BARF - Allgemeiner Talk-Thread Teil II

  • Falls das mit mir zu tun hat - so hab ichs gar nicht gemeint, war glaub etwas blöd ausgedrückt.
    Ich meinte eher, dass die meisten Nährstoffe hinten wieder rauskommen ohne ordentlich aufgenommen zu werden.
    (wobei wir tatsächlich schon Karottenstückchen im Output hatten :hust: )

  • Hier gibts Gemüse nur püriert, da es sonst aussortiert werden würde. Da ich den alten Thermomix habe, ist so ein Mix für ein, zwei Wochen schnell vorbereitet und eingefroren. Der kriegt ja alles klein, da muss man nix vorkochen und nur grob in Stücke schnippeln und natürlich ggf. entkernen.

    Im Urlaub oder auch so mal gibt es auch Flocken, die eingeweicht werden. Ich denke, da würde auch dauerhaft nichts dagegen sprechen, gibt ja schon verschiedene Mixe, so dass man auch abwechseln kann. Manchmal nehm ich auch Babygläschen.

  • Du solltest aber die Äpfel schon entkernen, die Kerne sind in großen Mengen giftig für die Hunde. Und das grobe Schneiden bringt zwar Obst und Gemüse in den Napf, aber bringt den Hunden nicht sehr viel, außer einen vollen Magen. Es sollte immer püriert sein.


    1: Ich schätze mal, ich müsste schon tonnenweise Äpfel und Birnen mit Kernen verfüttern, um die Hunde damit umzubringen. Plus: Blausäure ist ja nicht nur für Hunde giftig - da müssten draußen ja sonst auch massig tote Säu, Füchs, Reh, Marder, Waschbärn, Hirsche, etc. rumliegen.

    2: Warum sollte es immer püriert sein?
    3: Quellenangabe zu obigen?

    Generell kann ich mir das nur schwer vorstellen, dass das Zerkauen von Obst und Gemüse nicht reichen soll. Der Verdauungstrakt eines Hundes ist ja wohl nun nix biologisch Sensationelles. Andere Tierarten mit Raubtiergebiss nehmen auch Obst und Gemüse auf - und dass ja sicherlich auch nicht nur um mal mit einem vollen Ranzen schlafen zu gehen.

    so wird Gemüse hier nicht gefressen.

    Ich muss das schon pürieren. Und je nach Gemüse schafft meine Küchenmaschine das nur gekocht. Und da ich auch bisschen Abwechslung wollte, habe ich dann größere Mengen auf einmal gemacht und das portionsweise eingefroren.

    Hat zum einen immer nen halben Nachmittag in Anspruch genommen (das empfinde ich als aufwendig). Und zum anderen nimmt es mir bei zwei großen Hunden dann auch einfach zu viel Platz in der Tiefkühltruhe weg.


    Das ist natürlich ein Argument. Ich hab am Anfang auch alles durch die Küchenmaschine laufen lassen und geraspelt. Inzwischen haben die Hunde sich aber scheinbar dran gewöhnt, selbst die Alte frisst die großen Brocken - ob jetzt zum Glück oder zu ihrem Nachteil, sei mal dahingestellt.

  • Ich hab in letzter Zeit da mal ein bisschen reingebohrt...

    Generell kann ich mir das nur schwer vorstellen, dass das Zerkauen von Obst und Gemüse nicht reichen soll. Der Verdauungstrakt eines Hundes ist ja wohl nun nix biologisch Sensationelles. Andere Tierarten mit Raubtiergebiss nehmen auch Obst und Gemüse auf - und dass ja sicherlich auch nicht nur um mal mit einem vollen Ranzen schlafen zu gehen.

    Einerseits richtig, andererseits auch nicht.
    Die meisten Fleischfresser nehmen pflanzliches Futter ja vor allem mit den Futtertieren auf. Sprich, sie fressen ja die Darmfüllung der Vegetarier mit und erhalten damit ihren pflanzlichen Anteil am Futter. Das ist zu diesem Zeitpunkt allerdings zerkleintert und "vorverdaut". Das stellt man mit dem Pürieren nach.
    Auf der anderen Seite haben gerade Hunde eine sehr starke Magensäure. Sie ist in der Lage Knochenstücke zu verdauen. Sie kann auch die Zellwände der Pflanzenzellen zersetzen - wenn sie denn genügend Zeit bekommt.

    Ich denke, dass es vom Magen des Hundes, von der Zeit der Magen-Darm-Passage, von einer Gewöhnung (Verdauung passt sich an) und vom Gemüse abhängt, wie stark das verdaut wird.
    Wenn man im Output nichts mehr sieht, kann man auch davon ausgehen, dass es größtenteils zerlegt wurde.

