10 Mon. - rüpelhaftes Spielen / Fixieren - Ideen?

  • Zitat

    Wie würdest du denn deine eigene Gemütslage bei den Spaziergängen beschreiben ?

    Genervt. :D

    Nein, genervt nur, wenn es so läuft wie oben beschrieben. Ich bin weder euphorisch noch aggressiv, ich denke derweil viel nach, und ich gestehe auch, derzeit nicht die Spaß-und-Sportskanone zu sein, die mich für ihn wahnsinnig interessant machen würde (8. Schwangerschaftsmonat, es sei mir verziehen); aber ich finde schon, daß er - wenn niemand in der Nähe ist - sich schon an mir orientiert, er lässt sich in solchen Situationen wirklich gut zurückrufen, und ich rufe ihn auch tatsächlich oft zurück ohne daß was ist. Ich erinnere mich gut an den Satz aus dem Buch von dieser Briard-Züchterin (komme grad nicht auf den Namen) die in BI eine Hundeschule hatte, sinngemäß "bei 10 Rückrufen 9x wieder loslaufen lassen und 1x anleinen). Ich mache das wirklich auch so. Aber selbst wenn nix ist und ich ihn an die Leine nehme, dann versucht er loszustaksen und stellt die Ohren auf.

    Da wir nicht immer dieselbe Strecke gehen, treffen wir oft Hunde(halter), die ich nicht kenne. Und selbst bei denen, die ich kenne und die ihn mit ihren Hunden spielen lassen, lasse ich ihn nicht einfach losrennen und die anderen "überfallen".

    Ich habe mal den Rückruf verstärkt mit Leckerlis geübt, was zur Folge hatte, daß er jetzt sehr oft zu mir gelaufen kommt und meine Hand anstupst... ein Futterautomat will ich aber auch nicht sein und ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt immer noch für jedes ungefragte Angelaufen kommen ein Leckerli reinschmeißen soll.


    Also unsere Baustellen sind momentan Alleinebleiben, "Kontroll-/Verfolgungswahn" mir gegenüber eindämpfen, Impulskontrolle und Frustrationstoleranz.

    Bezüglich der letzten beiden Punkte muß ich aber noch mehr Infos haben, wie ich damit loslege. Ich kenne bezüglich der Impulskontrolle das mit dem Leckerli in der Hand, dass er das erst bekommt, wenn er ruhig wird und nicht meine Finger amputiert. Aber Hundebegegnungen sind ja was anderes. Wie mach ich das da?

    Jetzt sitze ich z. B. hier am Schreibtisch, er liegt neben mir und träumt (bellt im Schlaf usw.) - ich weiß genau, dass wenn ich mich nur hinstellen würde, wenn ich mich anders hinsetze oder sonst was, stünde er sofort auf und sähe nach, was ich tue.

  • Zitat

    ich denke derweil viel nach, und ich gestehe auch, derzeit nicht die Spaß-und-Sportskanone zu sein, die mich für ihn wahnsinnig interessant machen würde (8. Schwangerschaftsmonat, es sei mir verziehen)

    Das verlangt doch auch niemand.

    Was erwartest du eigentlich von ihm ?
    Dass er gleichgültig neben dir her trottet?
    Wenn er so hibbelig und " unentspannt" ist, was geht in dir vor ? Und wie verhälst du dich ihm gegenüber ? Was machst du, wenn er solch eine Erwartungshaltung hat ?
    Hast du das Gefühl, du müsstest diese Erwartung erfüllen ?

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    Das verlangt doch auch niemand.

    Nein, aber es wird ja oft, auch in Hundebüchern, geschrieben, man solle Spielzeug mitnehmen, sich total für den Hund interessant machen, sich irgendwo verstecken (ok hinter einem Baum, das mach ich manchmal, aber ich krieche nicht durchs Unterholz), mit ihm über Baumstümpfe springen oder was weiß ich. ;)

    Zitat


    Was erwartest du eigentlich von ihm ?
    Dass er gleichgültig neben dir her trottet?

