BARF - Allgemeiner Talk-Thread Teil II
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Hummel -
10. März 2012 um 21:13 -
Geschlossen
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Ich habe zum Beispiel gelernt/ gelesen, dass der Hund bezogen auf die Nährstoffe gar kein Gemüse benötigt, sondern alles aus dem Fleisch und Knochen zieht. Das Gemüse und Getreide würde man nur als Ballaststoffe füttern, damit der Darm etwas zu tun hat. Fleisch und Knochen wären nämlich sehr leicht zu verdauen und der Darm hätte dann nichts mehr zu tun, mal ganz einfach gesagt.
Demnach wäre es auch egal wie man das Gemüse füttert, denn Zellwände müssen eh nicht aufgespalten werden.Aber ich denke das ist ein sehr umstrittenes Thema, zu dem es zig verschiedene Meinungen gibt. Bleibt wohl nur zu testen was der eigene Hund als einzelnes Individuum am besten verträgt.
Meine Hündin zum Beispiel bekommt entweder Möhren geraspelt oder einen ferrigen Gemüsemix, der in kleine Stücke geschnitten ist. Beides roh. Da sie aber auch zwischendurch Möhre am Stück knabbert, hat sie damit absolut keine Probleme. Und ja, im Kot sieht man kleine Möhrenstücke, aber ohne diese würde der Kot vermutlich nur die Größe eines Hasenknüddels haben
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Muss man eigentlich Fett separat hinzu füttern oder genügt es, wenn man z.B. ab und zu durchwachsenes Fleisch füttert?
Außer Öl füttere ich nämlich überhaupt kein Fett und frage mich nun, ob dies dringend notwendig ist...
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Kommt drauf an.... im Durchschnitt sollte das Fleisch 20-25% Fett haben. Wenn du beispielsweise ein paar Tage Fleisch mit 15% Fett fütterst und dann ein paar Tage Fleisch mit 25% Fett, sollte das in Ordnung sein. Andernfalls würde ich Fett ergänzen, denn Fett ist sehr wichtig für den Hund, sonst leiden Leber und Nieren.
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Kommt auf den Hund an würde ich sagen.
Meine Hündin bekommt sehr selten extra Fett und dann vielleicht einen halben Teelöffel voll. Durchwachsenes Fleisch gibts auch so gut wie nie. Die würde davon sofort zunehmen.
Der Pudel bekommt auf Fleisch mit Fettrand noch Extrafett oben drauf
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Ich habe zum Beispiel gelernt/ gelesen, dass der Hund bezogen auf die Nährstoffe gar kein Gemüse benötigt, sondern alles aus dem Fleisch und Knochen zieht. Das Gemüse und Getreide würde man nur als Ballaststoffe füttern, damit der Darm etwas zu tun hat. Fleisch und Knochen wären nämlich sehr leicht zu verdauen und der Darm hätte dann nichts mehr zu tun, mal ganz einfach gesagt.
Das hat mit Meinungen so viel nicht zu tun.
Knochen sind NICHT leicht zu verdauen, der Magen muß jede Menge Salzsäure aktivieren, um sie auf zu lösen, damit die einzelnen Bestandteile im Dünndarm resorbiert werden können.
Fleisch ist recht leicht verdaulich (sofern es wirklich FLEISCH ist und nicht hauptsächlich Bindegewebe.
DAS nämlich enthält vor allem schwer verdauliche Proteine, die NICHT im Dünndarm gespalten und aufgenommen werden, sondern im Dickdarm unter Gasbildung bakteriell zersetzt, wobei giftiger Ammoniak entsteht, der über die Darmwand aufgenommen, in der Leber unschädlichgemacht und dann als Harnstoff über die Niere wieder ausgeschieden wird.
Unnötige Belastung des gesamten Organismus!Wird ein HAUShund, also ein Lebewesen, das etliche 1000 Generationen zuvor domestiziert wurde, nur über Fleisch und Knochen ernährt, muß er fast seine gesamte Energie über Protein gewinnen.
Eine immens hohen Belastung für die Organe!!!!
Schon sehr lange ist erwiesen, dass der Haushund sich der Ernährung mit recht wenig Fleisch (es gab Jahrhunderte, da musste die überwiegende Menge an Hunden hauptsächlich von Gerstenbreiresten etc. leben) über diese Jahrhunderte angepasst hat, indem er auch Amylase bildet, ein Enzym der Pankreas, das Stärke (längerkettige KH) spaltet.Ich würde meine Hunde niemals nur über Fleisch und Knochen ernähren.
Zum ersten, weil ich denke, (ohne jemals einen Hund vegetarisch oder gar vegan ernähren zu wollen!) dass ein Hund diese Mengen an getöteten Tieren nicht benötigt und dass diese Mengen an "nur Fleisch" zu Mangelerscheinungen einerseits und zu Überlastung von Leber und Niere andererseits (Vergiftung) führen.Aber in der Hundefütterung gibt es sooo viele Glaubensrichtungen...

