Unverschämter Lulatsch ;-)

  • Ich wollte nochmal sagen und mich bedanken, dass Ihr, Hummel, Schnappi und auch die anderen mir geholfen habt, um mich neu einzunorden, was diese Unart vom Dicken angeht. Eure Erfahrungen und Ansätze helfen mir, sicherer damit umzugehen. Nach gleichgesinnten HH mit entsprechenden Hunden werde ich noch mehr Ausschau halten.

    Ich hoffe nicht, dass seine gutmütige Art sich umdrehen wird und er mit dem Erwachsenwerden anfängt, wirklich aggressiv bei anderen Hunden zu werden. Er ist halt stark, auch mental, und es ist sehr schwer, einen Stärkeren, Souveränen zu finden, der auch die mentale Power hat, um ihn zu beeindrucken, ohne, dass er dabei schlimmstenfalls verletzt wird. So hat er eigentlich immer - auch, wenn ich es unterbreche - Erfolg, denn er ist ja nicht deppert und kapiert langsam, wie stark und schnell er ist. Das bedeutet für mich, dass ich noch entschiedener eingreife, als ich es eh schon bis dato tue - denn wer soll ihm Grenzen setzen, wenn nicht ich.

    Dieses Problem hat mich - im Gegensatz zu seinem Jagdtrieb z.B. - sozusagen "von hinten" überfallen, da ich es bei den Pudeln generell eigentlich sehr schätze, dass sie als distanziert, wählerisch bis arrogant gegenüber anderen Hunden gelten und ich damit nicht gerechnet habe (auch Zookie ist da rassetypisch).

    Falco hat wohl seine Rassebeschreibung nicht gelesen :roll:

    Nochmal dankeschön an Euch :smile: !

  • Naja, und so hat er sich mit seinem Bruder "unterhalten", als die sich seit Welpentagen das erste mal wiedergesehen haben :hust: - Falco oben.

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  • Da würde mich was interessieren...

    Kann man bei einem 9 Monate alten Jungrocker von mentaler Stärke und Souveränität sprechen?

    Ich würde von meiner Grazie behaupten,dass sie gut sozialisiert ist und sauber kommuniziert. Die Rasse ist auch eher reserviert Mensch wie Hund gegenüber.

    Soweit ist sie noch nicht.Die Ansätze sind jetzt zu sehen und sie ist fast 2 Jahre alt. Mit 9 Monaten und auch jetzt, würde ich nicht von Souveränität sprechen.

    Souverän bedeutet lt. Duden:

    - (gehoben) (aufgrund seiner Fähigkeiten) sicher und überlegen (im Auftreten und Handeln)

    Synonyme sind: nicht aus der Ruhe zu bringen,gesetzt,beherrscht,besonnen,über den Dingen stehend.

    Bei den pubertären Monstern würde ich eher von zuviel bunter Knete reden,austesten,Grenzen erfahren wollen sowas halt.

  • Ich bin gespannt, wie es weiterläuft bei euch! Würde mich sehr freuen, wenn du mal von "Social Walks" berichtest, wie es so läuft.

    Das ist ja kein total seltenes Phänomen und auch wenn ich dich nicht kenne, schreibst du so, als hättest du alle 5 Sinne beieinander und könntest schon einschätzenl, was du tust. Und dann wird das auch gut funktionieren. Mach dir keine Angst vor "Aggression", sei nur darauf bedacht, dass ab einer bestimmten Aufregung es völlig normal und Typabhängig ist, dass Verhalten kippen kann. Das macht ihn nicht zu einem "schlechten Charakter" (wenn es denn so werden würde). Ich bin mir sicher, dass wenn du das mit der benötigten Sachlichkeit bewerten kannst, wo die Grenze zum "Durchknallen" ist, dass du das in den nächsten Monaten gut in den Griff bekommen kannst.

  • Huhu, ich finde auch, dass du auf einem guten Weg bist und social walks eine (weitere) Hilfe wären dabei.
    Ich hab das (anders motiviert) ja auch mit Joy gemacht und dazu auch fremde Hunde genommen, hinter denen wir hergelaufen sind, einfach nur hergelaufen, damit sie die Erfahrung macht, dass es auch ohne Kontakt (und Panik bei Joy bzw. bei euch dann ohne Spielen) geht mit anderen Hunden.

    Und ich werfe noch das Alter ein: Jetzt ist er doch im wilden Spielalter, mit zB 3, 4 Jahren kann das anders aussehen. Viele Hunde spielen dann nur noch mit ausgesuchten Hunden - wo sie vorher noch (fast) jeden genommen haben.
    - Ich meine damit auch, dass es einen anderen Verlauf nehmen kann als dass es so bleibt bzw dass er aggressiv reagiert.
    Noch steht er ja nicht im vollen Saft und ist lange nicht fertig im Kopf. Das braucht alles Zeit.

    Und ich werfe auch noch das Wort "Impulskontrolle" ein, damit er sein Temperament weiter zu beherrschen lernt, in allen möglichen Situationen und dann auch beim Spielen.