    Dass ich keine Schlaftablette habe, ist mir auch klar. Ich erwarte, daß er nicht andere Hunde schon auf 500 m Entfernung fixiert und sie in vollem Tempo überrennt (auch wenn er sie kennt), dass er andere Spaziergänger nicht fixiert und in seinem Spielverhalten etwas angepasster auf sein Gegenüber ist. Ich glaube auch nicht, daß das langfristig unangemessene oder überzogene Erwartungen sind :???: und ich suche einen Weg, ihn dorthin zu bringen. Ich hatte zuvor halt nur Hunde, die von ihrem Temperament her etwas ruhiger / ausgeglichener waren und ich gebe auch zu, hier kompliziert und viel zu denken.

    Zitat

    Wenn er so hibbelig und " unentspannt" ist, was geht in dir vor ?

    Es nervt mich.

    Zitat

    Und wie verhälst du dich ihm gegenüber ? Was machst du, wenn er solch eine Erwartungshaltung hat ?
    Hast du das Gefühl, du müsstest diese Erwartung erfüllen ?

    Ich versuche, ihn zu "bremsen", ich hab ihn ja angeleint, wenn andere Hunde in der Nähe sind, ich versuche, ihn ruhiger zu bekommen, abzulenken, ich gehe nicht weiter, wenn er zieht, solche Dinge.

    Und noch um die Frage weiter oben zu beantworten:

    [quote]Wie habt ihr das denn in der Hundeschule gehandhabt? Da konnte er doch auch nicht immer spielen und zu jedem Hund und Menschen hin wenn er es wollte. Was wurde euch gesagt wie ihr daran arbeiten sollt?/quote]

    Geblockt, sehr viel "bei Fuß" an anderen Hunden vorbeigehen geübt, den Hund an der abseitigen Seite geführt, so daß man ihn daran hindert, zu dem anderen Hund zu preschen, in Wartesituationen (Trainerin erklärt was) Füße auf die Leine gestellt; wobei er einer von dreien war, die immer SEHR aufgeregt und aufgedreht waren und quasi null Geduld hatten..

    Das trifft das Problem aber nicht ganz, weil das ja alles Hunde "in der Nähe" waren, auf kleinem Raum.

    Wenn ich aber so wie in der Hundeschule "in freier Wildbahn" versuche zu agieren, dann scheitert das oft an anderen Dingen. Wir haben z. B. im Wald einen Rauhhaardackel mit einem betagten Halter, der zwar meinen Hund irgendwie nicht leiden kann, der aber sehr gesprächig ist. Wenn ich versuche, meinen Hund schnellen Schrittes links an dem Hund + Halter vorbeizuführen, geht das einerseits natürlich nicht in gelassenem "Bei Fuß", andererseits bleibt der Dackelhalter dann ausgiebig stehen, lässt seinen Hund frei laufen und quakt mich voll. :/ Na ja, aber das nur am Rande.

    Ich hab momentan dazu einfach keine strikte, kontinuierliche Idee und keinen Plan und muß meine Gedanken dazu sortiert bekommen, einen richtigen Ansatz finden und wissen, wie es danach weitergeht. Ich stehe da derzeit wie vor einem Haufen verhedderter Wollknäuel und muß gucken, welches ich zuerst aufwickle, wie und eins nach dem anderen und so.

  • Zitat

    Mich würde interessieren was passiert wenn du nicht darauf reagierst? Also er keine Rückmeldung auf seine "Frage" bekommt?

    lg

    Passiert, wenn ich am Telefonieren oder Quatschen bin, gern mal. Dann sprintet er los, das Terriertier nutzt seine Chance - getreu dem Motto "wer schweigt, stimmt zu"..... :lachtot: *gg Klar - er hat ja das gewünschte Verhalten gezeigt, also darf er, denkt er. Ich muß also den Zeitraum nutzen, den er mir anbietet, um das von mir gewünschte Verhalten zu kriegen ;-) Wenn ich zu langsam bin, muß ich ihn halt holen wie beschrieben. Aber ich passe eigentlich schon gut auf, kenne ja meinen Pappenheimer, und die Variante, daß ich die Chance habe, ihn dazubehalten, wenn ich sage, er soll bleiben, reicht mir.

