Meine Sitterhunde können nicht alleine bleiben

  • Gretchen, das weiß ich nicht, wie es da aussieht, das werde ich sie aber fragen! Zu Knabbern hat Aiko ein Schweineöhrchen und einen Kauknochen, lässt er aber links liegen. Sie lässt ihm auch das Radio an, wenn sie geht.

    @ Jogi

    Wenn Aiko bellt, dann ohne Punkt und Komma. Man sollte meinen, er schnappt nicht mal mehr nach Luft, weil er echt keine Pause dazwischen macht. Und ich MUSS dann schnellstmöglich das Bellen abstellen, weil entweder sonst sein Frauchen oder ich die Hundehalteerlaubnis entzogen bekommen.

  • Zitat

    Gretchen, das weiß ich nicht, wie es da aussieht, das werde ich sie aber fragen! Zu Knabbern hat Aiko ein Schweineöhrchen und einen Kauknochen, lässt er aber links liegen. Sie lässt ihm auch das Radio an, wenn sie geht.

    Wo ist der Hund denn bei der Besitzerin? Im Flur? Wie viel Raum hat er zur verfügung?

    Wie wäre es wenn ihr ihm einen Kong fertig macht. Mit lecker Leberwurst oder Joghurt Mix.
    Die Besitzerin gibt ihm den Kong und geht und wenn er noch beschäftigt ist, gehst du hoch und holst ihn.

    @ Jogi

    Wenn Aiko bellt, dann ohne Punkt und Komma. Man sollte meinen, er schnappt nicht mal mehr nach Luft, weil er echt keine Pause dazwischen macht. Und ich MUSS dann schnellstmöglich das Bellen abstellen, weil entweder sonst sein Frauchen oder ich die Hundehalteerlaubnis entzogen bekommen.

  • Das mit dem Kong kann man wirklich probieren. Ich würde ihn aber nicht erst geben, wenn man die Wohnung verläßt, sondern schon ca 5 Minuten vorher. Vielleicht wäre es auch sinnvoll das Futter in den Kong zu machen, also den Kong nicht als Extrading geben.

    Frag das mal nach, Bageerah, finde ich nämlich sehr wichtig!

    LG

  • Aiko hat die ganze Wohnung zur Verfügung. Habe der Besitzerin schon gesagt, sie solle ihn im Wohnzimmer lassen und die Flurtüre schließen, dass er die Haustür nicht mehr kontrollieren kann.

    Das mit dem Holen ist so eine Sache, er war heute Früh auch wieder ohne einen Pieps oben in seiner Wohnung.
    Ich habe eine kleine Tochter, nach der ich ab und zu schauen muss, ich muss meinen Haushalt machen und wenn ich mich nur Richtung Tür bewege, der Kleine das Randalieren anfängt, das geht nicht, da ist es mir echt lieber, der ist oben. Scheint ja auch weniger Stress für ihn zu sein.
    Deswegen möchten wir lieber probieren, dass er stressfrei oben in seiner Wohnung bleibt als bei mir.
    Kong hab ich hier, das probieren wir, genau so wie mit der Ruhe rein bringen bevor sie geht. DANKE!

    Ich schreib mal, wie es bisher lief:

    Montag früh bei mir, bißchen nervig, aber okay
    Montag mittag bei mir, etwas nervig, aber okay

    Dienstag früh bei mir, sehr nervig, 3x rein gepinkelt
    Dienstag mittag oben, Ruhe

    Mittwoch früh oben, Ruhe
    Mittwoch mittag oben, Theater, zu mir geholt, extrem nervig, viel gebellt, nicht gepinkelt, da mit Hausleine an seinem Platz "fixiert"

    Donnerstag früh oben, Ruhe

    Er konnte vorher alleine bleiben. Leider ist das nun schon der 2. Job von Frauchen, der auf der Kippe steht, weil er es nun nicht mehr kann.

  • Die Besitzerin ist echt megalieb und verzärtelt den Aiko schon ziemlich würde ich sagen. Aber sie sagte, sie habe das mit dem Raum verlassen und Türen schließen gestern direkt gemacht, also sie will schon etwas ändern.

    Einen professionellen Sitter kann sie sich mit ihrer kleinen Rente nicht leisten, aber ich glaub, ich bin als Sitter auch nicht so recht geeignet, weil ich echt nicht weiß, wie ich das angehen soll. Bei mir hat er ja auch sichtlich Stress. Und ich kann mich in meinen 4 Wänden nicht mehr frei bewegen ohne dass er randaliert. Das wäre nicht so schlimm, aber ich habe eben Angst, dass ich dann meinen Hund nicht mehr behalten darf, weil ein fremder Hund bei mir so gekläfft hat.

    Es ist ja auch im Auto so extrem, sobald Frauchen aussteigt, geht es los. Selbst wenn er sie sieht, weil sie direkt neben seinem Fenster steht, bellt er ohne Unterlass...

