Ist Auslastung nötig?
-
Tante Flauschig -
29. Februar 2012 um 04:06
-
-
ich habe einen hütehundmix,der bestimmt gerne würde,wenn er denn könnte...
sam hat einen herztklappenfehler,eine schädigung der lunge(symthome wie bei asthma),eine kreuzbandschwäche,sdu,muskelschwund im gesicht.
er darf nicht körperlich ausgelastet werden in dem sinne wie es viele verstehen.
1 std gassigang und er ist fertig mit der welt,besonders im sommer oder bei naßkaltem ,nebligen wetter.
toben,da reichen schon wenige minuten und er bekommt keine luft mehr.
wie gerne würden wir was zusammen machen...
aber selbst am rad laufen wird wohl nicht gehen.
zur zeit gehen wir 1x wöchentlich zur übungsstunde in die hundeschule.dort wird sehr darauf geachtet sam nicht zu überfordern. dort hat er auch unter professioneller aufsicht ,kontakt zu verschiedenen hunden.lg kirsten
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Ist Auslastung nötig? schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Das Thema Auslastung betrachte ich persönlich sehr individuell.
Es gibt Hunde, denen genügt der tägliche Gassigang voll und ganz, ich kenne etliche.
Die sind auch nicht unwirsch oder dergleichen, sie machen einen zufriedenen Eindruck.Andererseits kenne ich widerum Hunde, die sehr wohl etwas geistige Auslastung vertragen könnten, die auch bereits daraus resultierende Verhaltensauffälligkeiten zeigen.
Was ich sehr schlimm finde ist, dass manche HH die Bedürfnisse ihrer Hunde nicht, oder nur sehr zögerlich wahrnehmen.
Das wären in meinem zuerst geschilderten Fall HH, die ihre Hunde auf Teufel komm heraus bespassen und zu Tode fördern, obwohl der Hund es gar nicht verarbeiten kann.
Der Begriff "Auslastung" ruft manchmal das eigene schlechte Gewissen auf den Plan, nicht immer gut für DEN bestimmten Hund...In meinem zweiten geschilderten Fall kann es genau umgekehrt sein, der HH fördert seinen Hund nicht, weil Nachbar's Lumpi es ja schließlich auch nicht braucht, und mit dem geht man ja täglich gemeinsam spazieren, also muss man es ja schließlich wissen.
Hier im Forum ist es auch immer so eine Gefahr, dass man sich von den mannigfaltig geschilderten Förderprogrammen von Hund und Halter anstecken lässt, ja fast schon in Zugzwang gerät.
Ist wie bei den Kindern...
Das eine Kind geht nach der Schule einmal wöchentlich zum Ballett, ansonsten kann es sich mit Freunden die Freizeit gestalten, und es ist ein glücklich-fröhliches Kind.Das andere Kind ist verplant, es hat jeden Tag entweder Ballett-Klavier-Turn-Kreativmal-Selbstverteidigungs-und Flötenunterricht, und es bleibt kaum noch Zeit für Freunde und eigene Kreativität.
Viele HH sollten einfach lernen, die eigenen Hunde zu lesen und versuchen zu erkennen, was sie wirklich brauchen.
Alles mit Maß und Ziel eingesetzt, dann davon den goldenen Mittelweg finden, das kann nie verkehrt sein.So zumindest habe ich es bisher immer gehalten, ein Mittelweg zwischen Arbeit, Spass und Spiel, je nach Konstitution des Hundes an diesem Tag.
Ich selber lasse mich vom Stressprogramm manch' anderer in keinster Weise beeinflussen, ich mache mein Ding so, dass es für meine Hunde passt.
LG Britta
-
Meiner Hündin fehlt der Hundekontakt überhaupt nicht. Je weniger Kontakt zu Artgenossen desto besser
Leider fällt damit das gemeinsame Spielen und Laufen weg.Am Glücklichsten ist meine Hündin wenn wir schwimmen gehen. Ihr Dummy liebt sie über alles und hin und wieder UO tut ihr ganz gut.
Ist sie zu wenig ausgelastet (d.h. gehen wir mehrere Tage hintereinander einfach nur spazieren), wird unsere Bindung schlechter. Sie ist im Haus genauso brav, im Kontakt mit anderen Hunden ist sie allerdings noch weniger kompatibel und wie gesagt ist unsere Bindung schlechter.
Mit mir ist sie sehr glücklich, würde ich mit ihr auf die Jagd gehen, hätte sie den Himmel auf Erden.
lg! -
Wir machen keinen Hundesport. Ich geb´s offen zu, ich bin zu faul dazu!
Wir laufen täglich zweimal eine Stunde (manchmal auch nur 45 Min.) im Wald. Roxy läuft dabei frei. Meistens ist das dann so ein Mix aus Butzelkuh kicken, UO und einfach schnüffeln. Dann wird noch ca. 2 mal am Tag eine halbe Stunde gespielt mit Futterball aus dem Socken auspacken und Leckerlie suchen und so. Hundebegegnungen braucht sie nicht (mehr) wirklich. Bei bekannten Hunden freut sie sich diese zu sehen (volle Begrüßung) und bei fremden wird kurz geschnuffelt und gut ist´s. Sie mag nicht mehr mit anderen Hunden spielen. Spielen ist nur noch mit Frauchen und Herrchen toll.
