Wo sind die Gefühlsleute?

  • Da kann ich auch mitsprechen, denn alle drei Hunde, die jetzt bei uns leben (4, wenn man den Chi, meiner Schwester mitzählt) kamen so zu uns...

    Fangen wir mal vor fast 15 Jahren an...

    Labrador-Schäferhud Welpen abzugeben...
    Das war die Anzeige...
    Meine Mama wollte schon immer einen Hund, ursprünglich sollte es ein Border Collie werden. Nachdem sie dann aber las, was so ein Hund brauch, entschied sie sich um, da sie ja uns drei Kinder hat ;-)
    Danach war sie Rassenmäßig nicht mehr festgelegt und diese Anzeige sprang ihr ins Auge.
    Uns Kinder eingepackt, hingefahren...
    Und es war nur süß...
    Ich glaub 10 kleine Welpen in schwarz kamen auf uns zu...
    Laika, damals noch Milky war die frechste und gefiel uns allen...
    Es war Liebe auf den ersten Blick... ausgesucht und gewusst der Hund ist es...
    Dummerweise sagte mein Papa nein und Mama hat dann Schweren Herzens abgesagt...

    Einen Monat später war die gleiche Anzeige drin... Mama aus dem Bauch raus nochmal angerufen.
    Ja, also die Hündin, die wir uns ausgesucht hatten war zurückgekommen.
    Daraufhin meinte meine Mama nur, es sei ihr jetzt egal was Papa machte, sie geht diesen Hund holen.
    So zog Laika (damals dann Sammy) bei uns ein...
    Und sie ist perfekt...
    Seit fast 15 Jahren begleitet sie uns jetzt durch uns Leben und ist einfach das Beste was uns passieren konnte...

    Dann vor 7 Jahren Pepper...
    Diesmal sollte es ein reinrassiger Border Collie werden... alles war gut geplant, Züchter ausgesucht, Urlaubspläne abgestimmt...
    Tja, und dann kam dieser Wurf mit Labrador-Border Collie Welpen dazwischen.
    Die Mutter sollte eigentlich von einem Labrador gedeckt werden... den biss sie jedoch weg und riss aus zum Nachbarshund...
    Wir fuhren hin um mal zu schauen und Pepper verzauberte uns sofort.
    Sein Blick, seine Bewegungen...
    Der musste es einfach sein...
    Also alle Pläne über den Haufen geworfen und 9 Wochen später zog Klein-Pepper ein.
    Pepper war kein einfacher Hund, aber auch er ist einfach nur ein Traum.
    Es war viel Arbeit und doch ist es der Hund, der auf uns gewartet hat...

    Cooky, der Chi meiner Schwester... das war auch so eine totale Bauchgefühlsentscheidung...
    Meine Schwester war bei der Geburt des Kleinen dabei und der musste es einfach sein^^

    Und Eliot... ja Eliot ist mein Hund, der seit März diesen Jahres bei mir wohnt...
    Seit zehn Jahren wollte ich einen Hund und als es ernst wurde, hab ich gesagt, irgendwo da draußen sitzt mein Hund und wartet auf mich.
    Über ein halbes Jahr hab ich Tierheime abgeklappert und bei keinem Hund war es das richtige Gefühl.
    Es sollte eine Hündin werden und bloß kein Border Collie...
    Dann sah ich Eliot durch Zufall... ein zweiähriger Border Collie Rüde... und es war um mich Geschehen...
    Freitags fuhren wir hin und Freitag Abend war es schon mein Hund...
    Eliot ist alles andere als der perfekte Hund und dennoch ist es mein Seelenhund...
    Wir mussten viel durchmachen, aber mein Gefühl hat mich nicht getrogen, er ist mein Hund...

    Bei uns allen hat jedes Mal der Bauch entschieden, welcher Hund einziehen darf...
    Dennoch soll der nächste Hund vom Züchter kommen und ein Rassehund sein, da meine Mama jetzt ganz konkrete Vorstellungen hat...

  • hier, ich auch!

    Nach dem Tod meines Tarzans im Sommer 2009 wäre eigentlich ein Hund hier genug gewesen. Das letzte Jahr an der Uni versprach stressig zu werden und finanzielle Rücklagen hatte ich auch nicht aber da war Andiamo der auf mich zu warten schien und er war obwohl ich ihn nur von Bildern kannte innerlich mein Hund. Aber da ich pleite war schmachtete ich hier tagelang vor mich hin bis mich ne Freundin zusammengeschissen hat warum ich so ein Gedöns mache und nicht wenigstens mal bei der Züchterin anrufe. Einen Tag später war das Klavier verkauft (brauchte ich ja nach der Zwischenprüfung eh nicht mehr fürs Studium) Tag zwei Restkohle bei Freunden geborgt und Tag drei 4 Stunden Fahrt ins Ungewisse ob ich den Bub mitnehmen kann. Tja, es war die Beste Entscheidung . Das letzte Unijahr war nicht so schlimm und trotzdem es finanziell manchmal echt eng war hab ich es nie bereut und würde es wieder tun!

