Erziehung ohne Leckerlies
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Also ich arbeite draußen fast ausschließlich mit Leckerlies. Unserer wird im Sommer 13, hört nix und sieht nicht mehr gut, so dass ich ihn fast nur "sensorisch" (= berühren / krabbeln + Hammi-hammi) belohnen und locken kann. Wir haben ihn erst vor etwas mehr als einem Jahr aus dem Tierheim geholt und keiner weiß, was vorher erzogen oder gelehrt wurde. Wir vermuten so ein bisschen Streuner - Futter ist für ihn das Größte, Schmusen eigentlich nur daheim und Spielen - was ist das? Die Leckerli werden von seiner Futter-Tagesration abgezogen, fertig. Ich sehe das auch nicht nur als Belohnung - er muss sich einen Teil seines Essens halt erarbeiten, auch beim Agility (seinem Alter natürlich angepasst
)Am Anfang hat er beim Draußensein einfach nur sein Ding gemacht und ich hinterher oder so
. Seit ich immer das Leckerliebeutelchen mit nehme und (noch) fast immer belohne, wenn er schaut, läuft er viel besser bei mir und schaut sich häufiger um, wenn er mal vorne raus stürmt - könnte ja was geben
. Außerdem setzt er sich inzwischen i. d. R. von selber hin, wenn ich stehen bleibe. Bald kann ich ihn vielleicht trotz er nichts hört an der Schleppleine im geeigneten Gelände etwas mehr Freiheit gönnen und inzwischen belohne ich manchmal nur durch am-Kopf-kraulen + ganz viel Loben, wenn er super bei Fuß gelaufen ist. Mittlerweile kapiert er sogar langsam: Halsband = bei-Fuß, Geschirr = darf "frei" laufen. Das wird auch immer explizit mit Sitz + erst dann Leinen-Umhaken praktiziert, so dass er auch deutlich den Unterschied mitbekommt.Das und noch viele Sachen macht er inzwischen dank Leckerli als Belohnung. Kämmen und Fell schneiden geht aber eher über "Bestechung" machmal auch durch Belohnung - was mir aber immer noch lieber ist, als ihn in Sedierung frisieren zu müssen. Er ist halt noch immer traumatisiert, trotz aller Liebe und Geduld misstraut er noch immer Scheren und Rasierer, aber zumindest knurrt und schnappt er fast nicht mehr (außer er ist mal nicht gut drauf oder nicht ausgelastet genug).
In seinem Alter, finde ich, hat er das Recht nicht einfach so ohne irgendwas alles zu machen, nur weil ich es so will. Meist geht es aber glücklicherweise überwiegend durch Belohnung. Insofern ist es wie allgemein - man muss sich immer der Situation anpassen. Ohne Häppchen hätte ich ihn noch lange nicht soweit, wie er jetzt ist - ich weiß ja auch nicht, wie lange ich ihn noch habe, den Süßen. Mir macht es Freude und er hat mehr Lebensqualität - ist doch super

Bei Welpen ist es sicher einfacher, von vorneherein ein Lehren ohne Leckerli zu praktizieren und ich bewundere die Leute, die auch die Geduld dafür haben. Beide "Erziehungssysteme" haben ihren Platz, sogar in einer Erziehung

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Hi,
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Zitat
Man kann dem Hund auch ohne Kekse seine Anerkennung ausdrücken, eine Rückmeldung, egal welcher Art, gibt es hier eh immer.
Man kann ganz viel

Wenn sich z.B. Pan aber von sich aus mir zuwendet und zu mir kommt, anstatt jagen zu gehen, dann bekommt der die Party des Jahres! Und das geht bei ihm nicht über anfassen, lächeln oder Kekse. Sondern über Beute.. -
Leckerli hat erst mal nichts mit Bindung zu tun. Die entsteht durch intensive Beschäftigung miteinander. Wenn ich mit den Hund trainiere, mit den Hund tobe, schmuse. Das der Hund sich sicher bei mir fühlt dann baut sich die Bindung auf. Sicherlich kann man Hunde erziehen ohne Leckerli, sondern mit Spiel als Belohnung oder knudeln. Wichtig ist das der Hund seine positive Betätigung bekommt. Die Polizei, Bundesgrenzschutz und andere Einrichtungen würden sich hüten den Hund Leckerli zu geben. Da bekommt der Hund seine positive Betätigung durch Spielen und knudeln. Odin bekommt auch nur noch Leckerli bei besondere Situationen. Z.B. Wenn er kommen soll. Das schadet in nicht. Einen Hund jedes mal ein Leckerli zu geben, bei Dinge die er schon kann. wie z.b. Sitz, Platz,bleib u.s.w. halte ich für unnötig und auch nicht sinnvoll.
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Irrtum: Auch Polizeihunde bekommen Leckerli's. Die arbeiten sogar mit Clickertraining

