• Sie hatte das wohl mal irgendwo gelesen.
    Das ganze ist aber ja schon über ein Jahr her......
    habe mal gegoogelt aber auch nichts finden können.

    Klingt für mich aber eigentlich logisch: eine Stechmücke sticht einen infiziertes Tier, geht zum nächsten und sticht und überträgt somit die Krankheit. Bei z. B. Malaria ist der Weg doch auch so.

  • Zitat


    Klingt für mich aber eigentlich logisch: eine Stechmücke sticht einen infiziertes Tier, geht zum nächsten und sticht und überträgt somit die Krankheit. Bei z. B. Malaria ist der Weg doch auch so.

    Ganz so einfach ist das aber nicht - auch Leishmaniose wird von Mücken übertagen, von Sandmücken nämlich, das heißt aber noch lange nicht, dass unsere heimischen Mücken diese heimtückische Krankheit auch übertragen können.
    Wie Ayyda schon geschrieben hat, gilt das auch für Malaria - diese wird von einer Mückenart, der Gabelmücke (Anopheles), übertragen und nicht pauschal von allen Mückenarten.
    Babesiose kann nur von Auwaldzecken übertragen werden, Anaplasmose wird vom Holzbock übertragen, etc. pp.

  • Wie gesagt, mir wurde das von unserer Hausärztin erzählt, die sowas wohl gelesen hatte.
    Habe ja nur gesagt dass das für mich logisch klingt. Ob das nun tatsächlich so ist weiß ich nicht.
    Im Internet konnte ich da auch nichts dazu finden, außer dass A halt vom Holzbock übertragen wird....

  • Herzlichen Glückwunsch, wir dürfen uns einreihen. Ironie aus. Nach Monaten Humpeln, dann wieder nicht, Kortisongabe, Absetzen Kortison, Gabe von Loxicom, Szintigrafie wurde nun doch endlich auf meine Bitte (eigentlich war es eher schon ein Befehl) ein großes Blutbild gemacht. Siehe da, ein Titer von 1:400.

  • Bei meinem Hund waren auch wiederkehrende Humpeleien der Anstoß mal auf Borreliose und Anaplasmose testen zu lassen. Allerdings humpelte mein Hund jeweils akut, d.h. er lief auf drei Beinen und die Ursache war leicht zu diagnostizieren, nämlich Arthritis (Gelenkentzündung). Die Gelenkentzündungen wurden am Anfang isoliert behandelt und dann war's auch ein Weilchen wieder gut. Schließlich brachte mich ein Freund auf die Idee, die häufigen Gelenkentzündungen könnten eine tiefere Ursache haben und bei Anaplasmose wurden wir dann fündig.

    Der Titer war mit 1 : 3200 deutlich höher als die meisten hier genannten und sprach mMn zusammen mit den Symptomen dagegen, dass nur mal in der Vergangenheit ein Kontakt mit dem Erreger stattgefunden hatte. Wir haben dann die übliche Doxyzyklin-Behandlung durchgezogen und mein Hund hat jetzt seit fast einem Jahr keine Arthritis mehr gehabt. Ich hoffe sehr, dass wir die Viecher endgültig besiegt haben.

    Um ehrlich zu sein, habe ich mir nach dem ersten Schock nicht mehr so viele Gedanken gemacht. Ich habe das Netz durchforstet und mich so gut es ging schlau gelesen. Außerdem habe ich mich auch in dem wirklich enorm hilfreichen Leishmanioseforum angemeldet. Allerdings hatte Harry auch außer den Gelenkentzündungen keine anderen Symptome und war selbst auf drei Beinen in seiner Bewegungsfreude kaum zu bremsen.

    Ich lasse Harry nach wie vor impfen und Spot On gegen Zecken gibt es auch. Aber an alle, die sich ärgern, dass sie nicht früher zu Chemie gegriffen haben, Harry war immer entweder durch Scalibor oder Spot on geschützt und trotzdem gab es einzelne Zecken. Eine davon hat dann offensichtlich die Anaplasmen übertragen. Shit happens.

