Wie schütz man einen kleinen Hund vor großem Hund?

  • Ein Trainer kann dir etwas von deiner Angst nehmen, indem er dir bei Hundebegegnungen zB zeigt, von welchen Hunden von ihrer Körpersprache her keine Gefahr ausgeht und was die Alarmzeichen sind.
    Folge: Du könntest die Hunde bzw. die Situation besser in gefährlich und ungefährlich einteilen und könntest zumindest in den ungefährlichen Situationen deine Angst verlieren.

    Wenn deine Angst sehr groß ist, würde ich persönlich auch eine Menschentrainerin mit Hundeverstand erwägen, eine Verhaltenstherapeutin, die ein Anti-Angst-Programm mit dir machen könnte.

    Angst haben und das erneut eine gefährliche Situation eintritt sind zwei ganz verschiedene Dinge!
    Du wirst in aller Konsequenz nicht 100% verhindern können, dass es evt. zu einer erneuten Beißsituation kommt.
    Aber du musst nicht zu 100% im Vorfeld schon Angst davor haben.
    Die meisten Hunde wollen deinen Hund nicht beißen, geschweige denn töten! Da könnte dir ein Hundetrainer helfen, die Situation bzw. die Hunde besser einzuschätzen.

    Das Blöde ist, wenn du gar keinen Hundekontakt mehr zulässt, gefährdet das deinen Hund insofern, als dass er dann aus der Übung kommt, sauber mit anderen Hunden zu kommunizieren. Sprich dein Hund bringt dann uU seinerseits Missverstände ein, die zu einer Eskalation führen können. (ZB bei der Verwechselung von Beute, also deinen Hund für Beute halten, "keinen Hund in ihm sehen")
    Ich würde mir an deiner Stelle deshalb feste Hundekontakte suchen, eine feste Hunderunde. Dann hat dein Hund Kontakt zu anderen Hunden, du zu anderen Haltern und als Gruppe ist man auch den anderen Hunden, denen man begegnet, "stärker". - Vielleicht fällt dir da jemand aus der Nachbarschaft ein?
    Körpersprache lässt sich auch an kleinen Hunden lesen lernen; wenn dir wohler ist, kannst du auch gezielt nach einer Hunderunde mit kleinen Hunden suchen.

  • Hier bei uns komme ich häufig nicht drum herum den fremden Hund körperlich zu blocken.
    Die meisten Tutnixhunde verstehen eine vorangegangene Drohung nicht. Ich scheue mich auch nich eine Schelle AUF die fremden Hunde zu pfeffern. Bei meiner Dackelomi werde ich zur Furie.

    LG

  • hmm..das tut mir wirklich sehr leid,was dir da mit deinem wuff passiert ist :|

    aber ich möchte dir dazu sagen..das es natürlich immer bei kabbeleien mit argem grössenunterschied für den kleinen doof aussieht....wenn du magst erzähl doch mal genauer,was bei dem zwischenfall passiert ist,so aus deiner sicht..und es ist auf jeden fall schonmal ein guter schritt zu erkennen,das deine angst da auch sehr viel mit reinspielt..und da wäre es natürlich wichtig,jene erstmal mit in den griff zu bekommen..zumindest so gut es denn geht

    ich bin zwar nicht in der situation einen kleinhund zu haben (eher das komplette gegenteil),aber auch ich blocke manchmal hunde..nur eben aus anderen gründen..was wirklich meistens sehr gut hilft ist eben,wie manche vorredner auch schon sagten,deinen hund hinter dich zu bringen und dich selber gross zu machen und dem hund auch ruhig etwas deutlicher zu verstehen zu geben,das er weggehen soll

    also um dir das vllt etwas deutlicher zu machen,berichte ich dir mal eine szenerie:

    ich war gerade mit meinen dreien grosse runde und es gibt da ein haus,wo der gartenzaun mehr als dürftig ist und dort ist ein husky zuhause..ich hatte schon seit längerem die befürchtung,das er irgendwann mal durch den zaun kommt..naja..eines abends war es dann soweit,ich drehe mich um und der husky steht hinter uns.ich habe louise dann hinter mich gebracht (mein freund stand abseits mit den anderen beiden) und habe dem hund ein kräftiges "ab mit dir" gepaart mit fingerzeig und einmal auf den boden stampfen gegeben und nach kurzem überlegen hat er sich dann getrollt.

    das ist natürlich das optimum und funktioniert auch meist...hab allerdings auch schonmal einen schlüssel geworfen,bei einem hund,der auf krawall aus war und sich durch oben genannte massnahmen nicht "scheuchen" liess..einfach um jenen hund zu schützen..weil wäre er krawalltechnisch in meinen 3 reingeraten,wäre das ganze unschön ausgegangen und da fand ich die etwas "härtere" massnahme durchaus legitim

    vllt konnte ich dir damit auch ein wenig helfen..auch wenn ich zu der "gruppierung" gehöre,die dir eben solche angst macht =)

    im übrigen bigjoy --> :gut:

  • Zitat


    Es ist ja auch so, das ICH seit dem Beissvorfall im Sommer so ängstlich geworden bin.

