Sollte ich eingreifen?
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SabrinaundYoshi -
16. Mai 2012 um 23:09
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Natürlich ist es schwierig aus der Ferne Diagnosen zu stellen, aber ich habe mit Alkoholkranken zu tun gehabt und weiss eben auch aus Erfahrung, dass da nur hartes Eingreifen zum Erfolg führt.
Und das ist eben wirklich nicht mehr auf das *Gejammer* einzugehen, sondern knallhart zu handeln.
Mit allem anderen tut man den Kranken keinen Gefallen.
Sehe ich auch so. Aber das habe ich ja auch schon geschrieben - Vor einem Moment
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Zitat
Sehe ich auch so. Aber das habe ich ja auch schon geschrieben
Das Dilemma bei Alkoholkranken ist eben, dass sie in dem Kreis aus Selbstbemitleidung, Suff, sich aufgeben gefangen sind und alleine nicht raus kommen.Der weitere Abstieg ist vorprogrammiert. Sie vernachlässigen immer mehr sich selbst und ihr Umfeld.
Kinder und Haustiere leiden nur noch darunter, da eine anständige Versorgung nicht mehr gewährleistet ist. -
Zitat
Sehe ich auch so. Aber das habe ich ja auch schon geschriebenDann sind einige Alkoholiker die ich kenne/kannte wohl keine, zumindest passt bei denen dieser Pauschalkram überhaupt nicht.
Alkoholismus ist übrigens oft Symptom einer anderen psychischen Erkrankung, aber egal "den Kranken" kann der Holzhammer ja nicht Schaden. -
Zitat
Dann sind einige Alkoholiker die ich kenne/kannte wohl keine, zumindest passt bei denen dieser Pauschalkram überhaupt nicht.
Alkoholismus ist übrigens oft Symptom einer anderen psychischen Erkrankung, aber egal "den Kranken" kann der Holzhammer ja nicht Schaden.
Ich wusste nicht, dass eine Therapie (ohne die ein Alkoholkranker nicht aus dem Kreislauf raus kommt) der Holzhammer ist. -
Zitat
... aber egal "den Kranken" kann der Holzhammer ja nicht Schaden.
In den Fällen von Alkoholismus ( und eigentlich auch aller anderen Suchterkrankungen ) nicht.
Die *Holzhämmer* wären nämlich: Entzug ( auch unter Zwang angeordnet ) mit begleitender Therapie der anderen Probleme. -
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Wie wäre es deiner Freundin vorzuschlagen "Ich nehme 2 wochen den Welpen, du machst dafür einen Entzug"?!
Dann ist sie körperlich erstmal entgiftet, kriegt Adressen an die Hand..und hat die möglichkeit sich in der Zeit für eine Therapie und eine selbsthilfegruppe zu entscheiden..
Du könntest Ihr deutlich machen das es Ihre letze Chance ist, wenn sie den Hund behalten will..da du sonst andere Schritte einleiten musst-des Hundeswohl wegen.Wenn Sie aus dem Krankenhaus rauskommt und sofort weitertrinkt, kannst du den Hund immernoch vermitteln.
und deine Freundin hatte Ihre "letze Chance". -
Hallo,
jemanden, der keine Krankheitseinsicht hat kann man auch nicht therapieren und niemand auf der Welt wird sie einweisen oder zur Therapie zwingen können, wenn sie das nicht will. (es sei denn, es liegt eine Eigen- oder Fremdgefährdung vor und das ist bei den meisten nicht der Fall)
Das mal vorweg.
Co- Abhängigkeit ( der Begriff ist hier gefallen, aber nicht erklärt) bedeutet, dass man als Angehöriger/ Freund ein System aufrecht erhält, welches die Abhängigkeit unterstützt.Sprich wenn Du jemandem die Verantwortung für sich oder Aufgaben abnimmst, unterstützt Du das weitere Fortschreiten oder - bestehen der Erkrankung.
Es ist schwierig, aus der Ferne Tipps zu geben, zumal ich nicht weiß, ob sie ihr Leben ansonsten einigermaßen auf die Reihe bekommt ( eigene Gesundheitsfürsorge, regelmäßiges Essen, Körperhygiene usw.)
Ich arbeite seit 12 Jahren mit Süchtigen und kenne die Strategien der Sucht daher gut.
Solange sie nicht selber "aussteigen" will wirst du wenig Chancen haben. Und sie wird sich an den Hund klammern, da sie (versteht mich hier jetzt nicht falsch, ich meine das nicht als negative Wertung, sondern nur als beschreibenden Teil der Erkrankung) egoistisch auf ihre Bedürfnislage schaut und nicht auf den Hund. Das kann sie garnicht.
Solange es bei ihr nicht "Klick" macht wirst Du wenig tun können. Und ich kann nicht beurteilen wie "tierschutzrelevant" die Situation ist.
Aber ich würde schon versuchen, mit ihr die Situation noch mal in aller Ruhe anzuschauen und auch Konsequenzen aufzuzeigen. Die könnten der Tierschutz sein, aber auch der Verlust Deiner Freundschaft und Unterstützung. Ich weiß, der Hund leidet dann noch mehr, aber das wäre dann vielleicht inzwischen tierschutzrelevant.
Aber nimm ihr nicht den Termin bei der Suchtberatung ab, sondern lass Du Dich erst mal beraten!! Du gerätst sonst schnell in eine Nummer, aus der Du Dich nicht mehr abgrenzen kannst. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Gebot der Stunde, aber die Verantwortung liegt bei ihr.
Sollte sie den Hund abgeben (können) biete ihr eine Alternative im Sinne von positiver Verstärkung wie weiterhin gemeinsame Spaziergänge mit Deinem Hund o.ä.
Das wären so meine Ideen.
Ich wünsche Dir viel Kraft, die Fähigkeit, Dich abzugrenzen und für Dich zu sorgen und letztendlich natürlich dem Hund ein gutes Zuhause!!!!!!!!!
Liebe Grüße! -
Ein super Beitrag

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Nach der Beschreibung Deiner Freundin, musste ich sofort an eine Krankheit denken. Wie alt ist denn Deine Freundin? Eventuell leidet Sie an einer Bipolaren Störung? Diese bricht zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr aus und wird durch äußere Einflusse begünstigt. Eventuell ist sie im Anfangsstadium? Menschen mit einer bipolaren Störung neigen oft dazu Drogen- und Alkoholsüchtig zu werden, was es dann sehr erschwert, die Kranheit zu diagnostizieren und so könnte Sie ein Leben lang damit rumlaufen müssen

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Also, die Diagnoseerstellung würd ich jetzt mal einem Arzt überlassen, sofern sich die Freundin dorthin begeben möchte

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