Nachdem sie immer entspannt schläft, wenn nix passiert und sie abends "tot" ins Bett fällt, würde ich sagen sie ist zufrieden mit ihrem Beschäftigungspensum.Ich denke schon, wenn ich Lust auf irgendeinen Hundesport hätte, und ich es mit ihr anfangen würde, hätte sie auch Spaß daran, aber zum wirklich glücklich sein braucht sie das nicht.
-
Also ich verstehe unter "geistiger Auslastung" genau das, was Ihr doch fast alle macht: Unterordnung, Tricks, über Hindernisse im Wald springen. Da muss der Hund sich koordinieren und nachdenken und das macht ihn letztendlich auch müde. Ob das nun im Verein passiert oder nicht ist doch zweitrangig. Fakt ist doch, man kann einen Hund prima mit solcher Auslastung platt kriegen.

Ich gehe mit meiner Gassi oder mache Ausdauertraining am Rad, damit sie kein Fett ansetzt. Mit anderen Hunden tobt sie selten, aber ich biete ihr die Gelegenheit, weil es einfach fürs Sozialverhalten unter den Hunden wichtig ist. Das war früher mehr, ist aber auch normal für einen Elo.
Dreimal die Woche apportieren wir in Kombination mit Suchspielen oder machen Hundetricks und im Wald schicke ich sie auch über Hindernisse. Zu viel "Auslastung" ist m. E. auch schädlich, der Hund muss auch genug Möglichkeit haben sich auszuruhen. Das ist übrigens auch beim Toben der Fall, zuviel davon, da können Hunde auch in Stress geraten, was viele HH leider nicht wissen. Deshalb mache ich das lieber im Wechsel: Gassi, Ruhe, Tricks, Ruhe, Kuschelzeit, Tobezeit. Aber immer eben genug Pausen und auch nicht jeden Tag!Fährtenarbeit finde ich super, wenn man dazu Zeit hat, das entspricht eben den natürlichen Neigungen des Hundes zu Jagen-und macht eigentlich allen Hunden Spass-auch mantrailing oder eben Apportieren. Gemeinsam Jagen und zwar kontrolliert!. Ich kann mittlerweile meine Hündin mit nem Apportel vom Eichhörnchen jagen abhalten.
Was auch noch für "geistige Auslastung" spricht, ist die "Bindung". Machst Du Dich ordentlich interessant für deinen Hund, achtet er auch während der Gassi geh Zeit auf Dich. Ich mache schon von klein auf an viel mit meiner Hündin und sie hört aufs Wort, weil sie immer damit rechnen kann, dass evtl etwas Spannendes passiert, wenn sie kommt. Sie findet mich eben toll. Gehst Du nur mit Deinem Hund Gassi und beschäftigst Dich nicht anderweitig mit ihm, wird er sich eine bessere Beschäftigung suchen. Willst Du einen Hund, der auf Dich achtet, beschäftige Dich mit ihm. Außerdem ist "gesitige Auslastung" auch dann super, wenn man mal wenig Zeit hat, rauszugehen und der Hund trotzdem schlafen soll.
Z.B. wenn man danach arbeiten gehen will.Was letztendlich dem Hund Spass macht, liegt an Rasse und indiviueller Persönlichkeit, das muss man eben ausprobieren. Ich persönlich glaube aber nicht an die "Schosshunde-Mär" seit dem ich einen Chi Wa wa oder wie die Zwerge heißen, über die THS Hürden hab fliegen sehen.

LG Cafedelmar
-
-
Zitat
...
Ist sie zu wenig ausgelastet (d.h. gehen wir mehrere Tage hintereinander einfach nur spazieren), wird unsere Bindung schlechter. Sie ist im Haus genauso brav, im Kontakt mit anderen Hunden ist sie allerdings noch weniger kompatibel und wie gesagt ist unsere Bindung schlechter...
Woran machst du das fest, dass dann eure Bindung schlechter wird? -
Meine Hunde brauchen obwohl sie im Rudel leben mehr als nur stupides in der Wallachei-Rumgestapfe.
Woran ich das merke?
Wenn sie über längere Zeit keine deutliche körperliche und geistige Auslastung erfahren steigt die Zwerstörungswut, die Streitlust, die Reaktionsbereitschaft auf Auslöser und das Maß an körperlicher Aktivität im Haus. -
Spannendes Thema!

Tjaaaa, bei meiner Cala ist das ganze ein schwieriges Thema.
Ich gehe davon aus: Würde man von heute auf morgen überhaupt nichts mehr mit ihr machen, außer vielleicht ne Stunde am Tag spazieren gehen, würde sie auf ihre stille, leise Art einfach verkümmern.
Sie würde nichts kaputt machen, keine Aggressionen gegen die Außenwelt entwickeln...sie würde vielleicht Stereotypien entwickeln, sich die Pfoten aufbeißen oder ähnliches.Allerdings fordert sie auch so gut wie nie.
