Panik-Attacken, Aggressionsverhalten, Angsthundpotential
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Gast63805 -
9. August 2013 um 12:26
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Langsam frage ich mich, was Du eigentlich hören willst.
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Hi,
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Zitat
In der Situation wo da ein anderer Hund ist und er Angst hat, ist für ihn Abstand gewinnen dürfen das absolute Non plus Ultra.
Das mache ich mir in normalen Situationen schon zu gebrauch, wo er "nur" normale Angst hat, aber noch ansprechbar ist.
Umorientierungssignal, Entspannungssignal, ruhig am anderen Hund vorbeigehen - tolle Belohnung dabie schon, wenn er statt auf der linken Seite, auf der rechten Seite laufen darf und nicht zum Hund zugewand laufen muss.
Hört sich doof an, aber das "Aus der Situation dürfen" und "Abstand gewinnen dürfen" ist für ihn in dieser Situation Gold wert.
Ansonsten könnte man ihn in der Situation auch durch Futter oder Beute o.ä. aus der Situation ziehen - es wäre aber nur eine sekundäre Belohnung.Das ist bei uns ganz genau so. Bis es auch in der höchsten Not funktionierte, ist aber viel Wasser den Rhein runtergelaufen! Deswegen würde ich wie gesagt, auch in Situationen mit ihm üben, die ihn nicht total stressen. Sonst wird er das Verhalten in der Paniksituation nie zeigen können...
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Mein Weg wäre zusätzlich zum Z&B (das ich auch in "normalen" Situationen mit ihm üben und hochwertigst belohnen würde, denn sonst ist der Abruf des Verhaltens denke ich in der Paniksituation überhaupt nicht möglich :/ ) ein seeeehr gut aufgebautes Konditionierte Entspannung - Signal.Mit dem Aufbau habe ich dort schon sehr früh bei Brix angefangen - das sitzt also sehr sehr sicher und fest.
Sowohl das verbale Entspannungssignal, als auch ein taktiles Signal (bei Brix ein Zugstopp-Halsband).
Im Moment ist es so, dass dieses Entspannungssignal ihn ab einem gewissen Punkt runterfahren lässt, ihn aber auch in der Panik-Situation selber nicht erreicht.
Heißt: Wenn wir erstmal wieder 5-10 Meter aus der Situation gegangen sind und er dadurch wieder "ansprechbar" geworden ist, weil die "Panik-Attacke" wieder vorbei ist, dann kann ich mittels es Entspannungssignals dafür sorgen, dass er sich auch in unmittelbarer Anwensenheit des anderen Hundes (der kann in dem Moment wo Brix wieder "zurück in unserer Welt" ist auch nah an uns ran kommen) entspannt - danach ist es dann auch kein Problem, dass völlig ruhig und gelassen und normal Kontakt gesucht wird.
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Außerdem würde ich an deiner Stelle auch mal über die Anschaffung eines Thundershirts/einer Tellington Bandage nachdenken.Wie sieht das denn da aus?
Also es ist ja eine bewusste Druckausübung auf den Hund - das weiß ich.
Jetzt ist er aber ja eigentlich ein relativ entspannter Hund, der ohne viel Stress durchs Leben geht. Verliert es da an Wirkung, wenn er so etwas dann ja quasi auf jedem Spaziergang tragen muss, für den Fall, dass....? Der Druck wird dann ja quasi zu etwas normalen?
Denn während er in so einer Panik-Attacke drin steckt, kann ich ihm das ja schlecht anziehen.
Wobei ich mir auch schon einmal überlegt habe, ob es vielleicht möglich ist, dass mir eine Tierphysiotherapeutin vielleicht noch zusätzlich bestimmte, beruhigend wirkende "Griffe" zeigt, die ich in dieser Situation anwenden könnte, wo ich selber bewusst den Druck ausüben könnte?
Das ist ja vermutlich wirksamer als mein "massieren", worüber ich das Entspannungssignal aufgebaut habe (teils).Der Tipp ist auf jeden Fall schon einmal toll, danke

Die Videos dazu sind ja schon mal mehr als vielversprechend.ZitatHabt ihr einen Arbeitspfiff oder ein Signal für "wir arbeiten jetzt"? Etwas, das er mit toller Action mit Frauchen und freudigen Emotionen verbindet?
