Meine Sitterhunde können nicht alleine bleiben

  • So, er ist bei mir, fiepst nur, starrt egal welche Türe an und jammert und jetzt lag er gerade vor dem TV-Schrank im Wohnzimmer und pinkelt mir auf den Parkett, obwohl ich nicht mal 1 m von ihm weg sitze :explode: Der liegt mit den Hinterbeinchen nach hinten raus flach auf dem Bauch und pinkelt im Aufstehen unter sich!

    Ist mir jetzt wurscht was er macht, der kommt ins Bad, da soll er randalieren bis Mutti kommt, ist ja eh egal was ich mache.

  • Ich bin nicht streng, der wird ignoriert, wenn er rein macht. Hab es kommentarlos aufgewischt.

    Habe der Besitzerin das gesagt und sie sagte, das habe sie zig mal beim TA checken lassen, da sei nie was gefunden worden. Es sind riesige Pfützen, obwohl sie mit ihm vorher 1 Stunde Gassi war und der an jeder Ecke das Bein gehoben hat! Das war das eine Mal hier schon so, in 1,5 Stunden 3 RIESEN Pfützen. Ich dachte auch an eine Blasenentzündung, aber bei ihr macht er nicht rein und dann würde er ja auch eher kleinere Mengen verlieren.

    Ich kann es aber echt nicht brauchen, dass der mir auf den Parkett pinkelt. Mein Bambusläufer, okay, der ist was für die Tonne, kann ich ersetzen und die Fliesen drunter wischen, aber einen neuen Parkettboden in eine Mietswohnung...

    Er musste übrigens auch nicht ins Bad. Hab ihn in der Küche angeleint mit seiner Decke. Aber sobald sich was an der Haustür tut, dreht er durch und lässt sich nicht beruhigen.

  • Na ja, also mir fallen da schon mal gleich mehrere Gründe ein -- außer dass der Hund gestresst ist.

    Gerade wenn er größere Mengen pinkelt. Diabetes -- beide Formen, also sowohl D. mellitus als auch beginnender D. insipidus. Das Winseln kann auch neurologische Ursachen haben. ist die Schilddrüse untersucht?

    Wurde das alles abgeklärt? Ehrlich -- das glaube ich kaum.

    Und da du den Hund ja mittlerweile ganz offensichtlich nicht mehr magst, wird der Stress für ihn auch nicht weniger.

    Es ist doch eigentlich ganz einfach: entweder du öffnest dich für den Hund und die Problemstellung, oder du überlässt die Nachbarin mit ihrem Hund halt ihrem Schicksal. Dann muss sie entweder umziehen oder den Hund abgeben. Vielleicht kommt er so ja in kompetentere Hände.

    Aber meckern und vor Wut leise vor sich hinkochen, macht es nicht nur nicht besser, sondern ist auch ein zusätzliches Problem für den Hund.

    Entscheide dich und dann handle.

  • Probleme mit Diabetes und Schilddrüse können ortsgebunden sein?

    Ja, ich bin wütend, aber ich lass das nicht am Hund aus, sondern poste dann eben hier megawütende Smileys. Der wird, wenn er mal zwischendurch die Schnute hält, trotzdem sofort freudig gelobt und gekrault. Ich mag das Eisbärchen nach wie vor. Und als die Besitzerin eben kam, um ihn zu holen, haben wir noch geredet, er lag ruhig zwischen uns und als sie gehen wollten, hab ich ihn zum Anleinen zu mir gelockt und er hat sich freudig und genüsslich streicheln lassen, mir noch den Po hergereckt und sich da noch ausgiebig krabbeln lassen.

    Also bitte unterstellt mir nicht, ich würde den Hund nicht mehr mögen, ich bin bloß völlig überfordert, weil nichts hilft.

  • Er scheint sich sicher zu fühlen wenn seine Besitzerin dabei ist.

    Das Wasser lassen während er aufsteht ist nicht normal. Er scheint die Blase nicht kontrollieren zu können.

    Ist er Kastriert?

  • Das Wasser lassen macht er nur bei mir, bei seinem Frauchen hält er locker aus. Letztens konnte sie irgendwie nicht schneller aus dem Haus, da hat er 14 oder 15 Stunden (über Nacht) ausgehalten.

    Er ist unkastriert...

  • Kong hatte ich Freitag noch besorgt, den hat er vorhin hier bekommen, findet er an sich schon mal gut, immerhin hatte er auf meinen Wunsch hin noch kein Frühstück, sondern bekommt das jetzt immer bei mir. Die erste Kongfüllung fand er sehr geil, jetzt mag er schon nicht mehr, fiepst wieder.

    Ach ja, und er hat mir innerhalb von 20 Min. schon wieder 2x reingepinkelt. Er war vor 30 Min Gassi und hat das ganze Wochenende in seiner Wohnung nicht einmal rein gemacht.

    Ein echter Härtefall *g* Sein Frauchen hat das Geld zwar gerade genau so wenig wie ich, aber ich rufe nachher, wenn es denn dann mal eine halbwegs humane Zeit ist, den Hundetrainer an, der mir bei Bibi damals so gut geholfen hat. Der kommt nach Hause und beguckt sich das Problem direkt vor Ort.