    Das ist das Lustige bei ihm: er geht auch unter Zäunen durch in fremde Gärten - gaaanz langsam, Millimeter für Millimeter, und guckt dabei, ob ich es sehe und ihn abrufe. Er gibt mir sozusagen die Chance. Wenn ich nix sage, geht er halt rein..... *gg Ich würde das nicht als top erzogen bezeichnen *gg, aber find´s lustig. Ist halt Terrier - jeden Tag aufs Neue austesten, ob Fraule aufpaßt...

    Aber Deine Frage zeigt mir, daß ich ihn eigentlich erstmal darauf trainiert habe, zwar zu fragen, und dann auf meinen Wunsch hin dazubleiben, noch nicht aber darauf, zu bleiben, wenn er nicht explizit freiggeben wird. Hmmmm - mal sehen, ob mir das so gefällt, bei näherem Betrachten.... ;-)

  • Ich bin immer dafür, dass sie von anderen Hunden lernen, dass dieses Rüpelverhalten echt bescheuert ist. Dazu brauch man natürlich einen 'gleichstarken' Gegner, der nicht gleich umfällt.

    Wer rüpelig ist bekommt von Aimee eins auf die Nuss. Genauso wie sie früher (auch ungefähr in dem Alter) eins auf die Nuss bekommen hat, wenn sie unhöflich war. Sie hat auch immer fixiert und das hat sich dann quasi in Luft aufgelöst.

    Natürlich müssen wir steuern und aufpassen, ich denke aber, das Hunde, wenn man kontrolliert vorgeht mehr von sich selber lernen. Ich denke nicht, dass du mal in meinem Thread unterwegs warst, aber zwischen Aimee, Rocco und Duncan gibt es oftmals Bilder, die aussehen wie moderne Hundekämpfe :p das sind dann die Korrekturen untereinander. Die drei sind übrigens absolut harmonisch zusammen.

    Man braucht dafür eben zu üben einen gut sozialisierten gleichstarken Hund.

    Aber das ist meine Meinung, ich weiß, dass es die Fraktion 'mein Hund darf gar nix selber machen' gibt. Im Großen und ganzen richtig, aber in manchen Fällen finde ich es hilfreich wenn sie sich selber erziehen.

  • tönt als hätte der Hund längstens kapiert: Abruf oder Leine = irgendwo taucht bestimmt ein Hund auf.

    Was ich mit einem solchen pubertierenden Kerlchen tun würde?

    Schleppleine (nein, nicht als Allheilmittel) um ihn in meinem Radius zu behalten damit er gar nicht erst wegrennen kann. Tagesration Futter in einen Beutel und damit über den Tag verteilt erarbeiten lassen während dem Spaziergang.
    Wenn weit und breit nichts in Sicht ist, Hund ableinen, mal ein paar Spieleinheiten machen, wieder her holen, freudig an der Schlepp weiter gehen.

    Mit oder ohne Klicker den Hund zwischendurch konsequent im Gehorsam halten, aber immer mit Spass. Wenn ein Hund auftaucht, umkehren, Hund zu mir holen, feinifeinihundeli :) wieder umkehren und am anderen Hund vorbei. Entweder mit Blickkontakt (dein Hund zu dir) oder einfach im Fuss wie in der HuSchu.
    Solange er noch Mühe hat mit dem konzentrieren auf dich bei Hundebegegnungen, halte den Abstand zum anderen Hund so gross wie möglich. Wenn es vom Platz her geht, weiche weit aus. Mit der Zeit kann man dann den Abstand wieder verringern.

    Selber runter kommen und das genervte möglichst beiseite stellen. Macht alles nicht einfacher.

    Wenn du selber unsicher bist, nimm deinen HuSchu Trainer mit auf einen Spaziergang bei euch zu Hause und lasse dir konkret von ihm vor Ort helfen.

