Alpha, Rangordnung, Rudelchef JA ODER NEIN?!

  • Fusselflitz: Super! :gut:

    Ich hab diese ganzen Begriffe für mich ersetzt mit :

    Lebensweltgestalter: Ich bin verantwortlich für die Lebenswelt meiner Hunde, vom Schlafplatz bis zur Raumtemperatur, vom Futter bis zur medizinischen Versorgung, von Freizeitgestaltung bis Spaß inne Backen.

    Hunde-Lehrerin: Wie oben bereits so treffend beschrieben: Ich habe den Job, den Hunden beizubringen, wie das Leben hier für sie möglichst gut funktioniert.

    ...und ein bisschen Verhaltensforscher, weil ich MEINE Hunde besser verstehen will. (und nicht irgendwelche Wölfe oder andere Hunde)

    Lieben Gruß

    Kirsten

  • "...nicht genetisch prädisponiert..."
    Naja, du persönlich vielleicht nicht, aber homo sapiens insgesamt durchaus! Nicht zuletzt deshalb funktioniert das Zusammenleben von Canis lupus und homo sapiens seit Jahrtausenden so einzigartig!
    LG

  • Zitat

    "...nicht genetisch prädisponiert..."
    Naja, du persönlich vielleicht nicht, aber homo sapiens insgesamt durchaus! Nicht zuletzt deshalb funktioniert das Zusammenleben von Canis lupus und homo sapiens seit Jahrtausenden so einzigartig!
    LG


    :D sicher? wären die Hunde nicht so anpassungsfähig und nachsichtig mit uns Menschen würde manches wohl etwas anders aussehen.

  • Hier haben wir ein Rudel, das konstant aus etwa 15 Hunden besteht, plus ab und an ein Neuling. Der 'hier beliebigen, neutralen Begriff einsetzen', an dem sich alle orientieren, ist menschlich und trägt die Verantwortung, er trifft wichtige Entscheidungen (hier nennt man das leadership). Das ist alles. Im Falle eines Spaziergangs bestimmt er Richtung, Tempo, bestimmte Felder sind zu bestimmten Zeiten nicht erlaubt, im Falle von Meinungsverschiedenheiten greift er je nach Schwere ein. Das läuft fast ohne Kommandos ab, weil sämtliche Hunde sich an ihm orientieren, sie kennen es nicht anders. Trotzdem ist es natürlich ein Rudel mit allen Interaktionen, Charakteren und Beziehungen, die man sich vorstellen kann - vom 8 Wochen alten Spanielwelpen bis zum souveränen Altbloodhound.

    Interessanterweise gibt es eine recht klare Struktur unter den älteren Hunden. Von linearer Rangfolge kann keine Rede sein, aber bestimmte Positionen sind durchaus dauerhaft besetzt. Von daher finde ich, klar kann man sagen, Hunde etablieren untereinander keine dauerhaft stabile Hierarchie, aber durchaus eine, die stabil genug für ihren jeweiligen Alltag ist.

    Zur idealen Mensch-Hund-Beziehung wurde ja schon alles gesagt :smile:

    LG

  • Zitat

    Manu, Duhuuu... kann es sein, dass der Schäfi so ein bissl wie ein Mann zu handhaben ist?

    Ohne klare Anweisungen ( vorzugsweise Bedienungsanleitungen) ist der nämlich in der Regel sowas von aufgeschmissen...

    Jap genau SO meine ich das ;)

    Nix mit Kasernenton etc. sondern wie man nen Mann "nimmt"
    Den brüllste auch nicht an "MÄH DEN RASEN DU LUMP" ... Da gehste auch hin "Hasi... Der Rasen müsste mal wieder, ich weiss du hast viel zu tun aber *wimpernklimper"
    Vorher wurde klargestellt das es kein Schnitzel gibt ohne das er Deine Anweisungen befolgt( natürlich "liebevoll" ^^ ala" ich hatte keine Zeit für Schnitzel weil ich den Rasen mähen musste") ... Dann gibbet Gemüsesuppe :D Schritt für Schritt konditioniert, immer gleiche Abfolge, das Bild steht, er ist in Erwartungshaltung und macht was Du willst ^^
    Dann erledigt sich der brennende Hund oft von selber :pfeif:

  • Wenn homo sapiens nicht für das Zusammenleben mit Rudelstruktur & Rangordnung genetisch absolut prädisponiert ist, wüßte ich nicht, wer sonst?
    Da lassen sich doch überall die wunderbarsten Feldstudien betreiben, von der Schulhof-Clique über den Großbetrieb bis hin zum Militär, wo diese Rangordnung ja sogar noch unübersehbar optisch demonstriert wird - über Rangabzeichen nämlich.

    Und ja, ich hab auch oft den Verdacht, daß es mit uns & den Hunden weltweit deshalb so gut klappt, weil wir da, so verschieden wir sonst sind, im Kern ziemlich ähnlich ticken...

  • Grins, ähm jahaaa.... grad beim Bund fragt man sich doch des Öfteren, wie denn der Vorgesetzte auf seinen Posten kam. so manch einer ist nämlich alles, nur nicht in der Lage zu führen.

    Tja, und Schulcliquen? Schau doch mal genau hin.

    "Geführt" werden sie von großen Klappen, von coolen Typen.

    Doch die sind ganz schnell weg und unauffindbar wenn es denn hart wird und man wirklich führen muss.

    Und das ist nun auch keine Führungsqualität.

  • Abessinierin:
    Na klar sind Hunde extrem flexibel und (meistens) nachsichtig!
    Aber - wie man hier in zahllosen Threads sehen kann - sind viele Menschen genau das auch. Wie gesagt, deshalb klappt es ja so gut mit unserer Symbiose. Und das die längste Zeit ohne jede wissenschaftliche Untermauerung.
    LG ;)

  • Naja, warte mal: Der Hund sich für den Menschen auf`s Bellen verlegt.

    Dafür wurde aber seine Körpersprache und seine Mimik ein Stück weit runtergefahren.

    Er wurde für unsere Ansprüche und Bedürfnisse zurechtgezüchtet und ist somit in der Lage für uns Aufgaben zu übernehmen oder uns bei Aufgaben zu unterstützen.

    Wo hat sich Mensch für den Hund angepasst und ist flexibel?

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