Schleppleinentraining-jetzt wird's gefährlich :/

  • Ich denke , da vermengt ihr einiges , was man so nicht sehen kann .

    Denn das Eine ist der lernende Hund und das andere ist der Arbeitshund .

    Und dazu kommt dann noch das Gassi-gehen .


    Der lernende Hund , braucht sicher keinen großen Radius . Den er muss lernen und je näher er ist um so leichter hat man es , dem Hund auch etwas beizubringen .. beziehungsweise auch rechtzeitig und gezielt eingreifen zu können . Und erst wenn dies richtig sitzt , kann man über weiter entfernt , nachdenken . Aber da hat der Hund schon einen Grundgehorsam und somit hat man es schon etwas leichter .
    Anders sieht es aus , wenn man glaubt über die Schleppleine dem Hund einen größeren Auslauf bieten zu wollen . Da kann es nur zu Problemen kommen oder welche geben .
    Jetzt mal abgesehen das der Hund keine 30 - 50 Meter weg sein muss , beim Gassi-gehen .
    Aber es ist halt immer so eine Sache , ob sich der Hund dem Menschen anpasst .... oder der Mensch dem Hund .

    Was dieses genetisch verankert oder dieses selektiert/selektieren anbelangt .
    Denn wenn man es genau nimmt und es so wäre , dann hätte man starke Probleme mit den Hunden .

    .

  • Zitat

    Der lernende Hund , braucht sicher keinen großen Radius . Den er muss lernen und je näher er ist um so leichter hat man es , dem Hund auch etwas beizubringen .. beziehungsweise auch rechtzeitig und gezielt eingreifen zu können . Und erst wenn dies richtig sitzt , kann man über weiter entfernt , nachdenken . Aber da hat der Hund schon einen Grundgehorsam und somit hat man es schon etwas leichter


    was spricht dagagen, wenn das Ziel ist, dem Hund seinen Wohlfühlradius zu geben?

    meine Kira mag sich in 30m aufhalten, Luna gerne 50m oder mehr

    klar mag man mit 5m anfangen zu üben, was Sitz etc. auf Entfernung sind
    aber man kann darauf aufbauen

    ebenso kann ich einen Hund an 30m Schleppleine auslasten mit Dummyarbeit zu anfang
    an 10m wirds sichtlich schwerer

    wieso soll ichs mir und dem Hund also so schwer machen, wenns auch einfach geht? :???:

  • Zitat

    Was dieses genetisch verankert oder dieses selektiert/selektieren anbelangt .
    Denn wenn man es genau nimmt und es so wäre , dann hätte man starke Probleme mit den Hunden .

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    Wieso? Es gibt Hunde, die z.B. dazu gezüchtet sind, selbstständig und ohne Anwesenheit des Menschen Schafherden zu schützen. Oder Jagdhunde, die selbstständig über große Distanzen jagen sollen. Da wäre ein kleiner Radius genau das falsche. Ein HSH, der am liebsten bei seinem Menschen bleibt und die Schafe allein lässt, ist unbrauchbar. Genauso wie der Jagdhund, der Wild aufstöbern und zum Jäger treiben soll, der Hund aber am liebsten am Rockzipfel hängt.

  • Jetzt noch einmal , weil sich da an Aussagen von mir festgebissen wird .

    Es ist doch nicht so schwer zu verstehen , was ich schreibe , oder ?

    Ihr redet von Arbeitshunden , aber die Grundaussage war das man eine Schleppleine nimmt um dem Hund mehr Bewegungsfreiheit zu geben , ohne das man den Hund jedoch im Griff hat .

    Bei einem Arbeitshund , sofern er als solcher verwendet wird , braucht man bei 30 oder 50 Meter , auch keine Schleppleine mehr ... oder . ? Entweder er arbeitet ... oder eben nicht .
    Was dieses Dummy-´Training anbelangt . Wenn der Hund es über den Beutetrieb lernt zu arbeiten , dann braucht man sehr viel Platz ... zum werfen ... stimmt und man braucht auch die Schleppleine denn wenn er nicht kommt mit dem Dummy , dann kann man ihn ja zu sich ziehen .

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  • Zitat

    Jetzt noch einmal , weil sich da an Aussagen von mir festgebissen wird .