  • Huhu Sylvie,

    da geht's aber rund bei euch.

    Ich denk, wichtig ist, die Einstellung zu ändern und negative Gefühle wegzulassen. Ja, ich weiß, das sagt sich so leicht.
    Kannst du nicht einen Weg wählen, wo nicht so viele Leute gehen? Mein erster Gedanke war auch: Schleppleine. Ich dachte mir auch sofort, dass Mr. Barbet schon längst kapiert hat, dass etwa Spannendes im Anmarsch sein muss, wenn du rufst.

    Zitat

    Wenn ich aber so wie in der Hundeschule "in freier Wildbahn" versuche zu agieren, dann scheitert das oft an anderen Dingen. Wir haben z. B. im Wald einen Rauhhaardackel mit einem betagten Halter, der zwar meinen Hund irgendwie nicht leiden kann, der aber sehr gesprächig ist. Wenn ich versuche, meinen Hund schnellen Schrittes links an dem Hund + Halter vorbeizuführen, geht das einerseits natürlich nicht in gelassenem "Bei Fuß", andererseits bleibt der Dackelhalter dann ausgiebig stehen, lässt seinen Hund frei laufen und quakt mich voll. :/ Na ja, aber das nur am Rande.

    DAS wäre aber mein kleinstes Problem. Da würde ich die "Dreistigkeit" besitzen und dem Halter zurufen "Sorry, ich bin im Training und muss schnell weiter" oÄ.

    Zitat

    Ich hab momentan dazu einfach keine strikte, kontinuierliche Idee und keinen Plan und muß meine Gedanken dazu sortiert bekommen, einen richtigen Ansatz finden und wissen, wie es danach weitergeht. Ich stehe da derzeit wie vor einem Haufen verhedderter Wollknäuel und muß gucken, welches ich zuerst aufwickle, wie und eins nach dem anderen und so.

    Wie wildsurf schon schrieb: Kannst du nicht den Trainer mal mitbitten? Vor Ort sich das anzuschauen und Tipps zu geben wäre ja viel hilfreicher als HuSchu - dort scheint er es ja (so einigermaßen?) verstanden zu haben.

    Wie ist das denn eigentlich, wenn jemand anders mit ihm geht - dein Mann zB.?

  • :joint:

    Zitat

    Wenn ich aber so wie in der Hundeschule "in freier Wildbahn" versuche zu agieren, dann scheitert das oft an anderen Dingen. Wir haben z. B. im Wald einen Rauhhaardackel mit einem betagten Halter, der zwar meinen Hund irgendwie nicht leiden kann, der aber sehr gesprächig ist. Wenn ich versuche, meinen Hund schnellen Schrittes links an dem Hund + Halter vorbeizuführen, geht das einerseits natürlich nicht in gelassenem "Bei Fuß", andererseits bleibt der Dackelhalter dann ausgiebig stehen, lässt seinen Hund frei laufen und quakt mich voll. Na ja, aber das nur am Rande.


    Du solltest lernen gelassener zu werden und so etwas nicht als " Scheitern " zu bewerten. Das ist das Leben, nicht mehr und nicht weniger.

    Du scheinst sehr ehrgeizig zu sein, scheinst dich aber gleichzeitig durch die Schwangerschaft " eingeschränkt " zu fühlen.
    Du machst den alten Mann für die misslungene Leinenführigkeit verantwortlich, du rechtfertigst dich, das solltest du lassen, denn das macht dich zum Opfer.

