Alpha, Rangordnung, Rudelchef JA ODER NEIN?!

  • Zitat

    Zum Beispiel da, daß er ihn auf sein Sofa läßt.....*g*

    :gut: und wo er ihn mit ins Bett nimmt.

    Ich weiß.

    Poco, ich nehme an, jeder von uns hier hat sich, sein Leben und tw. auch sein Umfeld an seinen Hund angepasst.

    Doch wir haben für den Hund nicht die Veränderungen durch- und mitgemacht wie der Hund für uns.

    Und das ist. m.E.n. manchem so gar nicht recht bewusst.

  • Du meinst Evolutionsmäßig?

    Ob das so stimmt? Sicherlich ist der Mensch ein Nutzer, das heißt er NUTZT die Tiere für sich. Sei es Pferd, Katze, Hund oder Kuh. Natürlich. Aber ich denke um es nutzen zu können, hat auch der Mensch evolutionsgeschichtlich die ein oder andere Änderung durchleben müssen. Sie wird vielleicht subtiler sein als die des Hundes, keine Frage und mir fällt auch so auf Anhieb nichts ein. :D Aber alles was auf den Menschen einwirkt, hinterläßt auch irgendwo seine Spuren und verändert auch den Menschen auf eine gewisse Weise.

  • Abessinierin


    Zitat

    Lächel, ja und was sagt uns das?

    Dominanz funktioniert nur solange wie Submission im Spiel ist. Ist sie nicht vorhanden, dann hat es sich auch mit der Dominanz.

    Sie ist eine Interaktion und somit switcht durchaus auch.

    Wer heute dominant ist kann sich morgen schon submissiv verhalten.

    Und ganz doof, wenn keiner zum Dominieren vorhanden ist.

    Ja, ich verstehe du lächelst gerne, aber auch hier lässt sich nichts weglächeln, denn.
    Du wirst es kaum glauben, aber Dominanz funktioniert auch anders herum, denn.
    Die Natur ist in vielen Bereichen optimal, aber eben nun mal nicht Perfekt.

    Warum ist das so?

    Bei der Dominanz u. Dominanzhierarchie gilt dasselbe, wie in der Natur generell, „nichts ist so beständig, wie der Wandel“, heißt soviel, wie, nichts ist, für immer und ewig festgeschrieben.
    Oder anders ausgedrückt, Dominanzbeziehungen/-verhältnisse können sich ändern.

    Das wiederum, ändert aber nichts an den Tatsachen, dass es die Dominanz u. Dominanzhierarchie gibt.

    Wenn es um wichtige knappe Ressourcen geht, die da heißen, Überleben, Fortpflanzung, Nahrung, dann siehst du sehr schnell, was Dominanz u. Dominanzhierarchie bedeuten kann, da geht es nicht nur von unten nach oben, sondern auch von oben nach unten.

    Deshalb ist Dominanz auch ein Beziehungsmerkmal und kein individuelles Eigenschaftsmerkmal.


    Wie du an den drei folgenden Beispielen unschwer erkennen kannst, ist Dominanz u. Dominanzhierarchie etwas komplexer u. komplizierter, als du es dir wahrscheinlich vorstellen magst.
    Denn es gibt nicht nur eine Lineare, sondern auch eine Zirkulär usw.

    D. h.:

    A dominiert B, B dominiert C, C dominiert D usw.
    A dominiert B u. C, C dominiert aber B usw.

    Und
    A dominiert alle und Omega wird von allen dominiert.


    Zitat (Verhaltensbiologie, Autor Kappler, 3. Auflage, Springer Verlag 2012) :

    Außer im Falle von Individuen, die entweder alle anderen dominieren, oder von allen anderen dominiert werden, ist es daher streng genommen irreführend, von dominanten oder subordinaten Tieren zu zu sprechen, alle anderen Tiere dominieren nämlich manche anderen und werden von manchen anderen dominiert.

    Das führt uns zur Dominanzhierarchie.

    Sie kann stabil sein, aber sie kann sich auch je nach Situation ändern, was normal ist.

  • Jep, nicht nur Sofa, sondern auch Bett ...
    Ne, im Ernst: Der Hund ist das erste Tier, das unsere Vorfahren gezähmt haben. Kann man sich heute noch vorstellen, was das bedeutet: ein wildes Tier in seinen innersten Lebenskreis zu lassen, mit ihm zu leben, es mit Nahrung zu versorgen ...?
    Das war für die damalige Menschheit eine noch nie dagewesene Leistung! (Auch wenn man heute eher davon ausgeht, dass der Wolf sich sozusagen selbst domestiziert hat, aber immerhin mussten die Menschen es zulassen).
    LG

  • Zitat

    Du meinst Evolutionsmäßig?

