"... dann melde ich das der Hausverwaltung!"

  • Die Geschichte das ein Hund pro Tag eine halbe Stunde bellen darf stimmt so nicht.
    Hierbei geht es um Nachbarschaftsrecht, wenn auf einem Grundstück oder im Nachbarhaus ein Hund kläfft.
    Im Mietshaus sieht die Sache völlig anders aus.

    Wenn die Nachbarn sich nachhaltig gestört fühlen und sich die Beschwerden womöglich häufen, kann die Erlaubis zur Hundehaltung entzogen werden. Alles was über ein kurzes Anschlagen hinaus geht kann da schon zu Problemen führen.
    Kein Vermieter/Verwalter wird akzeptieren das der Hausfrieden "nur wegen eines Hundes" gestört wird und Mieter womöglich die Miete kürzen. Da kann die Erkaubnis schnell weg sein.

    Lärmprotokolle ect. sind nicht verpflichtend und man findet sich u.U. schnell vor Gericht wieder oder es flattert eine Kündigung ins Haus wenn man sich trotz entzogener Erlaubnis nicht von seinem Hund trennt.

    Deshalb sollte man in einem Mehrfamilienhaus versuchen seinen Hund zur Ruhe zu erziehen. Falls das nicht klappt brauchts halt einen Hundesitter. Und bei Beschwerden nach möglichkeit versuchen mit den Nachbarn zu reden und um Verständnis zu bitten (und verstärktes Training ankündigen)

    Ist alles oftmals nicht so einfach.


    Ich kann aber auch die Nachbarn durchaus verstehen. Mir würde es auch auf den Keks gehen wenn da dauernd ein Hund kläfft.

  • Zum 100. Mal: JA, ich kanns auch verstehen und ja, auch ich würde mich gestört fühlen. Das "Recht" das als Störung zu betrachten, spreche ich nicht im Geringsten ab!

    Mein Problem ist eher, dass ich einfach keine Ahnung habe, wie ich das aus meinem Hund rauskriegen soll, denn:

    Zitat

    Hm das ist halt der Witz an rassetypischen Eigenschaften- sie sitzen in der Regel fest ;)

    Das ist wie nem Labbi zu erklaeren, Wasser sei scheisse und zwar immer und grundsaetzlich. Ueber Gehorsam kann man da sicher viel lenken- aber vollkommen rauskriegen, sowohl Wasserliebe als in deinem Fall auch melden- da habe ich meine Zweifel. :sad:


    das sehe ich leider Gottes auch so.
    Ich wusste übrigens nicht, was mein Hund für eine Rassemischung ist, nur so fürs Protokoll.

    RonjaRäuber: scheint ja wirklich quasi die gleiche Story in grün gewesen zu sein. Ich würde ja gerne das direkte Gespräch suchen, aber ich hab keine Ahnung von wem der Zettel kam und das Nachbarhaus ist eben auch ein Mehrfamilienhaus...
    Ich hab ja unter den Zettel gleich ne Antwort und meine Telefonnummer geschrieben. Ich hoffe da meldet sich die betreffende Person..

    Zitat

    Unterbindest du es den sofort wenn er bellt und du Zuhause bist?


    Ich habs aufgegeben.
    Geht nicht oder kann ich nicht, keine Ahnung.
    Er knurrt dann, ich versuche ihn abzubrechen und alles, was passiert, ist, dass er mich total schissig anguckt und anfängt zu meiden- und trotzdem weiterknurrt.

    Zitat

    Ich denke es macht auch viel aus wie ausgelastet Hunde sind. Wir haben hier auch nen Kanidat der gerne mal anschlägt aber wenn wir lange draußen waren und er fix und fertig ist, pennt er einfach und alles andere ist egal ;) !


    Mein Hund ist nicht totzukriegen, egal, was man mit ihm macht. Ob geistige Beschäftigung, ewig lange Spaziergänge, ein Tag mit megavielen Eindrücken in der Stadt, so k.o., dass er wirklich einfach nur im Körbchen liegt, das gibts bei ihm einfach nicht. Vllt das Terriererbe.

    Zitat

    Oh man, was für ne belastende Situation...bin ich froh, dass Sheela so ruhig ist, wenn sie allein ist...


    absolut.. :(

    Zitat

    Aber so ne Aktion ist schon mies feige und hinterrücks. Hast ja schon viele Tipps bekommen, mir fällt neben dem Gespräch suchen auch nur nen Hundesitter ein. Muss er denn regelmäßig und lang allein bleiben?