    Es ist doch nicht so schwer zu verstehen , was ich schreibe , oder ?

    Ihr redet von Arbeitshunden , aber die Grundaussage war das man eine Schleppleine nimmt um dem Hund mehr Bewegungsfreiheit zu geben , ohne das man den Hund jedoch im Griff hat .

    Bei einem Arbeitshund , sofern er als solcher verwendet wird , braucht man bei 30 oder 50 Meter , auch keine Schleppleine mehr ... oder . ? Entweder er arbeitet ... oder eben nicht .
    Was dieses Dummy-´Training anbelangt . Wenn der Hund es über den Beutetrieb lernt zu arbeiten , dann braucht man sehr viel Platz ... zum werfen ... stimmt und man braucht auch die Schleppleine denn wenn er nicht kommt mit dem Dummy , dann kann man ihn ja zu sich ziehen .

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    Grundaussage war

    Zitat

    Beim ca. 10ten Wurf rannte er hin, holte das Apportierteil,
    als ich ihn rief und lief in meine Richtung.

    Dann kam ein Vogel vorbei und Jack lief weiter-in die andere Richtung.
    Ich hab ihn zweimal gerufen-nichts.
    Als dann von der 26m Schlappleine nur noch ca 3m dalagen,

  • Es ging um die Aussage, dass man als Halter quasi selbst schuld ist, wenn der Hund einen großen Radius hat. Genau das ist eben nicht so. Auch wenn sehr selbstständiger Hund gerade nicht arbeitet, wird er keinen kleinen Radius haben. Weil er eben genau darauf Jahrhunderte selektiert wurde, unabhängig zu sein und von sich aus große Kreise zu ziehen. Es gibt ja keinen Schalter "Arbeit an, Arbeit aus" und schon wird vom selbstständigen Jäger der dir an den Augen klebende Schoßhund.

  • Zitat

    Ihr redet von Arbeitshunden , aber die Grundaussage war das man eine Schleppleine nimmt um dem Hund mehr Bewegungsfreiheit zu geben , ohne das man den Hund jedoch im Griff hat .


    Und genau dann braucht man uU eben mehr als 10 m. Auch ein Hund mit grossem natürlichen Radius hat seine Bedürfnisse nach halbwegs freier Bewegung, selbst wenn er noch nicht überall kontrollierbar ist. Es arbeitet sich leichter am Grundgehorsam, wenn die wichtigsten Grundbedürfnisse befriedigt sind. Wenn er alle 2 Sekunden in die 10 m Leine knallt, sind sie das nicht.

  • Eines wurde hier noch nicht genannt, oder ich habs übersehen.

    Man kann den Radius auch ohne Leine "einschränken" oder verkleinern, indem man ein entsprechndes Kommando aufbaut.
    Meine Hündin ist auch ne richtige vollwertige Jagdsemmel. Wenn grad kein Wild da ist, hat sie trotzdem einen recht großen Individualradius, dass ich regelmäßig heißer wäre, wg des Rufens auf eine solche Entfernung. Die Pfeife hatte ich mir leider schneller kaputt trainiert (ja das geht auch), als mir lieb war :datz:
    Als dann endgültig Schleppleinentraining angesagt war, hab ich auch gleich damit angefangen ein Kommando für "Bis dahin kannste laufen, wenn ichs sage, ist aber Ende".
    Bei uns ist heute "Ende" das radiusbegrenzende Kommando. Des Weiteren gibt es ein "Weeeeg" (war mal "Geh auf den Weg", was mir aber zu lang auszusprechen war). Momentan darf sie auf Grund des AJT einfach nicht weit vom Weg ab, und darf auch nicht weiter als 15 - 20 m weit weg, da ich ab einer solchen Entfernung mir selbst unsicher werde, und das Gefühl bekomme, keine Kontrolle mehr zu haben, wenn die Schlepp sowieso schon auf dem Boden schleift und ich nicht schnell genug dran kommen könnte im Notfall. Ein Hund merk diese Unsicherheit sofort und weiß es auszunutzen.
    Solange unser Notfall-Stopp noch nicht astrein funktioniert, muss ich halt präventiv alles Mögliche dafür tun, um die größtmögliche Kontrolle zu haben, aber Ashanti gleichzeitig den größtmöglichen Freiraum einräumen.
    Mit dem Kommando "Ende", was zum Glück recht gut klappt, gebe ich mir ein bissl mehr Sicherheit, und Ashanti wird in ihrem Radius zwar eingeschränkt, aber einen Schaden trägt sie nicht davon, und auf blöde Ideen kommt sie auch nicht.

