Alpha, Rangordnung, Rudelchef JA ODER NEIN?!
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Bevor ich zu Ende lese...oh nein, ich tue es schon wieder...ich lese nicht zu Ende und antworte auf Beiträge....nicht Hauen!! Aber ich vergesse sonst, was ich fragen/einwerfen wollte :suess:
hansgeorg: Das sind aber interessante Beiträge von dir!
...aber warum Mutualismus und nicht Allianz/Protokooperation? Wie genau unterscheiden sich die Begriffe??? Ist Mutualismus eine engere Bindung als die Allianz?terriers4me: Das Foto finde ich großartig...wobei man dem Knaben ansieht, dass er eher ungern neben der Dame sitzt...so als Laie interpretiert

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Hi,
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Zitat
Hmmm, eher zuchtmässig, denn wir haben uns die Hunde und Haustiere allgemein aber auch unser Nutzvieh so zurechtgezüchtet, wie wir es denn brauchen.
Und wo haben wir uns an ein anderes Lebewesen angepasst um eine Gemeinschaft zu ermöglichen?
Der Mensch hat ohne Frage eine erstaunliche Entwicklung gemacht, nur war die nie auf die Zusammenarbeit mit einem anderen Lebewesen ausgelegt sondern auf das Überleben der eigenen Spezies ausgerichtet.
Wo hat sich der Hund angepasst um eine Gemeinschaft zu ermöglichen? Er hat sich als Stammvater uns angeschlossen, weil er einen Nutzen daraus hatte. Genauso wie der Mensch den Stammvater der Hunde nicht weggejagt hat, weil er einen Nutzen in ihm gefunden hat.Das selbe kann man auf alle anderen Nutztierarten und heutigen Haustiere ausbauen. Noch heute gibt es Menschengruppen die mit ihren "natürlich" Nutztieren weite Wanderungen machen, um ihnen die besten Weideplätze zu ermöglichen. Sicher ist das vom Menschen nicht uneigennützig, aber selbst das Leben in der Gemeinschaft Mensch und Mensch ist niemals uneigennützig. Von daher...
Ich habe letztens noch irgendwo die Behauptung gelesen oder gehört, dass sich der Mensch niemals so rasant weiterentwickelt hätte, wenn er nicht das Kochen und das Zusammenleben mit anderen Lebewesen in sein Leben eingeschlossen hätte. Von daher ist es doch eine Änderung. Genauso wenig aktiv gewollt wie die Veränderungen der Stammväter der heutigen Hunde. Was der Mensch später daraus gemacht hat, ist auch keine aktive Anpassung der Hunde an den Menschen sondern zum großen Teil Selektion durch den Menschen. -
Zitat
Wo hat sich Mensch für den Hund angepasst und ist flexibel?
In meinem Fall habe ich mich sehr an meinen Hund angepasst....flexibel bin ich auch.....ich erinnere mich noch an die Stunden auf dem alten Acker hinterm Haus weil Madame buddeln wollte....zerkratzte, blutige Beine, weil Jill den Rehen hinterher wollte (mit Frauchen im Schlepptau)...kaum soziale Kontakte, da ich neben der Uni nur mit Hundi am Gange war...später dann soziale Kontakte, weil die anderen auch Hunde hatten....Zimmer zum Intelligenzspielplatz umgebaut, damit Hundi nicht langweilig wird wenn Frauchen studiert....stinkende und dreckige Decken...mein heißgeliebtes Enten-Kuscheltier geopfert...kein Esstisch, kein Sofa, kein nix im Appartment, weil Jill sonst nicht genug Bewegungsfreiheit gehabt hätte (meine Oma dazu: hier wohnst du? Das kann man nicht Wohnung nennen, Mädchen! ich dazu: Jill und mir gefällts)
Ist natürlich alles mit einem Schmunzler zu verstehen
Ich weiß, dass deine Frage ernsteren Charakter hatte! -
Ist es denn ein Zeichen von Dominanz, wenn mein Hund vom Sessel aufsteht oder den Platz räumt wenn ich komme???
Wenn ja....dann muss ich mit Jill mal ein wenig diskutieren über ihre Rolle in unserem Team
Externer Inhalt www.greensmilies.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Jill ist anderen Hunden ggü total futterneidisch.
Abby (BernerSennen, 1 Jahr, Hündin meiner Schwester) musste die böse Erfahrung machen, dass die Oma da nix kennt von wegen "mein Futter mit nem anderen teilen". (Jill hat sie angeknurrt und abgeschnappt, KEINE Verletzung)
Mittlerweile darf Abby neben Oma am Futternapf sitzen und Oma mampft gemütlich ihr Essen, völlig entspannt und ohne Stress. Ist Oma fertig, darf Abby den Napf sogar nochmal ausschlecken.Mir oder anderen Menschen ggü hat Jill noch nie Futterneid oder sonstiges gezeigt.
Ich würde das nicht mit Dominanz erklären...sondern eher damit, das Jill unterscheidet zwischen Hunden, die ihr das Futter streitig machen könnten und Menschen, die eh was anderes futtern...deswegen dominiere ich aber Jill noch lange nicht...(dachte ich immer...)
...oder ist das jetzt ein schlechtes Beispiel?

