Alpha, Rangordnung, Rudelchef JA ODER NEIN?!
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Grins, hans-georg, ich glaube, du verwechselst Dominaz mit schnöder Gewalt und körperlicher Übermacht.
Stell ich mir lustig vor, wenn ich 45 kg-Weib einen 120 kg mit körperlicher Gewalt dominieren will oder die Polizei einen Amokläufer via körperlicher Gewalt stoppen will.
Dominanz ist auch nicht laut oder hat was mit Kasernenhofton gmein, warum auch?
Wenn ich was will, dann setz ich das ganz ruhig und Plan durch und nicht lautstark oder mit Brachialität.
Ich würde sagen, dass ein Kopfschuss durchaus unter "körperliche Gewalt" fällt. Und wenn ich, ein 60kg Weib, einem 120kg Amokläufer damit drohe, dass ich ihn erschieße, dann würd er auf meine Drohung, die ich vielleicht ganz leise äußere, reagieren. Nicht, weil ich genauso groß und schwer bin, sondern weil ich ihm mit Folgen drohe.
Einfacher gesagt: Ich habe die besseren Argumente.Bei einer Drohung geht es nicht darum, wie dies geäußert wird, nur was diese beinhaltet. Wenn ich meinen Hund mit einem leisen "ey" darauf hinweise, dass er nicht auf meinem Sofa zu liegen hat, dann reicht dieses "Ey", weil mein Hund weiß, dass er sonst unsanft vom Sofa fliegt. Dabei muss ich keinen Kasernenton benutzen und auch nicht brachial werden, es reicht der sachte Hinweis darauf, dass ich es "könnte".
Und nein, mein Hund meidet nicht und er hat auch keine Angst.
Er weiß, dass ich mich durchsetze, punkt. Und dass er, wenn er meine Warnung beachtet und sich kooperativ zeigt, belohnt wird oder noch besser: Das wir beide gut miteinander klar kommen und harmonieren.Wenn Dominanz nur mit körperlicher Übermacht zu tun hätte, dann würden alle Junghunde großer Rassen den Ton angeben. Und das tun sie nicht.
Dominanz setzt sich aus der Ressourcenverteilung, der körperlichen Beschaffenheit und der jeweiligen Situation zusammen. Und die Funktionalität von Hierachien und damit auch von Dominanz gründet darauf, dass Hund und Mensch beide den "leichten" Weg bevorzugen - also den Weg der geringsten Widerstände und den, der die eigene Unversehrtheit bewahrt. Und die geringsten Widerstände & eigene Unversehrtheit bietet die Kooperation.
Ganz simpel auf den Menschen übertragen:
Nicht jeder von uns macht sich beruflich selbstständig und übernimmt all die Organisation und Verantwortlichkeit sowie das Risiko, nur um niemandem Rechenschaft schuldig zu sein. Die meisten von uns kassieren Gehalt, dafür dass sie für jemanden arbeiten, der seinerseits dafür sorgt, dass sie immer genug Knete haben - indem er alles organisiert, die Verantwortung für alle übernimmt und das Risiko trägt. - Vor einem Moment
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Kann mir jetzt endlich jemand den Unterschied zwischen Mutualismus und Protokooperation erklären????? Büüüüüttttteeee!!!
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Kann mir jetzt endlich jemand den Unterschied zwischen Mutualismus und Protokooperation erklären????? Büüüüüttttteeee!!!
Mutualismus oder Protokooperation sind Synonyme.
Wobei der Begriff Protokooperation, wohl mehr in der Ökologie beheimatet ist.
Wird in der Verhaltensbiologie eher von Mutualismus gesprochen.
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hansgeorg: Danke!!
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Grins, joah, ein Amokläufer ist so bei Sinnen, dass ein Drohen mit der Waffe reciht... Äh ja, dann lies bitte nach und möglichst bevor Du versehentlich den Helden spielst und merkst, die Chose funktioniert nicht und Du hast ein Megaproblem.
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Ich würde mich da gar nicht bis zu Amokläufern versteigen. Als Feldversuch würde es doch reichen, einfach mal ganz spontan ins Chefbüro eines möglichst hierarchisch organisierten Unternehmens zu schlendern. Natürlich kämst du da wg. Rangordnung gar nicht hin, aber wir nehmen's jetzt mal versuchshalber an. Da setzt du dich als Versuchsperson ganz unbefangen auf die Schreibtischkante und verkündest fröhlich: "Ey Alter, ich hab mit dem ganzen Rudel- und Dominanzgedöns sowas von nichts am Hut - bring mir mal fix nen Kaffee."
Wollen wir wetten, daß darauf eine sehr eindrucksvolle und auch wirksame Lektion in menschlichem Rangordnungs- Rudelchef- und Dominanzverhalten folgen würde - egal, ob die VP nun gerade dominiert werden möchte oder nicht?
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Lach, öhm, jahaaa. Ein bissl freundlicher formuliert und die Nummer könnte sogar klappen.
Sinn allerdings würde es ergeben, doch mal für einen Tag die andere Seite vom Chef-Schreibtisch kennenzulernen und mal die Aufgaben vom Chef einschließlich des netten Kleinkrams wie Mitarbeiterführung, Planung, etc.pp. zu übernehmen.
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