Wie wichtig ist Tagesstruktur?

  • Hej liebes Forum,

    ich mache mir die ganze Zeit Gedanken darüber, wie wichtig eine exakte Tagesstruktur für Hunde wirklich ist und da ich auch im Internet nicht sooo viel dazu gefunden habe, dachte ich, ich frage hier einfach mal nach.

    Ich muss dazu sagen, dass es bei uns fast unmöglich ist, eine täglich gleiche Struktur einzuhalten, weil unsere Arbeitszeiten und Unizeiten jeden Tag total unterschiedlich sind. Natürlich kriegt unsere Hündin immer fast zur gleichen Zeit Futter und kommt jeden Tag ungefähr gleich viel raus. Aber an manchen Tagen z.B. gehen wir um 10 das erste Mal raus und um 12 das letzte Mal, an anderen Tagen das erste Mal um 7 und das letzte Mal um 10. Bis jetzt hatte ich nicht das Gefühl, dass es unsere Milou stört, aber nachfragen wollte ich trotzdem noch mal, weil ich öfter mal lese, dass ein perfekt strukturierter Tag unheimlich wichtig für einen Hund sein soll.

    Wie sieht das bei euch aus? Meint ihr, so wie wir das handhaben, ist es okay oder zu unterschiedlich? Wie steht ihr generell zu dem Thema?

    Ich freue mich auf eure Antworten :)

  • Völlig in Ordnung :D

    Hier ist auch kein Tag wie der andere. Weder die Gassizeiten noch die Fütterungszeiten stehen irgendwie fest, weil ich selbst einen komplett ungeregelten Tag habe.

    Meine Hunde haben damit kein Problem - warum auch?

  • Ich habe einen ängstlich,gestressten Hund sehr oft ausserhalb meiner Wohnung (wurde damals ausgesetzt) und meine Hundetrainerin sagte mir, dass es für sie besonders wichtig ist eine feste Tagesstruktur zu haben. Nun gut, ich geh jetzt nicht genau auf die Minute mit ihr raus, aber achte drauf, dass es Struktur hat.

    Ich weiss nicht wie das bei "normalen" Hunde ist

  • Mein Hund ist ein Studentenhund heißt.... es gibt keine Tagesstruktur. Jeder Tag ist anders. Jedes Wochenende. Jede Woche. ;)

    Ich habe nicht den Eindruck, dass es meinen Hund stört, dass es so ist. Er kommt gerne überall hin mit und schläft gerne lang, wartet nicht um exakt 18 Uhr auf sein Essen...

    Es wird mit Sicherheit auch hundeabhängig sein, es wird Hunde geben, die brauchen eine feste Struktur, weil sie es nicht anders kennen und total die Krise kriegen, wenn mal alles nicht geregelt läuft. Aber ich würde es nicht auf alle Hunde verallgemeinern. Mein Hund hat keinerlei Probleme damit. Hauptsache ausgelastet und viel dabei! :D

  • Zitat

    Bis jetzt hatte ich nicht das Gefühl, dass es unsere Milou stört


    Warum machst du dir dann Gedanken :???: . So ein bissle Gewohnheitstiere sind Hunde sicherlich und das Hungergefühl meldet sich bei regelmäßiger Fütterung zu bestimmten Zeiten und es gibt bestimmt Hunde, denen gibt ein fester Ablauf Sicherheit, und es gibt Morgenmuffel und Abendmuffel... So ein wenig wie beim Menschen :D

    Bei meinen Hunden gibt es weder eine feste Fütterungszeit noch feste Gassizeiten oder ein sonderlich regelmäßiger Tagesablauf, bedingt durch unterschiedliche Arbeitszeiten. Ich hab nicht den Eindruck, die stört es.

  • Bei uns gibts keine Tagesstruktur.
    Wie soll das auch funktionieren? :???: Ich leb mein Leben ja nicht nur nach dem Hund.
    Früher oder Später aufstehen, je nach Wochentag, abends später ins Bett, Wetter bedingt usw....
    Meine hats noch nie gestört. :lol:

  • Nö gibts bei uns nicht. Manchen Tag pennt sie noch um 11 Uhr und einen anderen steht sie schon um 5 Uhr vor meinem Bett unabhängig vom Wochentag.

  • wir haben eigentlich von montags bis samstags einen relativ straff strukturierten tag - sieben uhr kurzes gassi vor der arbeit, halb eins kurzes gassi nach der arbeit, nach dem mittagessen größere runde, abends nach dem abendessen große runde. das kennt er so und so steht er auch immer zu diesen zeiten "gewehr bei fuß" und fordert ziemlich nachdrücklich seinen ausgang. sonntags und wenn wir urlaub haben und den tag anders gestalten, ist er insgesamt deutlich unruhiger und gestreßter, tigert von einem zum anderen und wirkt irgendwie ratlos und rastlos.

    manchmal habe ich montags das gefühl, dass er froh ist, dass der alltag uns alle wieder hat.

  • Ich achte bewusst darauf, das bei uns keine Routine aufkommt, auch beispielsweise beim Füttern, das Abendessen gibts mal um 17 Uhr oder auch mal erst um 22 Uhr.

    Wenn man es nicht schafft, eine Routine zu 100% aufrecht zu erhalten, dann sollte man es lassen, weil das verwirrt oder verunsichert einen Hund dann erst Recht, meiner Meinung nach. Es gibt natürlich Hunde, denen tut eine grobe Struktur gut, aber es ist auch einfach eine Frage des Besitzers.

    Bestimmte kleine Routinen, wie ins Körbchen gehen vor dem Gassi oder das Schmusen vor dem Schlafen gehen nehm ich da jetzt mal raus ;)

  • wir haben ebenfalls keine festen fütterungs oder gassizeiten.
    dafür andere arten der tag täglich gleichen rituale. z.b. bei der fütterung, wo sich die hunde da befinden, an welcher stelle sie ihr futter bekommen, dass wir bevor wir ins bett gehen noch zusammen in den garten gehen usw.
    es ist nicht das gesamtpacket tagesstruktur, sondern die vielen alltäglichen gegebenheiten welche man immer so einhält und wie man sich selbst dem hund gegenüber verhält. einmal aufgestellte regeln werden dem hund gegenüber strikt eingehalten usw.
    regeln geben sicherheit und machen uns für den hund berechenbar.
    das denke ich gibt dem hund die nötige sicherheit die er in unserem zusammenleben braucht.

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