    Und ich glaube, du musst weniger Sorge vor "aggressiven" Hunden haben, denen er begegnet. Ich meine damit nicht, dass du ihn einem anderen Hund zum Fraße vorwerfen sollst - aber vielleicht doch, ein bisschen ;) Denn er lässt sich ja auch von Zookie was sagen, er kann das also begreifen bzw. auch Zurechtweisungen lesen am anderen Hund. Wenn es dabei dann was lauter wird, gehört das dazu. Vielleicht bist du hier ein wenig zu ängstlich oder noch zu sehr im Welpenmodus, der nur gute Erfahrungen sammeln soll mit anderen Hunden?

  • Zitat

    Ich bin gespannt, wie es weiterläuft bei euch! Würde mich sehr freuen, wenn du mal von "Social Walks" berichtest, wie es so läuft.

    Das mache ich. Anfangen werden wir mit einem Mops (mit seinem "Kopfkissen" :lol:, wo er es auch manchmal übertreibt ) und seiner Lebensgefährtin, einem Pommerian, mit der nicht gut Kirschen essen ist, wenn Falco ihr zu nahe kommt. Zookie wird auch dabeisein. Geeignete Halter und Hunde im Kaliber von Falco werde ich erst im Mantrailing wieder treffen und mal sehen, ob sich da was ergeben kann.

    Zitat

    Das ist ja kein total seltenes Phänomen und auch wenn ich dich nicht kenne, schreibst du so, als hättest du alle 5 Sinne beieinander und könntest schon einschätzenl, was du tust. Und dann wird das auch gut funktionieren. Mach dir keine Angst vor "Aggression", sei nur darauf bedacht, dass ab einer bestimmten Aufregung es völlig normal und Typabhängig ist, dass Verhalten kippen kann. Das macht ihn nicht zu einem "schlechten Charakter" (wenn es denn so werden würde). Ich bin mir sicher, dass wenn du das mit der benötigten Sachlichkeit bewerten kannst, wo die Grenze zum "Durchknallen" ist, dass du das in den nächsten Monaten gut in den Griff bekommen kannst.

    Danke Hummel, das tut mir gut! Ich bemühe mich, aus meinem "Rohdiamanten" (denn das ist er echt, allerdings mit Betonung auf "roh" :lol: ), einen guten Hund zu machen.

    BigJoy, danke auch Dir! Wenn ich so nachdenke, habe ich Falco noch nie als Welpen wahrgenommen. Er war ja von Beginn an nicht einfach und so hab ich ihn eigentlich von Anfang an "wie einen Hund" behandelt. Ich neige ja nicht so dazu, vom Typ her, ins Welpenschema zu verfallen. Aber klar, ich möchte nicht, dass er gelocht wird. Das stimmt schon.

    Für mich fängt "Aggressivität" da an, wo Löcher gemacht werden und Blut fliesst.

    Alles andere, wie Getöse, Gebrülle und machohaftes Aufmanderln und sonstiges Starallüren können mich bei meinem Dicken (und bei den entsprechenden anderen Hunden) nicht mehr schocken :headbash: - ist mir nur noch manchmal peinlich meiner Umwelt gegenüber :ops: . Selbst Zookie ringt so ein Verhalten beim Dicken nur noch ein müdes Gähnen ab :lol: . Aber ja, ich passe auf, dass es nicht kippt.

    Ich schrieb schon mal vorher, dass ich es ihm wünsche, dass ihm ein souveräner Hund manchmal Kontra gibt. Mir scheint, die Weibchen können das besser, als die Rüden, weil er mit Letzteren eher "Rüpelpartys" veranstaltet, die Mädels da aber wesentlich zickiger reagieren und sich das Rüpelhafte verbitten.

  • Puncto Mädels, mein Exex hatte da einen schönen Satz für: Wer f... will, muss freundlich sein.
    Deshalb lassen sich die meisten Rüden von Hündinnen so viel gefallen und gehen auf deren Ansagen ein - um es sich nicht endgültig mit der Fortpflanzung zu verderben ;)

    Was das Ausmaß der Schäden angeht: Ich frage inzwischen beim Stichwort "Beißerei" auch immer: Wurde genäht? - Sonst ist das für mich keine "richtige" Beißerei (auf die ich es natürlich null anlege).
    Löchertackern passiert aber leider schon mal, das ist für mich auch noch keine wirkliche Beschädigungsabsicht, sondern dient ja oft dem Festhalten des anderen Hundes (= Desekalation) oder auch versehentlich, dass einer schlicht blöd reinrennt - auch beim Spielen (Spiel ist ja nun mal alles, ein Sichausprobieren, auch puncto Grenzen, Kräftemessen, Jagdsequenzen, Balz - alles drin im Spiel).

  • Wie sich das für einen ordentlichen Piraten gehört, hat er schon ein Ohrloch. :roll: Das hat ihm einer mal verpasst und zwar ganz durchs Leder. Ist nicht schlimm und hab ich bei der dicken Wolle erst beim Kämmen entdeckt. Das Blut ist nicht mal bis zur Oberfläche des Pelzes gekommen.

    Ich meine halt echte Beschädigung, wie sie beim von Hummel angesprochenen Kippen dann passiert - die will ich vermeiden.

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