Unaufmerksamkeit beim Gassi gehen

  • Unser Hund ist jetzt knapp 15 Monate alt und komischerweise erst jetzt voll in seiner Flegelphase/Rüpelphase/Pubertät oder wie man es auch immer nennen mag. Es ist ein Labradoodle-Rüde in der F2 Generation also eine Sohn von zwei Labradoodles (Labrador-Pudel-Mix) Wir fanden schon immer dass er ein wenig "dickköpfig" ist falls man das so sagen kann und auch unsere Hundetrainerin, bei der wir schon seit er 3 Monate alt ist sind sagt das, weil wir ihn aus persönlichen Gründen 3 Monate zu ihr geben konnte, er dadurch aber auch super sozialisiert ist. Mit ca. 6 Monaten kam er zu uns zurück und er kam mittlerweile in den Erziehungskurs für Fortgeschrittene. Auch den hat er vor knapp 3 Monaten "bestanden"(mit weiterem Übungsbedarf) und seitdem machen wir einen Apportierkurs mit gleichaltrigen Hunden, die auch noch in der Erziehung sind, und somit beides kombiniert werden soll. Unserem lieben kleinen Sunny hat das am Anfang auch echt viel Spaß gemacht, aber seit ca. 4 Wochen hat er keinen Bock mehr und genau da fängt das eigentliche Problem auch an. Hier mal seine "Symptome"
    - er hat keinen Bock mehr auf apportieren
    - er haut ab wenn man ihn ruft im Wald(zu Hause klappt alles bestens)
    -er ignoriert uns beim Spazieren gehen.
    Am meistens stört uns, dass er uns ignoriert, weil das ist ja auch für uns dann langweilig draußen, wenn er nur sein eigenes Ding macht. IN Folge dessen haben wir uns Rat bei der Hundetrainerin geholt und ein Brustgeschirr und eine 5m Schleppleine gekauft mit der wir im Wald jetzt immer konsequent laufen. Trotzdem schei*t er auf das was wir sagen nur wenn man ewig drauf beharrt und ihn an der Leine hat kommt er dann mal angedackelt...Allerdings meistens nur wenn wir Futter mit haben, weil er da total scharf drauf ist, aber wir versuchen davon weg zu kommen, das ist ja eine Krankheit/Sucht! Wir sind jetzt halt voll genervt und so, und ich hoffe, dass ihr Tipps für uns habt.

    Edit: Genug Auslauf bekommt er jeden Tag(MOrgens und Mittags: jeweils1-2h im Wald) und wir versuchen auch jeden Tag mind. 1x mit ihm zu spielen oder ihm Denkaufgaben oder ähnliches zu geben

  • Warum wollt ihr nicht über Futter arbeiten?
    Wir haben im Oktober einen 2 Jahre alten Mischling zu uns geholt und arbeiten auch an der Schleppleine.
    Wir bauen im Moment Bindung auf. Und zwar zu einem großen Teil über Futter. Er bekommt Futter nur aus der Hand und aus dem Futterbeutel. Er muss dafür arbeiten. Muss Übungen und Kommandos ausführen und den Beutel holen odrr suchen. Ausserdem habe ich ihn beim Gassi ständig belohnt wenn er von sich aus geschaut hat wo wir sind. Dann flog immer ein Futterbrocken. Oder fürs kommen auf Zuruf, da gibt es immer ein Leckerchen. Es muss sich lohnen dass er kommt.

    Nach knapp drei Monaten kann ich sagen dass sich schon viel getan hat. Er schaut wo wir sind und die Schlepp schleift fast immer nur noch als Sicherheitsleine am Boden.

    Du kannst auch versuchen mit Spiel zu belohnen aber da muss der Hund auch der Typ für sein. Unserer tut für Futter fast alles und das nutze ich.

  • @ EllasSunny

    Ich habe mir jetzt deinen Post durchgelesen und kann nur sagen , kein Wunder das der Hund so reagiert .

    Eine Hundetrainerin die sagt , der Hund sei " dickköpfig " , da weis ich eh schon alles .
    Wenn ihr im dauerkontakt steht mit dieser Trainerin und keinen Erfolg habt , dann sollte man nicht dem Hund die Schuld daran geben .
    Man kann eben nicht alles mit Futter konditionieren und ich denke auch , mit eurem wollen habt ihr dem Hund den Spaß an der Arbeit verleidet .

    Ich würde dem Hund jetzt einmal eine Zeit Ruhe lassen , kein mach dies oder jenes und nur mit ihm Gassigehen .
    Einfach weg von diesem eingespielten Ablauf .
    Und dann beginnt man von vorne , mit der Ausbildung , ohne diese Trainerin . Da gibt es bessere .
    Beginn mit dem Rückruf und der Leinenführigkeit , dazu gibt es hier im Forum schon einige Wege , die gelegentlich auch gut beschrieben sind , wie . Das selbe kannst du auch über das Apportieren lesen .

    Wie gesagt , da kann nur ein guter Trainer helfen , oder ein Neuanfang von eurer Seite . Alles in kleinen Schritten wieder aufzubauen .


    LG . Josef

  • Ich hätte auch keinen Bock auf genervte Menschen. Warum seit ihr denn so genervt, dass
    blockiert euch und hindert euren Hund geradezu daran zu euch Kontakt zu suchen.