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Ja, das "Prey"-Modell geht ja hauptsächlich vom Verfüttern von eben... allem aus - eben dem natürlichen Beutetier.
Da ist der pflanzliche Anteil natürlich je nach Tier dann doch eher gering.Ich weiß auch nicht... was Vitamine usw. angeht - kann Gemüse ja eigentlich doch nicht sooo schaden(?).
Unser TA meinte, dass Lawinenhunde z.T. lange nur von Brot und Milch ernährt wurden - und denen ging es eigentlich auch ganz gut.
Da sind unsere Hunde heutzutage vermutlich schon sehr verwöhnt.
Zum Thema Fett - also ich würde auch schauen, was Du für Fleisch fütterst - bei Kaninchen und Pferd z.B. - das, was wir sehr lange gefüttert haben - da ist ja gerade mal... 4% Fett oder so enthalten - da würde glaube ich "ab und an durchwachsen" nicht ausreichen.
Wenn's für uns viel zu fettig aussieht, ist es für die Hunde wohl gerade gut...
Aber mal weniger fettes Fleisch - mal mehr - das müsste sich dann schon ausgleichen, schätze ich. :)
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Aber ich denke das ist ein sehr umstrittenes Thema, zu dem es zig verschiedene Meinungen gibt.
Eigentlich ist die Zeit des "Glaubens" vorbei. Es gibt inzwischen zuverlässige wissenschaftliche Fakten, über das, was ein Hund an Nährstoffen benötigt.
Ist auch völlig egal ob roh oder gekocht. Die Zusammensetzung muss stimmen und der Hund muss die zugeführte Nahrung gut verwerten. Hunde sind sehr anpassungsfähig. Insofern steht als Nahrung eine breite Palette von nährstoff-und vitaminreichen Lebensmitteln zu Verfügung. Nicht nur Fleisch und Knochen
Ganz wichtig: Die Bioverfügbarkeit.....also was tatsächlich beim Hund an Nährstoffen ankommt.
Beispiel Gemüse:Für den Verzehr von rohem Gemüse spricht, dass viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe thermolabil sind. Dagegen spricht, dass bestimmte Substanzen im Gemüse erhitzt viel besser verwertet werden als im rohen Zustand, wie z.B. das Lycopin aus Tomaten. Vitamin E gehört auch dazu.
Das allgemein übliche Zerkleinern ( schneiden, raspeln oder mixen) bricht zwar auch Zellwände auf, führt aber auch durch die Vergrößerung der Oberflächen und eben auch durch eine Verletzung des Zellgewebes zum enzymatischen Abbau von Vitaminen. Rohes Gemüse füttern heißt also nicht automatisch auch vitaminreich füttern.
Ein Blick in die Biochemie lehrt uns, dass rohes Gemüse im Vergleich zum gekochten Gemüse zu einer eher unvollständigen Verdauung führt, was die Aufnahme von Vitaminen und Spurenelementen zusätzlich verschlechtert.
Die Frage ist also: Was will ich mit der Fütterung von Gemüse erreichen?
Möchte ich eine frische Vitamin-und Mineralstoffergänzung(....dann muss ich einiges beachten), oder möchte ich Gemüse als Energielieferant nutzen? Energie liefern bekanntlich Fett und KH, aber nicht jeder Hund verträgt davon große Mengen. Hier kann z.B. gekochtes Gemüse kombiniert bzw. ergänzend eingesetzt werden. Warum?
Weil die verwertbare Kalorienmenge bei gekochter Nahrung deutlich höher liegt als bei Rohkost.Vielleicht möchte ich aber auch den "gesundheitlichen" Aspekt von Gemüse beachten. Viele Gemüsesorten enthalten Schutzsubstanzen, wie Antioxidantien, Flavonoide, Carotine u.a. Insofern kann ich sowohl roh ( Salat) wie gekocht/gedünstet füttern. Man muss sich nur ein wenig mit den Inhalten vom Grünzeug beschäftigen und schon wird daraus kein schnöder Ballaststoff, der den Darm bewegt, sondern eine vollwertige Futterkomponente

