Zwei Hunde artgerechter ?

  • Zitat

    Kommt total auf den Hund an. Unseren beiden, Mutter & Sohn, wären jeder alleine -zigmal glücklicher gewesen.

    Magst du mal sagen wieso?

    Ich finde das total schwer einzuschätzen bei meiner Hündin. Sie spielt draußen selten mit anderen Hunden und wenn macht es immer den Eindruck als wenn sie angespannt ist und eher rumrauft als wirklich ausgelassen zu spielen. So will sie zwar zu jedem Hund hin, aber nur kurz schnüffeln und dann gleich weiter.

    Beim Hundesitter sind auch zwei Hunde. Mit dem Weibchen arrangiert sie sich, aber das Männchen mag sie schon. Da wird sich auch öfter abgeschleckt.

    Wie habt ihr denn euren Zweithund ausgesucht?
    Und woran erkennt man vorher schon das der eigene Hund keinen Partner braucht/will?

  • Zitat

    Ich hatte über 20 Jahre nur einen Hund und nun habe ich seit 1einhalb Jahren zwei zusammen:

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    Nie wieder einen alleine!

    So ähnlich siehts bei uns auch aus:

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    (Nur nicht ganz so schmusig. Sind ja auch zwei Jungs... :headbash: Die kuscheln nicht so wie Mädchen... :D )

    Ich denke da kommt es wirklich total auf den Einzelhund an. Sidney ist total verträglich mit Artgenossen und hat sich früher, als er noch Einzelhund war, immer über einen Spiel- und Raufkameraden gefreut. Allerdings war nie einer dabei, von dem wir dachten.... DER ist es!
    Bei Joker ganz anders. Sidney ist von Anfang an ganz anders mit dem Kleinen umgegangen als je mit einem Hund zuvor. Ich hab ihn noch nie so... vertraut und zufrieden mit einem anderen Hund gesehen. Das hat einfach gepasst und die beiden sind ein harmonisches Paar :)
    Ich denke, er war als Einzelhund nicht unglücklich - aber man merkt ihm an, dass er jetzt zufriedener ist.

  • hallo,

    ich finde auch, dass es auf die hunde ankommt. persönlich habe ich zum zweitenmal 2 hunde zusammen. und das passt wie der berühmte allerwerteste auf den eimer.
    beide male durfte allerdings mein ersthund den zweiten mitauswählen. bei pearlie habe ich so gesagt: wenn sie nur mir gefällt, zieht sie nicht ein. und genauso, wenn sie nur scout gefällt, zieht sie nicht ein.
    ok, die entscheidung fiel innerhalb von einer minute. da war dann klar, dass es für uns beide passt. pearlie ist bisher als hund 5 der einzige, der sozusagen spontan eingezogen ist, weil es der richtige hund zu einer zeit war, als es noch gar kein 2. werden sollte. aber wenn's passt, soll man zuschlagen.

    pamina und fairy hatten 5 wochen zeit, sich kennenzulernen, bevor fairy mit 8 wochen eingezogen ist. zwei tage lang fand pamina sie dennoch ein bisschen lästig, bevor sie voll und ganz adoptiert war und sich ein dreamteam gebildet hatte.

    lediglich mein erster hund, neuf konny, wollte nicht unbedingt einen anderen hund bei sich haben auf dauer. draußen hatte sie etliche gute kumpels, die sie auch in der wohnung geduldet hat, mehr aber auch nicht.

    ich genieße das leben mit zwei hunden. und wenn ich scout und pearlie frage würde, würden sie mich wohl für verrückt halten, überhaupt so eine frage zu stellen. sie haben spaß miteinander und halten zusammen wie pech und schwefel. für diese beiden ist es definitiv artgerecht, zusammen zu leben.
    bei scout und früher bei pamina hatte ich allerdings auch nie den eindruck, dass sie als einzelhund mit kontakt zu hundefreunden irgendwie unglücklich gewesen wären.

    lg cjal

  • Lee würde sofort den Zwerg aussetzen, so wie jeden Welpen/nervigen Junghund (Pepps war die große Ausnahme) ;D Pan und Juri mag sie aber und ich behaupte, sie lebt gerne mit ihnen.
    Juri ist ein Rudelhund durch und durch. Ihm helfen andere Hunde enorm und er braucht mind. 1 weiteren Hund für Dinge wie Körperkontakt (das hat man nach Peppers Tod extrem gemerkt..Lee duldet sowas ja nicht).

