Jagen & Selbstbelohnung
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Hallo Zusammen,
mal eine Frage - ab wann setzt die Selbstbelohnung beim Jagen eigentlich ein, erst beim Erfolg, oder bereits dann wenn er ein paar Sätze gemacht hat, auf Kommando aber stehen bleibt, z.B. wenn ich den Hasen zu spät gesehen habe.LG
Prunus - Vor einem Moment
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Hi,
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Das wird von Hund zu Hund unterschiedlich sein und hängt auch von den bereits gemachten Erfahrungen ab.
Bei manchen Hunden setzt die Erwartungshaltung schon ein, wenn sie die Haustür verlassen - dementsprechend wird das Belohnungssystem im Gehirn da auch schon hoch fahren.Selbstbelohnung hat mit dem Erfolg, Beute zu machen, eher wenig zu tun aus meiner Sicht (zumindest bei unseren Haushunden).
Allgemein würde ich sagen, dass es der Moment ist, wo der Hund komplett in den Jagdmodus geht und nicht mehr ansprechbar ist.
Das kann bei jedem Hund unterschiedlich sein. Der eine verfolgt eine Fährte, die selbstbelohnend sein kann, der andere hetzt Wild auf Sicht und belohnt sich selbst usw.
Ebenso ist das Spektrum des Jagdverhaltens recht groß, das Hüten gehört zum Beispiel auch dazu.
Und dann gibt es Hunde, die sich im Jagdmodus komplett verlieren und dann vielleicht auch Stunden durch Wälder und Felder laufen, immer auf der Suche nach dem Reiz.
Und es gibt Hunde, die laufen vielleicht mal kurz hinter einem Hasen her und kommen aber sehr schnell wieder zurück und sind ansprechbar und schnell wieder im normalen Modus.
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Von Beginn an.
Warum sonst sollte ein Hütehund dermaßen ausdauernd jagen, ohne jemals die Beute zu erlegen

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Zitat
Von Beginn an.
Warum sonst sollte ein Hütehund dermaßen ausdauernd jagen, ohne jemals die Beute zu erlegen

Dann wäre das Ziel, das Jagen von Wild zu unterbinden, mit dem ausgeführten Kommando ja erreicht, oder? Denn das Kommando wirkt stärker als der Wunsch hinterher zu gehen, selbst wenn der Hund schon auf dem Weg ist.
Mich haben so manche Aussagen zur Selbstbelohnung immer irritiert. In manchen Threads war zu lesen, dass einmal selbstbelohnendes Verhalten (wozu nach Deiner Aussage bereits der Ansatz gehört) reicht, um den Hund auf immer zum unkontrollierbaren Jäger zu machen.
Gruß
Prunus -
Man kann es sich ugöaublich zu nutzen machen, wenn die Selbdtbelohnung schon früh einsetzt. Ist es schon das Hinterherschauen, kann man das prima unter Kommando stellen und damit andere Dinge belohnen.
Es ist definitiv von Hund zu Hund unterschiedlich, aber ich würde mal behaupten, dass dad Hetzen schon nach wenigen Metern selbstbelohnend ist...
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Zitat
Denn das Kommando wirkt stärker als der Wunsch hinterher zu gehen, selbst wenn der Hund schon auf dem Weg ist.DAS ist seit drei Jahren mein Trainingsziel ... und wird wohl immer unerreichbar bleiben.

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Bei meinem ist es definitiv das Hetzen/Rennen selbst. Beute machen will er, glaube ich, gar nicht. Wahrscheinlich ist es wohl auch deshalb relativ einfach, ihn wieder abzurufen, weil (Zurück)rennen und Futter kassieren noch besser ist als nur Rennen.
Stehen bleiben lassen ist deshalb schwieriger als ihn wieder zurückzurufen, was nicht heißt, dass wir daran nicht auch als zusätzlichen Aspekt dran arbeiten. Schaden kann es ja nicht. 
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Selbstbelohnend ist auch schon z.B. ein Auffinden einer Spur beim Stöbern sowie deren Verfolgung (auch wenns nur ein Stück ist); ist aber auch das Hetzen - egal, ob der Hund das "Opfer" nun kriegt oder nicht. Selbst bloßes Fixieren ist schon jagdliche Betätigung und führt evtl. zum Erfolg: das fixierte Tier bleibt z.B. stehen o.ä. (Schaf beim Hüten).
Allerdings gehen diese jagdlich ambitionierten Sequenzen halt bei dem einen Hund bis zum bitteren Ende (wenn man ihn ließe), beim anderen ist es weggezüchtet (Vorsteh-Hunde sollen ja net hinterher, oder Hütehunde). Oder solche, die Wild nur suchen und dem Jäger vor die Flinte hetzen sollen, die sollen ebenfalls nicht zugreifen (daß man das dann im Trieb immer verhindern kann, glaube ich aber net... *gg).
Solange Du den Hund aber (noch) stoppen kannst, ist doch gut. Allerdings würde ich beim nächsten Mal dann schneller eingreifen (genauer gucken, wo was kommen könnte), sodaß eben dieser Erfolg nicht mehr eintritt.
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Zitat
....... erst beim Erfolg, oder bereits dann wenn er ein paar Sätze gemacht hat, ......
PS: ein paar Sätze auf den Hasen zu ist doch ein Erfolg - insofern widersprichst Du Dir da grad a weng *gg
Erfolg muß nicht das Töten des Tiers sein... Erste ungehinderte Schritte in Richtung Erreichen oder Packen reichen auch schon! Aber solang Dein Hund sich dabei noch stoppen ließ, wird er sicherlich davon nicht zum unkontrollierbaren Jäger - im Gegenteil, er hat ja bewiesen, daß er unter Kontrolle ist. Besser aber ist es immer, vorher einzugreifen, wie überall ;-) (sagt sich so leicht *hust...)
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Zitat
Solange Du den Hund aber (noch) stoppen kannst, ist doch gut. Allerdings würde ich beim nächsten Mal dann schneller eingreifen (genauer gucken, wo was kommen könnte), sodaß eben dieser Erfolg nicht mehr eintritt.
Hi,
wann und wie genau?Ich bin bei meinem jüngsten Hund von : ABSOLUT und schon den Ansatz resolut verbieten zum herausarbeiten eines Anzeigeverhaltens mittels Z und B gekommen, in Verbindung mit einem Abbruchsignal und sehr zufrieden.
Meine Frage deshalb, weil die Hunde natürlich das Wild besser wittern als ich. Ich war bei dem Hund davor irgendwann an der Stelle, wo ich ihm das atmen hätte verbieten müssen. Weil er immer "heimlicher" "jagde".
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