Welpenschule ohne Spielen??
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Zitat
Sehr geil!Darf ich das klauen?

Aber gerne.

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Hallo,
hast du hier Welpenschule ohne Spielen?? schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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ich finde, in eine gute welpenstunde gehört immer beides:
der kontrollierte sozialkontakt zwischen den hunden, damit sie lernen mit artgenossen umzugehen, eine beißhemmung entwickeln und ein vernünftiges sozialverhalten entwickeln und die arbeit mit dem besitzer, damit sie eine bindung zu ihm aufbauen, grundregeln des zusammenlebens erlernen, eine gesunde frustrationstoleranz entwickeln und von klein auf lernen, dass der mensch dreh- und angelpunkt ihrer welt ist.
eine welpengruppe, in der nur eine seite herausgearbeitet wird, empfinde ich nicht als sinnvoll.
wir haben hier viele welpenstunden in der umgebung, in denen die ganze zeit "gespielt" wird - in den meisten fällen wird gemobbt, gestänkert und in den hundeköpfen der fokus nach außen transportiert. mit spiel und vernünftigem sozialverhalten hat das weniger zu tun.
und dann verlassen völlig nach außen orientierte, leinenaggressive, nicht abrufbare hunde, die über jeden hund herfallen diese welpenstunden.
hinzu kommt, dass viele von ihnen im junghundealter nicht mehr spielen dürfen.
hierbei entsteht ein enormer frust, der sich häufig in aggressionen niederschlägt.
das ist natürlich alles andere als optimal.
ein häufiges beispiel: die hunde kommen auf den platz und dürfen erst einmal toben. was lernen sie?
"ich seh nen hund und muss sofort hin, ob ich will oder nicht."
auch suboptimal.
weder empfinde ich welpengruppen als sinnvoll, in denen 10 welpen wild übereinander herfallen, noch empfinde ich welpengruppen als sinnvoll, in denen nur "gearbeitet" wird.
ich finde es unsinnig, den platz zu betreten und die leinen loszulassen, genauso wie ich es unsinnig finde, die leinen permanent am hund zu lassen, wenn man auf dem hundeplatz ist.
deswegen läuft die welpenstunde bei mir so ab, dass zuerst mit dem besitzer gearbeitet wird, dann gibt es kontrollierten freilauf mit passenden anderen hunden.
im freilauf werden nicht alle welpen aufeinander losgelassen, sondern 1:1-konstellationen geschafft, während die andere zwerge bei ihren besitzern lernen, den frust zu ertragen, den spielenden zu zu schauen.
ich finde es enorm wichtig, das hündische sozialverhalten mit in die welpenstunde einzubeziehen.
wann sonst haben die zwerge mal die chance kontakte zu gleichaltrigen aufzubauen, bei denen sie die beißhemmung und frustrationstoleranz erlernen können?
welpen können sich im spiel ausprobieren, sozial relevante verhaltenweisen erlernen, verschiedene dialekte/unterschiedliche charaktäre kennen lernen.
hierbei muss man natürlich immer schauen, welche hunde zusammen passen und wer etwas sinnvolles vom anderen lernen kann.
wilde interaktionen sind hier eher kontraproduktiv, aber die möglichkeit mit dem gegenüber artgerecht kommunizieren zu können, sollte keinem welpen genommen werden, das ist meine persönliche meinung.
hinzu kommt, dass die welpen von klein auf lernen können, im spiel abrufbar zu sein. der besitzer kann lernen, seinen hund zu lesen, wann eingegriffen werden muss, welche neigungen erkennbar sind etc. pp.
die welpen können lernen, dass sie im zweifel zwischen den beinen des halters schutz suchen können und sich am menschen orientieren können.
dafür ist, u.a., eine welpenstunde da.