    Du solltest lernen, gedanklich mehr im " Hier " zu bleiben, und die Situationen entsprechend zu managen ( seinen Radius einschränken z.b., hab ich in dem Alter ständig gemacht)

    Dass die Leinenführigkeit mal kurzfristig vergessen wird, weil da auf einmal eine sehr hohe Ablenkung am Wegesrand steht, ist normal. Sieh es als Chance daraus zu lernen. Nicht als Niederlage.
    Ich habe fertig :joint:

  • Ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen. Meine beste Freundin hat eine Hündin, die ein ähnliches verhalten zeigt. Ich bin selber gerade in der 40. Woche schwanger und würde ne Kriese bekommen wenn ich so einen Hund hätte (Speziell auch mit dem Hintergedanken, dass in naher Zukunft einfach die Zeit feheln wird intensiv an den Problemen zu arbeiten)

    ich könnte mir vorstellen, dass bei euch wirklich erstmal der Schlüssel in der Impulskontrolle liegt. Wie du schon gesagt hast, kennst du die Übung mit dem Leckerchen in der Hand.
    So würde ich in jedem Fall anfangen und erst immer steigern, wenn das wirklich sitzt. Der nächste Schritt könnte sein, dass du deinen Hund sitzen lässt und ein Leckerchen auf dem Boden in deiner Nähe platzierst. Dieses darf erst auf dein OK genommen werden. Wenn das sitzt kannst du das Leckerchen werfen, dein Hund darf erst hin, wenn du das OK gibst. Nächster Schritt z.b. wirf ein Leckerchen rufe deinen Hund zu dir und schicke ihn dannzum Keks. Ich denke denke, da ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Wichtig ist, arbeite in ganz kleinen Schritten und halte deinen Hund wärend der Übungen an der Leine falls du dir nciht sicher bist, dass er es aushalten kann. Denn er sollte nicht selbstständig handeln und so zum Erfolg kommen. Wenn du merkst dass eine neue Übung noch zu schwer ist gehe lieber wieder einen Schritt zurück.

    Wenn das mit Leckerchen klappt kannst du das Gleiche auch mit einem Ball o.ä. machen, ihn mal kurz mal länger warten lassen usw.

    Als nächstes würde ich einfach ein bisschen an der Leinenführigkeit trainieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerde die Übung, die du beschrieben hast (mit dem Stehenbleiben) bei sehr temperamentvollen Hunden nicht so viel Sinn macht. Da sich durch das Stehenbleiben die Energie und der Frust nur weiter staut und nciht abgebaut werden kann. Meine Freundin hat gut Erfolge erziehlt, indem sie ihrer Hündin einfach gezeigt hat, was sie von ihr möchte in dem sie 1. die Richtung gewechselt hat, sobald der Hund angefangen hat vor ihr zu laufen und 2. sie dicht an ihr Bein geholt hat wenn sie eine große seitliche Distanz aufgebaut hat.
    Diese Übung immer mit sehr viel Ruhe und Geduld wiederholt mit dem Hund wenig gesprochen und sie auch wenig angeguckt weil das bei ihr schon ausreichte, dass sie wieder aufdreht.
    Bei der Leinenübung ist es wichtig gewesen eine möglichst kurze Leine (etwa 1,2m) zu verwenden um dem Hund von vornherein wenig Spielraum zu geben. Wichtig ist, dass möglichst nie Spannung auf der Leine ist und du schon reagierst, wenn dein Hund anfängt zu denken er könnte vorlaufen oder seitlich ausbrechen.
    Bei der Leinenübung wird kein Kommando verwendet weil der Hund einfach lernen soll, dass er auch ohne Kommando ganz entspannt neben dir laufen soll.

    Schon nach wenigen Wiederholungen gab es erste Erfolge und sie konnten mehrere meter entspannt laufen (auch wenn andere Hunde in der Nähe sind)

    Kontakt zu Hunden oder Menschen gibt es erst, wenn der Hund völlig ruhig und entspannt an der Leine ist.

    Warum eine Spielattake zu einem ernsthaften Angriff werden kann... Hunde Kontakte sollten von beiden Seiten immer höflich und mit wenig Energie verlaufen damit erstmal ausgelotet werden kann, wie der Andere so drauf ist.
    Wenn ein Hund so unhöflich den Kontakt aufnimmt, wie du es bei deinem beschreibst, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Fass überläuft und der andere Hund sich das nciht gefallen lässt. Ich nehme an, dass dein Hund zur Zeit noch ausprobiert wie weit er gehen kann, stoppt man das nicht jetzt sofort, wird das verhalten mit Sicherheit schlimmer. Nicht jede Spielaufforderung ist auch eine solche, ob es ein Spiel ist, kann man in der Regel gut an der Reaktion des anderen Hundes sehen. Geht er darauf ein, war es wahrscheinlich eine Spielaufforderung, geht er nicht darauf ein und weicht eher zurück oder geht nach vorne, war es ein wahrscheinlich eher Scheinangriff seitens deines Hundes.

