Click beendet Verhalten vs. Click = Versprechen auf Belohnun
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Nun trainieren wir fast jeden Tag an Orten, wo nicht ganz so viel los ist. Setzen uns z. B. auf eine Bank. Sehe ich jemanden kommen und Pia schaut in die Richtung, gibt es einen Click. Pia schaut zu mir und kassiert ihr Leckerlies.Das ist klar. In dem Moment ist sie noch entspannt und Du bestätigst sie für entspanntes Verhalten. Das funktioniert sehr gut.
Das "in erwünschtes Verhalten reinclickern" kann gut funktionieren. Ich würde dafür nur nicht den Clicker verwenden.
Ich habe meinen Hunden ein Wortsignal konditioniert, das für die Hundis ähnlich wie der Clicker ist. Ein sehr hoch ausgesprochenes kurzes "fein". So würde ich das im Normalfall nie sagen.
Bin ich einfach unabhängiger mit als mit dem Clicker, den ich ggf. Schon mal nicht zur Hand habe, wenn ich ihn brauche. Und ich laufe nicht in Gefahr, mir das Clickgeräusch zu versauen.Und wenn es nicht funktioniert, Pech, dann bestätigst Du im schlimmsten Fall das Pöbeln so richtig. Hier muss man seinen Hund sehr genau kennen ... Also ob Hund sich auf diese Weise von seiner Pöbelei ablenken lässt.
Bei sehr unsicheren Hunden, und deine scheint das zu sein, wirkt das idR recht gut. Denn Du bietest ihr ein Alternativverhalten an durch das sie angenehme Gefühle bekommt und sich wohler fühlt. Sie orientiert sich zu Dir und bekommt etwas. Sie entspannt, der Konflikt den sie hatte, löst sich. hier stellt sich mir sogar die Frage, ob nicht diese Entspannung sogar die grössere Bestätigung ist und das Leckerlie nur noch die Zugabe.
Wie an anderer Stelle schon gesagt, ein watch mE Signal, das entsprechend freudig belegt ist, würde es an der Stelle auch tun. Die Crux liegt darin, dass man das erst mal auftrainieren muss. Und sich die Leute einfach leichter tun, einen Clicker zu konditionieren als so ein Signal.Anders kann es bei den Hunden aussehen, die einfach rumpöbeln weil sie rotzige Gören sind und festgestellt haben, dass Pöbeln ihnen sofortige Aufmerksamkeit gibt, sprich Hunde, die nicht aus Unsicherheit rumbellen, sondern weil sie beachtet werden wollen. Da würde ein solches Vorgehen uU genau das Gegenteil bewirken. Das sind zwar die wenigsten, aber so den einen oder anderen Hund hatte ich dann doch schon mal.
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Ja, Pia ist in der Tat sehr sehr unsicher. Und sie geht bei Unsicherheit lieber nach vorne. Angriff ist die beste Verteidigung - so scheint sie es jedenfalls zu denken. Würde sich aber einmal jemand dann auf sie zu bewegen, wäre sie die erste, die weg ist.
Darum habe ich auch lange gebraucht, die richtige Trainingsmethode für sie zu finden. Mit Schimpfen oder ähnlichem kommt man ihr nicht weiter. Entweder beschwichtig sie dann in einer Tour und ihr Verhalten wird gehemmt und kommt früher oder später in doppelter Intensität wieder raus.
In der Welpenzeit wurde sie zwar gut sozialisiert - hatte täglich Kontakt mit allen möglichen Größen und Charakteren. Doch eines haben wir letztes Jahr leider noch nicht gewusst: Ihr auch mal Schutz zu bieten, wenn ein Hund ihr nicht geheuer ist. Leider haben wir da auf andere Hundehalter gehört, die meinten, da müsste sie nunmal durch.
Hoffe, das wird hier nicht zu Offtopic.
Also wieder zum Thema: Pia kommt prima mit dem Clicker klar. Den benutze ich mittlerweile seit einem Jahr und sie ist prima darauf konditioniert.
Bei ihr heißt ein Click beim Tricksen: Prima, genau das wollte ich. Und dann beendet sie ihr Verhalten. Also ja, ein Click beendet das Verhalten. Zumindestens bei uns.
Gestern haben wir zwei Reiter unterwegs getroffen. Wir haben schon länger geübt, weil Pia Angst vor Pferden hat. Gestern sind die Reiter 2x dicht an uns vorbei geritten und auch schnell. Pia hat geschaut, ich habe geclickt und das hat auch prima geklappt.
Ich habe meinen Clicker, wie gesagt, immer bei mir. Sogar auf ganz kurzen Runden oder wenn sie mal außerhalb ihrer Gassizeiten raus muss.
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Ja, das Verhalten hat sich, egal welchen Ursprung es hatte, schon automatisiert. Es hat vielleicht sogar mit deinem Verhalten zu tun... das ist das Problem - aus der Ferne kann man das nicht ohne einem Aber beantworten.
Das ista uch normal, wenn die Erregung zu hoch ist, geht das natürlich nicht (aber da funktionieren auch Strafen nur, wenn sie hart genug sind und das nur zweitweise - das Verhalten wird davon nicht aussterben). Die Kunst ist es, den Hund imme rüberhalb der Reizschwelle zu halten. Das geht nicht immer.
Schon mal eine Clickersalve versucht?
Oder ein Entspannungssignal?