    Nein, überhaupt nicht. Ich bin derzeit wirklich sehr viel Zuhause, aber klar, ich bin auch mal für 2,3 Stunden in der Stadt oder arbeite- allerdings nur rund 10h die Woche!
    Ich werd zusehen, dass ich ihn NOCH mehr mitnehme, wenn ich raus muss, wenn es irgendwie geht... Hundetagesstätte fände er wohl richtig beknackt, weil er nicht so auf andere Hunde steht. Hundesitter, ja, gut, muss ich gucken, ob ich evtl. eine Person finde, die auf ihn aufpasst. Aber so mal eben geht das auf jeden Fall nicht und es wird ja auch an dem Grundproblem nichts ändern. Sobald er dann wieder alleine ist, wird er genau so melden wie vorher..

  • Das heißt er bellt auch viel wenn du Zuhause bist?

    Was mir gerade so in den Sinn kam. Könnte man nicht über Zeigen und Benennen das Problem in den Griff kriegen. Wenn man mit Klicker einen Jagdhund oder Leinenpöbler ein anderes Verhalten antrainieren kann, vielleicht geht das auch mit einem Kläffer. War nur so ein Gedanke =) :???:

    Wenn er eine Geräusch hört bellt/knurrt er einmal und gut wars oder legt er dann erst richtig los? Wie reagiert er wenn du ihn ermahnst?

  • Zitat

    Das heißt er bellt auch viel wenn du Zuhause bist?

    Was mir gerade so in den Sinn kam. Könnte man nicht über Zeigen und Benennen das Problem in den Griff kriegen. Wenn man mit Klicker einen Jagdhund oder Leinenpöbler ein anderes Verhalten antrainieren kann, vielleicht geht das auch mit einem Kläffer. War nur so ein Gedanke =) :???:

    Wenn er eine Geräusch hört bellt/knurrt er einmal und gut wars oder legt er dann erst richtig los? Wie reagiert er wenn du ihn ermahnst?

    Hey,
    nein, er bellt dann nicht wirklich.
    Er knurrt, manchmal gibts so ein leises Wuffen. Aber er reagiert eben.
    Wenn ich ihn ermahne fängt er an zu meiden, guckt mich mit großen Augen an und motzt dann weiter. Ich habe dann auch schon versucht mich von diesem Ausdruck nicht beirren zu lassen und ihn trotzdem weiter ermahnt, bzw. habe ihn dann auch schon mal angepiekst oder so- aufhören tut er nicht.

    Hm, mache ich nicht vielleicht schon sowas ähnliches wie "Zeigen und Benennen"?
    Im Moment ist es so:
    Hund meldet- ich sage "nein"/"hey", sonstwas, wenn er dann ruhig ist, darf er zu mir kommen und er wird gestreichelt und gekuschelt.

    Ich denke das Ermahnen und Schimpfen führt nur dazu, dass er irgendwie noch mehr Stress hat und dass es ihm noch schwerer fällt die Geräusche zu ignorieren.. :ka:

    Zitat

    Was spricht denn gegen eine Hundebetreuung?


    An sich nichts, abgesehen vom finanziellen Faktor.
    Ich will und kann ihn allerdings nicht "einfach so" irgendwem geben, das funktioniert nicht mit ihm.
    Aber es ist ja auch einfach so, dass es das Grundproblem überhaupt nicht berührt. Sobald er wieder alleine ist, wird er ja weiterhin melden.
    Und es wäre halt schon viel organisatorischer Aufwand, da ich keine geregelten Tagesabläufe habe, ich müsste dann immer spontan zusehen, dass ich jemanden finde, ich weiß es meist erst einen Tag vorher, dass ich arbeiten muss und das ist auch leider nicht zu ändern..

  • eine Trainerin hat mir mal erzählt, sie würde Hunden das Bellen abtrainieren, indem sie es positiv mit Kommando und leckerli belegt. der Hund lernt also quasi auf Kommando bellen.

    Nach einiger Zeit würden die Hunde das bellen einstellen.

    Aber ob das funktioniert kann ich nicht sagen..

  • Zitat

    eine Trainerin hat mir mal erzählt, sie würde Hunden das Bellen abtrainieren, indem sie es positiv mit Kommando und leckerli belegt. der Hund lernt also quasi auf Kommando bellen.

    Nach einiger Zeit würden die Hunde das bellen einstellen.

    Aber ob das funktioniert kann ich nicht sagen..


    Man waer das schoen.
    Nach hinten losgehen kann das halt mit nem Hund der Verhalten anbietet.

