Unaufmerksamkeit beim Gassi gehen
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Unaufmerksamkeit kann mehrere Ursachen haben. Wenn ich mit meiner Hündin früh die Pipirunde gehe bin ich auch abgemeldet weil ich immer die gleichen Wege gehe. Die weiß wo ich über die Straße gehe, die weiß wo ich stehen bleibe und die weiß genau wo wir lang gehen. Das ist auch nicht schlimm.
Wenn es bei euch ähnlich läuft ist das sicher eine Ursache und die ist leicht zu beheben. Das nächste ist einfach die Umwelt. Diese ist nämlich für euren Hund viel spannender wie ihr und dann folgt natürlich ein "klares nein" von euch ... und was passiert beim Hund? Der staut Frust an weil er nicht diesen aufregenden Spuren folgen darf oder machen kann was er will. Kurz ihr seit für ihn stinklangweilige Miesepeter und die von "professioneller" Seite attestierte "Dickköpfigkeit" resultiert eher darin, dass ihr erst mal nichts habt um mit der Umwelt zu konkurrieren.
Ich würde euch empfehlen, dass ihr unter Umständen euch einen ordentlichen Trainer sucht der das Wort "Dickköpfigkeit" erst mal überhaupt nicht in den Mund nimmt (findet man bei ibh-hundeschulen.de) und des weiteren euch interessanter macht bzw auch Frust vermeidet.
Ich würde ein "Nein" aus dem Wortschatz streichen. Schleppleine und Geschirr wurde ja schon empfohlen. Eine Schleppleine darf auch mal länger als 5m sein. Bevor(!) der Hund in das Ende der Schleppleine läuft gibt es eine Warnung wie "Ende" oder so. Wenn der Hund das Ende der Leine meidet gibts Futter.
Futter gibt es auch nie für nichts oder wegen eines treuen Blickes sondern für etwas was er gut gemacht hat. Das kann (also muss nicht immer!) passieren wenn er zu euch gelaufen kommt, wenn er auf Ansprache seines Namens reagiert, wenn er nicht in die Schleppleine läuft etc. Das Futter kann auf dem Boden, aus der Hand oder im Fluge gegeben werden. Außerdem kann gern auch mit Spiel belohnt werden. Wenn der Hund schnüffeln will oder andere Aktivitäten in seiner Umwelt machen will kann man, wenn man vorher sieht was er machen will, immer einen Begriff davor sagen (ich nutze fürs Schnüffeln "check it out" und fürs Wegrennen und sein Ding machen lassen "lauf!"). Irgendwan weiß der Hund was was bedeutet und ihr könnt es anstatt Futter als Belohnung einsetzen indem ihr das Wort sagt
Als Faustregel gilt draußen dass alle Aktivitäten belohnt werden sollten, die zu euch und mit euch zutun haben - wo der Fokus der Orientierung des Hundes bei euch liegt.
Weitere Details dazu und wie man auch mit Wildproblemen biologisch angemessen umgeht, erklärt euch ein guter Trainer.Außerdem würde ich mal hier im Forum oder bei Google schaunen nach dem Thema "doppelter Rückruf".
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Nachteil ist lediglich, dass hierbei der Hund entscheidet. Er sntscheidet
ob er einen Keks will, dann schaut er euch an, wenn nicht dann eben
nicht. Und genau da liegt, für mich, der Knackpunkt, die Entscheidungen
sollt nicht der Hund treffen.Am Ende entscheidet immer der Hund. Das ist halt einfach so...
Hund können auch zurückkommen und trotzdem mit der Aufmerksamkeit ganz woanders sein. Meine hat das gerade drauf. Sie kommt, soll vorsitzen (Kommando "hier!), dreht sich im letzten Moment um und macht ihren leck-mich-am-Ar***-Sitz
.Geschafft hat man's erst, wenn der Hund es auch macht, wenn es freiwillig ist.