  • Weiß nicht, ob es noch jemand lesen mag, dachte, ich schreib trotzdem mal den Stand der Dinge...

    Aiko macht nicht mehr rein, er bellt auch kaum noch, er fiepst aber immer noch ständig und er will auch den Kong nicht mehr. Ich kann mich mittlerweile in der Wohnung wieder bewegen ohne verbellt zu werden, aber zum Briefkasten oder 2 Sek. vor die Tür darf ich immer noch nicht. Trainer kommt morgen und wird mit uns arbeiten, so dass Aiko entweder entspannt bei mir oder allein in seiner Wohnung bleiben kann.

    Das mit Ray hat sich erledigt. Er war hier ja schnell echt nett, ABER ich konnte ihn nicht mit in den Stall nehmen, ohne dass es in einem Desaster geendet hätte. Da ich die Pferde nun mal versorgen muss, ja, was will ich machen... Ray blieb nicht an seinem Platz, geriet ständig zwischen die Pferdehufe, anleinen ging nicht ohne ständiges Getöse und Leine zerbeißen, angeblich bleibt er brav im Auto... Ja, sehr brav war er, Leine zerbissen, sich los gemacht und mir das ganze Auto mit Matschepfoten versaut. Nicht so wild dachte ich, war ja nur die antike erste Flexi meiner Uroma, die schon über 30 Jahre alt war...Waren auch nur 2 Stunden putzen. Bei meiner Nachbarin, die 1 Nachmittag aufpassen sollte und wo er kurz hätte im Auto bleiben sollen, hat er erst sich selbst irgendwie aus seinem Auto-Geschirr befreit (Anschnaller durchgebissen, Geschirr geschrottet) und dann hat er den Fahrergurt zerbissen.
    Ja, das Kerlchen hat Stress mit dem Alleine sein, er ist nicht ausgelastet, aber es ist aber für niemanden hier im Umkreis praktikabel, den Hund so zu betreuen, dass er GAR NICHT allein ist. HuTa oder professionellen Sitter kann sich die Besitzerin nicht leisten und sie verlässt sich derart auf andere (Freunde, Nachbarn), dass die es schon richten werden und ihr den Hund erziehen, sie selber macht erziehungstechnisch NICHTS, denn das ist ihr zu stressig wie sie sagt... Als ich dann erfahren habe, dass der Hund nicht haftpflichtversichert ist, hab ich gesagt, dass ich ihn nicht mehr nehme, da war der Ofen aus.
    So muss der arme Kerl jetzt in Frauchens Auto 8 Stunden ausharren. Tut mir in der Seele weh, aber ich kann mir nicht alles kaputt machen lassen bzw. riskieren, dass ein nicht versicherter Hund in meiner Obhut etwas anstellt, die Verantwortung möchte ich nicht tragen.

  • Hey Du!

    Ja es ist schon Mist wenn man nicht mehr weiter helfen kann. Vor allem wenn man so etwas live miterlebt. Und weiß was jetzt mit dem kleinen tagsüber passiert. Aber es bringt ja nichts wenn du dich, deine Nerven (und dein Auto) für den Hund opferst, die eigentliche Besitzerin sich aber scheinbar um gar nichts schert.

    Ich hatte vor 2 Jahren auch mal einen Hund zum sitten hier. Die Besitzerin gab ihm Schokolade und Hackfleischbällchen. (natürlich roh). Das schmeckt ihm doch so gut. Eines abends hatte der Kleine dann bei uns gekotzt, gekrampft, sich hin und her geschmissen. Wir sind mit ihm zum Notdienst und da kamen die Würmer schon hinten raus. Danach noch ne Stunde laufen damit alles raus kommt... das alles natürlich unter der Woche und mitten in der Nacht. Alles kein Problem! aber obwohl sie gesagt hatte sie lässt ihn weiter untersuchen und behandeln, hatten wir 3 Wochen später das gleiche Spiel. (kein Wunder, die Dame hatte zuhause noch 2 Katzen und auch die hätten entwurmt werden müssen...) Dazu kamen noch etliche Erziehungsprobleme, die uns das Leben erschwert haben.

    Irgendwann ist der Punkt wo man für sich selbst dann sagen muss, GEHT NICHT MEHR! Und den Punkt hast du halt erreicht. Zumal du ja noch einen anderen "Problemfall" bei dir hast. Und noch deine eigene Familie, und dein eigenes Leben.

    Vielleicht kannst du der Besitzerin von Ray ja anbieten, dass du ihr gerne hilfst, wenn sie denn mal Interesse an ihrem Hund und dessen Erziehung entwickelt. Wenn nicht, dann ist es halt so. Aber dann weiß sie dass die einen Ansprechpartner hat. Vielleicht weiß sie einfach nicht wo sie anfangen soll? :???:

    Ich finde es toll wie sehr du dich für "anderer Leute Elend" einsetzt und dich bemühst!!!
    Und das mit Aiko sieht doch ganz gut aus. Klar wird er sich nicht von heute auf morgen ändern, aber sicherlich kann euch der Trainer morgen gute Tipps geben.

    Ich bin gespannt auf deinen Bericht. =)

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