Ist Auslastung nötig?

  • P.S: Ich denke, in dem Fall unterscheidet sich ein Hund nicht so sehr von einem Kind. Es geht auch um die Frage: Als was sehe ich denn meinen Hund? Und will ich die Sinne fördern mit denen der Hund ja nun mal ausgestattet ist? Oder will ich nur seine Beine bewegen? Natürlich kann ich dem Baby jeden Tag Gemüsebrei geben. Es wird sich freuen und zufrieden sein, weil es ja bisher nichts anderes kennen gelernt hat. Ich denke aber ein Kind hat noch mehr Sinne als den Geschmackssinn und es hat auch eine andere Aufgabe: Nämlich die Welt zu entdecken. Und genau diese Aufgabe gestehe ich auch meiner Hündin zu. Und daraus erwächst dann ganz automatisch der Wunsch, mit ihr zu kommunizieren und sie auch anderweitig zu beschäftigen.

    Die Frage ist also wieder , nicht: Was "mußt Du? Sondern "was willst Du dem Hund bieten?" Und erst wenn Du dem Hund etwas mehr als Gassigänge geboten hast, kannst Du auch entscheiden, ob es ihm damit gut geht oder nicht. Das Baby wird auf jedenfall sehr intetessiert mit seinem neuen Spielzeug spielen. Sei mit Begeisterung dabei und Dein Hund wird begeistert mit Dir die Welt entdecken!

    Lg Cafedelmar

  • Zitat

    P.S: Ich denke, in dem Fall unterscheidet sich ein Hund nicht so sehr von einem Kind. Es geht auch um die Frage: Als was sehe ich denn meinen Hund? Und will ich die Sinne fördern mit denen der Hund ja nun mal ausgestattet ist? Oder will ich nur seine Beine bewegen? Natürlich kann ich dem Baby jeden Tag Gemüsebrei geben. Es wird sich freuen und zufrieden sein, weil es ja bisher nichts anderes kennen gelernt hat. Ich denke aber ein Kind hat noch mehr Sinne als den Geschmackssinn und es hat auch eine andere Aufgabe: Nämlich die Welt zu entdecken. Und genau diese Aufgabe gestehe ich auch meiner Hündin zu. Und daraus erwächst dann ganz automatisch der Wunsch, mit ihr zu kommunizieren und sie auch anderweitig zu beschäftigen.

    Die Frage ist also wieder , nicht: Was "mußt Du? Sondern "was willst Du dem Hund bieten?" Und erst wenn Du dem Hund etwas mehr als Gassigänge geboten hast, kannst Du auch entscheiden, ob es ihm damit gut geht oder nicht. Das Baby wird auf jedenfall sehr intetessiert mit seinem neuen Spielzeug spielen. Sei mit Begeisterung dabei und Dein Hund wird begeistert mit Dir die Welt entdecken!

    Lg Cafedelmar


    Entschuldige falls ich es falsch verstanden habe , aber möchtest du damit sagen das Menschen , die mit ihren Hunden keinen Aktiven Sport betreiben den Hunden nicht die Möglichkeit geben die Welt zu erkunden ? Wenn ja , dann möchte ich dem widersprechen , denn auch wenn ich keinen Aktiven Sport mit meinen dreien betreibe , erkunde ich mit ihnen trotzdem die Welt. Ich lasse mir für jeden Spaziergang was tolles einfallen , wir sind oft an verschiedenen Orten (Seen , Wälder , Felder ect.) , und überall gibt es was ganz tolles zu erkunden. Ich krieche mit meinen Hunden durch Gebüsche , springe mit ihnen über Äster , gehe mit ihnen zusammen schwimmen und co. Also ich glaube das manch ein Hund Glücklich wäre so viel zu erleben wie meine drei und das obwohl sie kein Sport betreiben.

  • Ich wollte mich für die rege Beteiligung von Euch bedanken.

