Erziehung ohne Leckerlies
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Nur damit wir uns nicht falsch verstehen. Meine Hunde bekommen nicht für jedes Kommando Kekse. Im Gegenteil. Ich finde es im Aufbau nur extrem einfach

Bei unseren hab ich die Belohnung auch nur am Anfang intensiv benutzt.
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Hunde lernen am schnellsten und effektivsten mit positiver Verstärkung.
Du musst also herausfinden, was dein Hund am meisten wertschätzt und ihn dann damit belohnen sobald erwünschtes Verhalten gezeigt wird. Für die meisten Hunde ist Futter die wichtigste Resource, also macht es auch am meisten Sinn sie mit Futter zu belohnen.
Du kannst deinen Hund so trainieren, dass er lernt das es sich für ihn einfach am meisten lohnt wenn er dir Beachtung schenkt und tust wonach du ihn fragst. Genau das - das der Hund sich entscheidet das zu tun was du von ihm verlangst ist meines Erachtens das Ziel von Hundetraining.Ich kenne nur wenige Hunde für die Futter nicht Resource Nr.1 ist.
Es hat auch nichts mit besonderer Hundeerfahrung zu tun, wenn man seinen Hund ohne Futter kontrollieren kann.
Eigentlich ist es mehr so, dass wenn gewünschtes Verhalten immer positiv verstärkt wird es auch häufiger gezeigt wird. Unabhängig ob du jetzt Kekse in der Tasche hast oder nicht. Der Hund lernt einfach das einige Verhaltensketten gute Folgen haben. Dadurch "funktioniert" er dann auch zuverlässiger.genau das !
Ich denke jeder muss seinen eigenen Weg finden, und das ist der mit dem man selber und vor allem der Hund klar kommt.
ich verstehe nicht, warum viee HH immer meinen, ihr Weg sei der einzig wahre und richtige....

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Danke für Eure Rückmeldungen. Ja vielleicht bin ich als Anfängerin zu idealistisch, das ist mir vollkommen klar, aber einen Versuch scheint es mir wert. Die Entscheidung dazu ist in mir gereift, weil ich echt nur noch Hundehalter sehe, die mit Futterbeutel und Leckerlie parat spazierengehen, weil das Hundi ja sonst garnicht hört. Oder auch im näheren Umfeld, in dem Hunde zwar hören, wenn man ohne Leckerlies etwas verlangt, aber ihnen den Widerwillen regelrecht ansieht
. Klar, muss das bei Euch nicht so sein, aber es ist doch ein häufiges Bild.Devilspegasus und Yorkiefan: Gerne hätte ich von Euch mehr Tipps. Habt ihr schon beim Welpen so angefangen und wenn ja wie? Belohnt ihr anders oder garnicht?
LG Annika
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Da hast du wahrscheinlich recht, aber nachdem sie ja erst 4 Monate bei uns ist und aus Spanien kommt und vorher gar nichts kannte, hab ich ja noch Hoffnung, dass ich die Kontrolle wieder zurück bekomme. Aber weißt was, ich lasse mich gerne bestechen, denn ich sehe einen Fortschritt und sie liebt es zu trainieren

