Leinenlust statt Leinenfrust

  • Glaub mir, ich hab nen halben Beagle hier sitzen, Sturheit wurde dem in die Wiege gelegt *g*

    Meine beiden wiegen zusammen auch über 30kg, wenn die irgendwo plötzlich hinziehen, hat man schon manchmal das Gefühl, dass die Schulter doch irgendwann man ausgekugelt wird. Da bin ich dann auch bockig und ziehe zurück ^^
    Aber was das Geschnupper angeht: Dieses "festschnuppern" an einer Stelle an der Leine gibts generell nicht. Da kommt nach ein paar Sekunden das "Weiter"-Kommando, weil ich das nicht will. Minutenlang geschnuppert werden kann gerne ohne Leine, mit Leine ist es einfach nicht drin.

  • Also auch, wenn du es nicht so gerne hörst - gerade bei einer Bulldogge die schlecht mit Frust umgehen kann, halte ich es für unwahrscheinlich wichtig, wenn nicht grundlegend, dass sie mit Frust umgehen lernt. Nicht ich sollte mir Gedanken machen, wie der arme Hund weniger Frust hat, sondern der Hund sollte lernen, damit umzugehen. Die Bullis haben nun mal die - für mich sehr charmante "mit dem Kopf durch die Wand und wenn es nicht geht, geht`s mit mehr Kraft"-Mentalität. Egal ob im Vorwärtsgang oder durch Aussitzen. Wenn er jetzt in der Pubertät nicht lernt, dass die Welt nicht so ist, wie er sie gerne hätte, könnte das unschöne Folgen haben in seinem Verhalten. Was aus seiner Sicht natürlich total okay ist -frag mal durchgeknallte Teenies - es gibt weniger Menschen, die mehr von sich überzeugt sind :D :lol:

    De Facto heißt das für mich: Wenn ich gehe, gehe ich. Wenn er schnüffeln will, soll er fragen und das wird mal mit ja und mal mit nein beantwortet. Und das Nein - damit muss er halt umgehen lernen. Ein Freund von mir hat eine Bulldogge. Der hat mir ihr 1 Stunde im strömenden Regen gestanden. Er hatte den spürbaren Zug nach vorne auf der Leine nicht mitgeschleift, sondern schon darauf gewartet, dass er selber geht. Nach einer Stunde wars der Bulldogge zu doof, sie ist weiter gegangen. Dafür gibts auch kein Lob, das ist total normal, das gehört zu einem Hundeleben einfach dazu. Der Bulli hat das noch 3x probiert - die Steh-Zeiten wurden kürzer. Nachdem er gelernt hat, dass er es selber in der Hand hat, wie nett oder unnett das für ihn wird, hat er sich entschlossen, zu kooperieren.

    Das mag jetzt total fies und gemein klingen - aber wie gesagt, aus meiner Erfahrung heraus ist es der einfachste und auch für den Hund verständlichste Weg, der zudem Frustrationstoleranz schult.

  • Zitat

    Also auch, wenn du es nicht so gerne hörst - gerade bei einer Bulldogge die schlecht mit Frust umgehen kann, halte ich es für unwahrscheinlich wichtig, wenn nicht grundlegend, dass sie mit Frust umgehen lernt. Nicht ich sollte mir Gedanken machen, wie der arme Hund weniger Frust hat, sondern der Hund sollte lernen, damit umzugehen. Die Bullis haben nun mal die - für mich sehr charmante "mit dem Kopf durch die Wand und wenn es nicht geht, geht`s mit mehr Kraft"-Mentalität. Egal ob im Vorwärtsgang oder durch Aussitzen. Wenn er jetzt in der Pubertät nicht lernt, dass die Welt nicht so ist, wie er sie gerne hätte, könnte das unschöne Folgen haben in seinem Verhalten. Was aus seiner Sicht natürlich total okay ist -frag mal durchgeknallte Teenies - es gibt weniger Menschen, die mehr von sich überzeugt sind :D :lol:

    De Facto heißt das für mich: Wenn ich gehe, gehe ich. Wenn er schnüffeln will, soll er fragen und das wird mal mit ja und mal mit nein beantwortet. Und das Nein - damit muss er halt umgehen lernen. Ein Freund von mir hat eine Bulldogge. Der hat mir ihr 1 Stunde im strömenden Regen gestanden. Er hatte den spürbaren Zug nach vorne auf der Leine nicht mitgeschleift, sondern schon darauf gewartet, dass er selber geht. Nach einer Stunde wars der Bulldogge zu doof, sie ist weiter gegangen. Dafür gibts auch kein Lob, das ist total normal, das gehört zu einem Hundeleben einfach dazu. Der Bulli hat das noch 3x probiert - die Steh-Zeiten wurden kürzer. Nachdem er gelernt hat, dass er es selber in der Hand hat, wie nett oder unnett das für ihn wird, hat er sich entschlossen, zu kooperieren.