eine gute welpenstunde besteht für mich persönlich zu 70% arbeit mit dem besitzer (bindungsaufbau, vertrauensaufbau, frustrationstoleranz erlernen, fokusaufbau, orientierungsarbeit, leichte gehorsamsübungen, umweltarbeit) und zu 30% aus spiel zu mit gleichaltrigen - natürlich unter anleitung.
nur, weil es welpenstunden gibt, in denen mit dem thema "spiel" völlig falsch umgegangen wird, heißt das noch lange nicht, dass spiel und sozialkontakt in der welpenstunde nix verloren hat.
wenn es vernünftig macht, bringt man dme welpen von klein auf bei, auch unter großer ablenkung am menschen orientiert zu bleiben.
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ZitatAlles anzeigen
ich finde, in eine gute welpenstunde gehört immer beides:
der kontrollierte sozialkontakt zwischen den hunden, damit sie lernen mit artgenossen umzugehen, eine beißhemmung entwickeln und ein vernünftiges sozialverhalten entwickeln und die arbeit mit dem besitzer, damit sie eine bindung zu ihm aufbauen, grundregeln des zusammenlebens erlernen, eine gesunde frustrationstoleranz entwickeln und von klein auf lernen, dass der mensch dreh- und angelpunkt ihrer welt ist.
eine welpengruppe, in der nur eine seite herausgearbeitet wird, empfinde ich nicht als sinnvoll.
wir haben hier viele welpenstunden in der umgebung, in denen die ganze zeit "gespielt" wird - in den meisten fällen wird gemobbt, gestänkert und in den hundeköpfen der fokus nach außen transportiert. mit spiel und vernünftigem sozialverhalten hat das weniger zu tun.
und dann verlassen völlig nach außen orientierte, leinenaggressive, nicht abrufbare hunde, die über jeden hund herfallen diese welpenstunden.
hinzu kommt, dass viele von ihnen im junghundealter nicht mehr spielen dürfen.
hierbei entsteht ein enormer frust, der sich häufig in aggressionen niederschlägt.
das ist natürlich alles andere als optimal.
ein häufiges beispiel: die hunde kommen auf den platz und dürfen erst einmal toben. was lernen sie?
"ich seh nen hund und muss sofort hin, ob ich will oder nicht."
auch suboptimal.
weder empfinde ich welpengruppen als sinnvoll, in denen 10 welpen wild übereinander herfallen, noch empfinde ich welpengruppen als sinnvoll, in denen nur "gearbeitet" wird.
ich finde es unsinnig, den platz zu betreten und die leinen loszulassen, genauso wie ich es unsinnig finde, die leinen permanent am hund zu lassen, wenn man auf dem hundeplatz ist.
deswegen läuft die welpenstunde bei mir so ab, dass zuerst mit dem besitzer gearbeitet wird, dann gibt es kontrollierten freilauf mit passenden anderen hunden.
im freilauf werden nicht alle welpen aufeinander losgelassen, sondern 1:1-konstellationen geschafft, während die andere zwerge bei ihren besitzern lernen, den frust zu ertragen, den spielenden zu zu schauen.
ich finde es enorm wichtig, das hündische sozialverhalten mit in die welpenstunde einzubeziehen.
wann sonst haben die zwerge mal die chance kontakte zu gleichaltrigen aufzubauen, bei denen sie die beißhemmung und frustrationstoleranz erlernen können?
welpen können sich im spiel ausprobieren, sozial relevante verhaltenweisen erlernen, verschiedene dialekte/unterschiedliche charaktäre kennen lernen.
hierbei muss man natürlich immer schauen, welche hunde zusammen passen und wer etwas sinnvolles vom anderen lernen kann.
wilde interaktionen sind hier eher kontraproduktiv, aber die möglichkeit mit dem gegenüber artgerecht kommunizieren zu können, sollte keinem welpen genommen werden, das ist meine persönliche meinung.
hinzu kommt, dass die welpen von klein auf lernen können, im spiel abrufbar zu sein. der besitzer kann lernen, seinen hund zu lesen, wann eingegriffen werden muss, welche neigungen erkennbar sind etc. pp.
