Welpe dauernd krank

  • Hach, das kommt mir bekannt vor. Als Jules damals zu uns kam, war sie acht Monate alt. Kurz darauf ging es los. Ohren gerötet, Augen tränten und Ausschlag und entzündete Stellen am Bauch. Der Hund hatte keine Parasiten und auch sonst nichts Verdächtiges, die hatte einfach ein schlechtes Immunsystem und reagiert evtl. allergisch auf bestimmte Sachen. Nach der ersten Läufigkeit kam dann noch die Demodikose hinzu. Heute ist Jules zwei Jahre und von all dem ist nichts über geblieben.

    Die Hautentzündungen entstanden durch kleine Verletzungen. Es reichte schon, wenn sie an einem Dornenstrauch hängen geblieben ist. Den ersten großen Schwung haben wir mit Antibiotika und Surolan behandelt. Später haben wir das ganze nur beobachtet und so lange es nur kleine Flächen waren erstmal nichts gemacht. Alles ist von alleine abgeheilt. Heute hat sie so gut wie gar keine Entzündungen mehr. Das letzte war ein Kratzer auf der Schnauze von einer Katze und der ist problemfrei abgeheilt.

    An den Ohren haben wir gar nichts gemacht, da es nur das äußere Ohr betraf. Hier haben wir lediglich geschaut, dass wir bestimmte Sachen beim Füttern vermeiden. Auch das ist derzeit völlig unauffällig.

    Die Augen wurden immer beobachtet. Solange sie sich nicht juckt und nichts eitrig ist, sollten wir nichts machen. Einmal hat sie Tropfen bekommen (cortisonsfrei). Seit sie ca. zwei ist, ist das alles weg. Solche Augensachen verwachsen sich meist in den ersten zwei Jahren.

    Tja, und dann waren da noch die Demodexmilben. Die hat ja ansich jeder Hund nur ihr Immunsystem war nicht stark genug, so dass die Dinger sich zu stark vermehrt haben. Auslöser war wohl die erste Läufigkeit und der Stress an Silvester. Das ganze zog wochenlange Behandlungen nach sich und die Medikamente dafür sind nicht gerade billig. Wir haben es aber gut in den Griff bekommen. Auch das ist eine Sache, die oft bei jungen Hunden auftritt. In den letzten beiden Läufigkeiten habe ich sie mit Argusaugen überwacht, ob die Viecher wieder durchbrechen, aber nein, alles gut.

    Du siehst, es geht nicht nur dir so und das meiste sind "normale" Junghundkrankheiten. Was ich dir empfehlen kann...Immunsystem stärken, das ist das A und O und so wenig Cortison wie möglich. Das schwächt nämlich das Immunsystem. Cortison gabs bei uns eigentlich gar nicht. Ich glaube Surolan enthält welches, aber das war definitiv das Einzige was sie dann bekommen hat.

    Bezüglich des Futters, ich würde ehrlich gesagt zunächst auf ein gut verträgliches Fefu umstellen. Rind z.B. ist ganz oft Allergieauslöser und solange ihr nicht sicher seid, kann man bei einem so jungen Hund sehr viel falsch machen.

  • Unsere Maus hat sich auch immer viel gekratzt und wir haben immer wieder geschaut, ob da was ist, aber es war einfach nur Nervosität, das wurde, nachdem sie richtig angekommen war von ganz allein viel weniger. Sie macht es auch jetzt mit einem Jahr immer noch, wenn sie gestreßt ist, oder mit irgendwas grad nicht umgehen kann.
    Wir haben es bei unserm Welpen dann so gemacht, wenn sie wieder so einen Kratzanfall hatte (was übrigens immer hinter dem Ohr war), haben wir uns hingehockt, die Hand auf den Welpen gelegt und nix gemacht, das hat immer sehr gut geholfen.
    Ich glaube Fillis hat da ziemlich Recht, versucht euch den Streß zu nehmen. Ihr kriegt den Hund schon vernünftig groß und dann wird es auch mit dem Welpen viel besser.