  • Ich entnehme der Beschreibung, dass der Hund -- und auch die Menschen, die Angst um die Hundehaltungserlaubnis haben -- so gestresst sind, dass man da erst mal einen "Cut" machen muss. Im Moment ist das ein Teufelskreis.

    Ich würde das Alleinsein-Training für ein paar Wochen sein lassen. Damit alle erst mal Komplett wieder runterkommen können.

    Das würde bei mir bedeuten:

    1. Die Nachbarin ruft dich an, ein paar Minuten bevor sie gehen muss. Du gehst runter zu ihr und holst den Hund ab und gehst mit ihm in deine Wohnung. (das vermeidet die Situation "Frauchen verlässt mich").

    2. Die Nachbarin ruft dich an, wenn sie wieder da ist und du bringst den Hund runter. Das vermeidet die Situation "ich muss an der Wohnungstür auf Frauchen warten"

    Das würde ich mal ein paar Wochen durchziehen, und in der Zeit den Hund auch wirklich nicht alleine lassen - auch nicht im Auto.

    Und erst, wenn sich auf dieser Ebene alles beruhigt hat, dann würde ich Frauchen empfehlen, ein anständiges Alleinsein-Training konsequent durchzuführen.

    Das bedeutet: Plötzlich aufstehen, Schuhe und Jacke an, Schlüssel schnappen, raus, Tür zu und abschließen, bis 3 zählen, Tür aufschliessen, reinkommen, Schuhe und Jacke aus -- und wieder hinsetzen. Hund dabei absolut nicht beachten. Bei neuen Hunden in meinem Haushalt mache ich das ein Dutzend mal am Tag, solange bis sie noch nicht mal mehr aufschauen weil es einfach stinklangweilig wird.

    Dann variiere ich die Zeit. Dabei ist wichtig, dass es nicht einfach immer länger wird. Der Hund soll nicht lernen, dass ich immer länger weg bleibe, er soll lernen dass ich immer wieder komme und dass die Zeit variiert. Eine Minute, drei Sekunden, 30 Sekunden, 2 Minuten, 5 Minuten, 1 Minute. Man kommt recht schnell an den Punkt wo dann 15 - 30 Minuten kein Problem mehr sind.

    Zusätzlich hilft es eine Kamera aufzustellen. Ein altes Smartphone oder das vorhandene Laptop mit Kamera reicht. Wichtig ist aber, dass man die Kamera nicht nur anmacht, wenn man weggeht -- sonst wird das ein kontraproduktiver Marker. Timon bleibt gut alleine, aber ich lasse trotzdem noch oft die Kamera mitlaufen. Bevor ein Hund bellt, zeigt er nämlich durchaus Anzeichen von Stress. Wenn ich mitbekomme, dass Timon in den ersten Minuten fiept, dann weiss ich, es wird wieder mal Zeit, dass ich öfter ohne Grund raus und rein gehe -- also das Training noch mal kurz aufleben lasse -- uns schon fiept er dann nicht mehr sondern legt sich entspannt hin, wenn ich weggehe. Ohne Kamera würde ich das erst mitbekommen, wenn er wirklich Randale machen würde und ich die ersten Beschwerden bekomme. Das will ich weder meinem Hund noch meinen Nachbarn antun. Auf diese Art ist es noch nie soweit gekommen, dass er bellt. Und das heisst, er hat keinen Stress.

    Während der Trainingsphase muss man das sehr konsequent durchziehen -- nebenbei sollte der Hund wie oben beschrieben weiter von dir geholt und gebracht werden, wenn Frauchen aus dem Haus muss.

    Bei einem Hund, so wie du ihn beschreibst, sollte man da mindestens ein paar Monate bis ein Jahr einplanen, bis er 1-2 Stunden problemlos alleine sein kann.

    Unterstützend kann das D.A.P. Halsband eingesetzt werden.

  • Raven, danke für die Tips!

    Das Problem ist, dass er sich in meiner Wohnung ja auch aufführt wie sonst was. Es nutzt also gar nichts, wenn ich ihn hole und er dann bei mir, trotz meiner Anwesenheit, das Haus zusammen bellt sobald ich aufstehe. Ich MUSS aber zwischendurch mal aufstehen und die Küche oder das Wohnzimmer verlassen, um meinem Kind was zu trinken zu geben, beim Toilettengang zu helfen oder so etwas.

    Ich kann doch jetzt nicht 2 Stunden am gleichen Fleck sitzen bleiben nur damit der Hund nicht bellt.

  • nimm ihn mit, wenn du aus dem Raum rausgehst. Erst mal. Freundliches "Komm mit, wir gehen". Ich schrieb ja: erst mal konsequent KEIN Alleinelassen, bis die Situation sich wieder entspannt hat.

    Und doch, es macht einen Unterschied, auch in deiner Wohnung, ob er gebracht oder geholt wird. Nicht am ersten Tag. Aber nach einer Weile

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