Ja, soetwas haben wir.
Dringt bei "normaler Angst" auch durchaus zu ihm durch, ist ab einem gewissen Grad leider aber auch nicht mehr "nutzbar", beziehungsweise kann dann mit ein paar Meter abstand und zurückgelegtem Schalter wieder genutzt werden.ZitatIch schätze, ich würde versuchen, mehrere Alternativverhalten/Strategien an der Hand zu haben, mit denen ich den Hund irgendwie aus der Situation raus kriege, indem ich "einfach" abfrage, was davon er jetzt machen kann. Und wenn es einmal funzt, dann muss in dieser Situation die Party des Jahrhunderts (natürlich abgestimmt auf den Hund) erfolgen - mit dem tollsten Futter (meiner nimmt sehr gerne Nassfutter aus ner Futtertube), dem tollsten Spiel, Lob in höchsten Tönen, du weißt schon... ;-)
Das auf jeden Fall.
Für diese Fälle schleppe ich auch im Moment immer die Lieblingsbeute mit, um da dann parallel diverse Belohnungen laufen zu lassen (Beutespiel, dabei Jagdliche Aktion und dabei logischer Weise auch Distanzgewinnung zum Gegenüber).Danke für deine Antwort :)
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Mal nachgefragt: Gibt es bei dir Trainer, die sich mit Z&B auskennen? Denn wenn du so ne Light-Variante davon eh machst, dann wäre es sicher gut, jemanden zu haben, der dich diesbezüglich beraten kann.Soweit ich weiß nicht in näherer Umgebung.
Aus dem Grund hab ich gestern, als ich gesagt hab, dass ich dazu noch ein paar Infos einholen werde, eine Trainerin angeschrieben die zwar recht weit weg ist, die sich aber gut mit Z&B auskennen soll.Hier waren zwar Trainer dabei, die ähnlich arbeiten aber auch alle mit meiner "Lightversion" und nicht mit dieser bewussten Zeigen&Benennen-Strategie.
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Langsam frage ich mich, was Du eigentlich hören willst.
Und ich zitiere mich nochmals:
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Das Ferndiagnosen schwierig sind ist mir auch bewusst - das erwarte ich auch gar nicht.
Ich erhoffe mir wirklich nur den ein oder anderen Trick oder Hinweis, was man noch versuchen könnte.Es wird ja wohl möglich sein, dass ich Vorschläge, die bei uns nicht klappen können / nicht klappen begründet ablehne.
Zu schreiben "Oh ja, super Idee...toooooll...alles super" wenn es nicht so ist und wir uns damit dann im Kreis drehen weiterhin bringt mir nun mal auch nix. -
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Brizo, mein echtes Mitgefühl für Dich und Brix - das gibt's ja nicht, was einem so passieren kann. Ich hoffe auch, Du hast Dich gut erholt und es bleiben keine Blessuren (hab nur den Anfangspost gelesen, da leider grad gar keine Zeit)
Es gibt da noch das Buch: der ängstliche Hund von Nicole Wilde, was ich sehr gut finde. Da geht es auch viel um den rechten Abstand, gutes Timing, ähnlich der Übungen, die Du beschreibst ... und es ist ein gesamtes Programm über mehrere Wochen zum Desensibilisieren beschrieben, was ich sehr gut finde.
Das Thundershirt fällt mir auch noch ein.
Persönlich kann ich sonst nicht viel Erfahrung beisteuern, wünsche Dir aber, dass ihr das gemeinsam ganz gut und spurenfrei überwindet.
LG, alles Gute und viel Glück!
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Das ist bei uns ganz genau so. Bis es auch in der höchsten Not funktionierte, ist aber viel Wasser den Rhein runtergelaufen! Deswegen würde ich wie gesagt, auch in Situationen mit ihm üben, die ihn nicht total stressen. Sonst wird er das Verhalten in der Paniksituation nie zeigen können...Das ist eh klar.
