Wahl des richtigen Kommandos
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Hallo zusammen,
die Unterschiede in der Bedeutung von "Nein", "Pfui" und "Aus" sind mir durchaus klar.
Würde es aber nicht ausreichen nur ein Wort zu verwenden, was alle drei verbindet?
Die Bedeutung wäre dann sozusagen "Höre auf mit dem was du da gerade tust", sei es etwas zu zerstören, Müll aufzusammeln oder etwas wieder herzugeben etc pp.Gibt es einen guten Grund drei verschiedene Wörter zu nehmen oder ist es tatsächlich nur eine Geschmacksfrage des Halters?
Lg

- Vor einem Moment
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Hallo,
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Bei uns gibt es noch etwas "feinere" Nuancen in der Unterscheidung der Wörter:
Nein - bedeutet, denk gar nicht weiter drüber nach, sprich der Hund ist noch in der Überlegungsphase, ob er nun dem Wild hinterher, zum anderen Hund, zur runtergefallenen Bratwurst möchte (auch wenn diese Überlegungsphase eine Sache von Nanosekunden ist)
Und "Aus" bedeutet, ich war zu langsam und der Hund hat die Bratwurst schon in der Schnüß.

Nein ist - richtig gelernt - leichter anzuwenden, als Aus. Denn etwas, was Hund schon erreicht hat, wieder herzugeben, fällt ihm schwerer, als die Überlegung abzubrechen. Ausserdem kann man Hunde immer wieder in Staunen versetzen, wenn sie das Gefühl haben, man weiss genau, was in ihrem Kopf vorgeht.
Pfui allerdings gibt es bei uns nicht.
LG, Chris
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Ich benutze das Wort "Schluß" (wie schreibt man das mit ß?)
Das bedeutet der Hund soll mit allen aufhören was er grade tut,und es auch für die nächste Zeit unterlassen.
Aufgebaut habe ich es mit einem Ballspiel,sobald ich Schluß gesagt hab kam der Ball weg...
Und das hab ich dann ausgeweitet -
Zitat
Gibt es einen guten Grund drei verschiedene Wörter zu nehmen
Drei Wörter - Drei verschiedene Verhalten
Zitatoder ist es tatsächlich nur eine Geschmacksfrage des Halters?
Das ist es immer. WAS ich verwende ist mir doch höchstpersönlich überlassen
Wichtig ist nur, dass es dem Hund eindeutig beigebracht wird."Aus" ist bei uns das Ausgeben von Dingen die Bokey im Fang getragen hat.
Pfui gibt's bei uns nicht und "Nein" ist das Abbruchkommando für alles was der Hund gerade tut und ich nicht will.ZitatWürde es aber nicht ausreichen nur ein Wort zu verwenden, was alle drei verbindet?
Meinst du wenn der Hund nen Keks auf'm Boden findet soll er mit "Pfui" den Keks meiden, mit "Aus" ausspucken, weil er ihn schon aufgenommen hat? Ich hab dafür halt auch das "Nein". Aber das mussten wir fein säuberlich trainineren, weil ich es VOR dem "Fehlverhalten" konditionieren musste. Jetzt sehe ich halt, wenn Bokey was in der Nase hat und er meidet automatisch den Keks und teilweise latscht der auch drüber
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bei uns gibt nur ä-ä das heißt sie soll das lassen was sie tun bzw eher zu tun beabsichtigen.
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"Nein" sollte demnach möglichst vor der unerwünschten Handlung gesagt werden, kann aber auch genutzt werden um diese abzubrechen, wenn der Hund schon angefangen hat, richtig?
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Nein (bei uns ein "Äh!") und Pfui wären bei uns im Grunde auch austauschbar. Ich habe nur zwei, weil es für mich je nach Situation naheliegender ist, das eine oder andere zu brüllen.
"Nein" z.B. bei "Denk nicht mal dran".