    Ich füge noch mal drei Links zum Thema ein, die ich für informativ und hilfreich gehalten habe:

    http://www.hundkatzepferd.com/archive/793080…bara-Kohn,.html
    http://www.synlab.com/fileadmin/fach…anaplasmose.pdf
    http://parasitologie.vetmed.uni-leipzig.de/sites/default/…VBD-04-2011.pdf

    LG Appelschnut

    Achso, was ich noch sagen wollte: Bei allen Informationen war im Zusammenhang mit Lahmheit/Humpeln als Symptom der Anaplasmose immer nur von (Poly-)Arthritis die Rede. Insoweit, wenn die nicht diagnostiziert werden kann, sollte man sicher erstmal andere Ursachen der Humpeleien ausschließen.

  • Ich hätte da eine Frage an diejenigen, deren Hunde gehumpelt haben. Ab wann habt Ihr gemerkt, dass das Doxycyclin wirkt? Ich gebe es nun seit 4 Tagen, aber ich merke absolut keine Besserung. Im Beipackzettel des Medikaments (heißt Ronaxan) heißt es, sollte man nach zwei Tagen keine deutliche Besserung feststellen, müßte eine Überprüfung der Diagnose und ggf. Therapieumstellung durchgeführt werden.

  • Hallo,

    der Beipackzettel von Ronaxan ist nicht für die Anaplasmose-Therapie ausgelegt und bezieht sich auf die Infektion mit z.B. Streptokokken oder Staphylokokken.
    Es ist häufig so, dass sich Besserungen erst nach ca. einer Woche einstellen. Du solltest Geduld haben. Bei Ebby (Borreliose) haben sich die Symptome zunächst verstärkt. Ich bin damals wirklich fast verzweifelt, denn meinem Hund ging es ohnehin schon schlecht genug....

    Gebt ihr ausschließlich aufgrund des Humpelns Doxy oder fanden sich auch im Blutbild Hinweise auf eine ausgebrochene Anaplasmose?

    Wie schwer ist dein Hund und in welcher Dosis wird das Ronaxan verabreicht?

    LG
    Shalea

  • Bei einem großen Blutbild wurde Anaplasmose festgestellt mit einem Titer von 1:400 (Referenz 1:50). Ich gebe Sally das Medikament natürlich weiter. Ich war nur etwas beunruhigt, weil halt so gar keine Besserung eintritt. Aber wenn man den Beipackzettel genau liest, dann steht da auch nur was von Streptokokken etc. Dann warte ich noch bis Mitte der Woche. Mal sehen, ob es dann besser wird. Es tut einfach nur weh, den Hund so elend zu sehen und man kann nichts machen. Ach ja, Sally wiegt 37 kg und bekommt 2 x täglich 3 Tabletten Ronaxan 100 mg.

  • Huhu,

    der Titer war aber der einzige Hinweis?
    Dein Hund hatte keine Anämie?

    Ronaxan ist das passende Medikament, auch wenn die Anaplasmose nicht im Beipackzettel aufgeführt ist und ihr verabreicht auch eine passende Dosis. Doxycyclin ist laut den aktuellen Studien ab 2x täglich 5mg/kg KG wirksam gegen Anaplasmen. Die Dosisempfehlungen schwanken zwischen 5 und 10mg/kg KG. Ihr liegt dazwischen, das passt also.

    Wenn die Therapie sich nur auf den Titer stützt, ist es natürlich möglich, dass das Doxy gar nicht anschlägt, dann muss man weiter nach Ursachen forschen. Jetzt solltest du aber erst einmal Geduld haben und dich nicht unnötig verrückt machen - auch wenn's schwer ist. Ich kenne das... Ebby hat eine chronische Borreliose, wir haben den Zirkus seit drei Jahren regelmäßig...

    Noch etwas:
    Sollte die Therapie nicht anschlagen, würde ich dennoch die drei Wochen durchziehen, um eine Resistenzbildung der Anaplasmen gegenüber dem Doxy zu vermeiden. Kommt es später doch zu einem Ausbruch und euch fehlt das Doxy als Behandlungsmöglichkeit, wird's schwierig...

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