Wie schütz man einen kleinen Hund vor großem Hund?

  • Hallo :smile:

    Unser Miki ist ein kleiner Chiuhuahua - Spitzmix.
    Seit im August dieser schlimme Beissvorfall war, bei dem er fast sein Leben verloren hätte, hat er Angst vor großen Hunden.

    In der Vergangenheit habe ich Miki dann meist hochgenommen.
    Nun hörte ich, das ich mich breitbeinig mit ausgebreiteten Armen vor den anderen Hund stellen sollte,
    Miki müste dann möglichst hinter mir stehen.

    Wie schütze ich Miki am besten richtig? :hilfe:
    Habt Ihr Erfahrungen?

  • Ich stelle mich zwischen meinen und dem anderen Hund. Zur Not nehme ich den großen Hund auch am Halsband und halte ihn fest bzw. drücke ihn am Gesicht leicht weg, wenn die Besitzer sich nicht kümmern und der große Hund auf meinem herumtrampelt. Seitdem ich meine Hündin bei Hundebegegnungen von der Leine lasse, wenn ich sehe, dass der andere Hundehalter seinen nicht an die Leine nimmt und dessen Hund auf uns zustürmt, muss ich wesentlich weniger eingreifen, da meine Hündin von sich aus die Flucht ergreift, wenn ihr etwas nicht passt.

    Zu Anfang und v.a. nach der OP habe ich sie auch mal hochgenommen, allerdings hat sie dann angefangen zu bellen, weil sie sich so stark vorkam...nee nee, die Madame soll nicht zur Zicke werden, also lasse ich das mit dem Hochnehmen nun.

  • Am Besten ist Vorausschau.

    Ich sehe das schon von Weitem und stelle mich dazwischen (Zwerg hinter mich - das macht er schon von alleine). Ich blocke meist gar nicht mit Berührung, sondern mit leichtem Ausfallschritt auf Hund zu und angespannte Körperhaltung. Selten rammt der herankrachende Hund mein Knie - meist dreht er vorher ab. Mit den Händen würde ich nicht eingreifen. Es passiert aber auch in seltenen Fällen - z.B. wenn 3 Jungprolls gemeinsam meine Kleine für einen Hasen oder ein Plüschtier halten - dass ich sie hochnehme, mich abdrehe und wahlweise die Hundehalter oder die Köterchen anschnauze und das ziemlich bösartig. :D Meine Kleine ist dabei mucksmäuschenstill.

    Wäre meinem Pimpf das passiert wie Deinem Miki, würde ich extra Übungsstunden mit einem Trainer und dessen grossen Hund machen bzw. Trainer mitnehmen, um das richtige Verhalten mit anderen Hunden zu üben, wenn ich nicht sicher wäre, wie ich den Begegnungen gewachsen sein könnte.

    Alles Gute für Euch und auf dass Dein Pimpf seine Angst verlieren kann. :gut:

  • Hoch nehmen ist nicht ungefährlich, weil der andere Hund dadurch animiert wird an euch hoch zu
    springen, auch wenn euer Hund auf dem Arm ruhig ist.
    Und den Kleine fliehen lassen würde ich nie machen. Wenn du Pech hast hat der andere Hund ordentlich
    Jagdtrieb und betrachtet den Kleinhund dann als fliehende Beute. Dann hast du auch Null Chance deinem
    Hund noch beizustehen.
    Gegen Angst vor großen Hunden hilft am besten gute Erfahrungen sammeln, das ist klar. Eine gute Möglichkeit
    sind gemeinsame Spaziergänge mit großen Hunden ohne das der Kleine zu nah ran muß. Keine direkten
    Kontakte, nur gemeinsam laufen.

  • Habe noch vergessen:

    ganz toll hilft auch ein kleiner, souveräner Hund mit friedlichem Charakter als Begleitung. Da kann Miki sich abschauen, dass andere Hunde nicht immer schlimm sind, wenn er sieht, wie der Kleine sich mit anderen Hunden verhält.

  • Zitat

    Am Besten ist Vorausschau.

    Genauso mach ich es auch.