Oder davon gehört?Enstspannungssignal übe ich mit ihr. Immer wenn sie relaxt ist, streichel ich sie gaaanz leicht und sage dabei "relax". Aber richtig verknüpft hat sie es noch nicht. Aber wir üben
Meine Trainerin sagte auch, dass man es mit einem Duft machen könnte.Ja, es hat sich leider automatisiert. Aber kann ich da trotzdem reinclickern? Würde das sehr gerne heute schon ausprobieren, aber richtig traue ich mich noch nicht.
Ich habe nämlich immernoch nicht verstanden, ob ich ihr danach ein Alternativverhalten zeigen soll oder sie mir?! -
Meine Erfahrungen mit Reinclickern in unerwünschtes Verhalten sind schlecht.
Ich vermute, es hängt auch einfach am Hund, welche Belohnungen er erwartet und wie der Clicker bei ihm so wirkt.
Beim Jagdverhalten, ja wunderfein, dann glotzt sie weiter, da kommt keine Umorientierung. Beim Gucken steigert sie sich rein - für sie ist es keine Belohnung, den wegrennenden Rehen nachzuschauen, es ist für sie mit irrem Frust verbunden.
Bei Hundebegegnungen habe ich auch 3x reingemarkert und es wurde keinen Deut entspannter, sondern schlechter. Ähnliches Ding wie oben: Die glotzt dann weiter und das macht's nicht besser.
Ich habe also mit ihr Wegschauen geübt. Dann IB fürs Gucken, aber TB immer erst beim Abdrehen. Seitdem ist ihr klarer, dass sie nicht glotzern, glotzern, glotzern soll, um mein Wohlwollen und Belohnung zu erlangen. Jetzt geht's auch, dass ich beim Anblick vom Hund clicke (Zungenclick - ist nat. auch etwas weniger durchdringend als echter Clicker) und sie sich umorientiert. Muss ich aber noch aufpassen, dass sie noch denkfähig ist - automatisch geht das nicht.Ich dneke, es könnte auch besser sein, wenn ich den Click mit mehr kulinarischen Köstlichkeiten ala Blättermagen paaren würde statt öfter auch mal einfach nur mit TroFu oder Fleisch. Sie ist halt ien kleiner Gournet. ,)
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Was auch sehr gut hilft, ist dieses tolle Spiel:
http://markertraining.de/in-der-ruhe-liegt-die-kraft/
Ist das so etwas wie die intermediäre Brücke?kaham, ich finde schon, dass deine Beschreibung darauf hindeutet, dass deine Belohnungen im jeweiligen Moment wohl nicht die passenden sind bzw. nicht hochwertig genug sind.
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Ist das so etwas wie die intermediäre Brücke?kaham, ich finde schon, dass deine Beschreibung darauf hindeutet, dass deine Belohnungen im jeweiligen Moment wohl nicht die passenden sind bzw. nicht hochwertig genug sind.
Danke kareki, die Seite klingt vielversprechend. Werde es direkt mal ausprobieren

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Ich habe es bei Kyra eben ausprobiert und konnte sogar bis 20 zählen und mein Hund hat brav vor mir, ohne sich aufzudrängen oder sonst was, gewartet was passiert.
In Übungen ist sie immer super was die Impulskontrolle und Fusttrationstoleranz angeht, aber ausserhalb der Übungen klappt es leider sehr selten oder unter kompletten Stress :/Eine Sache verstehe ich auch nicht so ganz.
In dem Link steht, dass man, wenn es klingelt, mit zählen beginnt und dabei zur Hundedecke läuft und der Hund dann (hoffentlich) auch dabei folgt. Und die Leckerchen bekommt Wuffel dann auf der Decke, aber man hat ja nicht soviel Zeit, wenns klingelt, jedes Leckerchen danach zu beclickern und wenn der Hund trotzdem bellen sollte, wovon ich ausgehe, kann ich ja schlecht "schade" sagen und wieder von vorne anfangen.
Der Postbote wäre doch schon lange wieder weg

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Deswegen muss man sich Übungssituationen schaffen :)
Vielleicht kannst du dir mal nen Nachbarn besorgen, der klingelt, oder wenn sich Freunde ankündigen sagst du denen vorher Bescheid, dass es etwas länger dauern könnte. -
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Das hat aber mit Clickertraining auch nichts mehr zu tun, denn da würdes Du darauf achten, dass Du den Moment noch erwischst BEVOR Hund überhaupt mit Pöbeln loslegt, oder zuerst ein Signal etablieren, das supertoll mit Bestätigung belegt wird wie bsp "Watch me".
Und dann das watch me mit Click bestätigen, wenn er es unter größtmöglicher Ablenkung anbietet.Und genau da muss mein Hirn mal einsetzen. Ich bestätige ein unerwünschtes und alle andere erwünschten Verhalten danach. Ich nutze also den Clicker, um eine unangenehme Situation zu retten.
Aber da du eher Trickshaping und Agility und solche Dinge machst, kannst du dir das sicherlich schlecht vorstellen. Ich arbeite mit bissigen und aggressiven Hunden. Da muss man das Lehrbuch verlassen und den Clicker in seinem vollen Potential nutzen.
Eben weil der Click das Verhalten beendet, nutze ich das für mich. -
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Und wenn es nicht funktioniert, Pech, dann bestätigst Du im schlimmsten Fall das Pöbeln so richtig. Hier muss man seinen Hund sehr genau kennen ... Also ob Hund sich auf diese Weise von seiner Pöbelei ablenken lässt.Da es nicht um ablenken geht...
ich glaube nicht, dass du verstehst, worum es geht. Wie ich dir vorher schon schrieb, geht es darum, die erwünschten Verhaltensweisen herauszushapen. - Vor einem Moment
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