    Öfters fällt der Begriff, dass es gerade "Arbeitshunden" zu langweilig sei, "nur gassi" zu gehen.
    Die Aussage verstehe ich nicht ganz und wollte mal nachhaken, was ihr denn auf einem Spaziergang macht.
    Für meinen Hund gibts es nicht tolleres, als mit mir die Umgebung zu erkunden. Da gehts dann über Stock und stein und hier übergebe ich Aufgaben an meinem (arbeits) Hund, die er gerne annimmt. Er erkundet beispielsweise Wege für mich, läuft zielstrebig voran oder macht mich auf Wild bzw Wildfährten aufmerksam, zeigt mir Dinge, die er unterwegs findet.
    Da muß er auch seinen Kopf anstrengen und mitdenken bzw mit mir zusammen arbeiten.
    Gemeinsam geht es auf und über Hindernisse.
    Klettern, springen und rumalbern macht extrem müde.
    beim Klettern trainiert der Hund, sowie der mensch seine Koordination, muß überlegen, wo er den nächsten Schritt setzt und wie er das Hindernis bewältigt. Und natürlich macht es noch mehr spaß, wenn sich Hund- sowie Mensch darauf einlassen.

    Wenn der Besitzer nur trübsinnig durch die Landschaft watschelt- okey dann kann ich mir denken, dass dabei nix produktives herumkommt und Hunden das nicht reicht und sie zu Hause unausgelastet sind.

    Der Wald ist doch ein riesen Spielplatz =)
    Wenn man sich als Halter darauf einlässt, bringt sich der hund mit ein.


    Nach einem 1,5-2 stündigen Spaziergang durch den Wald sind wir beide platt und meinen Hund sehe ich für den Rest des Tages nicht.

    Ist auf jeden Fall effektiver, als nach einem Training auf dem Hundeplatz, einer Einheit Unterordnung oder ZHS, da giert mein Rüde nach "mehr" :D (ist ja auch so gewünscht ;) )

  • Zitat

    Für meinen Hund gibts es nicht tolleres, als mit mir die Umgebung zu erkunden. Da gehts dann über Stock und stein und hier übergebe ich Aufgaben an meinem (arbeits) Hund, die er gerne annimmt. Er erkundet beispielsweise Wege für mich, läuft zielstrebig voran oder macht mich auf Wild bzw Wildfährten aufmerksam, zeigt mir Dinge, die er unterwegs findet.
    Da muß er auch seinen Kopf anstrengen und mitdenken bzw mit mir zusammen arbeiten.
    Gemeinsam geht es auf und über Hindernisse.
    Klettern, springen und rumalbern macht extrem müde.
    beim Klettern trainiert der Hund, sowie der mensch seine Koordination, muß überlegen, wo er den nächsten Schritt setzt und wie er das Hindernis bewältigt. Und natürlich macht es noch mehr spaß, wenn sich Hund- sowie Mensch darauf einlassen.


    alles nette Kopfarbeit, ja

    nur einem Hund, der die körperliche Bewegung braucht (Konsequenzen bei "Ruhigstellung" schrieb ich ja weiter vorne), reicht sowas nicht

    klar ist Luna danach auch platt und schläft gut

    aber auf Dauer würde trotzdem das schon erwähnte Verhalten zum Vorschein kommen, da sie einfach rennen will, wann immer sie die Möglichkeit hat

    Beispiel Hundeplatz: Lasse ich sie erst mal laufen, rennt und rennt und rennt sie
    lässt sich zurück rufen, freut sich aber, wenn sie wieder los darf

    erst wenn sie wirklich einige Strecken gerannt ist, arbeitet sie locker und freudig mit

    und ne schnelle 10km Runde vor dem Rad inkl. Kopfarbeit ist nicht durch einen 10km-Gassigang ersetzbar

    das sind danach 2 verschiedene Hunde, besonders bemerkbar beim 1. Gassigang nach der Ruhe

  • Hmm ich weiß nicht.... es gibt sicher sogenannte "Arbeitshunde" die einieges mehr an Auslastung brauchen als der 08/15 Familienhund.....

    Ich mache so richtigen Hundesport nicht, das würde aufgrund diverser Erkrankungen auch garnicht gehen und da hätte ich auch gar keine Lust drauf.... Meine Huschu bietet Agility in Kombi imt Dogdancing an, aber das ist eher so eine Beschäftigungsstunde, da rennst du net wie ein gstörter auf dem Platz rum, sondern machst die Geräte die dir belieben, baust Unterordnungs. oder Dogdanceelemente mit ein und wir machen jedes mal was anderes, also alles sehr geruhsam. Ausserdem gehe ich zur Gruppenstunde meiner Huschu, brauchen würden das meine Hunde glaube ich nicht, wenn wir ganz normal nur so rausgehen würde denen des auch reichen, aber es ist auch eine willkommene Abwechslung für die Hunde und für mich :D Aber so richtigen Hardcorehundesport werde ich nie machen, egal mit welchem Hund. Meine Hunde sollen mich begleiten, ich möchte viel draussen sein mit denen aber ich brauche keinen Hochleistungssport.