Meine Hunde bekommen, wenn ich ihnen was Neues lerne immer Leckerli's. Ist nun mal sehr motivierend. Beim Agi gibt's die Superleckerli's. Allerdings bin ich kein Kaugummiautomat. Wenn der Hund etwas schon kann, wird viel über streicheln, knuddeln und sofern möglich mit Spiel gearbeitet. Was ich IMMER mache: Mit Stimme loben. Zusätzlich zum Leckerli und dann auch ohne Leckerli. Der Hund verknüpft es somit eh sehr positiv. Im Parcour im Agi darf man beim Turnier eh nix geben oder mit Spieli belohnen. Ich mach dann halt verbal Party

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Zitat
Irrtum: Auch Polizeihunde bekommen Leckerli's. Die arbeiten sogar mit Clickertraining ;)
Meine Hunde bekommen, wenn ich ihnen was Neues lerne immer Leckerli's. Ist nun mal sehr motivierend. Beim Agi gibt's die Superleckerli's. Allerdings bin ich kein Kaugummiautomat. Wenn der Hund etwas schon kann, wird viel über streicheln, knuddeln und sofern möglich mit Spiel gearbeitet. Was ich IMMER mache: Mit Stimme loben. Zusätzlich zum Leckerli und dann auch ohne Leckerli. Der Hund verknüpft es somit eh sehr positiv. Im Parcour im Agi darf man beim Turnier eh nix geben oder mit Spieli belohnen. Ich mach dann halt verbal Party

So ist es. Ebenso wie Rettungshunde, Sprengstoffspürhunde usw. auch mit Leckerlies oder Beute bespaßt werden.
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wir haben unseren als baby zuerst auch versucht mit leckerlis zu erziehen...
im haus ok,ging so,draussen ... keine chance,er hat über 2 jahre draussen absolut nichts genommen... auch beim tierarzt war nichts zu machen
aber
sam hat so gut wie alles auch super schnell ohne leckerli gelernt.
größte belohn ung als welpe u. junghund war ,wenn sam "sockenpuhlen" durfte.
dafür habe ich in einen socken was feines reingetan und dann den 2. drüber,so das er eine zeit damit beschäftigt war.inzwischen nimmt er auch draussen was an,aber wir nutzen dies selten.eher bekommt er was wenn wir am auto zurück sind,eben als belohnung für den erfolgreichen übungsspaziergang oder nach der übungsstunde in der hundeschule(während dieser gibt es nichts)
als belohnung für was gut getmachtes,reicht sam ein verbales lob und ein streichler völlig.
toll für ihn ist wenn man sich als sein mensch mit ihm freut das was so gut geklappt hat.das ist auch etwas was mir im ganzen sehr wichtig ist im zusammenleben mit hund... gemeinsamkeit , miteinander
und nicht hund tut für mensch.
selbst ansatz von jagdtrieb haben wir im miteindander gemeinsam "gemeistert" ,nicht mit antijagdtraining.
viele dinge sind so in den alltag einfach integriert worden.. oft als spiel und gemeinsam mit sam... so braucht es kaum leckerlis.
auch uns wurde geraten alles über leckerli zu machen... aber wenn hund das nicht mitmacht... blieb uns ja keine wahl als kreativ zu werden und alternativen zu suchen.
wir sind froh eine hundeschule gefunden zu haben die das ebenfalls so sieht und nicht für jeden pubs nen keks in den hund stopft.
während der übungsstunde ist der freilauf im gelände belohnung genug ,die übungen dazwischen ,mal abwechslung und auch mal "bäh"
aber für ein menschenkind ist schule auch nicht immer toll und dafür gibt es ja auch kein naschi als trost,da würde nman(zumindest wir) auch einen weg suchen dem kind den alltag erträglich zu machen,evtl einen nachmittäglichen ausgleich anbieten wie gemeinsames spiel,sport o.ä.was die bindung zu einem hund angeht,habe ich ebenfalls eine eignene meinung...
mir selbst reicht der anspruch an eine reine bindung nicht aus....
ich habe eine ganz enge beziehung(bitte ohne hintergedanken) zu meinem hund.das ist was gänzlich anderes als bindung.
wir leben miteinander,der hund ist in meinen alltag integriert,nimmt aktiv an diesem teil.
gemiensam hühner füttern,meerschweinchen misten,wäsche aufhängen,gartenarbeit ect... da braucht es keine extra leckerlis,das miteinander ist für den hund belohnung genug.
ergebnis
ich habe einen hund
der ohne keks ,freiwillig zur tierärztin geht,sich ohne keks ruhig untersuchen läßtder sich ohne keks auf einem spazierweg ablegen läßt ,keine jogger o. radfahrer jagd
sich überall gut abrufen läßt
der überall dort hin/rauf/rein/durch geht,wo auch ich gehe
sich sogar aus frischen wildspuren abrufen läßt
der ohne auch nur einen mucks zu machen ,gemeinsam mit mir rehe beobachtet.diese werden auch ohne laut vorher angezeigt... nur dummerweise wildschweine nicht,die mag sam nicht,dann bemerkt man die wohl auch lieber nicht :-)
und
wir haben nach aussage einiger hundeschulen und fachärzten ,einen sehr speziellen hund,den man im verhalten und ausdruck nicht pauschlisieren kann.
gerade deshalb bin ich sehr glücklich und stolz auf meinen sam,das wir trotz aller schwierigkeiten und steinigen 4 jahren
fast ohne leckerlis so weit gekommen sind.lg kirsten
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Zitat
Irrtum: Auch Polizeihunde bekommen Leckerli's. Die arbeiten sogar mit Clickertraining

