Zweithund - Es soll ein Großer sein :-)

  • Hallo und schönen guten Morgen ihr Lieben!

    Ich habe mich lange nicht mehr gemeldet, aber so ist das, wenn alles läuft und man putzmunter und fröhlich im Alltag mit Hund verschwindet.

    Yuna (unsere Goldi/Border-Hündin) ist mittlerweile 8 Monate alt, immernoch wunderschön und so lieb. Sie hört ganz wunderbar, ich übe aber auch jederzeit kräftig mit ihr. Mit unserer kleinen Tochter (2 1/2 Jahre alt) geht sie ganz prächtig um. Manchmal schubst sie die Kleine zwar versehentlich mit dem Bobble um, aber sie ist sehr rücksichtsvoll und weicht lieber aus, als dass sie nach vorn geht.

    Die Welpenschule habe ich mit ihr besucht, die Hundeschule danach allerdings nicht mehr. Wir haben sehr viele Hunde in der Nachbarschaft, wodurch das soziale Verhalten auf jeden Fall erhalten bleibt. Um den "Rest" kümmere ich mich selbst ;)

    Ich gehe ja Teilzeit arbeiten. Sprich 24 Stunden, verteilt auf 5 Tage in der Woche. Einen Minijob habe ich auch noch. Allerdings nur 2 x die Woche abends und dann ist mein Lebensgefährte daheim.

    Mit Yuna klappt das ganz wunderbar. Sie ist sehr lieb. Bellt und jault nicht, wenn wir weg sind. Sie bekommt ihren Kong, oftmals noch ein Schweineöhrchen. Und wenn ich dann von der Arbeit nach Hause komme, gehen wir zusammen durch Wiesen und noch mehr Wiesen Temari von der Kita abholen und dort kann sie auch immer frei rennen.

    Nun...

    Warum schreibe ich nun...

    Ich bin derzeit tatsächlich am überlegen, unsere 4-köpfige Familie zu einer 5-köpfigen zu erweitern.

    Wir sind zum 01.01. in eine EG-Wohnung mit Garten gezogen. Die Wohnung ist total klasse und der Garten wird sogar jetzt im Winter von Kind und Hund schon ordentlich genutzt.

    Ich liebe Yuna jetzt schon über alles und ich glaube, sie fühlt sich sehr wohl. Allerdings fällt mir auf, dass sie erst richtig doll aufblüht, wenn sie anderen Hunden begegnet. Sie spielt dann bis zum Umfallen.

    Jetzt würde ich mir gern einen zweiten Hund in die Familie holen. Es soll ein großer sein und ein ruhiger Vertreter ;) Ich hatte da an eine Deutsche Dogge oder einen Pyrenäen Berghund gedacht.

    Ich weiß, beides völlig verschiedene Rassen, aber beide sind groß, beide sollen sehr kinderlieb und ruhig sein.

    Hat jemand von euch einen dieser Rassen? Kann er mir etwas über sie erzählen? Rasseportraits gibts überall und die habe ich auch schon ordentlich durchforstet. Aber ist ja immer schön, mal direkt etwas von den Liebhabern und Besitzern zu wissen ;)

    Was muss ich allgemein alles bei einem zweiten Hund beachten? (Außer doppelte Hundesteuer, doppelte Tierarztkosten und doppelte Futterkosten)

    Ich freue mich sehr auf eure Antworten!! :rollsmile:

    Carina

  • Hi,

    ganz ehrlich? Dein Hund ist 8 Monate alt. Und somit noch lange nicht erwachsen. Du weiss nicht was noch auf dich/euch zukommt. Du gehst arbeiten und hast noch eine kleine Tochter.
    Warte doch einfach noch ein wenig ab, vielleicht bis Yuna so 2 ist und damit mehr oder minder fertig in ihrer Ausbildung und Entwicklung.
    Alles andere kann gut gehen muss aber nicht.
    Ausserdem musst du beachten das kinderlieb und ruhig keine Rasseeigenschaften sind.
    Du hast einen Border/Golden - Mix! Da kann noch sehr sehr viel Arbeit auf dich zu kommen. Was wenn die Zeit und Auslastung die der Hund braucht nicht mit dem übereinstimmt was eine DD oder ein anderer Hund braucht.
    Was wenn du es nachher nicht schaffst mit zwei grossen pubertären Hunden gleichzeitig Gassi zu gehen?
    Wie lange könnt ihr zu Hause bleiben mit dem neuen Hund? Was wenn du die zwei nicht nach ein paar Wochen alleine lassen kannst?

    lg

  • Mir geht es mit Janosch (immerhin bald 2 Jahre) genauso, dass ich sehe wie er es liebt andere Hunde um sich zu haben.