Ich bin in den meisten Fällen diejenige, die sie auffordert, animiert, anfeuert...von selbst kommt da nicht viel.
Biete ich ihr etwas an, ist sie so gut wie immer mit ganzem Herzen dabei und ich sehe einfach, dass es ihr gut tut und Freude bereitet.
Es sind sehr feine Nuancen, die man bei ihr beachten muss.Eine Zeit lang dachte ich, ich müsste das volle Programm mit ihr durchziehen: Am WE Obe-Training auf dem Platz, Freitags Spielstunde, Dummytraining, zuhause ZOS, Mittwochs auf einem anderen Platz Agility, Monsterspaziergänge an fast jedem tag....davon bin ich schon länger ab.
Cala wurde in dieser Zeit nervös und fahrig, beschwichtigte viel....Jetzt machen wir viel weniger.
Hundesport fällt bei mir (jedenfalls auf dem Platz) momentan aus Gesundheitsgründen flach, wir arbeiten so 3 mal die Woche ein paar Markierungen, mal eine kleine Freiverlorensuche...neuerdings laufen wir auf den Spaziergängen auch kleine UO-Sequenzen, viele kleine Such und Denkspiele sind dabei...ich denke schon, dass es meinem Hund damit gut geht.
Manchmal habe ich das Gefühl, ihr fehlt die Arbeit auf dem Platz ein wenig, aber das wird ja wiederkommen...Für mich persönlich wäre ein reiner "Mitlaufhund" absolut nichts. Ich LIEBE es, mich mit dem Hund zu beschäftigen, auszuprobieren, Erfolge zu feiern und Wege zu finden...
LG
Kathi
-
Wenn ich über das Thema Auslastung meines Hundes nachdenke, dann ist für mich die entscheidende Frage was meinem Hund gut tut und ihn zufrieden und ausgeglichen sein lässt. Da das bei jedem Hund etwas anderes sein kann, weil jedes Hund-Menschteam einzigartig ist; bin ich der Meinung, daß man diese Frage nur in Bezug auf den betreffenden Hund beantworten kann.
Bei Till sind es ganz klar regelmäßige, am Besten tägliche, Hundekontakte ( da kommt der Meutehund in ihm durch ) mit intensivem Spielen und Toben und ausreichende Bewegung, mit der Möglichkeit auch mal ordentlich Gas zu geben und los zu rennen die er zu seiner Zufrieden- und Ausgelichenheit braucht.
Kopfarbeit, wie z.B Leckerlies suchen, kleine Tricks lernen oder Training des Basisgehorsams macht er auch sehr gerne und arbeitet da immer sehr begeistert mit, braucht sie allerdings im wesentlich geringerem Maße als die Hundekontakte und die körperliche Auslastung. Wobei ma ja auf jedem Spaziergang in aller Regel auch immer etwas den Basisgehorsam trainiert und somit Kopfarbeit mit dem Hund macht.
Ich denke auch, daß Hunde uns schon sehr genau, durch ihr Verhalten, mitteilen ob wir mit dem was wir ihnen anbieten richtig liegen oder nicht, Wir müssen nur bereit sein ihnen in diesem Punkt auch "zu zuhören" und aus ihrem Verhalten zu lesen. Und ich denke die Sprache des eigenen Hundes verstehen zu lernen, mit all ihren vielfältigen Ausdruckmöglichkeiten ist doch die eigentliche Herausforderung im Zusammenleben mir unseren treuen Begleitern, oder?LG Franziska mit Till
-
Also diesen Punkt mit der Körpersprache finde ich sehr wichtig. Mal ein krasses Beispiel aus meiner Nachbarschaft: Ich kenne einen HH, der mich schon beschimpft hat, weil ich mit "meinem armen Hund" Unterordung mache. Als ob ich sie dazu gezwungen hätte. Dabei macht meine es offensichtlich sehr gerne, denn sie ist mit großem Eifer dabei. Sein Hund dagegen wirkt letargisch und ist super übergewichtig. Er ist aber der Meinung seinem Hund geht es gut, weil er sich ja mit nichts beschäftigen "muß". Ich mache neben der Unterordnung, aber auch immer Dinge, die sich der Hund selbst erarbeiten kann, weil ich die Erfahrung mache, dass solche Dinge das Selbstbewußtsein meiner Hündin unglaublich stärken. Ich denke, es ist falsch "geistige Auslastung" als ein "muß" zu sehen. es ist ein extra "Angebot" für den Hund. Wenn ich ihm dieses Angebot schmackhaft mache, also selber mit großer Begeisterung dabei bin, wird es dem Hund in den meisten Fällen auch Spass machen. Für mich selbst ist es übrigens auch kein "muß". Es gibt mir eine unglaubliche Befriedigung meinen Hund so begeistert arbeiten zu sehen. Es schweisst uns auch zusammen und fühlt sich einfach schön an. Die Frage sollte also nicht lauten: "Muß ich meinen Hund auch geistig auslasten? Sondern: Darf ich meinen Hund auch "geistig auslasten"? natürlich darfst Du das, weil es vermutlich Dir und Deinem Hund viel Spass machen wird.

- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!