    Ich kann das wirklich gut verstehen, wie du dich fühlst :ua_solace:

    Wir hatten auch schon zwei Beißvorfälle, und ich träume nachts immernoch manchmal davon :sad2:

    Ich bin aber bewusst nie den Weg gegangen "wie kann ich ihn in jeder erdenklichen Situation schützen?" sondern "wie kann ich ihn stärken, dass er keine Angst haben braucht?"

    Dazu gehört in erster Linie, dass ich als Besitzer keine Angst habe und meinem Hund Selbstbewusstsein mitgebe.
    Ich bin der Meinung, dass ein gut sozialisierter und sauber kommunizierender Hund weniger zum "Opfer" wird (auch wenn er noch so klein ist) als ein Artgenosse, der ängstlich bis panisch bei Hundebegegnungen reagiert.

    Ich bin natürlich vorsichtiger geworden. Kommt uns ein Hund entegegen, der mir nicht geheuer ist, gehen wir dem aus dem Weg. Ebenso achte ich sehr auf Paule - wenn er keinen Kontakt möchte, unterstütze ich ihn (auch mit blocken etc). Das kommt mitlerweile aber nicht mehr allzu oft vor.
    Was wir mitlerweile meiden, sind größere Ansammlungen von Hunden - da ist mir die Gruppendynamik einfach zu gefährlich.

    Wichtig ist wohl, möglichst viel über die hundische Kommunikation zu Wissen und somit auch einschätzen zu können, wie der Hund vor einem gesinnt ist.

  • ah ok,danke dir..jetzt entsinne ich mich wieder..ich hatte das ganze hier verfolgt..das war natürlich wirklich ganz hartes brot

    ja und mit dem blocken..ja ich stelle mich dann vor den hund..und bei der frage nach dem beibringen würde ich dann die trainerin nml genauer löchern..ich denke diese kann dir das ganze dann am besten erklären und auch zeigen

  • Ich bin auch eine Halterin von Großhunden und hab oft das gegenteil erlebt. Nur zum Verständniss ich mag kleine Hunde und in meiner HuTa sind sie meine Lieblinge. Hier im Ort gibt es fast nur Kleinhunde die frei laufen.

    Mittlerweile steht mir schon der Schweiß auf der Stirn wenn ich merke ich muss dran vorbei. Die Besitzer kennen sich alle untereinander lassen die kleinen Laufen und es ist ihnen scheinbar egal was sie machen. Ich hab schon mehrere begegnungen gehabt wo 2-3 kleine auf einmal zu uns rasen um uns herum toben und den dicken Mann machen. Ich steh dann mit dem bösen Wolf da und muss sehen wie ich mein Wölfchen, der zurecht an der Leine am toben ist von den kleinen Biestern fern halte. Erwischt er sie weiß ich was er macht. Solange Milow an der Leine ist interessiert es die Besitzer null wie ich zu kämpfen habe. Ist Milow frei werden die Hundis hektisch eingesammelt und ich bin die böse.

    Ich habe eine riesen Angst das mal etwas passiert und Milow an der Leine doch mal einen erwischt.

  • Hat dein Zwerglein den Angst? Oder geht er nach Vorne?

    Wenn er eh schon nach hinten weg will, brauchst ihm das ja garnicht mehr beibringen.

    Ich benutze in diesen Situationen kein Komando, sondern schiebe den Hund einfach hinter mich.
    Dann hole ich einmal tief Luft und mach mich so groß und breit wie es nur geht und sage dem fremden Hund mit bestimmendem Tonfall, dass er sich vom Acker machen soll.
    Ignoriert das der fremde Hund, versuche ich eine Mauer zwischen ihm und meinem Hund zu bilden. Einen Kniestoß bekommt der fremde Hund dann recht schnell, da er ja eindeutig meine Zeichen missachtet. Und wenn das auch nicht fruchtet gibts die Schellen an den Ranzen.

    Dennoch ist es wirklich am Besten, wenn du da mal einen Trainer mitnimmst!

    LG

  • Zitat

    Hat dein Zwerglein den Angst? Oder geht er nach Vorne?


    Er bleibt stehen. Daran sehe ich, wenn ich es noch nicht sah, das ein großer Hund kommt.
    Ich rufe ihn dann ran, kommt er nicht, geht er im Bogen nach vorn zur Seite.
    (Was bedeutet das? Traut er mir nichts zu??? :fear: )

    jogi2010
    ja, ich sehe das, das Halter von gr.Hunden oft in Bedrängnis sind. Es ist halt für beide nicht so einfach...

  • Zitat

    .... geht er im Bogen nach vorn zur Seite...
    Was bedeutet das?
    Das ist ein Meidebogen, er versucht also dem anderen Hund aus dem Weg zu gehen.
    Traut er mir nichts zu???
    Wohl schon. Er sollte eigentlich bei dir Schutz suchen. Du kannst auch mit ihm zusammen den Meidebogen gehen.

    Du solltest dir wirklich einen Trainer holen und nicht versuchen selbst daran rumzuprobieren. Ich denke das wird dann auch recht schnell bei euch mit 1-2 Stunden erledigt sein.

    LG

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