    Jetzt kommt das große ABER: wer sagt mir, dass Janosch es auch so toll findet wenn so ein zweiter Hund plötzlich nicht nur zu Besuch ist sondern für immer bleibt?

    Das heißt neben doppeltem Tierarztkosten, Versicherung, Steuern, Futter (bei den beiden Rassen würde ich allerdings eher das Dreifache an Futter einrechnen) würde ich vielmehr einen doppelten Zeitaufwand sehen. Denn eventuell musst Du mit beiden getrennt gehen, mit beiden getrennt arbeiten und sie unter Umständen sogar räumlich trennen. Ich finde das ist der wichtigste Aspekt den man bei der Entscheidung für einen Zweithund beachten sollte.

    Als nächstes würde auch ich sagen, lass Deine Kleine erstmal groß werden. 8 Monate ist ja grade mal vorpubertär. Bring sie erstmal durch die Pubertät, da könnte auch noch was auf Euch zu kommen. Wenn Hund Nr. 1 erwachsen, souverän und gut erzogen ist, dann könnte ein 2. einziehen. So halte ich es jedenfalls für mich.

    Ihr wohnt zur Miete wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn ich als Vermieter vor einem knappen Monat meine Wohnung an eine Familie mit Hund vermietet habe, würde ich ggf. ein bisschen aus den Latschen kippen, wenn die dann plötzlich noch mit einer Dogge ankommen. Sprich: bevor Ihr überhaupt weiter drüber nachdenkt, klärt es erst mit dem Vermieter.

    Ansonsten - der Pyrenäenberghund ist wunderschön, ohne Frage. Ich finde diese Hunde toll. (Wieder ein großes ABER) wisst Ihr wieviel Schutztrieb diese Hunde haben können? Sicherlich KANN man dies durch Erziehung in ordentliche Bahnen lenken. Aber das ist ein Punkt über den man sich klar werden sollte. Vorallem auch wenn man nicht grade irgendwo im Nirgendwo mit einem 2,20 m Zaun wohnt. Grade auch da Ihr ein kleines Kind habt, würde ich von Hunden mit ausgeprägtem Schutztrieb eher Abstand nehmen.

    Ich habe einen einzigen Pyrenäen bisher kennenlernen dürfen. Die Familie hatte durchaus viele Jahre Hundeerfahrung und der Hund schien auch verhältnismäßig gut erzogen. Dennoch habe ich in diesem Haus versucht ja keine schnellen Bewegungen zu machen um den Hund nicht auf mich zu lenken (ist ein bisschen überspitzt). Tatsache ist aber, dass die Familie auch erzählt hat, dass der Hund Nicht-Familienangehörige extrem misstrauisch beäugt und sie während ihrer Anwesenheit keine Sekunde aus den Augen lässt. Deshalb hatte die Familie ihn bei Besuch stets an der Leine. Auch erziehungstechnisch lief wohl alles nicht so super wie es auf den ersten Blick wirkte. Es sind sehr intelligente Hunde, die auch sehr eigenständig sind. Sprich, wollte der Hund grade unbedingt irgendwo hin, dann war es ihm ziemlich egal dass Herrchen da mit seiner Hundepfeife, einem Dummy, einem Leckerlie, Katzenfutter, was auch immer wedelte.

    Ich glaube ein Pyrenäenberghund fühlt sich - ähnlich den anatolischen Hirtenhunden und den Kaukasen - wohl am wohlsten, wenn er zwar engen Familienanschluss hat aber auch selbstständig ein großes Areal bewachen kann. Dafür ist eine Wohnung mit Garten wohl aber eher nicht geeignet.

    Also, einfach sind diese Hunde, so wie ich diesen einen Hund kennengelernt habe und auch bisher von Rassebeschreibungen gelesen habe, sicherlich nicht.

