Bankrotterklärung für manche TÄ

  • hab ich eben bei canisalpha gefunden:

    Für alle die das Thema interessiert:

    Manchmal dauert es etwas länger sich durch die Vielzahl an neuen Fachartikeln und Studien zu arbeiten.

    Aber dafür hier jetzt ein Mega-Kracher für euch:

    Der Weltverband der Kleintierärtze (WSAVA) stellt in seiner aktuellen Impf-Richtlinie (aus 2013) fest:

    Ein Welpe ist für sein ganzes Leben (!!!!!) ausreichend geimpft, wenn die Titermessung ergibt, dass er Impfantikörper gegen Staupe und Parvo hat (und das ist ja schließlich der Sinn einer Impfung).

    Das gilt auch für Hunde, die ihre SHP-Impfung erst im Erwachsenenalter erhalten haben!

    Deshalb ist es unnötig, S- und P-Titer ein weiteres Mal oder gar jedes Jahr erneut zu messen.

    Bitte lest das so oft, bis die Tragweite wirklich verstanden ist.

    Das ist, nach unserer Meinung, eine geistige Bankrotterklärung für die vielen Tierärzte, die noch immer und ganz aktuell Patienten massiv (mit üblen Horrorgeschichten und sehr persönlichen Anfeindungen) unter Druck setzen, die nicht nachimpfen lassen wollen, obwohl auch schon vor 2013 wissenschaftlich bewiesen wurde, dass Impfungen sehr viel länger halten.

    Wer unsere Artikel zum Thema noch nicht kennt, kann im Blog unter “Impfreihe” und “Impfaktuell” nachlesen.

  • Also, ich weiß von meinem Tierarzt, dass manche Hunde, die jahrelang regelmäßig geimpft wurden, dennoch nicht auf die gewünschte Titterzahl gekommen sind.

    Woran das lag? Keine Ahnung.

    Ob das wirkliche eine (geistige) Bankrotterklärung von Tierärzten ist? Ich glaube kaum, dass sich eine Tierarztpraxis nur von reiner Impferei finanzieren kann.

  • Aber die Impferei ist eine nette jährlich wiederkehrende, nicht zu unterschätzende Einnahme.
    Rechne das mal auf diem Gesamtzahl aller tierischen Patienten um, dann weißt du, wieviel Geld
    das in die Kassen spült.

  • Ja, wenn man der Meinung ist, dass der Tierarzt seines Vertrauens einen abzocken will, schon. Aber mal ehrlich: Wer geht denn zu so einem?!

    Ich gehe zu einem, mit dem ich normal reden kann, Pros und Contras sinnvoll diskutieren und der mir die Entscheidungen überlässt. Wer zu einem Arzt geht, der einen nur ausnimmt und nicht ernst nimmt... dem ist nicht zu helfen, finde ich.

  • Ist auch gut, denn die Deutung hat ihre Schwächen. Zum Beispiel hier:

    4. All dogs should receive a first booster for core vaccines 12 months after completion of the primary vaccination course. The 12 month booster will ensure immunity for dogs that may not have adequately responded to the puppy vaccinations.

    Hier wird eindeutig gesagt, dass eine Auffrischung nach 12 Monaten gemacht werden sollte (für "Core-Impfungen"). Und weiter vorn:
    "Core vaccines should not be given any more frequently than every three years after the 12 month booster injection following the puppy/kitten series, because the duration of immunity (DOI) is known to be many years and may be up to the lifetime of the pet."

    (Quelle wie oben, Hervorhebungen von mir)

    Auch hier die Einschränkung, dass die Impfungen für immer halten *könnte*, aber nicht *ist*. Also, der Schluss "Einmal impfen reicht" ist hier recht kurz gefasst.

  • Zitat

    Also, ich weiß von meinem Tierarzt, dass manche Hunde, die jahrelang regelmäßig geimpft wurden, dennoch nicht auf die gewünschte Titterzahl gekommen sind.

    Woran das lag? Keine Ahnung.

    Ob das wirkliche eine (geistige) Bankrotterklärung von Tierärzten ist? Ich glaube kaum, dass sich eine Tierarztpraxis nur von reiner Impferei finanzieren kann.

    Welcher TA impft denn und misst noch den Titer ? :lol:

    Aussage einer Praxis wo wir eine Kotprobe untersuchen ließen und ich einfach mal nach deren Impfschema gefragt habe.

    "Wir impfen jährlich und zwar alles"

    Auf meinen Einwand ob die Impfstoffe keine 3 Jahre Freigabe haben.

    "Doch, aber der Impfstoff hat sich ja nicht geändert, er hat nur eine längere Freigabe erhalten,
    da ist es uns sicherer lieber jedes Jahr zu impfen" :headbash:

    Wer sich nicht selbst informiert und dem TA keine Fakten bringt der wird für dumm verkauft.

    Und die Einnahmen für das jährliche Impfen machen gut 30% der Praxiseinnahmen aus.
    Man darf ja nicht vergessen das praktisch jeden Tag ein Tier geimpft wird.

  • Zitat

    diese hundehalter solls aber leider geben hummel.

    Ja und es gibt auch die schwarzen Schafe unter den TÄ wie überall im Leben schwarze Schafe sind. Aber diese HH sind auch nicht die, die sich informieren und da beißt sich doch mit so einer Sache die Katze in den Schwanz.

    Ich kenne sehr viele TÄ und das sind tolle, engagierte Menschen. Ich bin mittlerweile echt allergisch auf diese pauschale Schelte. Es ist immer leicht zu motzen, wenn man sich nicht informiert und dann zu jammern. Aber das ist ÜBERALL im Leben so. Keiner sagt mal danke oder gedenkt der TÄ, die für einen Hungerlohn (und das meine ich so, da verdient meine Putzfrau besser) sich den Buckel krumm schuften bis zur Erschäpfung und diesen Beruf aus Leidenschaft ausüben. Die sich im Studium, das knüppelhart ist, hoch verschulden und extrem lange daran zu knabbern haben. Die aus Tierliebe und Menschenliebe extrem oft unbezahlt arbeiten. Die den Menschen Beistand leisten und ihnen helfen. Kennt hier jemand den Durchschnittsverdient von einem angestellten Tierarzt?! Oder die Kosten, eine Praxis zu eröffnen?

    Sorry dass es grad diesen Thread trifft, aber der ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, so dass das mal rausmusste.

    Ich würde zum Thema sagen, dass der gute alte Spruch gilt: Dummheit schützt vor Strafe nicht.

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