    Ob das so stimmt? Sicherlich ist der Mensch ein Nutzer, das heißt er NUTZT die Tiere für sich. Sei es Pferd, Katze, Hund oder Kuh. Natürlich. Aber ich denke um es nutzen zu können, hat auch der Mensch evolutionsgeschichtlich die ein oder andere Änderung durchleben müssen. Sie wird vielleicht subtiler sein als die des Hundes, keine Frage und mir fällt auch so auf Anhieb nichts ein. :D Aber alles was auf den Menschen einwirkt, hinterläßt auch irgendwo seine Spuren und verändert auch den Menschen auf eine gewisse Weise.


    Hmmm, eher zuchtmässig, denn wir haben uns die Hunde und Haustiere allgemein aber auch unser Nutzvieh so zurechtgezüchtet, wie wir es denn brauchen.

    Und wo haben wir uns an ein anderes Lebewesen angepasst um eine Gemeinschaft zu ermöglichen?

    Der Mensch hat ohne Frage eine erstaunliche Entwicklung gemacht, nur war die nie auf die Zusammenarbeit mit einem anderen Lebewesen ausgelegt sondern auf das Überleben der eigenen Spezies ausgerichtet.

  • Ich glaube, hier werden grad etwas evolutionäre Flexibilität, also genetische Veränderungen, und Flexibilität der aktuellen Spezies bezüglich Zusammenleben vermischt.

    Evolutionär verändert haben sich Mensch und Hund, aber beim Menschen war nicht der Hund die einzige oder wichtigste treibende Kraft dahinter, da lief die Selektion etwas anders. Aber der Mensch hat beispielsweise einiges an Sinnesleistung aufgegeben.

    Bezüglich Lebensbedingungen sind auch beide Spezies enorm flexibel und anpassungsfähig, und beide für ein Leben in Sozialstrukturen prädestiniert. Ich wüsste nicht, wie man das verneinen wollte. Der Mensch ist wie der Hund ein soziales Tier.

    Zur Dominanz hat es hansgeorg sehr gut erklärt. :gut:

  • Zitat


    Und wo haben wir uns an ein anderes Lebewesen angepasst um eine Gemeinschaft zu ermöglichen?

    Der Mensch hat ohne Frage eine erstaunliche Entwicklung gemacht, nur war die nie auf die Zusammenarbeit mit einem anderen Lebewesen ausgelegt sondern auf das Überleben der eigenen Spezies ausgerichtet.


    Och, und Hirten- und Reitervölker haben sich nie in ihrer Lebensweise an die Bedürfnisse ihrer Tiere angepasst, und sind nur aus reiner Lust am wandern mit Sack und Pack Hunderte von Kilometern durch die Gegend gedackelt, hin und zurück? Ne also wirklich.....

    Und wo hat der Hund etwas anderes getan, als sich ums Überleben seiner Gene zu kümmern? Er war notabene super erfolgreich damit.

  • Zitat

    Och, hansgeorg, hast Du schon mal versucht zu dominieren wenn Dein Gegenüber grad nicht dominiert werden möchte?

    Ist spannend, versuch`s mal.

    Und dann erzähl mir das doch bitte nochmals.


    Das könnte in einer Katastrophe enden.

    Was machen Polizisten, wenn sie einen Mörder verhaften müssen, der sich dagegen gewaltsam wert? Laufen lassen, da sie ihn nicht gewaltsam dominieren wollen!

    Aber mal spaß beiseite.

    Ich sehe Dominanz nicht per se, als etwas Negatives, denn es kommt doch immer darauf an, wie meine persönliche Einstellung dazu ist und wie ich damit umgehe.

    Wenn ich meine beiden Hunde nehme.
    Yuma liegt auf meinem Sessel, wenn ich komme, steht sie auf und geht weg, ohne dass ich etwas sagen muss oder tun müsste. Am Anfang musste ich allerdings immer etwas sanft nachhelfen.

    Liegt Yuma auf meinem Sessel und unsere Sally kommt und auf diesen Sessel will, Sally ist nur halb so groß und schwer wie Yuma, steht Yuma ganz brav auf und geht.

    Gibt es Leckerlis für beide Hunde und Sally, da sie etwas langsamer ist/isst, und ihr fällt dabei ein Stück aus dem Maul, oder einfach nur auf den Boden, dann schnappt es sich Yuma ganz schnell, und Sally lässt es zu.

    Hier wechselt zwischen den Beiden, das Dominanzverhalten je nach Situation und sie arrangieren sich immer.

    Ich glaube Hunde lassen sich von uns so leicht dominieren, da sie sehr klug und bindungsfähig sind, ihnen ist bewusst das wir für sie von großem Nutzen sind.
    Sie sehen uns auch nicht als ihres Gleichen, da sie nicht auf hündisch mit uns konkurrieren, es auch erst gar nicht versuchen. Das macht es uns leicht mit Hunden umzugehen.

    Leicht meint hier nicht die Erziehung und Ausbildung, denn das ist wieder etwas anderes.

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