Nach Zusammenstoß gelähmte Hinterbeine

  • Hallo,

    man kann gar nicht so dumm denken, wie schnell Schlimmes passieren kann. Am Sonntag hatte unser Sam einen heftigen Zusammenstoß mit einem gleich großen Rüden. Er ist mit vollem Speet hingerannt und aufgeprallt. Ein Schrei und dann konnte er sich nicht mehr bewegen. Wir sind sofort in die TK Leipzig gefahren. Eine Neurologin hat ihn am Abend noch untersucht und am Montag war die OP. Eine Bandscheibe ist zertrümmert und musste entfernt werden. Am Mittwoch konnten wir unseren Schatz wieder abholen. Nun liegt er hier, kann die Hinterbeine nicht benutzen und muss geführt werden. Eine Physiotherapeutin hat eine Magnetmatte hier gelassen und wird drei Mal die Woche kommen.
    Kann uns hier vielleicht jemand noch Tipps geben, was man noch so machen könnte?
    Es tut so unendlich weh, diese Hilflosigkeit zu sehen.
    Danke schön fürs lesen.
    Monika =)

  • Oh mein Gott, dass tut mir furchtbarleid zu lesen :( Fühl dich mal fest umarmt. Tipps geben kann ich dir leider gar nicht, hier wird aber an dich gedacht.
    Wird er denn jemals wieder normal gehen können?

  • Ich denke, hier wäre jeder Tip in der Form "wir haben unseren Hund so und so bewegt/behandelt/trainiert" wirklich fahrlässig. Bei der Schwere der Verletzung dürfte wohl nur die Tierklinik und die Physiotherapeutin dazu was sagen können, einen Therapieplan aufstellen und euch Übungen zeigen, die ihr selber machen könnt (Massagen, TTouch, Feldenkrais, passives Bewegen, Laufübungen usw. usw.)

    Kann er Kot und Urin absetzen - kontrolliert, unkontrolliert - oder muss er entleert werden?
    Hat er noch/schon wieder Gefühl in den Hinterbeinen und/oder Reflexe?

    Drücke euch und Sam die Daumen!

  • Hallo,
    man hat halt die Hoffnung, dass noch jemand nen kleinen Tipp hat. Wir rufen uns auch immer in Erinnerung, dass das alles erst 6 Tage her ist. Weil er seine Pfleger angemozt hat :sad2:, haben wir ihn schon am Mittwoch wieder bekommen, geplant war heute. Kot absetzen geht gut, Urin geht meistens auf die Decke. Die Wickelunterlagen helfen da weiter, trotzdem läuft die Waschmaschine öfters. Aber wir kämpfen.
    Monika

  • Ich möchte dir Hoffnung machen!
    Wir haben bei uns in der Laufgruppe einen Schäferhund, der eine ganz schlimme Rückengeschichte erstaunlich "weggesteckt" hat und wieder laufen kann! Und das schien nicht absehbar so, dieser gute Verlauf.

    Ich würde auch alles mit der Physio absprechen, auch die Hilfen im Alltag.
    Das Frauchen von dem Schäfer hat ihn zB phasenweise mit einem Handtuch unter dem Bauch beim Laufen gestützt.

    Wie ist er denn mental drauf?
    Ich glaube, das Wichtigste ist, dass der Hund selbst sich nicht aufgibt.


    Und mein Mitgefühl für den Schock, dieses Plötzliche =)

  • Ich möchte dir auch Hoffnung machen.
    Unsere Jenny ist vom Sofa gesprungen und hatte dann eine Einblutung in die Wirbelsäule. Operieren ging damals gar nicht. Sie war auch an den Hinterbeinen (Hinterpfoten?) gelähmt.
    Wir haben es dann mit TA und Physio, Physio und abermahls Physio gut wieder hingekriegt. Ist jetzt war eine andere Geschichte wie bei euch aber mit einem guten TA, einem guten Physiotherapeuten und viel, viel Geduld kann man soooo viel erreichen.
    Ich drücke euch ganz fest die Daumen und wünsche gute Besserung. Halte uns bitte auf dem Laufenden.
    Liebe Grüße
    Mira-Bella

  • Ich hab mal was von einer Therapie gehört wo der Hund im Wasser auf einem Laufband läuft. Das entlastet. Ich weiß aber nicht ob das in so einem Fall möglich ist bzw etwas bringt, da kenne ich mich leider nicht aus. Aber ich denke die Info schadet nicht :)
    Viel Erfolg!

  • Hallo an alle,

    vielen Dank für die guten Wünsche. Wir hoffen natürlich auch, dass alles wieder einigermaßen in Gang kommt. Am Montag kommt die Physiot. das erste Mal "richtig". Heute hat das pinkeln im Garten geklappt :smile: . da haben wir uns sehr gefreut. Ich halte euch auf dem Laufenden.

    LG Monika

  • Ohje.... ich weiß genau wie du dich fühlst bzw. was in etwa bei Euch los ist.
    Unser weißer Schäferhund sprang Neujahr 2012 aus dem Auto und war urplötzlich gelähmt. Kot und Urin absetzen erst nicht möglich, dann völlig unkontrolliert. Da heflen inkontinenzeinlagen für den Menschen! Wir haben unserem großen mit einem Laken eine Windel gebunden. Diese Einlagen bleiben oberflächlich relativ trocken, da hat man wenigstens Nachts etwas mehr Ruhe.

    Johnny wurde damals nicht operiert. Er ist 13 Jahre alt, die Risiken einer op wären nicht abzuschätzen gewesen. Allerdings sei hier angemerkt das er keine schmerzen zeigte und mehrmals aufstehen wollte. Der Befehl schien nur nicht bei seinen Beinen anzukommen.

    Dank Pysiotherapie, Akupunktur, Kräuter und allem was uns sinvoll vor kam, läuft er heute wieder. Immer ein bisschen wackelig, aber er kanns wieder :)
    Nach den ersten Behandlungen bei der Physio hat er erstmal die komplette Praxis voll gepinkelt. Es ist eigtl. absurd wie sehr man sich über sowas freuen kann. Dann die ersten Bewegungen der Hinterbeine als er träumte :gott:

    Man braucht viel Geduld und vor allem viel Kraft. Körperliche und seelische. Es ist nämlich nicht zu unterschätzen wenn man plötzlich einem 30 kg Hund ein paar Monate (oder länger) "den Bobbes hinterher trägt".

    Aus welcher Gegend bist du denn? Dann würde ich dir gerne die Adresse der Physio geben bei der wir waren. Es ist vlt. nie verkehrt jemanden an der Hand zu haben der so eine Krankengeschichte schon einmal begleitet hat.

    Ich habe jetzt ganz bewusst keine Behandlungstipps gegeben. Dafür ist die Ursache bei unserem vlt. zu unterschiedlich.

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