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Um das herauszufinden hilft nur eins: Du musst in Zukunft vor ihren Augen Hundefutter essen :reib:
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Um das herauszufinden hilft nur eins: Du musst in Zukunft vor ihren Augen Hundefutter essen :reib:
Eins verspreche ich euch!!!
Sollte ich das tatsächlich mal machen, wird das bei Youtube reingestellt
Wobei....ich glaube, dann wird mich Oma überhaupt nicht mehr ernst nehmen....

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ich habe alles mal so in etwa überflogen und sag jetzt einfach mal nur, was ich so denke

Für mich ist ein Mensch ein guter Chef, wenn er der Fels in der Brandung ist. Wenn er immer noch weiß, wie es weiter geht und wo es lang geht. Wenn er respektvoll ist, gut planen und organisieren kann, wenn man ihm vertrauen kann und wenn er den Humor nicht verliert.
Trotzdem hat man vor dieser Person Respekt und bewundert sie.Für mich kann aber nicht jeder Mensch ein Chef sein. Ich finde es gibt so eine Art "Chef-Gen", dass man einfach so eine natürliche Souveränität hat.
Ich muss zugeben, dass ich kein perfekter Chef bin. Ich habe oft einen Plan, versuche auch immer richtig zu Entscheiden, aber ob das nun an meinem Alter oder Charakter liegt - ich bin auch schonmal genervt, gestresst, vielleicht auch unfair.
Im Bezug auf Hunden finde ich, dass man schon eine Chef-Rolle einnehmen sollte - aber eben die von einem guten Chef. Dazu muss man sich in den Hund hineinversetzen und eben danach entscheiden, was für Regeln es gibt und wie streng diese durchgesetzt werden müssen.
Irgendwo passt der Begriff Chef aber auch wieder nicht - wie leben in einer Familie, sehen uns immer, der Hund kennt mich komplett. Er kennt meine unglückliche Seite, meine verletzliche Seite, er kennt meine Stärken und auch meine Schwächen.
Auch der tollste Chef der Welt hat seine Schwächen - aber weil wir ihn nicht kennen wie einen Freund/ein Familienmitglied bemerken wir sie nicht immer - und das macht einen gewaltigen Unterschied aus.Familienmitglied ist er aber auch nicht so richtig... Ich diskutier mit ihm nicht alles aus, habe auch keine tiefgründigen Gespräche mit ihm. Ich bin liebevoll zu ihm, möchte das Beste für ihn und opfere immer Zeit für ihn. Er ist mir auch wichtig - aber meine Mama würde ich nicht zwingen auf ihrem Stuhl sitzen zu bleiben, wenn es klingelt...
Ein Freund ist er ja irgendwo schon, aber auch da fehlt irgendwie die Sprache... Mit meinen Freunden verbinde ich Gespräche, Unternehmungen, Spaß, Trost - und auch das ist mit nem Hund doch anders...
Wie ein Kind... ist er auch nicht wirklich. Er braucht Erziehung von mir, ich zeige ihm das Leben. Aber wir sind nicht eine Art. Ich kann ihm die Welt nicht erklären, wie ich es für ein Kind tun würde. Auch weiß ich nicht, wie ich als Mensch ihm "seine" Welt nahebringen kann.. Ich weiß nicht genau wie er sie sieht und was er sich darunter vorstellt und ob er sich überhaupt "Gedanken" über das Leben macht..
Aber die Verantwortung ihm gegenüber würde ich schon wie zu einem Kind beschreiben.Insgesamt bin ich also Chef, Familie, Mutter, Freundin... und Ich.
Irgendwie bin ich einfach Milos Mensch und Milo ist mein Hund... Was das wirklich ist, kann ich nicht sagen - aber es ist schön und macht mir Spaß.
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Grins, hans-georg, ich glaube, du verwechselst Dominaz mit schnöder Gewalt und körperlicher Übermacht.
Stell ich mir lustig vor, wenn ich 45 kg-Weib einen 120 kg mit körperlicher Gewalt dominieren will oder die Polizei einen Amokläufer via körperlicher Gewalt stoppen will.
Dominanz ist auch nicht laut oder hat was mit Kasernenhofton gmein, warum auch?
Wenn ich was will, dann setz ich das ganz ruhig und Plan durch und nicht lautstark oder mit Brachialität.
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Zitat
Grins, hans-georg, ich glaube, du verwechselst Dominaz mit schnöder Gewalt und körperlicher Übermacht.
Stell ich mir lustig vor, wenn ich 45 kg-Weib einen 120 kg mit körperlicher Gewalt dominieren will oder die Polizei einen Amokläufer via körperlicher Gewalt stoppen will.
Dominanz ist auch nicht laut oder hat was mit Kasernenhofton gmein, warum auch?
Wenn ich was will, dann setz ich das ganz ruhig und Plan durch und nicht lautstark oder mit Brachialität.
Was gibt es da zu verwechseln?
Dominanz hat viele Facetten.
Hirsche können z. B. durch reine Präsens andere Konkurrenten dominieren, oder sie müssen um ihre Vorherrschaft (Dominanz) um das Paarungsrecht kämpfen.
Das ist ein weitverbreitetes biologisches Phänomen, in der belebten Natur.
Oder anders ausgedrückt, oftmals reicht die physische oder psychische Präsens ohne Kampf und/oder mit Kampf (Gewalt), z. B. über Komment- oder Ernstkampf.
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Interessant eure Diskussion.