    Aber es würde mich auch sehr interessieren, wenn wir hier im Forum ein paar mehr Infos von Haltern bekommen könnten.

    PS: Vielleicht kannst Du ja den Thread-Titel ändern - damit die Doggen- und Pyrenäenbesitzer auch auf den Thread aufmerksam werden ;)

  • Wartet lieber noch ein wenig, die Pubertät verändert nochmal einiges. Wenn ihr euch dann immer noch sicher seid, könnt ihr ja weiter überlegen.
    Meiner ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und die letzten Monate hat er sich nochmal deutlich verändert und war auch nicht gerade unanstrengend. :pfeif:

  • Ich schließe mich den anderen an, dass es in deinem Fall besser wäre, noch ein wenig zu warten, bis deine Hündin sowohl geistig als auch körperlich ausgewachsen bzw. erwachsen ist.

    Wenn es dann immer noch in Richtung molosserartig gehen soll, würde ich von einem Herdenschutzhund abraten. Dann vielleicht eher was in Richtung Landseer, Berner Sennenhund oder Leonberger...

  • Ich hab seit fast 2 Wochen einen Zweithund.Allerdings ist meiner schon 2 1/2 und der Zweithund kam mit 8 Wochen zu uns.
    Mein Großer ist sehr sozialisiert und ich hatte auch das Gefühl,dass er mit anderen Hunden erst richtig aufblüht und Spaß hat,er hat sich auf anhieb mit jedem Hund verstanden und hatte eigentlich nur toben im Kopf.Wir hatten uns auch überlegt ihm einen Hundekumpel hinzusetzen.

    Jetzt wo der Kleine da ist,findet er die Idee Zweithund gar nicht sooo toll.Er ist zwar sehr geduldig,aber dennoch dann irgendwann genervt,er wuselt oft durch die Wohnung,weil der Kleine mal wieder sein Körbchen besetzt hat.Wenn es ihm zu viel wird,geht er auf die Couch,aber ich habe nicht das Gefühl das er es besonders toll findet.Aber was soll er schon mit einem 8 Wochen alten Chaoten anfangen :???:

    Die Idee eines Zweithundes find ich super,warum auch nicht.Aber an Deiner Stelle würde ich auch noch abwarten bis er aus der Pubertät raus ist und Du ihn besser einschätzen kannst und weißt was charakterlich auf Dich zu kommt.So schwer wie es fällt,warte noch ein bisschen =) Der zweite HUnd braucht die gleiche Menge an Erziehung und muss sich eingewöhnen und dein Hund muss auch noch vieles lernen und verändert sich vielleicht auch noch.Er wird noch einiges in Frage stellen und ausprobieren und dann zwei Hunden die gleiche Menge an Erziehung und Auslastung zu bieten ist ne schwierige Sache