    Das mag jetzt total fies und gemein klingen - aber wie gesagt, aus meiner Erfahrung heraus ist es der einfachste und auch für den Hund verständlichste Weg, der zudem Frustrationstoleranz schult.

    Verstehe ich das richtig: Bulli wollte nicht laufen und Herrchen hat mit straffer Leine gewartet, dass er selber losgeht? Einfach klasse! Stell mir doch mal den Kontakt zu dem Herren her. Bei dem kann ich bestimmt einiges in Sachen Geduld und "hartnäckiger sein als der Bulli" lernen ;) Aber die Situation könnte ich mir bei uns auch gut vorstellen!

    Ihr habt Recht, die "Welpen in Wattepack Schonzeit" ist nun vorbei und er muß lernen, dass es nicht immer nach seinem Kopf geht!

    Es ist ja auch nicht so, dass es sich in irgendeiner Weise negativ äußern wurde. Bloß sagt man ja immer, dass wenn man einem Verbot ausspricht auch eine Alternative anbieten sollte, daher die Nachfrage. Bevor der große Frust überhaupt erst aufkommt...

  • Du hast ne Bulldogge, vergiss das mit den Alternativen. ;)
    Entweder du gehst weiter und schleifst ihn mit oder aber du wartest halt bis er fertig ist.
    Mit nem sturen Hund musst du eben sturer sein.

    Arren hats schon als Welpe am Halsband gelernt, lernen müssen da der Herr ja der Meinung war "Geschirr ist prima. Ich leg mich dann mal hin und lasse mich übern Boden schleifen. Ich lauf in dem Ding net."
    Also gabs Halsband, da wars dann schon deutlich besser. Ja...

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    Bei ihm half Stehenbleiben mit Zug auf der Leine, allerdings war es mir zu doof ne Stunde für 5 Meter zu brauchen, also gabs bei jedem Stehenbleiben wie auf den Bildern ein "Komm, weiter." und einen Moment für ihn zum Überlegen.
    Entschied er sich für weitergehen gabs ein "Ja fein!" und gut wars.
    Entschied er sich fürs Stehenbleiben gabs ein deutlicheres "Weiter!!" und einen Herzschlag später ging ich dann und zog ihn mit.

    Von einem langjährigen Züchter hab ich vor Ewigkeiten mal den Satz gelesen in so einer Frage wegen Weiterziehen.
    "Das tut dem nicht weh. Das ist ein Bullterrier, entweder gehst du oder du gehst nicht. Alles andere interessiert den nicht."
    Und ich denke nicht das Bulldoggen da anders sind.

    (Ich will Shakes mal wieder sehen! Gib ihn mir! Haben will! Er ist einfach so süß!)

  • Zitat

    Ihr habt Recht, die "Welpen in Wattepack Schonzeit" ist nun vorbei und er muß lernen, dass es nicht immer nach seinem Kopf geht!

    Er ist ja auch schon lange kein Welpe mehr....

    Es ist ja auch nicht so, dass es sich in irgendeiner Weise negativ äußern wurde. Bloß sagt man ja immer, dass wenn man einem Verbot ausspricht auch eine Alternative anbieten sollte, daher die Nachfrage. Bevor der große Frust überhaupt erst aufkommt...

    Die Alternative zum "Schluss mit Schnuppern hier" ist das "weiter"
    Das musst Du jetzt bald hinkriegen, entweder durch Zug von Dir beim Weitergehen oder mit der von Hummel beschriebenen Aussitz/Aussteh"-Methode.
    Ich hab natürlich mit meinen Schäfis leicht reden, wenn die 65 kg zusammen wo schnuppern, reicht ein deutliches "auf, weiter" und beide flitzen wieder nach vorne; wobei ich auch mal weitergehe, ohne was zu sagen (und dann halt kurz 65 kg in der Leine hängen habe) - sie sollen ja auch an der Leine nach mir gucken und nicht denken "Frauchen kann nicht weg, ist ja angeleint" :lol: sie kommen dann schnell mit, wenn es unangenehm wird -gezogen (auch wenn es einen Meter weiter sooo gut riecht) wird bei uns bei "Leine am Halsband" gar nicht, da gibt es sofort eine Ansage von mir; hingegen dürfen, teilweise sollen sie am Geschirr ziehen

    Edit: Danny hat auch grade was zum Bulli geschrieben (von meinem Lieblingsminibulli :D )

  • Hei Danny, schön von Dir zu hören!
    Je nach meiner Gemütslage geht mir das auch tierisch auf den Senkel. Aber es wird schon werden!