  • *HIIIIIER*
    Ich wollte einen Hund der:
    * "Will to please" hat,
    * menschenfreundlich ist
    * leichtführig ist,
    * frei laufen gelassen werden kann
    * souverän ist,
    * sich am Menschen orientiert..

    Und dann kam Maya. Eine zweijährige Podenca.
    Sie ist:
    * stur
    * eigensinnig
    * Jagdsau ohnegleichen
    * sensibel
    * ängstlich und unsicher
    * absolut unabhängig
    Joah, so ziemlich genau das Gegenteil von dem was ich eigentlich wollte. Und ich bin unendlich froh damit :D

  • Auch mal die Hand heb.

    Bei allen meinen Hunden entschied ich rein nach Gefühl. Obwohl ich zugeben muss, dass ich jedesmal doch eine gewisse Vorstellung hatte was für ein Hund zu mir sollte.

    Bei meinem ersten Hund bin ich ins Tierheim und suchte einen erwachsenen kleinen Begleiter. Mitgenommen hab ich einen mittelgrossen Husky-Pitbullmix 9 jährig. Racker, so hiess der Schöne war eigentlich das, was man sich als Ersthund nicht unbedingt holen sollen. Traumatisiert, ängstlich und ein Beisser. Tja... aber wenn es *Klick* macht, dann ist es eh zu spät.

    Tara, die als Zweithund zu Racker damals kam, sollte eigentlich ein erwachsener Hund mit etwas Erziehung sein. Nun ja... dann steht man da im Tierheim vor dem Zwinger und ein 9 Wochen alter Welpe winselt einen an. Da setzte jeglicher Verstand aus. :gott:

    Tara blieb dann bei meinem EX als ich auswanderte.

    Nach 8 Jahren ohne Hund entschied ich mich dafür wieder einen Hund zu wollen. Nur schon aus dem puren Egoismus heraus, dass ich dann wieder draussen unterwegs bin. Aus dem Tierheim sollte er sein. Mittelgross bis gross, am besten ein DSH-Mix. Als ich in Berlin war, erfuhr ich von meiner Freundin dass ein Hund dringend ein neues Heim suche da er sonst im TH landet. Die Vorgeschichte ist übelst der Hund ist nicht gerade in den besten Verhältnissen untergebracht. Wir sind dann hin und was stand dort.... Emmy-Kleinteil... ein JRT, vollkommen verängstigt und unsicher. Ausgerechnet ein Terrier.... das was ich nie wollte. Madame entschied dann sofort " juhu du nimmst mich mit" und es war vorbei mit dem rationalem Denken. Ich liebe diese kleine Bratze, denn sie zeigt mir immer wieder was sie für ein toller Hund ist.

    Als dann die Entscheidung wieder fiel, das ein Zweithund dazu soll, war klar es wird was Kleines. So in Emmygrösse. Vielleicht noch ein Terrier? Auf jeden Fall ein Senior. Dann erfuhr ich, dass in der Hundepension wo Emmy zwischendurch hingeht ein Seniörchen ein neues zu Hause sucht. Tja... ich also mit dem Betreiber geschwatzt und schon stand er mit Laila da. Klein ist ja relativ..... :lachtot:
    Wenigstens ist sie ein Senior. :D

    Und so wird es whs. immer so weiter gehen bei mir, wenn ich mich auf Hundesuche begebe.

    Obwohl ich auch ganz genau weiss, welche Rassen und deren Mischlinge ich definitiv nicht möchte. ;)

  • Danke für eure tollen Geschichten.

    Ich hoffe fest drauf, dass MEIN Hund auch schon irgendwo auf mich wartet.
    Und falls jemand von euch weiß, wo genau dieser Ort ist (Baden-Württemberg bevorzugt ;-) ), der melde sich doch bitte bei mir.
    Nur eins ist sicher: eine Hündin musses sein! Und nicht zu groß... vielleicht bis max. Knie?


    Granita

  • Huhu.
    also ich bin ins Tierheim gegangen mit relativ genauen Vorstellungen.
    Mindestens ein Jahr alt, weiblich, so groß wie möglich, langes Fell, auf keinen Fall Jagdhund.

    Was dabei rauskam? Ein 4 monatiger kleiner weißer Jagdhund, männlich....