die welpen können lernen, dass sie im zweifel zwischen den beinen des halters schutz suchen können und sich am menschen orientieren können.
dafür ist, u.a., eine welpenstunde da.
eine gute welpenstunde besteht für mich persönlich zu 70% arbeit mit dem besitzer (bindungsaufbau, vertrauensaufbau, frustrationstoleranz erlernen, fokusaufbau, orientierungsarbeit, leichte gehorsamsübungen, umweltarbeit) und zu 30% aus spiel zu mit gleichaltrigen - natürlich unter anleitung.
nur, weil es welpenstunden gibt, in denen mit dem thema "spiel" völlig falsch umgegangen wird, heißt das noch lange nicht, dass spiel und sozialkontakt in der welpenstunde nix verloren hat.
wenn es vernünftig macht, bringt man dme welpen von klein auf bei, auch unter großer ablenkung am menschen orientiert zu bleiben.

du sprichst mir aus der Seele
wo bist du?? ich komm zu dir 
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Welpen müssen nicht lernen Hund zu sein. Das wissen sie.
Welpen müssen lernen der Hund eines Menschen zu sein. Das kann ihnen aber nur ein Mensch beibringen.
Schön wenn es so wäre - stimmt aber so nicht. Kein Welpe kommt "fertig wissend" auf die Welt, und er hat auch nicht ausgelernt in hündischen Dingen, wenn er mit 8 oder auch 10 Wochen seiner Familie entrissen wird. Wie jedes höhere Tier lernt er den Umgang mit Seinesgleichen noch eine ganze Weile. Sein Verhalten, das der andern Hunde ändert sich auch mit seinem Alter. Auch Hundesprache und -knigge müssen weiter gelernt werden. Gelernt im Umgang mit anderen, vorzugsweise darin gut bewanderten Hunden. Wissen tut er das nicht einfach.Es ist richtig, der Hund des Menschen zusein, oder generell den Umgang mit Menschen lernt der Welpe vom Menschen. Den Umgang mit Hunden und deren Sprache lernt er aber am zweckmässigsten von Hunden. Wenn man ihn nicht komplett von andern Hunden abschottet und nur in der Menschenwelt leben lässt, braucht er die so erworbenen Fertigkeiten, und muss diese auch üben können. Und dazu taugt der Mensch erbärmlich schlecht als Lehrer.
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Schön wenn es so wäre - stimmt aber so nicht. Kein Welpe kommt "fertig wissend" auf die Welt, und er hat auch nicht ausgelernt in hündischen Dingen, wenn er mit 8 oder auch 10 Wochen seiner Familie entrissen wird. Wie jedes höhere Tier lernt er den Umgang mit Seinesgleichen noch eine ganze Weile. Sein Verhalten, das der andern Hunde ändert sich auch mit seinem Alter. Auch Hundesprache und -knigge müssen weiter gelernt werden. Gelernt im Umgang mit anderen, vorzugsweise darin gut bewanderten Hunden. Wissen tut er das nicht einfach.Es ist richtig, der Hund des Menschen zusein, oder generell den Umgang mit Menschen lernt der Welpe vom Menschen. Den Umgang mit Hunden und deren Sprache lernt er aber am zweckmässigsten von Hunden. Wenn man ihn nicht komplett von andern Hunden abschottet und nur in der Menschenwelt leben lässt, braucht er die so erworbenen Fertigkeiten, und muss diese auch üben können. Und dazu taugt der Mensch erbärmlich schlecht als Lehrer.
Trotzdem lebt er sein Leben in der Menschenwelt und da muss er sich reinfinden.
Dieses krampfhafte "Alles muss immer spielen und sich liebhaben" ist nicht nur bei Kindern ätzend und völlig an der Realität vorbei, sondern auch bei Hunden. (Und ich hab so einen "Ich liebe euch alle!" Hund, ganz ohne Welpentreff...)