Prinzipiell haben wir Umorientierungs- und Entspannugssignal erst sehr Reizarm aufgebaut - er kennt das alles ja nun auch schon recht lange, da ich damit sehr früh angefangen habe (bei Brix, wenn ich mich richtig erinner, mit 12 Wochen).Geübt wird das ganze immer mal wieder - auf normalen Spaziergängen, bei normalen Hundebegegnungen, auf dem Hundeplatz, etc.
Nachdem was ihr hier so schreibt und auch was mir so per PN geschrieben wird und was man auf diversen Internetseiten so findet wird es einfach dauern bis er wieder so viel Sicherheit erlangt hat, dass das so hinnehmbar ist - das diese Situation "Ein Hund ist plötzlich da" nun erst wieder von "Es passiert was schlimmes" auf "Es passiert nix" umgeschrieben werden muss und diese Desensibilisierung wohl dauern wird und da nur weiterhin bewusstes suchen von Situationen etwas bringt.
Trotzdem sind Tipps wie Z&B, Thundershirt, Geschirrgriff und Co auf jeden Fall schon mal Gold wert und ich werd mich da weiter belesen, um ggbf. aufzutesten, ob und wie Brix darauf anspringt.
Sobald er wieder fit ist (werter Herr Hund kränkelt etwas) werd ich auf jeden Fall schonmal den Aufbau vom Geschirrgriff amgehen, um so eine reflexartige Reaktion hervorrufen zu können.
UNd ich warte weiterhin gespannt auf eine Antwort der Trainerin die ich wegen des Z&Bs angeschrieben habe. -
Hätte ich mit Pina ein Problem, bei dem ich allein nicht weiterkomme, würde ich mich an R. C. Franck wenden, vom BlauenHund. Ein super Trainer, der viel Erfahrung mit Hütehunden und ängstlichen Hunden hat.
Ist zwar nicht ganz deine Ecke, aber wenn du ihn anrufst und ihm von Brix Angst erzählst, wird er dir sicher erste Tipps geben und dir einen Trainer in deiner Nähe empfehlen können. -
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Langsam frage ich mich, was Du eigentlich hören willst.
Gut, dass nicht nur mir so vorkommt...
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MEnsch Brizo, da stolper ich hier mal rein und lese so was. Was ein schei**e!
Hat die Polizei den Typ schon gefunden?
Außer Mitgefühl und eine virtuellen Urmarmung ahbe ich als Hundeanfängerin nix an Hinweisen anzubieten außer einem Kommentar zu dn Bachblüten. Ich habe die Rescue Remedy ab und zu ausprobiert als ich anfangs in London gewohnt habe und mir das Chaos, der Lärm und das unglaubliche Gewühl besonders in den Öffis immer wieder zu viel wurden. Ich habe auch mal als ich im Examen wegen Doppelbelastung kurz vorm Nervenzusammenbruch stand das Mittel Passin eine ganze Weile genommen (Passionsblumenextrakt) Beides hatte eine ähnliche Wirkung: ich konnte etwas leichter atmen und war ein bisschen entspannter. Dabei war ich aber nicht bedudelt wie z-B- nach einem chemischen Schlafmittel.Ich weiss nicht, ob das Hundegehirn so funktioniert wie das von Menschen aber bei uns werden die 'pathways' im Gehirn die wir besonders oft benutzen besonders stark und je älter diese Pfade sind, desto schwieriger ist es, sie wieder zu verlassen. Manchmal kreiert unser Gehirn dann bestimmte Symptome sogar selber, ohne Einflüsse von außen. Extrem ist das z.B. bei Phantomschmerz.
Ich würde auf alle Fälle Bachblüten oder auch was Stärkeres bei Brix versuchen, denn ich könnte mir vorstellen, dass je häufiger er diese Panik hat, das Problem umso schlimmer wird; und wenn diese Mittel ihn generell etwas ausgleichen, kannst Du vielleicht auch besser mit ihm trainieren. Du wirst sicher keinen grundsätzlcih veränderten Hund durch die Mittel haben.
Ich wünsch Euch beiden alles Gute und schau mal in Deinen thread, um zu schauen, wie es mit Euch weitergeht.
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