Brauche professionelle Hilfe

  • Nein, sie ist nicht im Schäferhundverein. Wo genau weiß ich jetzt nicht, da sie in Österreich wohnt. Aber keine Schäferhunde. Sie läuft mit 3 von ihren 5 Hunden Aggility und hat selbst auch keine Schäferhunde.

    lg
    Uli

  • OK, nur noch schnell, bevor Du ins Bett gehst....

    Denk mal drüber nach, was Ihr seid, Dein Hund und Du:

    Seid Ihr ein Team und arbeitet miteinander oder zwei Individuen, die gegeneinander arbeiten?

    Glaubst Du wirklich, Dein Hund ist ein dominanter A***lochhund, der die Weltherrschaft an sich reißen möchte?

    Hast Du Dir überlegt, dass Rütter bei seiner Wasserpistolenaktion die Persönlichkeit des Hundes mit einfließen ließ?

    Wenn Du Deine Ruhe willst und jemand tatscht an Dir rum, gefällt Dir das - wie würdest Du wohl als Hund Deinen Unwillen äußern?

    Wie genau würdest Du die psychischen Probleme Deines Hundes definieren - das was er Dir gegenüber zeigt, ist nur das Ergebnis: Verhaltensauffälligkeiten?

    Glaub das wars für heute, meld Dich morgen nur nochmal....schlaf gut

  • Hallo,

    zum weiteren Vorgehen: Trainer.... wurde ja schon alles gesagt und da schließe ich mich absolut an.
    Allerdings finde ich es schon sehr merkwürdig wenn ein Hund versucht sich beim Fressen in die Hoden zu beissen.

    Vielleicht hat der Hund Stress, das kann gut sein, aber ich würde auch die gesundheitliche Seite nicht außer Acht lassen.
    Vielleicht hat der Hund Schmerzen?
    Was wurde denn bisher untersucht?
    Könnte auch sein, dass er deshalb knurrt wenn ihr ihn anfasst weil er gesundheitlich nicht auf dem Damm ist.

    Ich würde die gesundheitliche Seite auch nicht außer Acht lassen. Es bringt ja auch nichts wenn an einem Verhalten, welches gesundheitlich bedingt ist mit erziehungstechnischen Maßnahmen rumgedoktert wird. Das kann nicht gut gehen und das würde Dir auch ein guter Trainer sagen.

    Bis ein Trainer oder eine Trainerin bei Euch ist, würde ich den Hund nur noch streicheln wenn ihr ihn zu euch ruft.
    Auf keinen Fall wenn er irgendwo liegt oder ihr auf ihn zugeht.

    Des Weiteren würde ich ihn auch nicht mehr sein Futter erarbeiten lassen, sondern ihn nur aus der Hand füttern für Nichtstun! Einfach nur aus der Hand füttern um das Beissen in die Hoden (vielleicht auch Hüfte? ist die mal untersucht worden) zu verhindern und ihn aus diesen gewohnten Verhaltensweisen rauszuholen.

    Draußen würde ich ihn nur laufen lassen ohne viel zu machen. Kein Ballspielen, sondern wenn dann Leckerlisuchen, Dummysuchen. Das lastet ihn geistig aus und ist eine ruhige Arbeit die ihn nicht aufpuscht.
    Zur Belohnung gäbe es bei mir ganz besondere Leckerlis (Hühnchenherzen, Pansenstücke, halt was er super gerne mag).

    Ich hoffe, das Du dem Hund helfen kannst und ihr einen Weg findet gemeinsam wieder glücklich zu werden. Zur Trainerwahl kann ich Dir leider niemanden nennen denn ich komme nicht aus der Gegend.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Es ist ja schon alles gesagt worden.

    Nur noch eine Anmerkung zum Thema Streicheln: Wir Menschen denken immer, gestreichelt werden ist das Größte für einen Hund.
    Ein Hund muss aber erst lernen, dass die streichelnde Hand gut ist.
    jetzt hast du eh schon ein nervöses, überdrehtes Exemplar, und dann wird er auch noch angefasst. Oft erlebt der Hund das einengend, weil der Mensch sich über ihn beugt, die Hand von oben kommt. Berührungen am Kopf und an den Ohren können auch Stress auslösen.
    Lasst das Anfassen doch einfach mal sein. Fütter den hund aus der Hand (ohne Kommandos) und erst, wenn er wirklich entspannt in deiner Nähe ist, fange an, ihn behutsam anzufassen. Aber nur an den Flanken oder der Brust, und zieh dich ruhig zurück, bevor der Hund es tut.

    Einen nervösen Hund mit Berührungen zu überschütten, ist reiner Stress. Ebenso wie eine Kommandoflut. Und Hundeschule hin oder her - ich bin sicher, dein Hund versteht dich nicht. Wenn er bellt und du sagst Aus - wie oft sagst du das? Wie laut wird deine Stimme? Wie schrill? Für den Hund bellst du mit - da hört er selbst natürlich nicht auf.
    Das hat nichts mit Dominanz zu tun.

  • Du schreibst es ja schon. Du brauchst professionelle Hilfe. Es lohnt sich auch wirklich, jemanden nach Hause kommen zu lassen, mehr zu bezahlen oder weiter zu fahren, um den richtigen Trainer zu bekommen. Denk mal, wie lang ihr (hoffentlich!) noch mit eurem Hund zusammenlebt. Die Beißerei beim Fressen klingt wirklich beunruhigend. Habt ihr nie so schlichte Sachen wie Markerwort oder so ausprobiert?

  • @uli
    Egal, wo Du bis jetzt warst und was Du für Ratschläge bekommen hast - es waren nicht die richtigen Leute für Dich und Deinen Hund.

    Er beißt sich beim Fressen in die Hoden - und wird kastriert. Das wäre ja fast so wie wenn jemand extremst Fingernägel kaut und man amputiert ihm die Finger.

    Logisch, Nägel kaut er dann nicht mehr - aber sein Problem ist auch nicht gelöst.

    Die Aussage hier stammt aus einer Site, wo es ums "Ritzen" geht - und finde ich einen guten Ansatz der Denkweise, auch für einen Hund:

    Zitat

    Ritzen wird als antrainiertes (erlerntes) Verhalten zu Verabreitung von emotionalen Belastungen verstanden. Mit Hilfe verhaltenstherapeutischer Methoden, wird der Ritzimpuls 'gelöscht' und das Ritzen durch bessere Verhaltensweisen ersetzt.

    Klingt besser als irgendwelche Amputationen, meinst nicht???

  • Hallo Uli,

    wie der Threadtitel, den Du selbst gewählt hast, schon richtig feststellt:

    Du brauchst PROFESSIONELLE Hilfe, nicht die Hilfe der User hier im Forum. Du brachst einen guten Hundetrainer, der Dir in Einzelstunden beibringt, wie Du Dich gegenüber Deinem Hund zu verhalten hast. Denn das Problem wird bei Dir legen, nicht bei Deinem Hund. Der Trainer sollte Ahnung von moderner Hundeerziehung haben und nicht auf der "Dominanz-Welle" von Annodazumal reiten.

    Du äußerst Dich zu der Trainerfrage (offenbar bewusst) nicht. Hast Du die finanziellen Mittel dafür nicht? Dann rate ich persönlich Dir, den Hund abzugeben, denn allein werdet Ihr Zwei aus diesem Kreislauf nicht ausbrechen können, da braucht Ihr konkrete und professionelle Hilfe. Das fände ich schade, wäre aber für Deinen Hund das Beste, weil er dann noch die Chance hat, vielleicht ein Leben ohne dieses "Fehlverhalten" führen zu können.

    LG

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