Welpe weiß wie er bellt, wie er läuft, wie die Nase geht, das "Hundsein" weiß er. Den Feinschliff bekommt aber kein Welpe in den Spielgruppen.
Denn es ist nunmal so das ein Welpe zum Lernen der hündischen Feinheiten keine anderen Welpen braucht, sondern ältere Hunde. Da das aber völlig ausgeblendet wird und diese Spielstunden einfach zu oft schlecht geführt sind steht man am Ende da mit einem Mobber und Pöbler, dabei "hat mans doch nur gut gemeint".Irgendwo habe ich mal gelesen: Das Gegenteil von gut gemacht ist gut gemeint.
Selten stimmt es so sehr wie in der Welt der Welpentreffs und Spielstunden.Und wieder einmal frage ich: Wie haben die Leute das vor 20 Jahren bloß gemacht, ganz ohne Welpengruppen?
Die meisten meiner Gassihunde damals waren völlig unkompliziert, ganz ohne Spielstunde, Hundeschule und diverser "Auslastungsangebote".
Hund weiß das er Hund ist. Im schlechtesten Fall ein grober Klotz von Hund, aber dennoch ein Hund. -
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@ Aoleon
Gerade bei Kindern sehe ich mit großem Befremden eine ganz andere Tendenz, nämlich Frühförderung Frühförderung Frühförderung. schon im Kindergarten wird Englisch, Instrument und was weiß ich gelehrt, wo wird da noch frei im Matsch/Pfütze/Dreck gespielt? Maximal mit pädagogisch wertvoller und fair trade Knete

zum Welpen: Ich habe in Seminaren (Bloch, Lanzerath, Winkler usw) gelernt, dass Welpen im Spiel Fähigkeiten und Fertigkeiten für das Erwachsenenleben lernen. Ebenso die Kriterien für ein "Spiel". Was wahrscheinlich jeder hier auch weiß. Also warum so vehement gegen "Spiel" wettern?
Und wenn einer nicht will, so wie Murmels Kalle zwingt ihn bestimmt keiner.
VG
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Ich glaube nicht, dass es den meisten hier darum geht, den eigenen Hund von der Hundewelt abzuschotten und jegliches Spiel zu untersagen. Die Frage ist aber doch: braucht es unbedingt eine Welpenstunde/Hundeschule, um den Umgang mit Artgenossen zu lernen oder sind nicht die übrigen 167,5 Stunden der Woche viel wichtiger und als die 30 Minuten am Wochenende.
Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich meinem Hund in der Welpenschule nur Mist beigebracht habe. Und das auch noch unter Anleitung und gegen Bezahlung

Und ich finde die Idee einer Welpenstunde, in der eben mal nicht gespielt wird, sondern in der der Welpe lernt, dass es kein Weltuntergang ist, wenn neben einem andere Hunde rumturnen und man einfach nicht hindarf, doch sehr erfrischend.
Wie gesagt: 30 Minuten in der Woche ohne dass der Welpe den Rest der Woche im Keller eingesperrt wird

Viele Grüße
Frank -
ZitatAlles anzeigen
Trotzdem lebt er sein Leben in der Menschenwelt und da muss er sich reinfinden.
Dieses krampfhafte "Alles muss immer spielen und sich liebhaben" ist nicht nur bei Kindern ätzend und völlig an der Realität vorbei, sondern auch bei Hunden. (Und ich hab so einen "Ich liebe euch alle!" Hund, ganz ohne Welpentreff...)
Welpe weiß wie er bellt, wie er läuft, wie die Nase geht, das "Hundsein" weiß er. Den Feinschliff bekommt aber kein Welpe in den Spielgruppen.
