Meine Sitterhunde können nicht alleine bleiben
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Ich danke dir Sina!
Das mit Rays Frauchen ist so eine Sache. Sie ist 19, hat sich in Ray im Internet verliebt. Hat ihn unbedingt haben wollen, Vorkontrolle wurde gemacht, Ray aus Spanien geholt, kam zu einer Pflegestelle, um zu schauen, ob er alleine bleiben kann (das war das Kriterium, was erfüllt werden musste, auf der Pflegestelle konnte er problemlos allein bleiben). Zwischenzeitlich verlor sie ihre Wohnung wegen Baumängeln (kein Notausgang, kein Balkon, kein Fluchtweg im Brandfall) sie durfte von heut auf morgen nicht mehr in ihrer Wohnung bleiben. Ihre beiden Katzen sind noch da, sie zog zu meiner Nachbarin, ihrer Arbeitskollegin. Diese hat auch einen Hund, super erzogen, der geht mit mir auch ab und zu mit, da bekommt man echt Lust auf einen Zweithund, wenn man so einen tollen Kerl wie Willy dabei hat.
Anstatt zu sagen, dass das mit dem Hund nun erst mal nicht geht, holte sie Ray zu sich bzw. zu meiner Nachbarin in die Wohnung. Ihre Katzen versucht sie nun loszuwerden, weil der Hund ihr wichtiger ist und sie mit Hund und Katzen ja eh keine neue Wohnung bekommt (mit Hund hier in der Stadt noch weniger als mit Katzen, aber gut, der Hund ist wichtiger).
Meine Nachbarin gab schon vorher Tipps, sagte ihr, wo sie eine gute Hundeversicherung findet, wo eine gute Hundeschule ist, wo man den Hund für die Steuern anmeldet und und und. Der Hund ist 3 Wochen hier und sie hat sich um NICHTS gekümmert. Als ich ihr gestern sagte, dass ich den Hund aufgrund der fehlenden Versicherung nicht mehr nehme, sagte sie, sie wusste nicht, dass das so wichtig sei, sie wisse nicht, wo sie eine beantragen könne, sie wisse ja gar nichts.
Bei meiner Nachbarin hat sie sich beschwert, dass diese ihr doch versprochen habe zu helfen. Hatte sie, aber sie hatte auch gesagt, dass sie den Hund nicht betreut und erzieht, sondern nur Tipps gibt.
Von daher ist es echt sinnfrei, ihr helfen zu wollen. Sie hatte mich gefragt, wie sie ihn an die Box gewöhnt. Das hatte ihr meine Nachbarin schon 2x genau erklärt! Dann ich noch mal... Und was war? Nix. Sie sagte, er mag da nicht rein und gut war´s. Wurde nicht weiter geübt.
Ich hätte da sicher ganz andere Geduld für, wenn ich nicht in anderen Umständen wäre, mir nicht jeden Morgen die Seele aus dem Leib spucken würde und wenn sie einfach etwas überlegter und reifer handeln würde. Sie wollte den Hund so unbedingt, merkt irgendwie gar nicht, dass es ihr voll aus dem Ruder läuft und dass sie sich kümmern müsste. Es macht mich irre, dass der Hund extra aus Spanien hierher geholt wurde, nur um hier zu einem hin- und her geschobenen verkorksten kleinen Kerl zu werden, der möglicherweise auch weg muss, wenn etwas anderes wichtiger wird.
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So, der Trainer war da und hat sich den kleinen Terrieristen angeschaut.
Laut ihm säuft Aiko aus Stress bei mir so viel, dass er es nicht mehr halten kann (wenn ich die Schüssel stehen lasse, säuft er in 1 Stunde 2 Liter!).
Da ich mir das dachte und das Wasser schon immer wegstelle (er bekommt bei Frauchen ja genug und die 1,5 Stunden bei mir hält er es auch mal ohne aus *find*) war das Reinpinkeln 20 min nach dem Gassi gehen wohl aus Protest bzw. auch wieder aus Stress, weil er nicht wusste, wohin mit sich.Wir haben uns so geeinigt, dass Frauchen mit Aiko übt, allein in seiner Wohnung zu bleiben. Haben das Samstag und Sonntag direkt in Angriff genommen, sie ist den ganzen Tag immer mal wieder in ihre Jacke geschlüpft und raus gegangen. Samstag, als der Trainer da war, hat Aiko sofort, als er merkte, dass er nicht mitgenommen wird, mit wildem Gebell protestiert. Frauchen hat ihn dann die ganze Zeit ignoriert und ist so oft rein und raus, dass es Aiko irgendwann zu blöd wurde.
1 Stunde später stand sie bei mir zum schnell einen Kaffee trinken in der Küche und Aiko lag oben allein in seinem Korb und hat geschlafen, kein Bellen, nix. Abends kam sie dann noch mal kurz ohne ihn runter, da kam auch nix mehr. Sonntag das gleiche Spiel, Frauchen war seit Ewigkeiten das erste Mal ohne Hund irgendwo und er hat kein Theater gemacht. Hat er scheinbar / hoffentlich schnell kapiert der kleine Eisbär.
