Click beendet Verhalten vs. Click = Versprechen auf Belohnun

  • Soo, ich hät hier auch noch eine Seite zu bieten :smile:

    http://markertraining.de/der-click-beendet-das-verhalten/

    Als meine Trainerin damit anfing beim Vorstellungsgespräch, dacht ich auch erstmal :irre3:

    Aber wir haben uns darauf eingelassen.

    Wir sind bei ihr wegen Leinenpöbelei. Natürlich ist eigentlich das Ziel, den Hund vor einer Überforderung aus der Situatuationnzu holen. Da das aber nicht immer möglich ist, ist das reinclicken eine Art "Notfalltool", mit dem ich den Hund da möglichst positiv raus hole. Dabei wird der Hund nicht lernen, das Pöbeln toll ist, sondern die für ihn unangenehme Situation wird angenehmer, was den Rückschritt im Training minimiert wie ich finde.

    Gestern hatten wir unser ultimatives Erfolgserlebnis. Wir waren mit dem Fahrrad unterwegs und fahren um eine Kurve. Die Kurve ging nach links, also auf meinen Hund zu. Ich wunderte mich noch, weil er doch etwas unkonzentriert war und nach rechts schaute. Nach der Kurve schau ich nach hinten und dort lief eine Frau mit zwei Hunden :schockiert:
    Ich war total baff, als ich kapiert habe, warum Herr Hund in der Kurve relativ unkonzentriert war!

    En weiteres Beispiel ist dieser Hund. Er hat Hunde teilweise fies vermöbelt, jetzt ist er mit manchen sogar verträglich. Nur durch clickern und reinclicken...

    http://m.youtube.com/watch?v=_ERAMDaM_fU&feature=plcp


    Auch beim Jagen (bzw. Das Unterlassen dessen :lol: ) hat es uns enorm geholfen!


    Was aber das tollste an der Sache ist: Man merkt richtig, wie das Training dem Hund Spaß macht und er mitarbeitet. Meine Hunde haben gelernt, dass ihnen keine Strafe bei Fehlverhalten droht, und das nimmt meiner Meinung nach unheimlich den Druck und die Hunde trauen sich mehr eigene Alternativen einzubringen.

  • Zitat

    Suchspiel? Keine Zeit für, keine Nerven für ...
    Ich musste da schon zu Beginn zum Hund laufen und Pansen direkt einfüllen. Alles andere ging nicht. Mittlerweile kann sie nach dem ersten Moment rumgucken. Also am Ende der Leine bzw. in nem Sitz vor Leinenende, wenn grade ein besonder guter Tag ist. Und ich kann mit ihr jetzt im Wald Ball spielen, das geht seit ein paar Wochen. Vorher war da nix in der Art drin, weil sie zu aufgeregt war wegen Wildgeruch und es könnte ja und so.
    Ich kann mit ihr auf einer Wiese Ball spielen oder auch nur über eine Wiese drüberlaufen, das geht sei ca. 3 Monaten, ohne dass sie mit Grasjagen anfängt. Da bin ich sehr, sehr, sehr froh.
    Also es wird schon besser, aber mit mal eben Gucken als Belohnung oder mal einem flotten Hetzspielchen nach Rehsichtung - ne , das geht da nicht mal eben.

    Och, dann is ja gut ;)

  • Kareki

    Du kannst es nennen wie Du willst, auch eine "Umorientierung" ist ablenken. Nicht mehr, nicht weniger.
    Ist Hund sehr gut auf den Clicker konditioniert wird er bei einem Click immer sein augenblickliches Verhalten unterbrechen. Er wird sich von diesem Verhalten Ablenken lassen in der Erwartung Click=Bestätigung.

    Völlig unerheblich, wie man das nennt.

    Und da ich nun seit über 12 Jahren mit meinen eigenen und mit Trainingshunden mit Clickertraining und Shaping arbeite, und zwar nicht nur Tricks und Agility, weiß ich nur zu genau, dass man nicht so genau beeinflussen kann, was der Hund im Augenblick des Clicks verknüpft.
    Bei Tricks geht das noch einfacher wie bei echten Verhaltensproblemen.

    Langfristig kommt man schon dahin, dass Hund das so verknüpft, wie man das möchte. Aber kurzfristig - das funktioniert nicht immer wie gewünscht. Und das sagen selbst Leute, die schon sehr viel länger mit Clickertrining und Verhaltensformung arbeiten.

  • Aber auch schon gar niemand hat das hier als die Lösung des Problems hingestellt.

    Ein Umorientieren ist kein Ablenken, ein Ablenekn würde dann stattfinden, wenn ich den Auslöser umgehen will. Nach der Umorientierung kann ich sofort mit dem Gegenkonditionieren beginnen.
    Den Clicker als Ablenkung zu nutzen, und es dabei zu belassen, ist nicht das, was wir hier nutzen wollen.

  • Der Unterschied zwischen Ablenken und Umlenken ist:
    Umlenken= neu orientieren
    Ablenken= Gedanken auf etwas anderes lenken
    Beispiel:
    Umlenken = längerfristig neue Strategien für den Umgang mit schwierigen Situationen
    Ablenken = kurzfristig vom Problem wegschauen.

    Zitat


    Ist Hund sehr gut auf den Clicker konditioniert wird er bei einem Click immer sein augenblickliches Verhalten unterbrechen. Er wird sich von diesem Verhalten Ablenken lassen in der Erwartung Click=Bestätigung.


    Das ist ja dann "Verhalten abbrechen duch einen Click" und somit sehr gut nutzbar in den Problemsituatioen, die beim Z und B bearbeitet werden. (war mir so noch gar nicht bewusst)

    Zitat


    Langfristig kommt man schon dahin, dass Hund das so verknüpft, wie man das möchte. Aber kurzfristig - das funktioniert nicht immer wie gewünscht. Und das sagen selbst Leute, die schon sehr viel länger mit Clickertrining und Verhaltensformung arbeiten.

    Dieses kurzfristige "nicht hinbekommen" ist doch, das, was man erlebt, wenn Hund sich aus hohem Erregungsniveau NICHT umdreht und seine Belohnung will.
    Aber es passiert dennoch etwas...ich habe das auch erst nach über 15 Jahren "Clickern" ausprobiert und erlebt.

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