. Ab einer bestimmten Anzahl plus Alterskonstellation kann ich mir auch nicht mehr vorstellen, dass jeder ausreichend Ansprache bekommt, wenn es sich um Arbeitshunde handelt.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, teile aber Corinnas Meinung zu 100%. Ich habe drei Hunde, alle soweit gut erzogen und hörend, dass ich mit ihnen problemlos und leinenlos spazieren gehen kann. Aber drei sind bei mir auch definitv die Grenze, die ich noch halbwegs sinnvoll auch beschäftigen kann... sprich, bei mir bekommt jeder Hund seine ganz eigene Trainingszeit, Agi, Obi, Dummy, Tricksen, was auch immer und somit eine auf ihn abgestimmte "Auslastung"... für einen vierten würde mir definitiv die Zeit fehlen!

    Grüße
    Bea

  • Zitat

    Na ja, Brizo hatte dieses Jahr ja ganz schlimm Pech und wurde von nem DSH angegriffen. Ihr Youngster hatte danach ein echtes Problem mit fremden Hunden aber das letzte Mal, dass ich was von ihr gelesen hatte, ging es mit dem Wutz aufwärts. Allerdings ist sie eine ganze Zeit nicht mehr mit allen Hunden gegangen, weil ihr Youngster eben die volle Aufmerksamkeit brauchte.
    Aber ich glaube solche schlimmen Geschichten sind absolute Ausnahmen.

    Das fand/finde ich auch in keinster Weise lustig, aber... Es sind eben die absoluten Ausnahmen und wer weiß, was für Auswirkungen es gehabt hätte, wenn ausser Brix nur ein weiterer Hund dabei gewesen wäre, der vom DSH zerlegt worden wäre bzw. ob die Auswirkungen auf Brix anders/besser gewesen wäre.


    Irgendwie passt das hier
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    [/youtube]
    Wobei DAS ja Schlittenhunde sind und da scheint es ja immer zu klappen, weil die (und nur die) ausgelastet werden :roll:
  • Ich sehe Unternehmungen mit den Hunden (Spazieren, Training) nicht als Belastung sondern als Auszeit/ Kraft auftanken - auch mit anstrengendem Hunden!

    Stellst du in nem Elternforum auch die Frage wieviel Kinder haendelbar sind?!
    Warum 5, warum nicht nur eins?

    Ich finde, es geht um Prioritaeten/ Persoenlichkeit. Ich entscheide mich bewusst dagegen Taxi fuer Kinder zu Fussball etc zu spielen. DAS waer fuer mich Stress. Nen Rudel Hunde? Entspannung... ;)

  • Zitat

    Das fand/finde ich auch in keinster Weise lustig, aber... Es sind eben die absoluten Ausnahmen und wer weiß, was für Auswirkungen es gehabt hätte, wenn ausser Brix nur ein weiterer Hund dabei gewesen wäre, der vom DSH zerlegt worden wäre bzw. ob die Auswirkungen auf Brix anders/besser gewesen wäre.

    Genau das kann ich so bestätigen.
    Ich denke auch, dass das wirklich weniger mit der Anzahl der Hunde zusammenhängt, als mehr mit der Konstellation. Es gibt Hunde, mit denen hätte ich mit Brix zu jeder Zeit allein auch in großen Gruppen gehen können, weil die Charakterkonstellation dort absolut gepasst hätte. Und dann gibt es Hunde, wo ich nur mit Brix und dem jeweils anderen Hund absolut überfordert gewesen wäre. Ich denke wirklich das hängt einfach sehr stark von den jeweiligen Charakteren ab.

    Auch jemand der nur zwei Hunde hat, kann im Prinzip extrem die Arschkarte ziehen, wenn z.B. ein Hund eine Fehlverknüpfung hat und der 2. aus welchem Grund auch immer (Charakter, Ausbildungsstand, Entwicklungsstand, Alter, etc.) darauf in welcher Weise auch immer (selbe Haltung annehmen, Unachtsamkeit des Halters ausnutzen, etc.) reagiert. Dann kann es auch sein, dass der jenige mit nur zwei Hunden eine Zeit lang nicht mit beiden Hunden gemeinsam gehen kann, weil es eine zu arge Belastung für die Hunde, den Besitzer und die Umwelt wäre.

