Alpha, Rangordnung, Rudelchef JA ODER NEIN?!
-
-
Hallo liebe Foris!!!
Also was denn nun?!
Nun habe ich im DF ja schon gelernt, dass freilebende Wölfe Familienverbände sind und es dort nicht zu Rangordnungskämpfen kommt; während Gehegewölfe eine strenge Hierarchie bilden.
(Link: http://www.montareno-aussies.de/infobereich/rangordnung.html )Gerade im Zusammenhang "Rangordnung und Hierarchie" werden Hunde oft mit Wölfen verglichen, dann heißt es aber von manchen, der Vergleich würde hinken.....
Und wie ist das jetzt bei Mensch und Hund?
Auch heute habe ich in einem Thread wieder was von alpha und omega gelesen...einige Stunden später lese ich in einem anderen Thread, dass dieses alpha-Gerede bei Mensch und Hund Quatsch sei.
Ich bin verwirrt

Bilden Mensch und Hund ein Rudel?
Muss der Mensch in den Augen des Hundes Scheffe sein?
Gibt es nun die oft erwähnte Rangordnung in der Gemeinschaft Hund und Mensch?Ich freue mich auf eine spannende Diskussion!!
( Gerne mit Linkangaben und Quellen, damit Interessierte das nachlesen können)
---------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wenn ich mir meine Oma im Alltag so ansehe, bin ich für sie weder alpha noch omega, sondern einfach nur Kristine
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Zitat
Bilden Mensch und Hund ein Rudel?
Ich persönlich finde nicht. Ich bilde mit meinem Hund ja auch keine Sippe. Ich bilde eine Symbiose, wenn man will. Ich profitiere vom Hund und der Hund (hoffentlich) von mir. Oder auch ein Team. Team finde ich noch besser.ZitatMuss der Mensch in den Augen des Hundes Scheffe sein?
In jedem Team gibt es einen, der die Führung übernimmt. Das ist ganz normal und man sollte anstreben der Führer des eigenen Teams sein. Und zwar nicht dadurch das ich so tu als sei ich ein Hund und würde eine wirkliche Rudelstruktur kennen, sondern ich platziere meine Regeln und Grenzen. Von mir werden auch die Grundbedürfnisse gestillt. Futter, Wasser und einen sicheren Platz zum Schlafen. Ausserdem weitere Bedürfnisse werden von mir erfüllt. Ich gebe Wärme, Aufmerksamkeit, Zuneigung und gebe dem Hund was zu tun und seine Aufgaben.ZitatGibt es nun die oft erwähnte Rangordnung in der Gemeinschaft Hund und Mensch?
Dazu muss man definieren was Rang bedeutet. Natürlich bin ich der Ranghöchste, wenn ich den Ton und die Richtung angebe, weil Hund sich nach mir richtet. Aber das hat nichts mit den Rängen innerhalb eines Rudels zu tun.Ich finde auch, dass die Rudelgesetze nicht bei meinem Zweihundehaushalt greifen. Beide Hunde haben die selbe "Stufe" wenn man so will. Beide Hunde haben Grenzen die sie dem anderen gegenüber durchsetzen (bei uns geschieht das still und leise), beide Hunde akzeptieren die Grenzen des jeweils anderen. Es wird nie gedroht sondern alles sehr fein körpersprachlich Abgestimmt. Ich kann nicht sagen, dass einer der Beiden dem anderen gegenüber die Hosen anhat.
Ebenso bilden Hunde und Kater kein Rudel. Es gibt Dinge welche die Hunde den Katern gegenüber durchsetzen und es gibt Dinge, welche die Kater durchsetzen. Aber ich würde nicht auf die Idee kommen zu behaupten, dass meine Kater in der Rangliste über den Hunden stehen, weil das in meinen Augen einfach Quatsch ist.
-
Bloch und Gansloßer sprechen von einem Eltern-Kind-Verhältnis und ich denke da ist
viel dran. So richtig erwachsen im Sinne wie Wölfe erwachsen werden werden unsere
Hunde nicht.
Früher hat man gedacht Hunde sehen im Menschen einen Artgenossen, daher rührt
dann auch die Rudelführertheorie. Das ist aber nicht so, Hunde wissen sehr wohl, dass
Menschen keine Hunde sind. Aus der Wolfsbeobachtung weiß man, dass auch wilde Wölfe
mit anderen Arten, Raben z.B. zusammen leben und es wirklich zu Interaktionen kommt.Der Mensch sollte gegenüber seinem Hund eine Vorbild- oder Fürungsstellung einnehmen,
beruhend auf Lebenserfahrung und Souveränität im Umgang mit Stressituationen. Das
gibt dem Hund die Sicherheit und Geborgenheit die er braucht. Nur regelmäßtig den
Futternapf zu füllen reicht nicht. -
Lach, ähnliches ging mir beim Lesen auch durch den Sinn, Kristine.
Im Umgang mit dem Terrier bin ich weder Alpha, Omega oder Cheffe sondern nur Frauchen.
Ich bin da, wenn er grad mal wieder Angst hat, in Schwierigkeiten steckt, Fragen hat oder schräge Ideen und ich bin es, die ihn durch meine Welt führt.
Die ihm Halt, Sicherheit und Geborgenheit gibt. Mit der er Spaß hat, die mit ihm zusammen Dinge entdeckt und die auch mal Nein sagt oder Grenzen zeigt und hält.
In meinen Augen sind wir kein Rudel oder ähnliches sondern Family mit Hund.
Dieses ganze Rudel- und Dominanzgedöns geht mir persönlich sehr auf den Zeiger, denn es basiert auf Dingen, die man schon vor sehr langer Zeit widerlegt hat.
-
Ich sehe mich und meine Hunde nicht als Rudel, dazu fehlen einfach ein paar Rahmenbedingungen. Darum bin ich auch nicht Rudelführer oder Alpha.
Ich bin Hundeführer, ich führe meine Hunde durch den Alltag, gebe die Grenzen vor und setze diese durch. Das hat nichts mit ständigem Dominanzgedöns zu tun und ich halte auch nix von diesen Allgemeinplätzen zu dem Thema.
Meine drei Hunde liegen grad um mich herum auf der Couch und schlafen. Ich glaub aber nicht dass sie von der Machtübernahme träumen nur weil sie erhöht neben mir liegen dürfen

