Hundeerziehung nur mit positiver Verstärkung

  • Angst sollte er keine haben, das mit dem weggehen beim anleinen ist nicht immer und wenn dann stellt er sich nun ins Wohnzimmer und kuggt mich mit erhobenen Kopf und Aufgerichteten ohren fragend ann. Oft kommt er auch beim ersten mal, manchmal muss man halt nochmal mit mehr nachdruck rufen das er dann kommt. Mir kommt es fast so vor als hätte er einfach keine Lust aufs rausgehen zu diesem Zeitpunkt.

    Ich Frag mich halt nur wie man so einen Konflikt Positiv lösen kann.

  • Na, wenn das rausgehen für ihn manchmal negativ ist, dann mach es besonders nett für ihn. Was passiert denn draußen, dass er da keinen Bock drauf hat? Oder auch: Was passiert da nicht?
    Ich hatte noch nie einen Hund, der nicht gerne rausgegangen wäre... deshalb muss es da doch einen Grund geben?
    (Ach doch! Mein Hund sollte mal während eines Urlaubes bei Freunden bleiben und weigerte sich dort, die Wohnung zu verlassen, weil die Treppe steil runter ging und am Ende ein bodentiefes Fenster war! Andere Freunde mussten ihn dort abholen und ihn die Treppe runter tragen (40 Kilo))

    Halsband doof? Geschirr doof? Treppe doof? Spaziergang zu langweilig? Irgendwas draußen doof? (Autos, Hunde, Menschen, Mülltonnen, sich im Wind bewegende Grashalme....) Du doof? (schlechte Laune gehabt?) Hund müde, Hund Schmerzen, Regenwetter... Da gibt es viele mögliche Ursachen. Ohne die (halbwegs) zu kennen oder zu erahnen, wurschtel ich nicht mit positiver Verstärkung an irgendwas rum. (und ganz sicher nicht mit Strafreizen)

    Lieben Gruß

    Kirsten

  • Wie reagiert er denn auf das Anleinen?
    Mein Hund hatte lange "Angst" vor der Leine. Damit meine ich, dass er nicht angeleint werden wollte, wenn wir raus gingen. Er hat dann nicht gezittert o.ä., ist aber in der Wohnung immer Richtung Couch gerannt, weil er das Geschirr und die Leine nicht angezogen kriegen wollte.
    Vielleicht hat das dein Hund auch?


    Zitat

    Na, wenn das rausgehen für ihn manchmal negativ ist, dann mach es besonders nett für ihn. Was passiert denn draußen, dass er da keinen Bock drauf hat? Oder auch: Was passiert da nicht?
    Ich hatte noch nie einen Hund, der nicht gerne rausgegangen wäre... deshalb muss es da doch einen Grund geben?
    (Ach doch! Mein Hund sollte mal während eines Urlaubes bei Freunden bleiben und weigerte sich dort, die Wohnung zu verlassen, weil die Treppe steil runter ging und am Ende ein bodentiefes Fenster war! Andere Freunde mussten ihn dort abholen und ihn die Treppe runter tragen (40 Kilo))

    Halsband doof? Geschirr doof? Treppe doof? Spaziergang zu langweilig? Irgendwas draußen doof? (Autos, Hunde, Menschen, Mülltonnen, sich im Wind bewegende Grashalme....) Du doof? (schlechte Laune gehabt?) Hund müde, Hund Schmerzen, Regenwetter... Da gibt es viele mögliche Ursachen. Ohne die (halbwegs) zu kennen oder zu erahnen, wurschtel ich nicht mit positiver Verstärkung an irgendwas rum. (und ganz sicher nicht mit Strafreizen)

    Lieben Gruß

    Kirsten


    :gut:

  • Danke, dass du das ganze näher erläutert hast, TS.

    Kann der Hund denn gewisse Kommandos wie Sitz, Platz, Bleib, Fuß....?
    Gibt es bestimmte Regeln bei euch?

    Wie hast du dich eigentlich verhalten als dein Hund dich angeknurrt hat?

  • Sitz und Platz kann er eigendlich. Eigendlich deswegen da er desöfteren "Bedenkzeit" braucht. Man gibt ihm das Komando er schaut einen an und setzt sich dann doch nach 2 sec. Das hat er bei allen Komandos. Aber zumindest macht ers, bei den Vorbesitzern war dann eher die Option das er etwas anderes gemacht hat Hauptsache nicht das Komando (im Idealfall Spielend durch die Wohnung gehüpft), Er konnte sich halt immer Irgendwie rausmogeln. Deswegen ist das auch glaubich keine Angst vor Halsband, Gassi gehen, ... sondern schon eine Taktik von Ihm.

    Bei uns lassen wir ihm das nicht durchgehen, wenn er sich versucht zu entziehen wird ihm der weg versperrt oder mit Körpersprache gearbeitet um sich durchzusetzen, selten muss man ihn mal anpacken und dann ist das mit Sprichwörtlichen "Handauflegen" erledigt wie oben beschrieben.

    Ich hab halt nur bedenken was ist wenn er das auch mal mit einem "lieber etwas anderes" beantwortet. Es gibt bestimmt genug wege sich noch weiter durchzusetzen, ob man das kann/möchte ist eine andere Frage.

    Deswegen würde ich gerne wissen wie andere solche Konfliktsituationen auf eine Positive art lösen.