Ich würde sagen, dass der Hund im Laufe seiner Domestikation einen riesigen Vorteil errungen hat. Seine Fortpflanzung wurde gesichert, die Fixierung seiner Gene wurde über Generationen hinweg gefördert, ohne dass er sich dabei großartig anstrengen musste.
Wären seine Vorfahren nicht vom Menschen mitversorgt / teilversorgt worden, dann hätte er niemals so viel Energie auf seine Fortpflanzung verwenden können. Die Rundum-Versorgung eines Hundes sichert ihm sein Leben, alle seine grundlegenden Bedürfnisse (Futter, Wasser, Sicherheit) werden befriedigt, ohne dass er etwas machen muss (in den meisten Fällen fordern wir dafür eine grundlegende Kooperation). Er kann sich also mit seiner ganzen Energie darauf konzentrieren sich fortzupflanzen und seine Gene in die nächste Generation zu bringen. (U.a. Folgen davon: Hündinnen werden häufiger läufig, Rüden können das ganze Jahr über auf Brautschau gehen)
Soweit die biologische Sicht.
Hund konnte ja nicht wissen, dass wir so eine furchtbare Sache, wie die Kastration erfinden.Der Hund hat sich prinzipiell also nicht "für uns" verändert, sondern zu seinen Gunsten. Sicherlich stimmt es, dass wir von einer künstlichen Selektion durch den Menschen sprechen, indem er diejenigen Individuen auswählte, die ihm am kooperativsten erschienen, aber im Grunde gaben wir damit nur einem bestimmten Genpool bessere Chancen. Es lohnte sich also für den Hund bei dem Menschen zu bleiben, insbesondere für diejenigen Individuen, die der Mensch bevorzugte.
Unsere heutigen Hunde sind demnach keinswegs mehr in der Lage vollständig ohne Menschen auszukommen, viel besser: Sie wollen es nicht. Der Hund ist grundlegend kooperativ gegenüber dem Menschen. Einfach, weil es genetisch fixiert ist.
Deswegen ist eine Diskussion über Rudel- und Rangordnung im Vergleich mit Wölfen auch sinnfrei. Wölfe wollen nicht zwingend mit dem Menschen kooperieren, es gibt keine grundsätzlich und angeborene Veranlagung von Wölfen mit Menschen zu kooperieren - sie können gezähmt werden, aber sie sind nicht domestiziert. Hunde schon. Es gibt also ganz sicher eine ganz eigene Beziehung zwischen Menschen und Hunden. Und innerhalb dieser Beziehung können Menschen und Hunde verschiedene Positionen einnehmen, diese Positionen können situational veränderlich sein oder aber eine gewisse Stabilität aufweisen. Es gibt diese Beziehung aber nur zwischen Menschen und Hunden und sie funktioniert nicht wie eine Beziehung zwischen zwei Menschen oder zwischen zwei Wölfen.
Das wäre, als wenn man Äpfel mir Birnen vergleicht.Und wenn es darum geht einen schönen Begriff für diese Beziehung zu finden, dann trifft "Hundeführer" oder "Hundehalter" es mEn gut. Teamchef/anführer ist doch auch nett. Aber am Ende ist es doch nur ein Begriff, da würd ich mich nicht dran aufhängen.
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