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Geschafft hat man's erst, wenn der Hund es auch macht, wenn es freiwillig ist.
Genau so ist es. -
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Am Ende entscheidet immer der Hund. Das ist halt einfach so...Bei dir vielleicht, wenn das für dich o.k ist wird dein Hund das schon regeln. Bleibt ihm ja nichts anderes
übrig, einer muß ja die Entscheidungen treffen. -
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Lediglich meine Dobermannhündin hat das Jagen in manchen Situationen bevorzugt, aber nach langer Arbeit an der Schlepp haben wir auch das in den Griff bekommen.
Wie würdest du das denn angehen ? Das Interesse des Hundes am Menschen kann man m.M. nach nicht erzwingen.
Man muss halt besser sein als die Umweltreize
Meine Hündin wird lebenslang das Jagen bevorzugen und mit (Wild)Umweltreizen kann
ich nicht konkurrieren, sondern ich muss sie irgendwie für mich nutzen.
Obwohl sie wohl immer zum Großteil ander SL bleiben wird, hat das Training sehr viel gebracht.
Was ist denn daran schlimm, dass sich mein Hund öfter mal von sich aus entscheidet, zu mir zu schauen/zu kommen etc.?
Das ist doch die Voraussetzung, dass man vernünftig zusammenarbeiten kann und er auch reagiert, wenn ich entscheide. -
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Bei dir vielleicht, wenn das für dich o.k ist wird dein Hund das schon regeln. Bleibt ihm ja nichts anderes übrig, einer muß ja die Entscheidungen treffen.
Wenn du die Aussage verstanden hättest, dann würdest du nicht sowas schreiben.
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Bei dir vielleicht, wenn das für dich o.k ist wird dein Hund das schon regeln. Bleibt ihm ja nichts anderes
übrig, einer muß ja die Entscheidungen treffen.Die Kunst ist es doch, dem Hund das gewünschte Verhalten so zu verkaufen, dass er es selbstständig ausführt, weil es sich für ihn lohnt. Wenn der Hund ein Verhalten nicht freiwillig und "als seine eigene Idee" ausführt, bleibt immer ein großer Unsicherheitsfaktor.
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Zitat
Die Kunst ist es doch, dem Hund das gewünschte Verhalten so zu verkaufen, dass er es selbstständig ausführt, weil es sich für ihn lohnt. Wenn der Hund ein Verhalten nicht freiwillig und "als seine eigene Idee" ausführt, bleibt immer ein großer Unsicherheitsfaktor.
das ist schön geschrieben !

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Meine Hündin wird lebenslang das Jagen bevorzugen und mit (Wild)Umweltreizen kann
ich nicht konkurrieren, sondern ich muss sie irgendwie für mich nutzen.
Obwohl sie wohl immer zum Großteil ander SL bleiben wird, hat das Training sehr viel gebracht.
Was ist denn daran schlimm, dass sich mein Hund öfter mal von sich aus entscheidet, zu mir zu schauen/zu kommen etc.?
Das ist doch die Voraussetzung, dass man vernünftig zusammenarbeiten kann und er auch reagiert, wenn ich entscheide.Ich sehe das genauso wie du. Mein Posting bezog sich auf YorkieFan, der/die es nicht gut findet, wenn der Hund entscheiden kann, ob er mir seine Aufmerksamkeit schenkt.
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Wenn ich keine Lust habe, mich mit dem Hund zu beschäftigen, dann habe ich auch keinen verdient.Ähnlich dein Vergleich mit den Kindern. Ich musste hier keine Playstation, WII oder Ähnliches rationalisieren.
Das lief bei meinem, mittlerweile 18jährigen Sohn, mithilfe Kommunikation auch so
Das als Druckmittel einzusetzen...na ja.... :/Komischerweise fühlen sich Hund und Kinder sehr wohl und verhalten sich sehr kooperativ.
Soll jeder machen, wie er will.
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