-
-
Ich mag die Bezeichnug Team auch gern.
Und mein Hund muss sich mir nicht unterordnen und ich bin auch kein Rudelführer.Die Führung des Teams zu übernehmen, find ich allerdings schon wichtig.
Dazu haben allerdings Poco und Abessinerin eigentlich schon alles gesagt, dem ist nicht viel hinzuzufügen. -
Zitat
Meine drei Hunde liegen grad um mich herum auf der Couch und schlafen. Ich glaub aber nicht dass sie von der Machtübernahme träumen nur weil sie erhöht neben mir liegen dürfen
wenn du wüsstest...ingeheim haben sie nämlich schon längst die weltherrschaft an sich gerissen

ansonsten kann ich dir da aus vollem herzen nur zustimmen.
-
Zitat
Ich mag die Bezeichnug Team auch gern.
Und mein Hund muss sich mir nicht unterordnen und ich bin auch kein Rudelführer.Die Führung des Teams zu übernehmen, find ich allerdings schon wichtig.
Dazu haben allerdings Poco und Abessinerin eigentlich schon alles gesagt, dem ist nicht viel hinzuzufügen.Den Begriff Team mag ich auch, er trifft es ganz gut.
Würde mein Hund nicht mit mir zusammenarbeiten, dann hätte ich in meinem Alltag ein ernstzunehmendes Problem.
Führung, ja, nur ab und an- grad beim Spaßtrailen und bei der Verloren-suche ist es andersherum-> da führt der Hund.
Und das kann auch ganz spannend sein.
-
Sowas gehört für mich zum Team-sein dazu Abessinerin.
Klar darf der Hund auch mal nen Weg einschlagen beim Gassi und "bestimmen". Alles no problem.Aber wenns um gewisse Grundregeln geht, werden die schon von mir aufgestellt und sollen eingehalten werden.
Beim Spielen darf mein Hund auch gerne mal auf mich drauf oder über mich drüber springen, er darf mich auch anrempeln, sie darf auch meine Hand ins Maul nehmen und locker beissen, aber das ist trotzdem kontrolliertes Spiel, von mir kontrolliert. -
Okay, dann war es ein falsches Verstehen meinerseits, Sasi.
Und ja, die Grundlagen und Regeln werden auch hier von mir festgelegt und nicht vom Hund.
Spiel ist hier aber unterschiedlich... während Markus gern mal als der männliche Rumpelpartner genommen wird, schleppt der Terrier mir gern Spielzeug an.
K.A. warum, aber Markus ist wesentlich robuster als ich.... und das scheint der Terrier iwie verstanden zu haben.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!