    Tja und die Kleinen? Die sind happy mit ihrem Leben. Man muß nichts regeln (das tut Lee), man hat genug Auswahl an Hunden zum toben, usw.

  • Ja, klar: Sie lebten zwar neun Jahre lang total reibungslos miteinander, aber sie lebten wirklich nur nebeneinander her.

    Es gab also weder Spiel noch Kontaktliegen noch irgendwelche "gemeinsamen Aktivitäten" auf Spaziergängen. Sie waren beide hündische Eigenbrötler mit verschiedenen Temeramenten und Hobbys, hatten sich innerhalb der Familie verschiedene Bezugsmenschen gewählt und lebten sichtlich auf, wenn sie mit denen eine Solounternehmung starten durften.

    Ärger gab es, wie gesagt, nie auch nur ansatzweise, weil die Hündin so absolut das Sagen hatte, daß da nie Diskussionsbedarf bestand. Daß das ihren Sohn durchaus belastete, wurde klar, als seine Mutter schließlich starb: Der Rüde, damals neun und noch nie alleine gewesen, "trauerte" nicht etwa, sondern blühte ruckzuck dermaßen auf, daß es schon fast peinlich war. Ich bin mir ziemlich sicher, daß die letzten sechs Jahre als Solohund für ihn die glücklichste Zeit seines Lebens waren.

  • pardon - die Antwort ging an Sina!

    Die Hündin war übrigens schon als Welpe diejenige, die kaum je spielte, sondern ein sehr ernsthafter, zielgerichteter Arbeitshundetyp war. Ihr Sohn war dann der Eigenbrötler im Wurf - bei beiden war also früh zu sehen, daß ihr Interesse an Zeitvertreib mit Artgenossen sich in engen Grenzen hielt.

    Die Mutter der Hündin und Großmutters des Rüden dagegen lebte unglaublich eng mit ihrem Hundepartner zusammen. Er war ein großer, würdevoller DSH/Boxermixrüde, sie ein kleiner Pudelmixquirl, und beide unzertrennlich - ich hab nie wieder ein so harmonisches, entzückendes Hundepaar erlebt.

    Es ist also wirlich, wie fast alles, total vom individuellen Tier abhängig.

  • das ist absolut individuell. Wenn ich damals schlauer gewesen wäre wie heute, hätte ich meiner Angar vieles ersparen können. Sie war ein absoluter Einzelhund. Sie hat unter der Gesellschaft von Shiva gelitten. Und Shiva unter der Ignoranz von Angar.

    Es kam ganz ganz selten vor, das Angar Shiva mal als "Mitbewohner" registriert hat.

    Und aus dieser Erfahrung heraus wird unser Jordan immer ein Einzelhund bleiben. Auch wenn er sich ganz dolle mit anderen Hunden versteht. Weil das noch lange nicht heißt, das er auch einen immer anwesenden akzeptieren würde. Und ich einfach keinen Bock mehr habe mir den Kopf zu zerbrechen ob ich alles richtig mache oder falsch.

    Jordan ist glücklich so wo und wie er ist....und da werde ich nichts dazwischenbringen. Die Brühe muss ich nicht nochmal trinken.

  • Meine Hündin kommt ursprünglich von der Straße, und ich hab den Eindruck, dass sie sehr glücklich ist, endlich mal alle wichtigen Ressourcen nur für sich allein zu haben. Sie würde wahrscheinlich einen Zweithund dulden, wenn ich das verlangen würde, aber wenn sie die Wahl hat, bleibt sie Single. Und das darf sie auch. Muss für sie eine echte Erholung sein.

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