Was leider auch immer sehr wenig beachtet wird.....ist der Geschmack. Wird ja oft berichtet, dass viele Hunde rohes Gemüse nicht anrühren. Kann ich verstehen. Es schmeckt bitter (...außer vielleicht Möhren). Ein Stück rohen Brokkoli würde meine andalusische Gemüsefeinschmeckerin auch nicht fressen, aber sehr wohl gekocht mit ein wenig Kräutersalz drauf

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Hi,
eigentlich kann ichs nicht nachvollziehen, dass sich nicht überall herumgesprochen hat, dass Fett der absolut wichtigste Energielieferant für den Hund ist. Eiweiss wird in erster Linie benötigt, um den eigenen Körper, sprich Muskelaufbau in Schuss zu halten, Fett hingegen liefert die Energie, damit der Hund auch richtig rumtoben kann und Körperfunktionen aufrecht erhalten werden. Auch das Halten der Körpertemperatur geht nur, wenn genug Energie da ist.
Zwar können Hunde auch aus Eiweiss Energie erzeugen, aber dies belastet den Körper schon, empfindliche oder alte Hunde können dann schon mal Probleme bekommen, weil die Organe mehr belastet werden. Geschieht das dauerhaft, kann das schon mal problematisch werden.Ein Beispiel: 100 g Pferd ( Muskelfleisch) hat grad mal 100 Kcal.
Butter 100 g aber 700 Kcal. Man kann sich vorstellen, dass es aufwendig ist die Energie aus 700 g Pferd herauszuholen im Vergleich zur Butter.Pferd ist also grds. viel zu mager und sollte durch Fett ergänzt werden, damit es der Körper des Hundes leichter hat.
Grds. verträgt ein normaler gesunder Hund 10 g Fett pro Kg Körpergewicht am Tag.Soviel muss aber gar nicht sein. Unser 30 kg Hund bekommt beispielsweise 60-80 g Fett zusätzlich am Tag wenn er abends ca. 300-350 g Pferd bekommt. Noch 200 g Reis dabei und es passt.
Morgens braucht er aber im Moment noch Trofu extra, gerade wenns kalt ist.In der Hundeernährung gilt demnach: No fat no fun.
Also ganz anders wie ein Großteil unserer weiblichen Bevölkerung in der eigenen Ernährung tickt. Hoffentlich wird nicht auf den Hund übertragen, das arme Viech....
LG
Mikkki
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Hallo, ich hätte auch eine Frage zu den Online Shops. Gibt es hier barfende Österreicher?? Wo bestellt ihr das Fleisch?

Ich bekomme ja den Großteil meines Fleisches vom Bauern geschenkt, aber weil das nur Schwein ist, habe ich jetzt mal zur Abwechslung ein bissal Rind bestellt bei http://www.bernhardziz.at/
Die liefern ab ich glaub 60€ versandkostenfrei und sind echt schnell. Ich hab an einem Sonntag bestellt und am Dienstag war das Packerl da. Qualität ist auch ok, meine fressen aber eh alles und sind ned haglich
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@SpaceOddity Super! Danke für den Tipp! Hab mir die Seite nämlich selbst schon herausgepickt, war mir jedoch noch unsicher, ob die Qualität passt. Dann werd ich da auch mal bestellen

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