    Ich habe immer ein Auge auf meine Umgebung und wenn ich einen großen Hund auf uns zusteuern sehe, dann nehme ich Benny erst einmal an die Leine 1. um dem anderen HH zu signalisieren, dass kein Kontakt erwünscht ist (was aber leider nicht oft hilft) und 2. um Benny zu sichern, denn er hat große Angst vor anderen Hunden und wäre dann im schlimmsten Fall über alle Berge (daher lass ich ihn auch nur ohne Leine laufen, wenn wir auf großen Flächen unterwegs sind wo keine oder nur wenige Hunde unterwegs sind).
    Wenn der andere Hund dann immer noch auf dem Weg zu uns ist, dann blocke ich ab, indem ich mich groß mache und mit einem Schrit auf ihn zu gehe. Hilft das nichts, dann wird auch mal ein riesen BRÜLL losgelassen (sowohl in Richtung Hund wie auch in Richtung HH).

    Ein Hund hat auch schon mal einen Tritt von meinem Freund bekommen (jetzt nicht so richtig kräftig, aber es hat geholfen), da er immer wieder ankam und unserem in den Po gebissen hat... Sorry, aber wenn Hund nicht hört und der HH meint das klären die alleine oder es er belustigend findet wie groß Hund meint klein Hund ist ein Spielzeug, ne da greif ich mittlerweile beherzt durch. Wie soll man sonst die Angst des eigenen in den Griff bekommen?!

  • Ich weiss, wie meine Mutter das vor Jahren mal gemacht hat. Sie war mit dem Dackel auf einem Radweg spazieren, ein Rottweiler hatte sie aus der Entfernung gesehen (gute 50m weg) und hatte sich von dem alten Mann losgerissen, den sie mit dem Rottweiler immer spazieren gehen ließen.
    Den Dackel hat sie dann hochgenommen und versucht, ihn vor dem Rottweiler zu schützen. Ihr einziges Glück war, dass ein vorbeifahrender Autofahrer das ebenfalls gesehen hat und rechtzeitig angehalten und eingegriffen hat. Sie hatte an der Hand leichte Verletzungen und der Dackel hatte keinen Kratzer.

    Ich weiss schon, warum ich keinen kleinen Hund will. Wenn der Autofahrer nicht da gewesen wäre oder einer von der Sorte "einfach wegschauen" gewesen wäre, dann hätte das sehr böse enden können.

    Der Besitzer des Rottweilers wohnte nur wenige Häuser entfernt. Sie hatten sich diesen Hund angeschafft, aber immer nur den Großvater mit ihm Gassi geschickt, der dem Hund nicht gewachsen war. Unser Dackel war allerdings auch sehr giftig gegen größere Hunde und die beiden Hunde konnten sich schon durch den Gartenzaun nie leiden.

  • ich habe mir einen Termin bei einer Trainerin geholt um mir genaues Verhalten sagen/zeigen zu lassen.
    Nur: wenn die Situation DA ist, dann ist wieder alles ganz anders.
    Wenn ich bedenke, wie das im Sommer am Hundestrand war - da hatte und hätte ich Miki in keinster Weise beistehen können....

    Auch wenn ich nun eine Trainingsstunde nehme - in der aktuellen Situation ist keine Trainerin da, die hilftoder zeigt.
    Es ist ja auch so, das ICH seit dem Beissvorfall im Sommer so ängstlich geworden bin.
    Sehe ich nur einen großen HUnd von weitem, dann rufe ich Miki schon ran.
    Ich hab seit dem einfach Angst, das der zubeißt und nochmal überlebt Miki das nicht.
    In sofern lasse ich die gar nicht schnuppern...einfach aus Angst.
    Miki hat natürlich auch die Rute eingeklemmt.

    Letzthin bin ich mir auch gar nicht sicher, ob die Trainerin da soviel zu sagen/zeigen kann.
    Zudem kommt ja auch noch mein Wissen, das der Dobermann der Miki fast tot gebissen hatte, vor kurzer Zeit eine Begleithundeprüfung mit bravur abgeschlossen hatte UND Hund einer Trainerin war.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!