    Wenn er eigentlch immer gerne apportiert hat, dann kann manchmal eine Pause gut tun. In
    dieser Pausenzeit bietet ihr ihm gar keine Apportierübungen an. Ihr könnt immer mal mit dem
    Apportel spielen, aber euer Hund bekommt es nicht. Macht die Sache richtig spannend für ihn.
    Und nehmt das nicht persönlich, wenn er keine Lust hat. Wenn er dann wieder mitmacht und hat
    einen schlechten Tag, dann sofort die Übung beenden.

    Auf dem Spaziergang wenn er sowieso an der Schlepp ist, dann sprecht ihn einfach im ganz normalen Ton an und sagt ihm was er tun soll. Sitz ist meistens ganz gut. Dann bleibt ihr einfach stehen, so lange bis er sich
    euch zuwendet aber ihr sagt nichts, gar nichts, wiederholt auch das Kommando nicht. Schaut was er macht.
    Er wird versuchen herauszufinden was los ist und irgendwann sicher zu euch kommen. Dann wiederholt ihr
    das Kommando ein mal, setzt er sich wird er gelobt und es geht weiter.
    Was auch gut ist, ihr laßt was fallen was er toll findet und geht ganz normal weiter, einige Meter weiter ruft ihr
    ihn und schickt ihn zurück zum suchen. Er wird bald anfangen sehr viel mehr auf euch zu achten und es
    wird immer schwieriger was fallen zu lassen und er bekommt es nicht sofort mit.

    Das wichtigste habt Geduld mit ihm, bleibt ruhig und rechnet damit, dass es etwas dauert am Anfang.

  • Ganz ehrlich ? Mir tut euer Hund etwas leid.
    Er soll funktionieren, für Nothing und dann seid ihr noch genervt, wenn er das nicht klappt und das bei einem Junghund in der Pubertät. Zudem eine Hundetrainerin, die den Hund für "dickköpfig" hält.
    Bietet eurem Hund fürs Kommen etwas Supergutes, damit es sich lohnt für ihn.
    Ich vermute, die Erziehung basiert generell auf wenig positive Bestärkung durch Leckerchen und Spieli (habe ich jetzt mal so in euer Posting hereininterpretiert "Krankheit/Sucht") und jetzt habt ihr das Problem, das euer Hund andere Dinge interessanter findet als euch. Was erwartet ihr denn ?
    Ich würde das "komm" evtl. nochmal mit einer superguten Belohnung neu aufbauen und die auch beim Spaziergang mitnehmen und das an der Schlepp üben.
    Ich mache das mit meinen Welpen so und wenn sie dann in die Pubertät kommen, hat sich das Herankommen auf Zuruf so gefestigt, das es auch in der Phase wenig Probleme gibt.
    Veruscht mal eine positivere Einstellung zu eurem Hund zu bekommen, verlangt im Moment ganz wenig und habt ganz viel Geduld ! Das wird schon :smile:

    LG

  • Mal blöd gefragt: Seid ihr süchtig oder krank, weil ihr Lohn für eure Arbeit wollt? :D
    Was für den Hund Belohnung oder Motivation darstellt, entscheidet der Hund! Da ist es piepegal,
    ob ihr Spielzeug als Belohnung besser findet. Er bietet euch an mitzuarbeiten, bzw ist aufmerksam
    wenn er mit Futter belohnt wird-also nutze dies, und mach dich frei von solchen Gedanken wie:
    Futterbelohnung = Krank/Sucht/ Bestechung.
    Wenn man das sinnig einsetzt, und eben nicht :"Guck mal ein Keks-machst du mal fein Sitz?"
    kann Futter ein super Motivator sein. Erst die Arbeit und dann gibt es eventuell ne Belohnung.

  • Also ihr habt euren Hund in der Sozialisierungs und Bindungsphase zu einer anderen Person gegeben, ihm dann mit 6 Monaten erzählen wollen ihr seit die jenigen auf die er "eigentlich" hören soll und nun muss er auch noch zum Agility? Sorry ich glaube der Hund ist in seinem kurzem Leben schon auf zu viele Menschen bezogen wurden und einfach völlig genervt von all den "Komm beachte mich mal".

    Ich lobe meinen Hund, wie es ein anderes Mitglied vor mir schon getan hat, immer dafür das er mich anzieht, stehen bleibt, auf mich wartet (vor Allem dann wenn er es von alleine macht!) und ich benutze Leckerlies.
    Leider ist mein Kowalski kein Fresssack (oder besser gut so =)) deswegen nehme ich auch immer sein liebstes Spielzeug mit. Aber auch ganz gut herzige Streicheleinheiten reichem ihm!
    Mit Schleppleinen habe ich nie gearbeitet, da meine Hund fast ausschließlich ohne Leine laufen, so müssen sie einfach von Anfang an aufmerksam sein.

    Und ich hasse es wenn jemand anderes meinem Hund Befehle gibt! Denn ein Welpe (knapp 14 Wochen) hat sich einzig und allein an mich zu binden und nicht an Trainer, Freunde oder sonst wem!
    Aber das ist Ansichtssache. Allerdings halte ich auch nicht viel von der Trainerin, denn sie scheint wenig Erfahrung zu haben wenn sie einen Welpen 3 Monate bei sich aufnimmt und dann meint "Naja ist halt ein Dickkopf", wäre sie ehrlich gewesen hätte sie gesagt "Naja ich bin halt ein wenig faul und unehrlich."

    Bitte nicht übel nehmen aber ihr könnt doch nicht von EUREM Hund reden wenn ihr die Erziehung anderen überlasst.

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