    Ich werde meine Hunde immer nach gefühl aussuchen! Ich denke man wächst und lern mit jedem Hund etwas neues und jeder Hund ist eine andere spannende Herausforderung

  • 'tschuldigung, wenn ich die Idylle hier vielleicht störe, aber mir klingt das hier alles ein wenig sehr "romantisch".
    Es gibt auch jede Menge "Bauchentscheidungen", die jetzt im Tierheim sitzen oder das Zuhause wechseln mussten.

    Zur Situation "als Neue":
    Wenn hier jemand anfragt, weiß man nicht unbedingt auf Anhieb, wie informiert die Person ist. Oder schätzt es vielleicht auch falsch ein.
    Da klingen manche Nachfragen vielleicht etwas rüde. Ist aber immer im Wohle des Hundes gemeint. Also dass es eben keine Spontan-unüberlegt-Entscheidung ist - weil das ins Auge gehen kann, mitunter auch fahrlässig wirkt.

  • Wir haben uns unseren Hund komplett ohne Kenntnis von Rassemerkmalen ausgesucht. Ich kannte ein paar dieser Hunde, fand sie immer toll (auch vom Charakter) und wollte auch so einen. :) Sehr naiv. :)
    Als ich mir dann im Nachhinein die Rassenbeschreibung durchgelesen hab dachte ich "Super der passt perfekt". So hätte ich es mir auch ausgesucht. Anfängerhund, kein Jagttrieb, freundlich und gesellig. Halt ein Begleithund.
    Allerdings hat sich unsere Exemplar seine Rassenbeschreibung nicht durchgelesen und war ein kleiner kläffender Terrorzweg. :)
    Das Gute ist, man wächst mit seinen Aufgaben und wir haben es in den Griff bekommen, ich würde ihn niiiiiie wieder hergeben. Die Verbindung zu ihm ist durch das intensivere Training, das man nun mal mit Problemhunden betreiben muss, unheimlich stark.

  • Ich kann das auch total nachvollziehen. Bei uns war's ne richtige Bauchentscheidung! :lol:

    Also, der Hund war schon länger ein Wunsch und auch geplant. Wir haben im Tierheim geguckt und Tierschutz und auch Anzeigen im Internet.
    Ich wollte einen erwachsenen Hund, möglichst Rüden, der mal ein paar Stunden alleine bleibt, eher ruhig ist, alle Menschen mag. Aussehen nicht so wichtig. Aber meinem Freund hat keiner von den Hunden die ich vorgeschlagen habe so richtig gefallen.
    Bis Missy kam. 5 Monate alt, winzig klein und mit riesigen Ohren. Wir haben sie getroffen durften ein bisschen mit ihr Gassi gehen und haben uns sofort verliebt. Wir haben uns nur angeguckt und wussten wir müssen diesen Hund haben. :ops: Auf der Rückfahrt hat sie in der S-Bahn dann seelig auf dem Schoß von meinem Freund geschlafen. Es gibt noch keinen Tag an dem ich bereut habe sie aufgenommen zu haben.
    Auch wenn sie unglaublich aktiv und fordernd ist, nicht alleine bleiben kann, Fremde nicht ausstehen mag, Kinder gruselig indet und alles meldet, was sich in und um die Wohnung bewegt. Ich liebe sie mit jedem Tag mehr.

  • ich habe nun 2 Podimixe und 1 Schäfermix und das innerhalb von 1,5 Jahren. Wir hatten keine Ahnung von Hunden, wir wolltne bis ich Artax sah nicht mal einen Hund, keine Ahnung von der Haltung, keine Ahnung von Junghunden und Pubertät, keine Ahnung vom Jagdtrieb keine Ahnung von nichts. Wir sahen Artax und wussten er muss zu uns. Wir sahen eine Gruppe halbwüchsiger und sagten der muss zu uns (Lino), wir sahen Rocco und ICH sagte den will ich :lachtot:

    wenn ich Leute sehe die mit ihrem toll gezüchteten Hund Probleme haben den sie als Welpen bekommen haben und wenn ich sehe was ich für Angst/Jagt/Langzeit THinsassen und Straßenhunde hier hab und was die nach langer Arbeit können und was der Zuchthund kann bin ich schon sehr stolz auf mich und meine Jungs. Für mich wäre ein Welpe vom Züchter nichts, das ist mir zu einfach. Es muss doch ein wenig Herausforderung dabei sein.

    Zitat

    Es gibt auch jede Menge "Bauchentscheidungen", die jetzt im Tierheim sitzen oder das Zuhause wechseln mussten.

    wenn es die nicht auch bei den Züchterhunde geben würde gäbe es wohl keins "XYZ - in - Not" vereine, das sind nämlich auch fast alles Hunde die irgendwann man aus gutem Hause kamen

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!