    Wenn ich das richtig im Kopf hab, verlangsamt zumindest beim Menschen Fett den Verdauungsvorgang. Deshalb ist es naheliegend, dass das Gemüse bei gleichzeitiger Ölgabe oder kombiniert mit fettem Fleisch besser verdaut wird.

    Alles in allem - die Frage ob pürieren oder nicht, hängt stark vom Hund ab. Wenn der Output sehr homogen ist und keine Stücken mehr aufweist, sind Stückchen genauso gut wie Püriertes.

  • Meine bekommen ihr Obst und Gemüse auch in Stücken, aber halt gekocht. Da ist im Kot gar nichts mehr sichtbar.
    Ob das roh auch so wäre, kann ich allerdings nicht testen, denn das würden sie schlicht nicht fressen.

  • 2: Warum sollte es immer püriert sein?
    3: Quellenangabe zu obigen?

    Generell kann ich mir das nur schwer vorstellen, dass das Zerkauen von Obst und Gemüse nicht reichen soll. Der Verdauungstrakt eines Hundes ist ja wohl nun nix biologisch Sensationelles. Andere Tierarten mit Raubtiergebiss nehmen auch Obst und Gemüse auf - und dass ja sicherlich auch nicht nur um mal mit einem vollen Ranzen schlafen zu gehen.


    Naja, ganz kurz und schön zusammengefasst auf einer WWW Seite.
    hab jetzt nur mal kurz eine Google Suche gemacht. Da gibt es natürlich noch mehr Literatur dazu.

    Zitat

    Hunde sind keine Vegetarier und ihr Magen ist grundsätzlich nicht auf das Verdauen von reinen Gemüsen- oder Obstportionen spezialisiert. Die zellulosehaltigen Pflanzenzellwände sind für den Hundemagen schier unverdaulich, in zerstörtem Zustand (püriert, blanchiert, gekocht) sieht die Welt aber wieder gänzlich anders aus und und der Gemüsebrei kann bestens aufgespalten werden.

    Hunder zerkauen ihr Futter nicht auf die gleiche Art und Weise wie wir Menschen. Sie sind nunmal Schlingfresser. Was am Ende runtergeht ist definitiv kein Muß, sondern immer noch Stückchen (bei meinem Hund zB genau so groß wie es sich schlucken lässt).
    Und sie haben im Magen dann auch einfach nicht die richtigen Enzyme um Zellwände aufzuspalten um an die Nährstoffe darin zu kommen.
    Entsprechend können sie nur gestückeltes Futter kaum verwerten.
    (Ich hab das auch schon häufig bemängelt, da es wirklich nervig ist alles jedes Mal zu pürieren, zuman die Portionen dafür meist einfach zu klein waren. Deswegen sind wir auch auf einfrieren umgestiegen.)


    B.A.R.F. - Warum Gemüse pürieren?

  • Ob und wie gut ein Hund Gemüse verdaut dürfte außerdem stark von der bestehenden Darmflora abhängen. Denn die Pflanzenzellwände werden ja von symbiotisch lebenden Darmbakterien aufgespalten nachdem die Salzsäure ihre Vorarbeit geleistet hat.
    Das wiederum erklärt auch, warum sich ein Hund an einen hohen Gemüseanteil gewöhnt und den besser verdaut - werden die Darmbakterien regelmäßig mit Nahrung versorgt, sind auch mehr da...

    Übrigens - Felix erhält einen Teil der pflanzlichen Kost püriert und einen Teil am Stück. Der Kot sieht immer homogen aus.

    Diese Aussage "grundsätzlich nicht auf das Verdauen von reinen Gemüsen- oder Obstportionen spezialisiert" finde ich sehr gelungen. :hust: Wer hätte das gedacht... Nach diesem einleitenden Satz kann ich den Rest schon nicht mehr für voll nehmen.

  • Meine bekommen ihr Obst und Gemüse püriert. Ich habe einen tollen Standmixer.

    Da ich die Portionen für 14 Tage im Vorraus mache, wiege ich für jeden Hund die jeweile Obst- bzw. Gemüsemenge ab und hau sie in den Mixer. Drücke "Smoothie" und schaue zu wie es alles zu einem BRei wird.

    Während ich das Fleisch fertig mache, kommen beide Hunde dauernd bettelnt und bekommen dafür Möhren am Stück.
    Die Möhren, die sie nebenbei fressen, kommen relativ unverdaut wieder raus.

    Außerdem ist es mir zu doof, das die Hunde das Obst bzw. Gemüse raus poppeln. Da hat jeder Hund seine Vorlieben,aber das entfällt wenn die Konsistenz sortieren nicht zu lässt.

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