Begleithundeprüfung

  • Hallo Ihr Lieben!

    Ich hab mal wieder ein "Problem"!
    Ich mach mit meinem Hund in 3 Wochen die Begleithundeprüfung. Er macht auch alles ganz toll - bis jetzt. Je näher der Termin rückt, desto schlechter werden wir. Er passt mittlerweile überhaupt nicht mehr auf mich auf. Mit der Leine geht es noch ganz gut, aber ohne Leine ist es mittlerweile brutal. Er hat die Nase nur am Boden und achten überhaupt nicht mehr auf mich. Selbst durch Leckerlies und mit ihm reden ist es nicht besser (wobei ich das ja bei der Prüfung überhaupt nicht dürfte)!
    Hatte jemand so einen Fall und kann mir nen Ratschlag geben?

    Gruß
    Andrea

  • Hey Andrea,

    was sagt euer Trainer dazu?
    Macht du was anders als vorher?

    Irgendeinen Grund wird ja ja geben - auch wenn es "nur" die Aufregung des Menschen ist.

    Kleines Beispiel aus unserem Turnierhundesport bzw. der Unterordnung (max. 60 Punkte)
    Training etwa 58 Punkte ...
    erstes Turnier war ich furchtbar nervös: 38 Punkte
    Training 6 Tage später wieder etwa 57 Punkte
    Turnier einen Tag danach (ich war wieder nervös aber dank Atemübungen und etwas Rumhüpfen und locker machen weniger als die Woche zuvor) 52 Punkte


    da lag also rein gar nichts am Hund, sondern nur an mir
    achte mal darauf

  • Möglich wäre auch, daß Du unbewußt viel zu viel Druck aufgebaut hast.
    So nach dem Motto: "Du kannst es doch, nun zeig es auch mal!"

    Gerade, wenn die Prüfung so kurz bevor steht, neigt man schon mal dazu ;)
    Aus menschlicher Sicht verständlich, aber einige Hunde können da schon mal "blocken".
    Das Gleiche gilt auch, wenn viel zu viel und vor allem viel zu lange trainiert wird.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • .

    Zitat

    Hm, kann mit Hunden bei sowas zu viel trainieren und dadurch eine Nervösität aufbauen, die das Ganze dann blockiert?

    Weniger Nervosität, eher Langeweile.
    Das Schema ist für den Hund nicht besonders spannend und wenn man wochenlang im Vorfeld immer BH Schema läuft, gibt es viele Hunde die irgendwann die Nase voll haben und in Streik treten, weil die Motivation einfach nich gehalten werden kann

  • Zitat

    .

    Weniger Nervosität, eher Langeweile.
    Das Schema ist für den Hund nicht besonders spannend und wenn man wochenlang im Vorfeld immer BH Schema läuft, gibt es viele Hunde die irgendwann die Nase voll haben und in Streik treten, weil die Motivation einfach nich gehalten werden kann

    :gut:
    Der wohl größte Fehler im UO/Obe Bereich.

  • Ich denke auch es liegt an der Nervosität. Mein Freund hat das zb ganz extrem, dass man ihm das anmerkt, wenn etwas unbedingt klappen soll. Wenn ich ihn dann beobachte merke ich direkt, dass seine Stimme zum beispiel weniger freudig sondern eher angespannt wird und auch seine Haltung. Ab diesem Moment klappt dann gar nichts mehr. Wenn ich ihn drauf aufmerksam mache und er auf seine Stimme zb achtet funktioniert es aufeinmal wieder. Ich denke einfach, dass dein Hund dir die Anspannung anmerkt, die sind da ja sehr sensibel :) Versuch einfach wieder etwas Leichtigkeit ins Training zu bringen, dann läuft es bestimmt wieder besser!

  • Auch wir waren kurz vor der BH super nervös, während der BH war ich so nervös das der Prüfer fragte ob alles ok sei, ich sei so blass ... jaja die Prüfungsangst^^

    Ich würde jetzt nicht mehr trainieren - jedenfalls nicht viel. Mach mal ein paar Tage Pause, entspann dich, übe nur belanglose Sachen wie Tricks etc. Das hat uns sehr geholfen. Richtig trainiert haben wir nur ein oder zwei mal in der Woche (zum Schluss) und das Schema sind wir komplett nur einmal bei der Probe gelaufen.