Meine Hunde bekommen, wenn ich ihnen was Neues lerne immer Leckerli's. Ist nun mal sehr motivierend. Beim Agi gibt's die Superleckerli's. Allerdings bin ich kein Kaugummiautomat. Wenn der Hund etwas schon kann, wird viel über streicheln, knuddeln und sofern möglich mit Spiel gearbeitet. Was ich IMMER mache: Mit Stimme loben. Zusätzlich zum Leckerli und dann auch ohne Leckerli. Der Hund verknüpft es somit eh sehr positiv. Im Parcour im Agi darf man beim Turnier eh nix geben oder mit Spieli belohnen. Ich mach dann halt verbal Party

OK wenn Odin was neues lernt bekommt er auch Leckerli. Das bezog sich ja nur drauf für Sachen die der Hund schon kann. Mit Odin mache ich mehr Intelligenz spiele. Ein besonders Spiel nenne ich rechts/links Das liebt er. Da nehme ich in jeder Hand ein Leckerli. So das er das sieht. Dann sage ich entweder links oder rechts und wer er an die richtige Faust mit der Schnauze tibt bekommt er die Belohnung. Mittlerweile ist er so gut drauf das ich die Hände auf den Rücken habe und er die richtige Faust trifft.
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Auch wenn die Hunde in den Staffeln es schon können, bekommen die im Training IMMER Leckerlie oder Beute. Im Ernstfall dann eben nicht, wobei zB. in RHS die Hunde durch den Hundeführer bestätigt werden. Das Risiko das die Hunde dann doch mal die Lust an der Arbeit verlieren ist einfach zu hoch. Deshalb wird in jedem Training bestätigt.
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Für meine ist der Ball die tollste Belohnung schlecht hin, leckerlies findet sie draußen nicht so spannend, die gibt es zwar auch aber nur selten für kleinere Sache und auch nur ab und zu, der Ball ist das Ultimatum wenn sie etwas ganz toll gemacht hat, das weiß sie auch. Für den Ball muss sie arbeiten, das weiß sie auch.
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*hand heb*
Ich habe meine Althündin komplett ohne Leckerchen erzogen. Leckerchen gaben ihr absolut keinen Anreiz. Belohnt wurde über Spielen und Stimme.
Mein Jungspund wird mit Leckerchen (Futter) und Spielen erzogen. Das Problem,dass die Lütte nur hört wenn ich Lecker in der Tasche habe,hatte und habe ich bisher gar nicht. Ich kann völlig Leckerfrei spazieren gehen und sie hört trotzdem.
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