    Das hängt aber meiner Meinung nach wirklich von den einzelnen Charakteren ab und nicht von der Menge der Hunde..

    Zudem denke ich auch einfach, dass diese Situationen wirkliche Ausnahmefälle wären.
    Bei Brix haben da SO extrem viele Dinge hineingespielt, wieso weshalb und warum seine Reaktion dort so nachhaltig und extrem war / ist. Da spiel die Rasse mit rein, dann das Alter, die Stimmung an genau dem Tag, seine vorherige Prägung, das was danach passiert, sein genereller Charakter, sein Gendefekt, meine Reaktion danach und und und...dazu dann die Schwere dieses Vorfalls - das einem so etwas passiert ist denke ich einfach mal der absolute Worst Case und so extrem unwahrscheinlich, dass einem so etwas passiert...
    Davon würde ich ehrlich nie mals ausgehen und das obwohl ich eh schon ein unverbesserlicher Pessimist bin.

  • Zitat

    Spannend finde ich die sogenannten Dogwalker.
    Diese Menschen laufen meist mit mind. fünf Hunden durch die Welt und was passiert? Nix! *gääähn* Die Hunde laufen bei den Dogwalkern sogar besser als bei Herrchen oder Frauchen ... Ist alles eine Sache der Erziehung und Zusammenstellung der Gruppe. :) Menschen die solch eine Hundegruppe so Klasse händeln, haben meinen allerhöchsten Respekt! Ich arbeite noch an "meiner" Gruppe, aber ich würde mir im leben noch nicht zu trauen diese ohne Leine zu führen ... :mute:


    Oh doch, da passiert schon mal was. Es ist für nicht so hundeliebende Menschen ein Unterschied, ob sie einen Spaziergänger mit Einzelhund kreuzen, oder ob ihnen ein Gewusel von 6 oder mehr, oft recht grossen Hunden auf dem Weg entgegenkommt, begleitet von einer einzigen Person. Da spielt es kaum eine Rolle, ob angeleint oder nicht. Es ist übrigens auch für den eigenen Hund ein Unterschied - so eine Hundemeute wirkt doch recht bedrohlich. Oder es kommen erst die Aufklärer, wuffen kurz und der Rest braust an.... Klar kommt dann das Abrufgebrüll, aber das ist längst nicht bei allen Dogwalkern wirkungsvoll. Was ohne Störung grad so geht, klappt oft nicht mehr, wenn eine überraschende Situation eintritt. Da ist der Dogwalker vorn mit zwei Hunden beschäftigt, und hinten macht sich einer aus dem Staub. Alles schon gesehen und erlebt.

    Ich sage nicht, dass es keine kompetenten Dogwalker gibt, habe auch schon solche getroffen. Aber eben auch die anderen. Die Tatsache allein, dass man es wagt, mit 5 Hunden rauszugehen und die womöglich noch abzuleinen sagt noch nichts über die Qualifikation der betreffenden Person aus. Sehr oft wurde da nach dem Prinzip "wird schon gut gehen" und "aus dem Weg" verfahren. Ich weiss nicht, wie es bei euch ist, aber hier kann sich jeder Heini, der eine Leine halten kann "Dogwalker" nennen. Und so einige haben es auch getan. Die sind jetzt weg mit dem neuen Gesetz, weil sie den nötigen Fähigkeitsnachweis nie und nimmer bringen können. Und ich weine denen nicht nach.

    Ich sehe in diesen nach Geschäftsgang zusammengestellte Gruppen übrigens auch etliche deutlich gestressten Hunde. Dieses "Rudelleben" ist nicht für alle Hunde ein Zuckerschlecken....

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