    Wollte Dir zur Überbrückung bis wir uns wiedersehen mal Bilder anhängen bin aber irgendwie zu blöd dazu. Kann mir mal jemand helfen?

  • Bilder! Wo lädst du sie denn hoch? Ich hab früher Photobucket genutzt und nun nutze ich Picasa.

    Ich denke das "Problem" an vielen Tipps ist einfach das es nunmal ein Unterschied ist ob man einen Hund hat oder ob man eine Bulldogge, Bullterrier hat. Nicht umsonst heißt es grade unter Bullifreunden oft "Bullterrier, alles andere sind nur Hunde". ;)
    Sicher, Erziehung ist wichtig und notwendig, auch mich ärgert es manchmal ein wenig das mit Arren noch deutlich weniger möglich ist als normalerweise mit nem Bulli..
    Aber die Sturheit, der Eigensinn, das sind ja nunmal Eigenschaften mit denen man umgehen muss. Ich persönlich liebe es. So sehr ich Schäfer liebe, oder Retriever, ne, sowas wird hier nicht einziehen. Ich liebe dieses "Ich zeig dir jetzt einfach mal aus Prinzip die Mittelkralle!" Und ich hatte ja das Glück das ich schon früher mit Bullis in Kontakt war und von daher schon live gesehen habe wie die sind. (Lesen ist immer was anderes. Man denkt immer das man vorbereitet ist und das es schon klappen wird.. Aber real und Lesen sind halt doch verschiedenen Dinge)

    Arren muss (und kann) eh nicht viel, seine Konzentrationsfähigkeit ist die einer Ameise... Aber dennoch, gewisse Sachen kann er und wenn ich die abrufe bin ich solange stur bis er nachgibt und das macht.
    Dickschädel gegen Dickschädel.

    Oder wie sagte jemand vom BiN-Stand beim SoKa-Run in Hamburg? "Der kann Hier, Sitz und Platz? Na, das ist doch schon Abitur fürn Bulli!"
    Ja, sie sind halt anders.... :D Und ich denke ne Bulldogge ist da wirklich nicht anders, die haben ja auch diesen Schädel mit dem sie notfalls nicht nur durch die Wand, sondern auch durchs Minenfeld gehen würden.
    Es sind besondere Hunde.

    (Zu dem was Hummel sagte: Ginge bei Arren eh nicht. Regen? Rausgehen? So nötig drückt es ihn nie. :lol: Mein kleines Weichei!)

  • Zitat

    (Zu dem was Hummel sagte: Ginge bei Arren eh nicht. Regen? Rausgehen? So nötig drückt es ihn nie. :lol: Mein kleines Weichei!)

    Du, als der losging hat es noch nicht geregnet. Erst als sie standen. :lachtot: Und mein Bekannter sagte sich mantramäßig die Worte auf: Wenn wir das mal geklärt haben, ist es geklärt. :roll: *lach* Der Regen verschlechterte nur die Laune. Aber ich ziehe vor ihm auch den Hut, dass er das durchgezogen hat. Der Bulli war da ungefähr 7 Monate alt. Wie gesagt - ein paar Mal hat er noch getestet, aber ich denke, weil er das in jungen Jahren wirklich 100%ig konsequent durchgezogen hat, ist es auch echt drin. Er geht wirklich jetzt immer mit. Auch im - verhassten - Regen. Mit Leine am Herrchen heißt mitlaufen - komme was wolle.

  • Ja, Konsequenz ist wichtig bei Dickköpfen. *nickt*
    Arren weiß auch das es nix bringt stehenzubleiben, ich gehe dennoch weiter. Er probiert es immer mal wieder, aber tja, da hat er Pech.
    Hamilton hingegen hat alles viel schneller drauf als Arren, der ist ihm rein intelligenzmäßig sowas von überlegen! Okay, ich red von Arren, ne Tüte Toast ist dem Hund intelligenzmäßig überlegen... (Ich lieb ihn trotzdem!)

  • LG . Josef

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