Denn es ist nunmal so das ein Welpe zum Lernen der hündischen Feinheiten keine anderen Welpen braucht, sondern ältere Hunde. Da das aber völlig ausgeblendet wird und diese Spielstunden einfach zu oft schlecht geführt sind steht man am Ende da mit einem Mobber und Pöbler, dabei "hat mans doch nur gut gemeint".Irgendwo habe ich mal gelesen: Das Gegenteil von gut gemacht ist gut gemeint.
Selten stimmt es so sehr wie in der Welt der Welpentreffs und Spielstunden.Und wieder einmal frage ich: Wie haben die Leute das vor 20 Jahren bloß gemacht, ganz ohne Welpengruppen?
Die meisten meiner Gassihunde damals waren völlig unkompliziert, ganz ohne Spielstunde, Hundeschule und diverser "Auslastungsangebote".
Hund weiß das er Hund ist. Im schlechtesten Fall ein grober Klotz von Hund, aber dennoch ein Hund.warum immer so schwarz-weiß?
nur, weil es schlechte welpentreffs gibt, in denen die ganze zeit nur gespielt wird, heißt das noch lange nicht, dass alle so sein müssen und das spiel untereinander unwichtig oder sogar schädlich sei.
spiel unter gleichaltrigen ist - sowohl für menschenkinder - als auch für hundekinder enorm wichtig und durch nichts zu ersetzen.
ich habe durch meine vorherige arbeit als erzieherin u.a. auch kinder kennen gelernt, die weniger kontakt zu gleichaltrigen hatten, weil sie z.b. erst mit drei jahren in die kita kamen.
eins hatten diese kinder gemein, wenn sie keine geschwister hatten: teilen viel ihnen schwer, die frustrationstoleranz war viel geringer, als bei den anderen kitakindern, das befolgen von regeln war deutlich erschwert, die selbstständigkeit war schlechter, die konfliktfähigkeit war nicht sehr gut und auch die kreativität im sozialen bereich war herabgesetzt. das zum thema "kinder und gleichaltrige".
es stimmt nicht, dass der welpe nur von erwachsenen hunden lernen kann, wie man sich benimmt. gerade welpen untereinander sind viel deutlicher, als althunde mit den zwergen.
bestimmte dinge lernt man durch erwachsene, wieder andere durch gleichaltrige.
die meisten älteren hunde lassen sich von welpen unglaublich viel gefallen: die dürfen an den backen herumziehen, sich in die lefzen hängen etc. pp.
hast du mal welpen beim spiel untereinander beobachtet?
"aua, das tut weh, ich kneif zurück."
das ist da ganz normal :)
und genauso lernen die kleinen eben: durch schnelle adäquate reaktionen auf ihr verhalten.
hinzu kommt die möglichkeit, im spiel verschiedene verhaltensweisen auzuprobieren, die man sonst eben nicht erlernen kann.
welpen spielen komplett anders, als erwachsene hunde - aggressiver, roher, abwechslungsreicher. sie sind spielerisch noch nicht so sehr festgelegt - und so wird eben alles ausprobiert, was man im späteren leben braucht: dominanzverhalten, imponierverhalten, jagdverhalten, demut etc. pp.
auch das angemessene aggressionsverhalten wird im spiel untereinander erlernt, nicht durch das spiel mit erwachsenen hunden.
hinzu kommt, dass bei einer gut geführten welpenstunde eine menge impulskontrolle eingebaut wird, damit die hunde von klein auf lernen, ansprechbar und lenkbar im hundekontakt zu bleiben.
und gerade diese verhaltensweisen braucht man auch im menschlichen alltag: nervenstärke im umgang mit fremden hunden, ein selbstsicheres auftreten, ein angemessenes aggressionsverhalten, imponieren statt draufkloppen, abrufbarkeit im spiel oder in anderweitigen interaktionen mit anderen hunden.
ich gebe dir recht, dass es besser ist, keine welpenstunde zu besuchen, als eine schlecht geführte stunde - keine frage.
spielestunden, in denen wild herumgetobt wird, sind absolut unsinnig für die hündische entwicklung.
aber es gibt auch welpenstunden, in denen der hundekontakt kontrolliert bleibt und die hunde von klein auf nach innen fokussiert werden - obwohl und weil sie spielen dürfen.