  • Zitat

    ......Und es wäre halt schon viel organisatorischer Aufwand, da ich keine geregelten Tagesabläufe habe, ich müsste dann immer spontan zusehen, dass ich jemanden finde, ich weiß es meist erst einen Tag vorher, dass ich arbeiten muss und das ist auch leider nicht zu ändern..


    Hm - Du schreibst, daß Du max. 10 Stunden die Woche arbeitest. Hast Du ein Auto, in dem Du den Hund während dieser Arbeitszeiten lassen könntest, auf dem Firmenparkplatz z.B.? Ist zwar keine Dauerlösung, aber bei so wenigen Stunden denk ich doch verkraftbar. Bevor Du ne Kündigung kriegst oder so......

  • Zitat


    An sich nichts, abgesehen vom finanziellen Faktor.
    Ich will und kann ihn allerdings nicht "einfach so" irgendwem geben, das funktioniert nicht mit ihm.
    Aber es ist ja auch einfach so, dass es das Grundproblem überhaupt nicht berührt.

    Ich würd sagen, Betreuung ja - ABER. Nur wenn du jemanden hast, der F bei dir abholt und wiederbringt wenn du noch und schon wieder da bist. Einfach um zu vermeiden, dass er auch nur eine Minute alleine ist und bellen kann ohne Konsequenz.

    Andererseits finde ich es kontraproduktiv, da ich mir einbilde, dass Bellen bei eigentlich körperlicher und geistiger Erschöpfung noch ungünstiger wäre als im "Normalmodus". Wie geht der Spruch "nach müde kommt blöd" - auch wenn man es bei Feny nicht sieht :D

    Zitat

    Sobald er wieder alleine ist, wird er ja weiterhin melden.

    Das "Hingehn und nachschauen und Situation für nicht gefährlich befinden" war auch mein erster Gedanke. Einmal bellen ja, okay, Hineinsteigern würd ich sanktionieren. Egal was und wie der Hund guckt. Hausleine dran, kommentarlos ins Körbchen führen, dort bei Ruhe überproportinal belohnen. Aber ich geh auch davon aus, dass der Krawallo zur Tür rennt bei Geräuschen :ugly:

    Du könnest eine Verhaltenskette trainieren wenn du zu Hause bist und er bellt. Manche Hunde können ums Verrecken nicht im Liegen bellen, andere apportieren etwas (frei zugängliches), wenn sie eigentlich bellen wollen.
    Ich würd ein Kommando trainieren, dass dem Bellen entgegensteht und aus mehreren Teilen besteht wo der Hund laufen zumindest sich aber bewegen muss. Ich persönlich denke da an eine geschlossene Faltbox, in die der Hund hineinläuft und sich ruhig hineinlegt. Ich würde sie auch immer mal umstellen, damit die Wege anders sind. Trainieren würd ich über nen "No reward marker" damit das Feedback konstant ist und Hundi beim Ignorieren nicht erst noch irgendwas anderes ausprobiert, sondern sofort "gesagt" bekommt "nee falsch Freundchen" :D

    Ein anderer Punkt, der mir noch einfällt - wie territorial ist der Kleine Schwarze? Es könnte helfen Reviergrenzen klarer abzustecken und seinen "Aufgabenbereich, den er ohrentechnisch überwachen muss" zu verkleinern.

    Du könnest Bellen aber auch einfach nur "deckeln" und richtig Ärger mit ihm anfangen solange er meint weiterkommentieren zu müssen. Dazu dürfte er aber niemals ungestraft davonkommen und du 100%ig jedes Bellen "bestrafen". Also Hund wortwörtlich ans Bein binden, er bellt, Strafe (bei uns ist das zum Beispiel bedrängen), Hund gibt Ruhe, Strafe wird aufgehoben (ohne extra anderweitige Belohnung).

  • Zitat

    eine Trainerin hat mir mal erzählt, sie würde Hunden das Bellen abtrainieren, indem sie es positiv mit Kommando und leckerli belegt. der Hund lernt also quasi auf Kommando bellen.

    Nach einiger Zeit würden die Hunde das bellen einstellen.

    Das war jetzt nur die Hälfte des Trainingsprogramms.

    Theoretisch heißt es zunächst, das Bellen unter Kommando zu stellen, oft "Gib Laut". Und wenn das dann funktioniert den Abbruch, z.B. mit "Ruhe" konditionieren. Das große Ziel ist ja das Abbruchkommando. Ich denke, ein Versuch wäre es Wert. Würde allerdings in diesem Fall im Freien üben ...

    Ansonsten könntest Du auch mal noch Deine direkten Nachbarn ansprechen, ob und wie oft Dein Hund bellt. Und wenn es die nicht stört, dann kannst Du in Ruhe nach einer Lösung suchen.

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