  • Danke! da braucht man ja ein Mathematikstudium dafür ... na ich hoff wir haben nix falsch gemacht, wir barfen halt recht einfach gestrickt, 70 % Fleisch, 30 % gemüse/obst Mischung, dazu halt noch die Zusätze Kalzium, Jod, Hefe und Kräuter. Für ihr Alter 6 bis 8 % vom Körpergewicht gesamt am Tag.

  • Zitat

    Danke! da braucht man ja ein Mathematikstudium dafür ... na ich hoff wir haben nix falsch gemacht, wir barfen halt recht einfach gestrickt, 70 % Fleisch, 30 % gemüse/obst Mischung, dazu halt noch die Zusätze Kalzium, Jod, Hefe und Kräuter. Für ihr Alter 6 bis 8 % vom Körpergewicht gesamt am Tag.

    Genau das sehe ich als Problem, aber gut, das ist ein anderes Thema. ;)

  • Ich habe keine Ahnung von Barfen, werde Dir also in dieser Hinsicht auch keine Tipps geben (wollen).

    Was mir halt nur auffällt:
    Es besteht doch der Verdacht, daß der Hund eine Allergie haben könnte.
    Falls das Futter die Hauptursache sein sollte, wie wäre es denn, wenn man dann, wenn man schon barft, eine Ausschlußdiät macht?
    Falls das überhaupt bei Welpen und Junghunden geht?
    Also anfangs nur eine Sorte Fleisch, meist eignen sich Pferdefleisch für so etwas, und eine Sorte Kohlenhydrahte, sagen wir mal Kartoffeln.

    Wenn das gut vertragen wird und auch kein Juckreiz (mehr) vorhanden ist kann man anfangen, so nach und nach "die üblichen Verdächtigen" beizutun, also die Zusätze, eine andere Sorte Fleisch, statt Kartoffeln mal Nudeln, und so weiter.
    So sollte man doch herausbekommen können, worauf der Hund reagiert - natürlich, falls dieser gegen irgendetwas im Futter allergisch ist.


    Alles Gute für den Hund!

    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Hallo.
    Kratzt sie sich am Schwanz oder eher an der Sdhwanzwurzel? Schwanzwurzelkratzen deutet oft auf eine volle Analdrüse hin und wenn dann noch die Ohren jucken, kann durchaus eine Futtermittelallergie vorliegen.
    Frag doch deine Züchterin um Rat. Wir füttern unserer Allergiehündin Wolfsblut Pferd mit Süßkartoffel. Laß erstmal das Getreide und Huhn weg. Dabei auch keine Leckerchen mit Getreideanteil.
    Ich wünsche euch alles Gute und das ihr die Ursache schnell findet.

  • So würde ich es auch machen, aber nicht ohne kompetenten Tierarzt, denn Welpen barfen ist nochmal ein Ding für sich. Ich habe mich das nicht getraut obwohl ich überzeugter Barfer bin. Da war es mir doch lieber, das ich eventuelle Spätschäden der Futtermittelindustrie in die Schuhe schieben kann.

  • Hallo,

    diese von Dir genannten Probleme haben ja sehr viele Welpen.
    Man kann davon ausgehen, dass dies ein Versuch des Körpers ist, die giftigen Zusatzstoffe der Impfungen und Wurmkuren, auszuscheiden.

    Das zugesetzte Quecksilber und Aluminium in Impfstoffen (beides hochgiftige Schwermetalle) haben in einem Körper eigentlich nichts zu suchen. Schwermetalle kann der Körper kaum ausscheiden. Damit kommt das Immunsystem oft an seine Grenzen.
    Die Nervengifte in Wurm- und Flohmitteln sind zusätzliche Belastungen.

    Wenn man bedenkt, wie oft ein zarter Welpenkörper geimpft und entwurmt wird (schon bei der Züchterin), dann muss man sich eigentlich nicht mehr wundern.
    Ich würde zu einer Tierheilpraktikerin gehen und die Kleine entgiften lassen. Dann kann sich das Immunsystem wieder beruhigen.


    http://www.elabi.de/lieben.html

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