Wie wichtig ist Tagesstruktur?

  • Zitat

    Es gibt sicherlich eine große Menge Hunde, denen ein fester Tagesablauf gar nichts bringt oder bei denen ich mir damit mehr Probleme einhandle als nötig. Es gibt aber eben auch die Hunde, die enorm von festen Abläufen, Zeiten und Ritualen profitieren, weil es ihnen hilft im Alltag klar zu kommen und sich die Ruhe zu nehmen, die sie brauchen.

    :gut: Genau so erlebe ich es bei unseren Hunden.

    @ Lieselottchen: Ich finde es auch äußerst befremdlich, diese Thema ins Lächerliche zu ziehen :-/

  • Bei Odin gab es eine Tagesstruktur und bei den Katzen jetzt erst Recht.
    Sicherlich sind Schwankungen manchmal nicht ganz auszuschliessen, aber in der Regel halten wir die Strukturen schon ein.

    Ich finde es wichtig, da auch Tiere sowas wie innere Uhren haben und eigentlich nach einer Tagesstruktur leben.
    Bei wildlebenden Tieren wird diese Struktur teilweise von der Natur vorgegeben.

    Obwohl *grübel* ... eigentlich richte ich mich bei den Katzentieren ja eher nach ihrer Tagesstruktur ;) .

    Wie dem auch sei ... ich persönlich bin schon der Meinung, dass Tiere mit routinierten Abläufen besser klar kommen, als mit *heute so und morgen so*.

    Zitat

    ... in sich aber struktuierten Ablauf folgen ... du wärest überrascht angesichts ihrer Rituale


    :gut: :gut:

  • Ich kann es mir sehr gut vorstellen, dass besonders beim traumatisierten Hund mit Verlassensängsten zum Anfang feste Zeiten sehr wichtig sein können. Sie vermitteln eine Art Stützpfeiler, um ein Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln. Allerdings würde ich das nur zum Anfang machen bis der Hund sicherer ist und ihn dann langsam an das "Normale"Leben zu gewöhnen.

    Wir haben keinen geregelten Tagesablauf. WIr haben zwar Rituale - aber nie zu festgelegten Uhrzeiten. Carlos kommt damit bestens zurecht - auch wenn er der Meinung ist, dass die Futterbar bitte 24 Stunden am Stück geöffnet sein sollte. :-)

  • Bei Hunden mit Deprivationssyndrom ist eine gleiche Tagesstruktur zwingend notwendig.

    Bei Hunden die nicht ganz so gravierende Störungen in der Sozialisations- und Habituationsphase hatten, wo es aber nicht gut gelaufen ist, ist es in der Regel auch sinnvoll eine gleich Struktur einzuhalten. Meist reicht es bei diesen Hunden die Reihenfolge immer gleich zu machen, die Zeiten können da schon etwas variieren.

    Bei allen anderen erlebe ich das nicht als zwingend notwendig.

    Erkennbar ist es daran, ob der Hund gestresst ist oder nicht.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Rein hundeabhängig. Mr. Big ist depriviert aufgewachsen und bei ihm merkt man massiv, dass ihm klare Tagesstrukturen Sicherheit geben. Dinge außerhalb der Norm überfordern ihn und lassen ihn hochdrehen. Feste Strukturen geben ihm Sicherheit.

    Bei unserem Max ist es egal, er zieht mit, egal was ist.

    Von daher gibt es halbwegs feste Strukturen. Halbwegs deshalb, weil es sich gar nicht realisieren läßt, dass alles 100% durchorganisiert ist, wir sind aber schon bemüht - Mr. Big zuliebe - es halbwegs einzuhalten. Trotzdem wird am Wochenende länger geschlafen und es gibt auch mal früher oder mal später Futter aber das merkt man dann auch gleich bei Mr. Big.

    D.h. je nachdem was für einen Hund du hast ist es vollkommen egal oder wichtig.

  • ich habe notgedrungen eine verhältnismäßig feste Struktur damals der Arbeit geschuldet.
    Meine ist der frühe Hund also gehen wir auch jetzt sehr früh die erste Runde, spätestens halb Sieben. Danach gibt es immer Futter. Danach schläft sie weiter. Auch die große Nachmittagsrunde hat einen geringen Spielraum. ca 14:30Uhr spätestens aber 15:30Uhr. Das hat sie so drinne. Ist ihre innere Uhr.

  • Wir können und wollen unserem Hund keine feste Tagesstruktur geben. Das einzige was wirklich feststeht (aber da arbeiten wir dran ;-) ) ist 6:15 eine kleine Gassirunde. Und am Wochenende nervt das schon, aber sie ist so nervös, daß wir denken, also wenn wir jetzt warten haben wir auf jeden Fall ne Pfütze in der Wohnung.
    Bei allem anderen weiß sie nur, wenn jetzt das passiert, dann kommt das. Das braucht sie.
    Z.B. beim Fressen...wird sie in die Küche gerufen und muß sich hinsetzen, wird der Napf gefüllt hingestellt, dann das Wasser gefüllt und dann noch ein Kommando, wie "Leg ab", "Pfötchen" o.ä. und dann gibt es die Freigabe. Auf solche Sachen verläßt sie sich. Oder auf das Gute Nacht Sagen und Kuscheln...oder wenn wir gehen: Tschüß zu sagen, oder du bleibst hier. Dann weiß sie, sie kann sich jetzt völlig entspannt hinlegen, oder auf denjenigen hören, bei dem sie gerade ist und nicht mehr auf uns.
    Das ist so das Maximum was wir ihr an Struktur geben wollen.

  • Unsere einzigen zwei festen Sachen sind morgens um 5 aufstehen und das Frauchen ab 21 Uhr "frei" hat und Herrchen gegebenenfalls dann nochmal mit den Lütten geht.

    Fütterungen sind nicht an eine feste Zeit gebunden,geschweige denn die Gassigänge,Spiel-u. Schmuseeinheiten.

  • Hier gibt es keine festen Strukturen,möchte ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich kenne so einige "normale" Hunde und auch Katzen,die einen durchstrukturierten Tag haben und werden recht unruhig und gestresst wenn sich nicht daran gehalten wird.

    Ich hätte keine Lust das Theater am WE oder im Urlaub zu haben und werde das in Zukunft auch weiter so handhaben.

    (ausgeschlossen sind wie erwähnt Tiere denen eine feste Struktur hilft)

  • Ja, Herr Eddie haengt an seinen Strukturen und bekommt die auch groesstenteils. Die Collies nicht wirklich.
    Vor 2005 hatten meine Hunde absolut geregelte Tagesablaeufe, hiess damals eben auch immer, dass das wichtig fuer Hunde im Allgemeinen ist. 2005 ging ich fuer ein paar Wochen ins Krankenhaus und mein Mann hatte zeitgleich (wie war das mit den Pferden vor der Apotheke?) einen Baenderriss. Das war worst case! Seither nehm ichs nicht mehr so genau und die Collies muessen mit fast gaenzlich ungeregelten Aktivitaetszeiten zurecht kommen. Wer weiss, was hier nochmal so passiert ;)

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