    Da ist es einfach Sinnvoll einen Blick für solche Situationen zu bekommen, das dauert aber und man muss es erst lernen :)

  • Huhu,

    ich hatte Dich falsch verstanden und es hörte sich für mich so an als würde Dein Hund zu jedem Hund preschen.
    Also erstmal SORRY hierfür, da hab ich falsch gelesen und angreifen wollte ich Dich wirklich nicht :smile:

    Anscheinend hat der Herr Hund wirklich verknüpft... Ruf+Leine= Es könnte was spannendes passieren (Hund kommt).
    Jetzt rufst Du ihn ja schon oft und das finde ich gut und würde es auch so weitermachen.
    Ich finde auch, gerade in Zeiten der Pubertät, nicht schlimm jedes richtige Verhalten zu belohnen.
    Ich hab zb jeden Blick gelobt, jedes sich langsam einem Hund nähern, befolgen von Kommandos, das Herankommen ob freiwillig oder auf Ruf, Bögen um Jogger laufen usw. Einfach alles was mir gut gefallen hat!
    Deshalb fühle ich mich nicht wie ein Leckerchenautomat! Wir bauen auch gerade Leckerchen bzw Belohnung durch Spiel ab, aber wie bitte soll man sich sonst für den Hund interessant machen?

    Das Du mit Babybauch nicht toben und spielen kannst das verstehe ich voll und ganz!
    Aber mach es doch einfach anders...
    Zb Kommando "Sitz", Leckerchen auf die Wiese werden (Hund darf nicht los = Impulskontrolle) und dann sucht ihr zusammen. Das ist nicht so anstrengend aber eine tolle gemeinsame Beschäftigung!
    Das kannst Du später auch bei Hundebegegnungen machen. Du bist dann einfach interessanter :smile:

    Oder noch zur Impulskontrolle:
    Nimm ein Spielzeug und gib Kommando "Sitz". Leg das Spielzeug neben Dir auf den Boden, Hund muss sitzen. Heb es wieder auf und gib eine Belohnung. Dann kannst Du das steigern.
    Spielzeug fallen lassen, dann 10 cm werfen, dann 20 cm usw.
    Wenn Dein Hund apportieren kann, darf er dann irgendwann das Spielzeug holen und zu Dir bringen.
    Wichtig ist, dass er sich nicht selbstbelohnend das Spielzeug schnappt und damit von Dannen zieht!

    Und warum aus dem rüpelhaften Spiel Aggression werden kann...
    -Nicht alle anderen Hunde verstehen das als Spiel und sie könnten mit Gegenwehr reagieren. Gerade wenn das Abschnappen bei so einem Youngster nichts bringt kann sich das schön hochschaukeln.
    -Bei einem Hund der leicht erregbar ist kann die Laune schnell umschlagen. Erst ist es Spiel, dann Pöbeln, dann Streiten/Streit suchen.
    -Der Hund lernt ziemlich schnell wen er unterbuttern kann, denn nicht jeder andere Hund kann sich bei Rüpelei zur Wehr setzen. Unterbuttern kann dann zum "Hobby" werden.

    Deshalb würde ich ihn gar nicht so spielen lassen oder nur mit ausgewählten Hunden von denen Du weisst, dass sie im richtigen Moment eine Grenze setzen können und darauf auch reagiert wird.

    So jetzt Schluss! Sorry für den langen Text aber ich hoffe ich konnte ein paar Fragen beantworten und jetzt gilt für Dich... Cool bleiben und Kopf hoch :cuddle:

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