"Pfui" ausschließlich bei "Friss den Scheiß nicht". Für ein befolgtes Pfui gibt's ein Ersatzleckerchen, insofern unterscheidet es sich schon vom Nein."Aus" haben wir theoretisch auch. Im Sinne von "Spuck's aus". Aber wenn ich mit dem Pfui schon zu langsam war, kann ich das Aus normalerweise gleich mit vergessen. Außer es ist ein Riesenbrocken oder sowieso nicht lecker. Das Aus taugt mehr was für Zerrspiele.
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Zitat
bei uns gibt nur ä-ä das heißt sie soll das lassen was sie tun bzw eher zu tun beabsichtigen.
;-) Den gibts bei uns auch. Auf Hochdeutsch heißt das NEIN, sprich "wage es ja nicht, das aufzunehmen".... Nein bricht allgemein eine Handlung ab, die er gerade erst ausführen möchte (z.B. ich seh ihm an, daß er zu einem anderen Hund hinlaufen möchte , und warne mit NEIN), ob das zur-Tür-Rennen ist, oder Aufstehen aus dem Platz oder oder... Also quasi verhindern von einem bestimmten Verhalten.
Pfui gibt´s bei uns nicht, und AUS heißt, er soll loslassen, was er im Maul hat, z.B. Dummy ausgeben. Neulich hat er doch tatsächlich auch mal was Gefundenes ausgelassen, weil ich grad n besseres Leckerli in der Hand hatte- ich war ganz verblüfft - meist bin ich da zu langsam..... *gg
Ansonsten verwenden wir noch Schluß für Dinge, die er schon tut (z.B. hochspringen, rumbellen, oder einfach, um zu signalisieren, daß ich den Dummy jetzt nicht mehr zum tausendsten Male für ihn werfen werde, oder wenn er meint, Biene nerven zu müssen *wuffspielmitmirwuffwuff......). Also Verhaltensabbruch.
Also drei unterschiedliche Dinge. Ich hör das ganz oft, daß jemand unterwegs seinen kläffenden Hund mit AUS zur Ruhe bringen will. Und der arme Hund kläfft weiter und denkt sich, ich hab doch gar nix im Maul...... Fünf Minuten später soll er dann auf denselben Befehl was schon fast Runtergeschlucktes wieder ausgeben. Wie soll der das verstehen? Einmal soll er auf Hopp linksrum laufen, beim nächsten Mal in die Hand klatschen, sozusagen, also zwei grundverschiedene Dinge - das kann er nicht verstehen können.
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Bei uns ist es genauso. nein, für Nein, lass das. Aus für Dinge rausrücken und Pfui, das sind Dinge, die der Hund nie! darf. Kabel kauen ist Pfui zum Beispiel. Ein Pfui ist etwas sehr strenges, selbst wenn es der Hund angeboten bekommt, darf er bei uns kein mit Pfui belegtes Ding mehr nehmen. Weil wir eben einen Welpen hatten, der Kabel überall hervorgrub und zerkaute. Oder auch sowas wie ins Babybett springen (der Hund sprang blind, hätte also auf dem Kopf landen können mit 23 kg), wurde geübt, dass es selbst auf bitten des Kindes nicht passieren konnte.
Während ein Nein, ja durchaus Dinge jetzt verbietet, aber nicht für immer.
Oft ist es ja cleverer zu sagen, was der Hund statt dessen tun soll, also statt "Nein" für nicht aus dem Auto springen ein "Bleib", aber Nein kommt einem öfter in den Sinn und ist so universell ...
Bei uns funktioniert das gut, wie sind also in der Verwendung durchschaubar genug.
Aber ja, die Gefahr ist zuviele Einzelwörter zu haben, die dann zu selten sind, um vom Hund verstanden zu werden, oder die Dinge, die er tun soll sind zu unterschiedlich.
Aber im Grunde ist Vokabel lernen ja wie bei Kleinkindern. Man sagt Wörter immer während gewisse Dinge passieren und wenn der Hund einen Sinn für Sprache hat, versteht er das schnell ohne spezielles Training. Allerdings gibt es auch immer wieder Hunde für die scheint alles gleich zu klingen, da sind meist Pfiffe oder Zeichen besser, was mehr Training für den Menschen selbst bedeutet, das wirklich immer gleich genug zu tun. Meine erste war so ein menschliche Sprache??? Hund. Pfiffe brauchten hingegen nur ein zwei Wiederholungen, dann wusste sie Bescheid und hatte dann so einen riesen "Wortschatz", der dann mit den Jahren durch Wörter ersetzt wurde, heute brauche ich Pfiffe nur noch auf Entfernung und habe auch wieder mehr vergessen als mir lieb ist, das war halt Fremdsprache entwickeln und lernen für mich, weniger für den Hund.