  • Luna77, mein Hund kennt das Kommando "warte" und weiss, dass sie ihr Radius zu mir einschränken soll. Aber ich muss dieses Kommando sehr oft sagen. Wie hast du es deinem Hund beigebracht, das Kommando nicht 10000 Mal sagen zu müssen :hust:

  • Zitat

    Es ging um die Aussage, dass man als Halter quasi selbst schuld ist, wenn der Hund einen großen Radius hat. Genau das ist eben nicht so. Auch wenn sehr selbstständiger Hund gerade nicht arbeitet, wird er keinen kleinen Radius haben. Weil er eben genau darauf Jahrhunderte selektiert wurde, unabhängig zu sein und von sich aus große Kreise zu ziehen. Es gibt ja keinen Schalter "Arbeit an, Arbeit aus" und schon wird vom selbstständigen Jäger der dir an den Augen klebende Schoßhund.


    Genau so ist es , den ich als HB/in lege die größe des Radius fest ... egal ob Arbeitshund oder eben Familienhund .
    Und Hunde können sehr wohl unterscheiden ob Arbeit oder nicht . Bei gut trainierten Hunden sieht man das , bei der Arbeit voll der Power und zu Hause der ruhige ausgeglichene kontaktsuchende Hund . Und sie können sehr wohl unterscheiden ob Arbeit oder Spaziergang .


    Zitat


    Und genau dann braucht man uU eben mehr als 10 m. Auch ein Hund mit grossem natürlichen Radius hat seine Bedürfnisse nach halbwegs freier Bewegung, selbst wenn er noch nicht überall kontrollierbar ist. Es arbeitet sich leichter am Grundgehorsam, wenn die wichtigsten Grundbedürfnisse befriedigt sind. Wenn er alle 2 Sekunden in die 10 m Leine knallt, sind sie das nicht.


    Wie gesagt , wenn er alle 2 Sekunden in die Leine knallt , dann hat er einiges noch nicht gelernt . Vor allem was du machst ... dafür achtest du aber auf seinen Radius :smile:


    @ Luna 77
    Du redest von einem Hund mit dem du spazieren gehen willst , er aber Jagdverhalten zeigt .
    Ich kann es gar nicht oft genug sagen , die größe des Radius legt der HB/in fest . Bedeutet nur , der Hund muss lernen darauf zu achten , was macht eigentlich mein Herrchen/Frauchen . Und dies tun die wenigsten Hunde , weil sie Wissen , Herrchen/Frauchen läuft ja eh hinter mir her . Dazu kommt noch das die meisten Hunde zu gut im Futter stehen und deshalb so viel Power/Elan haben .
    Um dies zu erreichen , das der Hund schaut und achtet was man macht , hat sich die nonverbale Kommunikation bewährt . Dies arbeite ich an der 5 Meter Leine ... das einzige was ich mache ist Loben .. wenn er schaut .. stehen bleibt oder zu mir kommt . Ich gehe eine gerade ... der Hund wird mit Elan nach vorne gehen . Naht das Ende der Leine , bleib ich stehen ... der Hund steht dadurch auch . Jetzt warte ich 1-2 Minuten .. dreh mich um und geh wieder ... wenn ich merke der Hund überholt mich , bleibe ich stehen . Dies übe ich solange bis er schaut .. zu mir kommt . Ist eigentlich die Stop and Go Methode . Damit schaltet man das Ziehen an der Leine aus .. der Hund schaut/achtet .
    Wenn der Hund dann so weit ist dann beginnt das üben des ab-rufens .
    Dies ist das Einzige , was ich mit Leckerli arbeite ... vor allem wenn der Hund schnell kommt . Überlegt er , wird er nur mündlich gelobt . Er hat es schnell raus , wie er zu den Leckerli kommen kann .

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