  • Zitat

    Der Wald ist doch ein riesen Spielplatz =) Wenn man sich als Halter darauf einlässt, bringt sich der hund mit ein.
    Nach einem 1,5-2 stündigen Spaziergang durch den Wald sind wir beide platt und meinen Hund sehe ich für den Rest des Tages nicht.

    Genau so ist das bei uns.
    Aber, Lotta braucht vor (und manchmal auch nach) dieser Walderkundung 2 - 3 Minuten, in denen sie rennen darf. Sie hat dann entweder ihren Futterdummy im Maul oder einen Ball/Tannenzapfen/Apfel/egal. Und mit dem hetzt sie hin und her (immer in einem bestimmten Radius und ist auch abrufbar) und wenn sie fertig ist, kommt sie her, gibt mir das Spielzeug und wir können weiter gehen.
    Das "sie braucht es" behaupte ich, weil sie es meistens macht, wenn ich ihr den Dummy/das Spielzeug werfe. Manchmal bringt sie es auch einfach nur zurück und wir gehen weiter. Dann "braucht" sie es anscheinend nicht.

  • Fährten, etc. ist auch ein riesen Spaß und wenn man sich als Halter darauf einläßt, bringt der Hund sich mit ein..

    Wald als Spielplatz? Hmh nö.. Meine Hunde dürfen nur auf den Wegen rennen, da wird auch nichts gefunden. Außer Pan..der findet Wild und dem geht er nicht nach bzw. darf er nicht. Nur blöd rennen reicht Juri und Pan nicht, Kopfarbeit im Sinne von die Nasen einsetzen im Wald ist tabu (dafür haben wir die Wiesen).

  • Also,Tammy (Terriermix) ist es zu fade einfach nur 1-2 Stunden spazieren zu gehen. Ich mache mit ihr dabei Fährtensuche,Dummytraining und rennen muss halt auch sein.Kein Dauerprogramm,immer wieder für so ca. 10 Minuten.

    Abends gehen wir meistens aufs Feld und dann wird Frisbee,Ball,Ring,weiß der Geier was geworfen. Sie liebt es (ist aber kein Balljunkie ;) ).

    Joke ist zwar erst 5 Monate aber auch mit ihr fange ich Dummytraining und Suchspiele an. Es fördert die Konzentration und macht müde.Dazu natürlich bisi rennen und toben.Das alles bewegt sich in einem Zeitfenster von ca.20 Min. wobei das rennen und toben überwiegt.

    Tammy wäre ohne Aufgaben wärend des Spaziergangs absolut unzufrieden,was nicht heißt das das nicht auch mal vorkommt,nur sollte das kein Dauerzustand sein.

    Joke fängt langsam an Blödsinn zu machen und so kann ich sie beschäftigen und die Gedanken in eine andere Richtung lenken.

  • Murmel, Wald als Spielplatz heißt - zumindest für uns - nicht, dass der Hund da durch die Gegend fetzt, das Unterholz unsicher macht und stöbert etc.
    Lotta hat auch auf dem Weg zu bleiben, darf aber schnüffeln und bestimmt entsprechend das Lauftempo; sie darf auf an der Seite liegende Baumstämme klettern; sie darf im Laub/auf dem Weg Futter oder den Dummy suchen; einer Futterspur auf dem Weg folgen etc.
    Von Waldgetier, egal wie groß oder klein, hat sie die Pfoten zu lassen - sei das nun die raschelnde Maus oder das todesmutige Eichhörnchen, das vor uns übern Weg rennt.
    Ich glaub, sie kann da gut unterscheiden zwischen den Dingen, die ich ihr anbiete und dem, was der Wald anbietet :hust:

  • Ja Pepper hat im Wald auch den Dummy gesucht, auch abseits des Weges. Pan wird das nicht tun, zumindest momentan noch nicht. Und den Dummy nur an den Wegrand legen ist bei ihm absolut witzlos ;)

    Aber ist doch ok, wenn es bei (und anderen) so gut klappt. Bei uns werden andere Dinge gemacht und das brauchen die (meine) Hunde :nixweiss:

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