Und dann gibt es noch eine ganze menge ... Geräusche bei denen ich mich ertappe, so verschiedene Grunzlaute, wenn ich etwas nicht gut, oder gut finde, das mache ich nicht absichtlich, aber wohl gerade deswegen ist es wohl gut zu verstehen für die Hunde, weil die dann ja wohl Konsistenz meine Gefühlslage widerspiegeln.
Allerdings versteht sie mein Gasthund nicht, sie freut sich generell einfach, wenn ich Geräusche mache, ob es nun ein bestätigendes Oiii ist oder ein missfallendes Schnaufen. Für sie muss ich also über direktes Vokabellernen gehen und immer durch Belohnung bestätigen, sonst rauscht das bei ihr so unter "Schön, Mensch beachtet mich" durch.Meine Erfahrung ist Befehle müssen so sein, dass sie dem Menschen auch unter Stress zuverlässig einfallen. Meine Freundin hatte sich vorher ein Vokabelheft angelegt von Wörtern die möglichst unterschiedlich klingen für bestimmte Dinge und sie wollte vorallem Wörter haben, die nicht jeder auf der Hundewiese ruft, weil sie gesehen hat, dass es da öfter zur Verwirrung kam. Aber letztendlich war sie dann doch bei Aus, komm und nein gelandet, wenn sie in der Situation war.
Und der Hund muss sie eben möglichst leicht lernen können.Wäre ich nicht auf Pfiffe umgestiegen, hätte mein Hund wahrscheinlich auch irgendwann die Worte gelernt, hat sie ja mit den Jahren auch. Aber es hätte viel länger gedauert und wäre mit mehr Stress verbunden gewesen und sicherlich vielen Gedanken von, veralbert sie mich, ist sie dumm? Und viele Vokabeln lernen hunde eben nebenher, ohne spezielles üben. Aber man muss sich eben bewusst sein, dass die Worte dann wahrscheinlich am Kontext kleben und es länger dauert, bis sie generalisiert sind. zum Beispiel Tür, meine Hunde wissen, dass sie durch eine Tür gehen sollen und nicht mittendrin warten, weil die Türen wieder geschlossen werden oder sogar von alleine zufallen. Das lernen sie in der Nachdackelphase, aber dass das große Scheunentor auch eine Tür ist und man durchgehen muss. Das wusste meine Kleine erstmal nicht, auch dass eine Autoklappe wieder zugeht, überraschte sie erstmal. Jetzt weiß sie "Tür" kann alles sein, ob es nun die Drehtür bei der Sparkasse ist oder die Katzenklappe bei meiner Schwester und geht da durch oder hinein ohne stehenzubleiben.
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Zitat
Hallo zusammen,
die Unterschiede in der Bedeutung von "Nein", "Pfui" und "Aus" sind mir durchaus klar.
Würde es aber nicht ausreichen nur ein Wort zu verwenden, was alle drei verbindet?
Die Bedeutung wäre dann sozusagen "Höre auf mit dem was du da gerade tust", sei es etwas zu zerstören, Müll aufzusammeln oder etwas wieder herzugeben etc pp.Gibt es einen guten Grund drei verschiedene Wörter zu nehmen oder ist es tatsächlich nur eine Geschmacksfrage des Halters?
Lg

hier gibts ein "Sssscht"
bedeutet: lass den Mist und wende dich mir zuklappt, wenn der Hund was verbotenes tun will, was verbotenes kaut oder an was verbotenes dran will
alles verboten und das mache ich meinen Hunden damit deutlich
abgeschwächt ist es ein: Lass es, wag es nicht, etc. ... wobei meine Hunde da an Hand des Tonfalls merken, dass es die Vorstufe zum Ärger ist
- Vor einem Moment
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