Wenn sie länger weg muss, kommt er erst mal noch zu mir, damit er nicht doch noch wieder anfängt zu kläffen, aber jetzt wo Aikos Frauchen weiß, wie sie es anstellen muss scheint es echt super zu klappen
Mein Fazit nach den 2 Wochen ist: Ich bin als Hundesitter völlig ungeeignet, mein Nervenkostüm macht das einfach nicht mit und ich liebe meinen Hund noch mehr dafür, dass sie ist, wie sie ist
So herrlich unkompliziert und pflegeleicht *g* -
Und wie geht es nun weiter?
Betreust du den Hund weiterhin?
Meinst du das Frauchen bekommt die Kurve?LG
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Welchen Hund meinst du Gretchen? Schon den Aiko, oder?
Also Aiko wird nur noch zu mir kommen, wenn es nicht anders geht, Ziel ist, dass er allein oben bleibt und da denke ich, dass sein Frauchen das gut schafft. Der Trainer hat ihr gesagt, was der Fehler war, sie hat halt immer schön angekündigt, dass sie geht, hat beruhigend auf ihn eingeredet und der Trainer hat Samstag ein paar Mal den Finger gehoben und gesagt, dass sie ihn nicht anschauen soll, KEIN Wort sagen soll... Das hat sie dann auch so gemacht und es klappte ziemlich schnell. Heute Früh war er allein oben, kein Theater. Sie ist aber auch raus ohne ihn noch groß zu beachten oder etwas zu sagen.
Wir probieren es jetzt wieder so, dass er allein oben bleibt und wenn er Theater macht, hole ich ihn. Der Trainer sagte zwar auch, dass es schon irgendwo eine Bestätigung sei, aber es käme ja ich und nicht das Frauchen. Und Aiko geht es ja nur darum, sein Frauchen zu kontrollieren.Ray werde ich auf keinen Fall mehr nehmen, auch wenn er haftpflichtversichert ist. Sein Frauchen ist nicht meine Freundin, nicht mal eine gute Bekannte, sie will nichts zahlen und da muss ich ganz ehrlich sagen, wenn sie nicht mal bereit ist, mir ein bißchen was dafür zu geben, dass der Hund so lang bei mir ist... neee. Hatte sie gebeten, von der Arbeit 2 Wurmkuren für meine Katzen mitzubringen, als Danke für´s Sitten (sie bekommt die ja da zum EK, dachte 2x Wurmkur für 1 Woche Hundesitten sei nicht frech) und sie fragte, ob ich ihr das Geld dafür dann jetzt schon geb oder erst wenn sie es mitgebracht hat...
Sie wollte den Hund und hat sich schön drauf ausgeruht, dass ihr andere die Arbeit schon abnehmen werden. Und das seh ich nicht ein.
Sollte ich mitbekommen, dass der Hund wieder stundenlang im Auto bleiben muss, weil sie immer noch keine vernünftige Lösung gefunden hat, kann ich mich an meinen Trainer wenden, seine Frau ist Tierärztin beim Ordnungsamt und die holt den Hund da zur Not auch raus, wenn ein Abmahnen nicht hilft. -
Endlich hat das Chaos in meinem Kopf wieder einen Sinn

Habe die Hunde + Frauchen allesmat miteinander vermischt und raus kam nur noch Kuddelmuddel.
Aber jetzt hab ich wieder den Durchblick.Hast schon ganz recht, dass du Ray nicht mehr nimmst!
LG
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Entschuldige, wenn ich für Verwirrung gesorgt habe *g*
Ray tut mit Leid, aber hatte heute erst wieder eine Diskussion mit seinem Frauchen. Sie wollte, dass ich ihn heut Nachmittag und morgen früh nehme, aber ich hab da schon was vor, es ginge nicht mal, wenn ich noch wollte. Und da diskutiert sie mit mir rum, ich solle den halt ins Auto in die Box packen oder mit in den Stall nehmen, wird unverschämt und beleidigend, weil ich Nein gesagt habe, ich fass es nicht. Als sei ich dafür verantwortlich, dass sie einen Hund hat und nicht weiß wohin mit ihm. Traurig.
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Wir haben leider jetzt seit Dienstag nur noch Rückschläge mit Aiko. Trainer war noch mal da, aber wenn wir es so machen, wie er es sagt, wird es noch schlimmer. Ergebnis vom Wochenende üben war, dass Aiko Montag alleine blieb und jetzt ist es so, dass sein Frauchen es gerade noch schafft, das Haus zu verlassen und die Straßenseite zu wechseln und schon geht es los.
Seit der Hund gemerkt hat, dass das Wohnung verlassen öfters vorkommt, kontrolliert er sein Frauchen wieder auf Schritt und Tritt, sie kann nichts machen ohne dass er hinterhertapst.
Wenn sie zu mir zum Kaffee trinken kommt, ist er ruhig, da hält er 15, 20 min aus ohne zu bellen. Geht sie aus dem Haus ist es rum. Wobei er unterscheiden kann, ob sie zur Arbeit geht oder den Müll runter bringt oder so, obwohl der Ablauf der Gleiche ist.