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Ich glaube nicht, dass es den meisten hier darum geht, den eigenen Hund von der Hundewelt abzuschotten und jegliches Spiel zu untersagen. Die Frage ist aber doch: braucht es unbedingt eine Welpenstunde/Hundeschule, um den Umgang mit Artgenossen zu lernen oder sind nicht die übrigen 167,5 Stunden der Woche viel wichtiger und als die 30 Minuten am Wochenende.
Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich meinem Hund in der Welpenschule nur Mist beigebracht habe. Und das auch noch unter Anleitung und gegen Bezahlung

Und ich finde die Idee einer Welpenstunde, in der eben mal nicht gespielt wird, sondern in der der Welpe lernt, dass es kein Weltuntergang ist, wenn neben einem andere Hunde rumturnen und man einfach nicht hindarf, doch sehr erfrischend.
Wie gesagt: 30 Minuten in der Woche ohne dass der Welpe den Rest der Woche im Keller eingesperrt wird

Viele Grüße
Frankdas problen ist: wo willst du den kontrollierten kontakt üben?
hier bei uns in berlin hast du dann ganz viele ungewollte hundekontakte. wenn du da sagst: "moment, ich möchte meinem welpen beibringen, erst nach freigabe kontakt aufnehmen zu wollen./wir möchten keinen leinenkontakt." ist der andere hund schon auf deinem welpen drauf und die beiden toben herum.
genau das lässt sich prima in der hundeschule üben: aneinander vorbei laufen, impulskontrolle und wenn alles ruhig ist, darf auch mal kontakt zugelassen werden.
hinzu kommt, dass viel ersthundebesitzer ihre hunde nicht gut lesen können. genau das können sie eben auch in der welpenschule lernen.
abblocken muss gelernt werden, schutz suchen muss erlernt werden.
und da haben wir noch das problem mit den fehlenden gleichaltrigen, die für die entwicklung des zwerges enorm wichtig sind.
und, auch ein wichtiger punkt, ich finde, dass es wichtig ist, dass man auch den besitzern gewisse hunde-knigge-regeln mitgeben kann:
wie reagiere ich auf fremdhunde?
wie kann ein vernünftiger, kontrollierter kontakt gestaltet werden?
all das muss geübt werden. und natürlich geht das nicht in einer welpenstunde, in der alle welpen durcheinander purzeln.
@zenja: dankeschön :)
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Lucanouk: leider, leider, gibt es solche Kurse so oft, wie die Nadel im Heuhaufen.
Und wie Du selbst auch sagst: lieber keine Welpengruppe als eine Schlechte.Denn es stimmt, Welpen lernen superschnell und viel miteinander, aber leider eben genau auch das, was sie nicht sollen. Und wenn sie erst mal eine falsche Verhaltensweise drinne haben, lernen sie nicht mehr so schnell, wenn es darum geht, sie ihnen wieder abzugewöhnen. Alles, was sehr emotional abgelaufen ist, wie Angst oder Erfolg beim Pöbeln oder ähnliche Gefühle während der wild durcheinander purzelnden Welpenstunden, sind fest drin im Hundehirn. Das ist ähnlich wie der selbstbelohnende Ersterfolg beim Jagen (manche Hunde lernen de facto das Jagen während der Welpenstunde).
Und noch eines finde ich: je mehr der Welpe aus der "normalen Mitte" fällt, sei er besonders klein, besonders gross, besonders schwach oder stark, besonders ängstlich oder besonders selbstbewusst, ernsthafter als andere oder verspielter etc., desto problematischer ist es, ihm in solchen Treffen gerecht zu werden.
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