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Ich belohne nicht nur mit Leckerlis auch wenn mein Hund überverfressen ist. Ich find's auch schöner ein paar Alternativen zur Abwechslung parat zu haben. Da wird um die Wette gerannt, gezergelt, "nur" mit Stimme gelobt, Hintern gekrault, Beutespiele, mit der PET-Flasche schönen Lärm gemacht
usw. (:
Hauptsache man findet etwas, was dem Hund superwichtig ist und Spaß macht. -
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Im Übrigen habe ich den Hund noch nicht, Welpi zieht erst Mitte April bei uns ein. Das ganze soll also wirklich von Anfang an praktiziert werden.
Ihr schreibt alle "Leckerlies abbauen", das stelle ich mir noch schwieriger vor, als gleich ganz ohne oder?! Wie soll der Hund verstehen, dass es die Belohung plötzlich nicht mehr gibt???
Leckerlies und ähnliches möchte ich ja nicht ganz "verbieten", aber eben nicht zur Erziehung einsetzen sondern eher für Suchspiele oder zur Kaubeschäftigung.
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*meld*
meiner ist ohne Leckerchen erzogen. Klarer Vorteil, er hört auch , ohne dafür was zu Futtern zu verlagen, was man ja nicht immer dabei hat, sonder fordert stattdessen Lob und Streicheleinheiten ein, denn Stimme und Hände hat man immer dabei.
Gelobt und belohnt wird mit Stimme und Streicheleinheiten.
Natürlich ist das deine Entscheidung, und klar geht das, warum auch nicht? Aber den genannten Vorteil habe ich auch mit Leckerlibelohnung - da ich nicht locke, sondern belohne, hören meine Hunde auch ohne dass ich Leckerli mithabe. Ich bestätige eh variabel....Streicheleinheiten sind für meine Hunde wie für die meisten Hunde bei der Arbeit keine Belohnung. Sie lernen sie zu ertragen, bestenfalls lernen sie sogar, dass der Mensch damit seine Anerkennung ausdrücken will, aber toll finden sie es nicht. Wenn ich nix dabeihabe bestätige ich verbal und über Mimik, nutze Premack-Verstärker und als Jackpot gibt es Spiel mit mir.
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Ich finde nicht, dass Leckerliegabe "in" ist.. ich werde sogar immer doof angeschwatzt, dass mein einer Hund ja immer vollgestopft wird mit Leckerlies. Aber ganz ehrlich? Das ist mir so was von egal!
Ich habe zwei verschiedene Hunde. Den einen (Arbeitstier, Goldi) belohne ich mit einer Aufgabe oder einfach Lob - manchmal auch mit Leckerli, was für ihn aber nicht mal eine tolle Belohnung darstellt und den anderen (Wolfhund) belohne ich fast immer mit Futter. Warum? Weil es für ihn einfach die höchste Motivation ist. Sein Charakter ist einfach so, dass er jedes Kommando hinterfragt und ich liebe ihn dafür, dass er eben nicht diesen blinden Gehorsam hat. Will auch keinen Hund mit will-to-please mehr. Unsere Bindung ist absolut fest. Viel, viel enger als die zu meinem Goldi. Ich muss ihn bei Spaziergängen auch nicht rufen, da er sowieso immer bei mir ist.Wäre ich ein besserer Hundehalter, wenn ich nur den Goldi hätte und damit ohne Probleme ohne Leckerlie belohnen könnte?
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Das Apportieren habe ich bei meinem Langhaar Weimaraner Mix mit Futterbelohnung positiv verstärkt, da ich die Verhaltenskette nicht mittels Shaping aufgebaut habe und mein Jungspund es zwar blitzschnell verstanden hat, jedoch nicht gerne tat.
Er führt das Kommando makellos aus, empfindet es jedoch immer noch nicht als geile Beschäftigung, macht allerdings zuverlässig mit, obgleich ich seit dem erfolgreichen Aufbau kein Futter mehr verwende. Andere Beutespiele hingegen findet er großartig.
Als ich noch Futter einsetzte, war die Begeisterung nicht größer. Nutze es auch lediglich als Ersatzbeschäftigung, wenn es einmal angebracht ist, und brauchte die Verhaltenskette, da er mir beim Aufräumen helfen soll.

Es ist zweifelsohne richtig, dass Futterbelohnung für den Aufbau neuer Kommandos und für Tricks in vielen (eventuell gar den meisten) Fällen die ideale Wahl darstellt. Ich finde es vollkommen OK, auch wenn ich anders herangehe!
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Ihr schreibt alle "Leckerlies abbauen", das stelle ich mir noch schwieriger vor, als gleich ganz ohne oder?! Wie soll der Hund verstehen, dass es die Belohung plötzlich nicht mehr gibt???
Man gibt einfach nur noch jedes zweite mal ein Leckerlie, dann eben nur noch jedes dritte, jedes vierte, jedes fünfte mal etc.
So schleicht man sie heraus. Der Hund hat aber fest verankert, dass es etwas positives ist, das Kommando auszuführen. - Vor einem Moment
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