Erziehung ohne Leckerlies
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bordernäschen
Schön geschrieben. Im Endeffekt hängt es nur davon ab, was zum Menschen und zum Hund paßt. D.h. wenn ich als Mensch mich damit nicht gut fühle, dann hat es keinen Wert. Dann ist es rasseabhängig, bei manchen Hunden ist es sinnvoller als bei anderen. Ich habe auch einen Hund in der Gruppe (Tibet Terrier) der interessiert sich schlichtweg nicht für Leckerchen, wäre ja traurig, wenn einem da nix anderes einfallen würde.Es ist doch egal ob Leckerchen oder nicht (wobei ich nichts davon halte, wenn man mit Leckerchen jeder Art und Fleischwurst, Käse und Konsorten rumrennt), dass Ziel muss sein, dass der Hund positiv bestätigt wird. Hier nimmt man einfach das, was für den Hund positiv ist, dass kann vom Leckerchen, über das Spielzeug, über die Ansprache, bis hin zu einem Blickkontakt oder ein Streicheln sein.
Grenzen und Beschränkungen sind nur im menschlichen Kopf.
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Zitat
Bordernäschen, du schreibst du warst sehr unssicher wenn der Leckerliebeutel leer war und später empfiehlst du Sicherheit auszustrahlen, damit der Hund nach "deiner" Methode funktioniert.... ich lass das mal so stehen.

Ich kann Bordernäschen da durchaus verstehen. Denn mir ging es nicht anders. Ich agiere mit Keksen in der Tasche gerade in etwas brisanteren Situationen komplett anders als ohne. Ich bin deutlich zögerlicher, denke mehr nach und mache mich - wenn ich ehrlich bin - zum völligen Kasper. Ohne Kekse handle ich einfach. Das heißt nun nicht, dass ich die coolere Socke bin, weil ich es ohne Kekse mache. Es heißt lediglich, dass ich mit dieser Form der Belohnung nicht klar komme (was nunmal eher ein Defizit als ein Pluspunkt ist) und für den Hund in meinen Augen auch schwerer zu verstehen bin, weil ich nicht authentisch bin.
Viele Grüße
Frank -
Aber da können ja die Kekse nichts dafür, das mein ich halt.
Fleischwurst und Co. gibt's bei uns allerdings auch nicht, nur normales TroFu. Die guten Sachen gibts im Training.

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Mich nervt dieses Wort "Keksbeziehung" grade total. Ehrlich.
Ich glaube schlichtweg nicht daran, dass die "Bindung" zu meinem Hund besser wäre, wenn ich sie ohne Futterbelohnung erziehen würde. Der Hund bekommt im Endeffekt immer etwas von dir. Ob das jetzt Lob, Spielzeug oder Leckerchen/Futter ist, ist doch völlig egal!
Jeder Hund sollte so erzogen werden, wie es Hund und Halter am Besten liegt. Ich kenn' auch genug Hunde, bei denen würdest du mit Erziehung nur über verbale Belohnung kein Stück weiter kommen.
Und ganz ehrlich? Wozu soll ich es mir dann schwer machen und unendlich viel Frust aufbauen?
Dieser ätzende Satz "Mein Hund soll mich aber um meiner selbst willen lieben und toll finden und zurück kommen, weil er mich so sehr vermisst!" geht mir tierisch auf den Zeiger.
Der Hund ist ein Tier, kein Mensch. Es mag sicherlich Hunde geben, die ihr Herrchen anhimmeln und als Resource super genial finden. Für die mag es dann auch ein Ansporn sein, ohne andere Bestätigung jedes Kommando auszuführen, klar.
Ich finde es nur wirklich ermüdent, wie zwei Seiten ständig der anderen hier den Erfolg absprechen wollen, nur weil sie mit der jeweiligen Methode den größeren Erfolg erzielt haben.
Ich zumindest denke, dass es genau gar keinen Unterschied macht.
Mein Hund ist 50/50 erzogen. Sie hört durchaus auch ohne Futter (Futter, keine Leckerlies, die gibt es bei uns nur für den Superpfiff) und ganz ehrlich? Warum soll mein Tier arbeiten, ohne dafür eine entsprechende Belohnung zu bekommen. Aufmerksamkeit von mir ist ihr da einfach nicht so wichtig, wenn wir unterwegs sind.
Unsere "Bindung" muss also ganz grauenvoll sein, weil ich keinen Streichelhund habe! -
Zitat
Danke dir Bordernäschen. Und nein das funktioniert nicht nur beim Border Collie.
Länger mag manches wirklich dauern, das stimmt sicher. Aber es lohnt sich.Jetzt folgen mit Sicherheit die nächsten zehn Seiten wo man dir erklärt, dass
du auf dem Holzweg bist und dass eine Keksbeziehung viel schöner, besser und
erfüllender für Mensch und Hund ist.Nö die beste Beziehung für Hund und Mensch ist die, in der sich beide am wohlsten fühlen
Drüber schwafeln was jeder für sich am besten findet dürfen wir doch trotzdem
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Hi,
die heutige Hundeerziehung ist geprägt von Dingen, die nicht hundegerecht sind. Die Hunde müssen viel lernen was früher eher Zirkusleistung war.
Für "Tricks" bekommen meine Hunde eine Belohnung.
Das wiederum ist nicht mit Bestechung gleichzusetzen, wobei ich das auch mache.
Die Bindung entsteht durch Gemeinsamkeit. Nicht durch Leckerchen.
Wenn man relativ wenig Ansprüche hat, wird man dem Hund viel ohne Belohnung beibringen können. Mit Sicherheit auch Gehorsam.
Wer "OHNE LECKECHEN" erziehen will, möchte derjenige auch "ohne Spiel" als Belohnung erziehen?
Ist das damit gemein?
Die Motivation, weshalb mein Hund was tut im Hundesport, muss ja nicht der Fresstrieb sein. Aber einfach ist es
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Noch als Zusatz, weil ich die "Keksbeziehung" so toll finde.
Ich kann meinem Hund ganz leicht angewöhnen auf "Griff in die Tasche" oder wie Corinna beschreibt beim Border: ich werde gleich in die Tasche greifen, dass heisst mein Hund beobachtet mich genau und meine Hunde reagieren bei mir oft auf "AUSATMEN"
...Dann wissen die: Frauchen hat zuende überlegt, es geht weiter
, also auf ein körpersprachliches Signal dieses und jenes zu tun. Den "Griff in die Tasche" bei der "Extrem-Kekserziehung" sieht man das ja häufig.
Wie bei allem im Leben ist ein Mittelmas gefordert.Wenn mein Hund mich nur begleitet wenn ich Kekse in der Tasche habe, dann ist das nicht wirklich gut.
Aber das liegt nich an den Keksen sondern an demjenigen, der sie gibt. Und dazu wird ja niemand gezwungen
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Zitat
Nö die beste Beziehung für Hund und Mensch ist die, in der sich beide am wohlsten fühlen
Drüber schwafeln was jeder für sich am besten findet dürfen wir doch trotzdem

Aber "Keksbeziehung" gehört echt in den Duden

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Zitat
Nö die beste Beziehung für Hund und Mensch ist die, in der sich beide am wohlsten fühlen
Drüber schwafeln was jeder für sich am besten findet dürfen wir doch trotzdem
Danke, Manu
Gaby und ihre schweren Jungs
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