  • Hallo Carina

    Dogge? Ruhig? Also meine Hündin hat eine Gassigehfreundin und die ist noch eine Kleine Dogge mit 50 Kilo, jetzt knapp zwei und ruhig ist sie, wenn sie schläft, aber sonst ... Und wachen tut sie auch, nicht alle Doggen sind Megafreundlich.
    Vielleicht wenn sie alt sind. Deine Kleine schubbst dein Kind mit ihrem Bobberle um, stell die das bei einer Dogge vor 5 Monate 40 Kilo. Sie sind Grobmotoriker und sehr begeisterungsfähig, das mit einem Kind von 2einhalb, würde ich nicht machen. Auch die Rute ist wie eine Peitsche und dein Kind ist genau mit dem Kopf dann in Wedelhöhe. Auch ist die körperliche Belastung für deine Hündin nicht zu unterschätzen, immer mit einem Hund zu spielen, der wesentlich größer und schwerer ist, ist eine Belastung. Wir können uns nicht jeden Tag treffen, das würden die Knochen meiner Aussie nicht mitmachen und die Dogge ist von dem ständigen Tempo auch ziemlich platt. Klar spielen sich Hunde die zusammen wohnen aufeinander ein, aber trotzdem.
    Ich würde immer einen Hund wählen der gut zum eigenen passt. Vom Gewicht und von der Spielmentalität her. Und warum willst du die einen Wachhund anschaffen, wo du es schön findest, dass dein Hund nicht bellt. Und mit dem Pelz müssen sie gerade im Winter oft raus und brauchen ein Großes Grundstück zum bewachen. Die Nachbarn werden den kleinen Eisbären putzig finden und dann verfluchen, wenn er jeden Besucher, jede Katze meldet ...
    Was es noch zu beachten gibt. Was für ein Auto habt ihr? Wie stellst du dir Urlaub vor mit zwei Hunden? Deine Tochter wird sicherlich auch in Urlaub wollen und dann in Freizeitparks und co. Wir haben Aussies und das ist schon schwierig. Auch da sollte man sich überlegen, ob ein großer Hirtenhund mit Megapelz dann die Sommerausflüge mitmachen kann, wo lauter Fremde Leute um sein! Kind rumspringen. Selbst wenn man das erziehungsmäßig hinbekommen sollte, das ist Stress für so einen Hund, den man sehr Territorial gezüchtet hat.
    Du hast eine tolle Mischung und suchst einen passenden Hund zum spielen für deine. Dann bleibe bei dem was du an Eigenschaften liebst Nicht bellfreudig, lieb zu jedem, vorsichtig. Auch wegen zukünftiger Spielkameraden und deren Eltern. Eine Goldihündin oder ein entsprechender Mix wäre für euch als Familie in eurer Wohnsituation sicherlich eine schönere Ergänzung. Wenn dein Hund mal über ein Jahr alt ist und deine Kleine in den Kindergarten geht und du das Doppelpack dann trainieren kannst, auch ohne Kind, das noch viele Trotz und Krankheitsphasen vor sich hat. Denn wenn die eine schön hört und du erwischt als nächstes einen kleinen Filou (die gibts in jeder Rasse), dann werden dir beide zusammen abhauen. Wie bei Kindern, der Blödsinn färbt immer ab. Und, so wie es klingt bist du auch noch jung und eventuell wirst du dann auch noch mal schwanger, geplant oder ungeplant und dann hast du beide Hunde, die du händeln musst. Ist mir so gegangen und da war ich froh, nicht die Dogge an der Leine zu haben.

    Also meine Kombi ist jetzt anderthalb und 5 Monate und sie passen toll zusammen. Also würde ich nicht generell von zwei Jungen Hunden abraten. Aber doch von zwei sehr unterschiedlichen Rassen. Es sei denn deine flippt immer aus, wenn sie Doggen sieht und will nur mit denen spielen. Mit welchen Hunden spielt sie überhaupt so gerne?
    Und ich würde immer empfehlen schau dich auf den Notseiten um, da findest du die Probleme, die auf einen zukommen können bei diesen Rassen. Die auf den Züchterseiten nicht so wirklich angesprochen werden.


    Liebe Grüße und viel Spaß beim Suchen und finden von Nr 5

  • Also ich liebäugle auch mit einem Zweithund. Mein kleiner ist jetzt etwas über 1 Jahr alt und der zweite soll aber etwas älter so ab 1,5 Jahre aufwärts sein, also kein Welpe mehr.

    Ich muss sagen ich kenne keinen ruhigen Doggen :)

  • Hör auf alle, die bisher hier was dazu geschrieben haben... :gut:


    Und mach dir klar, du wirst mit (einem solchen vor allem) Zweithund
    Weder richtig Zeit für deine Tochter
    noch für die individuellen Ansprüche des einzelnen Hundes haben kannst.
    Sie werden alle drei zu kurz kommen.
    ( von dir selber mal,ganz abgesehen ...)
    Und n Job hast du ja auch noch..
    und Haushalt.
    Und es kommen noch unzählige
    Bastelnachmittage, Elternabende, Virusinfekte aus Kindergarten und Schule , Kindergeburtstage etc. auf dich zu .

    Ich kenne zudem einen einzigen Pyrenäenhund, aber das reicht mir, um in meinem Leben keinen haben zu wollen, es sei denn, ich wohne in der kanadischen Wildnis oder so....

    Vielleicht wäre " Hunde -Tagesmutter" was für dich?
    Ein Tages-oder Stundenhund, der keinen von euch überfordert, für dessen Kosten ihr nicht aufkommen müsst, der Platz genug lässt im Zeitplan, die erste Hündin richtig zu trainen etc.,
    und der doch ein kleines Stückchen " Zweithund" Gefühl bringt?

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