Die Pferdeprofis

  • Bei uns sind die reitstunden immer völlig unspektakulär. Wenn ich sehe wie schnell bei manchen junge Pferde Lektionen laufen müssen etc. Ihr ist ein reelles arbeiten wichtiger als alles andere und zu schauen was kann das Pferd zum jetzigen Zeitpunkt leisten. Da sagte sie auh mal: das was er jetzt zeigt, da wollen wir hin, aber das kann er jetzt noch nicht halten, dafür braucht er noch einige zeit.

    Habe mal ne halbe Stunde bei einer anderen Trainerin genommen. Da musste ich richtig gegen ihn kämpfen, weil "der muss da jetzt und das muss er gleich lernen" (da war er 5 und konnte gerade einigermaßen in Schritt und trab über den Platz, Friesenmix, eh spätentwickler). Wäre die Stunde länger gegangen, wäre er mir sicher explodiert. Und gegen 650 Kilo kann ich nur verlieren.

    Danach konnte ich meine Trainerin noch mehr Wertschätzen, da musste ich noch nie gegen ihn kämpfen.

    Das erste was sie zu mir sagte war: wir wollen ja ein motiviertes Pferd, das gerne Mitarbeitet. Das schlimmste was passiert ist, dass wir die 600 kilo gegen uns aufbringen. (Was nicht automatisch heißt, ass man sich nicht durchsetzt, das muss man bei dem Gerät schon auch mal ;-) )

  • Ich kann mir gut vorstellen, dass die Besitzerin von der Paint-Stute sich den schlechten Sitz auf dem Pferd angewöhnt hat. Pferd läuft nicht, Pferd wird durchgecheckt (wohl leider nur bei einem TA, der die muskulären Sachen und Blockaden nicht erkannt hat). Pferd läuft trotzdem nicht, also gibt man die Hilfen stärker und das Pferd bewegt sich auch erstmal schneller. Aber bald stumpft es wieder ab. Also treibt man noch deutlicher. Noch dazu, wenn der Reitlehrer einem das genauso sagt. Das ist nachher ein Teufelskreis. Und versaut einem mit der Zeit den ganzen Sitz...

    Ich glaub, in dem Fall war es andersrum. Ist letztendlich auch egal. Hauptsache, fürs Pferd wird es besser.

  • Ich kann mir gut vorstellen, dass die Besitzerin von der Paint-Stute sich den schlechten Sitz auf dem Pferd angewöhnt hat. Pferd läuft nicht, Pferd wird durchgecheckt (wohl leider nur bei einem TA, der die muskulären Sachen und Blockaden nicht erkannt hat). Pferd läuft trotzdem nicht, also gibt man die Hilfen stärker und das Pferd bewegt sich auch erstmal schneller. Aber bald stumpft es wieder ab. Also treibt man noch deutlicher. Noch dazu, wenn der Reitlehrer einem das genauso sagt. Das ist nachher ein Teufelskreis. Und versaut einem mit der Zeit den ganzen Sitz...

    Ich glaub, in dem Fall war es andersrum. Ist letztendlich auch egal. Hauptsache, fürs Pferd wird es besser.

    Hm, sie sagte ja, sie habe das Pferd von einer Pleasure-Trainerin - also war das Pferd durch die Vorbesitzerin so gemacht worden. Ist halt nur die Frage, warum sie ein so ausgebildetes Pferd gekauft hat, wenn sie was anderes möchte.

  • Ganz ehrlich? Ich finde, damit haben sie es sich mächtig leicht gemacht in Sachen „Problemursache“.

    Ja, kann natürlich stimmen, aber wie die Stute am Ende reagiert hat, sobald die wieder drauf saß: aua.

  • Nuja, die Stute war natürlich mittlerweile auch gewöhnt, dass ihre Besitzerin so mit ihr umgeht; da ist es doch kein Wunder, dass sie da direkt denkt, jetzt geht's wieder so weiter wie vor Hackl.

    Letztlich wird das Pferd unter der Reiterin ja auch immer schlechter gelaufen sein. Logischerweise. Da wird eines das andre bedingt haben.

    Die Besitzerin sagte ja selber, dass sie das "neue" Reiten jetzt erst lernen und verinnerlichen muss. Fand ich sehr reflektiert und empathisch von ihr.

  • ich wünsch dem Paint echt ein happy end. Hab fast geheult vor wut ne erwachsenen reiterin so mit sporen! Dauertreiben zu, sehen. Wie komm man da drauf? Ichwilljakeinegerteaber und dann gib ihm mit westernsporen bei jedem schritt. Komisch, das die dann gar nicht mehr geht. Saurer hab ich kaum je ein pferd gesehen.

  • Saurer hab ich kaum je ein pferd gesehen.

    Ich hätte die Reiterin am liebsten vom Pferd runtergerissen... meine Güte, was ist diesem armen Pferd angetan worden! (von der Vorbesitzerin offenbar:rotekarte: )
    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die das alleine hinkriegt...:verzweifelt:

    DIe körperlichen Schäden und Verspannungen des Pferdes sind ja nicht gelöst, sondern bleiben weiterhin bestehen, wenn da nicht konsequent mit Osteo-Therapie und gezieltem Muskelaufbau weiter gemacht wird.

    Die jetzige Besitzerin ist halt unglaublich naiv und unerfahren, die ist hilflos, wenn man ihr nicht monate-/jahrelang noch zur Seite steht, damit das arme Pferd endlich mal ohne Schmerzen und locker vorwärts gehen kann.

    Das Ergebnis bei Bernd war erst ein winzig kleiner Schritt in die richtige Richtung.

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