  • Man kann einen Hund tatsächlich übertrainieren.

    Hatte ich mal mit einer Hündin, das war 1995. Ich wollte mit ihr im Herbst die BH machen. Dass ich denn Sommer über nicht viel zum tranieren kommen würde, war klar. Prüfungszeit im Studium. Dazu wollte ich in den Semesterferien im Frühjahr noch für vier Wochen in die USA.

    Also den Februar über immer wieder trainiert. Nach ca. 2 Wochen wurde es immer schlimmer. Ich war kurzfrisitg sogar mal soweit zu sagen "ich gehe nicht mit in die USA".
    Tja, nach 4 Wochen USA kam ic donnerstags zurück, Samstag war Training. Am Freitag dachte ich, komm, geh mal kurz mit ihr trainieren, vielleicht erinnert sie sich ja wenigstens noch ein bischen an was, damit wir uns im Verein nicht völlig blamieren ....

    Was soll ich sagen - hätten wir an dem Tag Prüfung gelaufen, hätten wir locker irgendwas 55 Pkt. Aufwärts gehabt.

    Das hat mir damals nen ganz gewaltigen Denkzettel verpasst.
    Und nicht nur diese Hündin, auch andere haben mir eines gezeigt ... Wenn ein Hund eine Übung mal drin hat, dann ist ein zu oft wiederholen eher kontraproduktiv. Es sei denn, der Hund fährt voll auf diese Übung ab.


    In dem von der TS geschilderten Fall würde ich aber eher auf verstärkte Anspannung des HF tippen. Typischer Teufelskreis:
    Eine Übung klappt mal im Training nicht ganz so, das Team ist vermutlich auch noch nicht wirklich sicher, und dann wird HF etwas nervös weil ja bald Prüfung ist, also wird die Übung wiederholt, diesmal mit etwas mehr Anspannung und Stress von Seiten des HF, da er ja die nahe Prüfung vor Augen hat, was aber wiederum zur Unsicherheit des Hundes führt, der die Anspannung des HF nicht versteht. Die Übung wird nochmal etwas schlechter ausgeführt ...... Usw.

  • Hallo,

    stell das Training komplett ein. Plane nur einen kurzen Durchlauf ein, kurz vor der Prüfung. Mach diesen nur wenn du gute Laune hast und stressfrei bist.

    Dein Hund kann das und du auch. :gut: Es scheitert an dem Stress den du euch machst.

    Ich habe viele Prüfungen gelaufen, mit guten und weniger guten Hunden. Früher war ich nervös, gestresst und hatte furchtbar Angst mich zu blamieren. Warum?, keine Ahnung, ist wohl so. Leider sind dadurch einige Prüfungen wirklich mies gelaufen, wenn auch bestanden. Darüber habe ich mich mehr geärgert als bei einer Prüfung die voll in die Hose gegangen ist.
    Geholfen hat mir dann ein Schnäppschen vor dem 1. Teil.
    Nee, ich bin kein Alkoholiker und bestimmt war das auch nur Einbildung. Aber ich war lockerer und der Hund dadurch entspannter.
    Mit meinem Rüden bin ich einmal so derbe durchgefallen das ich nie wieder eine BH laufen wollte. Habe dann ein halbes Jahr nichts gemacht und mich dann auf einem anderen Platz zur Prüfung angemeldet. 2x haben wir dort geübt und dann war die Prüfung. Ich dachte unsere Chance zu bestehen liegt bei weit unter 5% oder der Richter ist total blind.
    Wir haben eine richtig gute Prüfung abgeliefert. Mein Rüde hatte nichts vergessen und zeigte sogar Spaß. Vorher war das überhaupt nicht so. Richtig nervig war das Üben und Spaß hatten wir beide wohl nicht so richtig.
    Seit dieser Erfahrung gehe ich Prüfungen total entspannt an. Man kann sie ja wiederholen so oft man will. :headbash:

    Gruß Terrortöle

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