Wir haben jetzt so ziemlich alles durch, Jacke und Schuhe in der Wohnung anziehen, Jacke und Schuhe nebenbei so vor dem Frühstück über´s Geländer hängen und erst anziehen, wenn die Wohnungstüre zu ist...Bei mir fiepst er sich in Rage und beginnt nach 1 Stunde zu janken und zu bellen, nimmt kein Futter. Sobald ich ihn von der Tür weghole und mit Hausleine an seinem Platz im Körbchen "fixiere", bellt er, wenn ich mich nur bewege.
Heute sind wir gemeinsam zu einem Spaziergang gefahren, Aiko saß im Kofferraum, Frauchen auf dem Beifahrersitz und der macht Terror, weil er nicht zu ihr nach vorn kann und ihn keiner beachtet.
Der Trainer schätzt ihn meiner Meinung nach falsch ein. Der sagt, Aiko sei zu viel rumgezogen worden und verunsichert. Ich finde aber nicht, dass der Kerl unsicher ist, der wirkt auf mich eher wie ein verwöhnter kleiner Kontrolletti-Terrierist.
Wenn ich ihn mit in den Stall nehme und nur ganz kurz anbinde, damit er, wenn die Pferde rein kommen, nicht unter die Hufe gerät, bellt er wie ein Irrer. Wenn er frei läuft und wir Menschen unterhalten uns seiner Meinung nach zu lang, stellt er sich dazwischen und bellt.
Der Trainer sagte, da müssten wir durch, ich solle das ignorieren, der arme kleine Kerl sei ja so viel rumgezogen worden, vor 1,5 Jahren der Umzug vom Haus in die Wohnung, in diesen 1,5 Jahren immer wieder tageweise mit Frauchen beim LAG in dem Haus, er wisse nicht, wo er hingehöre. Und er meinte, das würde sich geben. Laut Frauchen fiepst und bellt Aiko aber schon von klein auf, wenn er seiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.
Habt ihr Ideen?
Ein anderer Trainer kostet halt noch mehr Geld, haben wir beide momentan nicht so über und Aikos Frauchen ist mit den Nerven so runter, dass sie schon überlegt, ihn abzugeben.
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Mittlerweile sind wir bei Bellen nach 15 Minuten bei mir sein. Er kommt rein, beginnt zu fiepsen, steigert es zu jaulen und wenn ich auch das ignoriere, beginnt er zu kläffen. Das KANN ich nicht ignorieren und sage dann streng NEIN, AUS, SCHLUSS, irgendwas halt und dann ist kurz Ruhe und dann geht es von vorne los. Wenn ich versuche, das Fiepsen schon zu unterbinden bringt es gar nix, er fiept einfach weiter.
Er ist nur ruhig, wenn ich ihn zu mir aufs Bett oder Sofa hole und ich ihn da dann dauerkraule. Da ich das keine 1,5 Stunden kann und will... joa... Terror pur.
Sein Frauchen würde ihn, wenn jemand käme, der sagt, er nimmt ihn, wahrscheinlich ohne lang zu überlegen, weggeben. Derzeit überlegt sie noch, ob ein Sprühhalsband Sinn machen könnte.
Interessant ist auch, wie Aiko sich an meine Tochter hängt. Wenn sie auf dem Sofa sitzt, springt er hoch und legt sich über ihre Beine. Wie 3jährige dann so sind, freut sie sich natürlich und streichelt ihn. Nach etwa 10 min steht sie auf und macht etwas anderes, was nichts mit Aiko zu tun hat und er stellt sich vor meine Tochter und fiepst, jankt und kläfft sie dann an und fordert Aufmerksamkeit von ihr. Also wohl kaum ein armer verunsicherter kleiner rumgezogener Hund...
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Schade das sooo schnell aufgegeben wird, solche Übungen dauern mitunter Monate, aber dann ist es gut wenn man konsequent daran arbeitet.
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Was heißt so schnell aufgegeben? Wir üben nun seit Wochen und es wird immer SCHLIMMER statt besser.
Ich kann den Hund nicht mal mehr mit in den Stall nehmen, weil er SOFORT ohne Unterbrechung kläfft, wenn ich mich von ihm abwende. Hab ihm vorhin eine Decke hingelegt und gesagt, er solle sich da hinlegen. Weil er nicht da bleibt, hab ich ihn da angeleint und das Pony 1m daneben angebunden und geputzt. Und der Hund bellt nur! Ich kann mich mit niemandem unterhalten, weil er sich dazwischen stellt und bellt!
Wenn ich ihn bei mir in der Wohnung von der Haustüre weghole, weil er da nur vorhockt und jault und kläfft, versucht er mit allen Mitteln, da wieder hin zu kommen und macht dann vor der Wohnzimmer- oder Küchentür Theater, kratzt an der Tür, jault und bellt. Wenn ich versuche, das zu unterbinden, ist er kurz ruhig, das bestätige ich, aber er fängt sofort wieder an, sobald ich aufhöre, ihn zu streicheln. Futter nimmt er bei mir nix, keinen Kong mehr, keine Leckerlis. - Vor einem Moment
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