  • ein leben/erziehen nur auschließlich mit positiver verstärkung... sorry aber das kann ich mir einfach beim besten willen nicht vorstellen.

    kinder bekommen ja auch kein gummibärchen,nur weil sie die schmutzigen finge vom weißen sofa nehmen,nur mal so als beispiel, da wird schon deutlich gesagt das das nicht ok ist.
    warum soll das beim hund anders sein???

    das hat ja nichts mit gewalt zu tun,sondern zeigt einfach nur klar wo eine grenze ist.

    gerade das knurren wäre für mich schon grund genug klar und deutlich grenzen aufzuzeigen... womit nicht gemeint ist das der hund nicht auf sofa dürfen soll,sondern nur ihm geziegt wird das er damit zu weit geht.

    unser darf auch auf sofa,soll aber auch die anweisung befolgen wenns heißt runter da(was auch ohne probleme klappt)

    lg kirsten

  • Zitat

    ein leben/erziehen nur auschließlich mit positiver verstärkung... sorry aber das kann ich mir einfach beim besten willen nicht vorstellen.

    Das gibts auch nicht und das tut die TS auch nicht gemäss ihrem letzten Beitrag.
    Was ich versuchen würde: Ihm das Signal "runter" beibringen und die Couch erst mal wieder für einige Zeit zur Tabuzone erklären. Geht er trotzdem rauf in einer solchen Situation, würde ich aus dem Zimmer gehen, Zimmer schliessen (Sozialentzug ist für manche Hunde Höchststrafe, gerade wenns um solche "Spiele" geht) und erst nach einigen Minuten zurückkehren. Ihm dann das Signal nochmals freundlich geben.

  • Zitat

    Deswegen ist das auch glaubich keine Angst vor Halsband, Gassi gehen, ... sondern schon eine Taktik von Ihm.

    Das habe ich beim ersten lesen schon gedacht

    Bei uns lassen wir ihm das nicht durchgehen, wenn er sich versucht zu entziehen wird ihm der weg versperrt oder mit Körpersprache gearbeitet um sich durchzusetzen, selten muss man ihn mal anpacken und dann ist das mit Sprichwörtlichen "Handauflegen" erledigt wie oben beschrieben.

    Ich hab halt nur bedenken was ist wenn er das auch mal mit einem "lieber etwas anderes" beantwortet. Es gibt bestimmt genug wege sich noch weiter durchzusetzen, ob man das kann/möchte ist eine andere Frage.

    Deswegen würde ich gerne wissen wie andere solche Konfliktsituationen auf eine Positive art lösen.

    Einfach weiter so durch setzen wie du es gerade tust, ich denke du bist auf dem richtigen weg

  • Zitat

    Sitz und Platz kann er eigendlich. Eigendlich deswegen da er desöfteren "Bedenkzeit" braucht. Man gibt ihm das Komando er schaut einen an und setzt sich dann doch nach 2 sec. Das hat er bei allen Komandos. Aber zumindest macht ers, bei den Vorbesitzern war dann eher die Option das er etwas anderes gemacht hat Hauptsache nicht das Komando (im Idealfall Spielend durch die Wohnung gehüpft), Er konnte sich halt immer Irgendwie rausmogeln. Deswegen ist das auch glaubich keine Angst vor Halsband, Gassi gehen, ... sondern schon eine Taktik von Ihm.

    Bei uns lassen wir ihm das nicht durchgehen, wenn er sich versucht zu entziehen wird ihm der weg versperrt oder mit Körpersprache gearbeitet um sich durchzusetzen, selten muss man ihn mal anpacken und dann ist das mit Sprichwörtlichen "Handauflegen" erledigt wie oben beschrieben.

    Ich hab halt nur bedenken was ist wenn er das auch mal mit einem "lieber etwas anderes" beantwortet. Es gibt bestimmt genug wege sich noch weiter durchzusetzen, ob man das kann/möchte ist eine andere Frage.

    Deswegen würde ich gerne wissen wie andere solche Konfliktsituationen auf eine Positive art lösen.

    Ich würde die Erziehung umstellen und nicht erst bei den Konflikten anfangen. Es scheint mir, als ob sämtliche Tricks (nichts anderes ist Sitz, Platz etc...) über Androhung von Strafe trainiert wurden. Da gehört es zur Höflichkeit des Hundes, dass er sich dem Konflikt entzieht und vor allem langsam agiert. Vermutlich ist auch das Anleinen zum Rausgehen ein solcher Konflikt, dem er aus den Weg gehen möchte. Es ist sehr höflich von ihm sich lieber zurückzuziehen bei einem Konflikt. Blöderweise wird er hier nun vom Mensch verfolgt, der offensichtlich den Konflikt ausfechten möchte bzw. ihn weiter bedroht. Ihm bleibt ja keine Wahl als irgendwann mal eine Grenze zu setzen (Drohen).

    Schonmal überlegt solche Tricks über Belohnung ganz neu aufzubauen und damit die Freude mit ins Spiel zu bringen? Dann darfst Du aber die alten Signale (auch die Sichtzeichen) nicht mehr verwendet, denn die sind mit der negativen Stimmung behaftet.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Also ja, als erstes würd ich all das beherzigen, was Corinna gesagt hat.
    Dann empfehle ich dir un unbedingt, dieses Buch zu kaufen und es durchzuarbeiten.

    Damit solten deine Probleme beseitigt sein :)

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