Alleine bleiben, mit Betreuung nicht möglich

  • Zitat

    Wie verhält er sich denn, wenn Du da bist? Läuft er Dir viel hinterher, behält Dich im Blick?

    Er versucht es...
    Ich schicke ihn dann aber auf seinen Platz oder aus dem Raum, damit ich meine Ruhe habe, was auch gut funktioniert.
    Bewege ich mich, springt er auf - ich schicke ihn in die Kudde
    Verlasse ich den Raum, achte ich drauf, das er in der Kudde liegt und dort auch bleibt oder ich schließe die Türe...

  • Luna wollte am Anfang auch nicht so gerne irgendwo anders bleiben. Würde ganz hibbelig wenn wir gingen und jommerte rum. Wir habens einfach öfter mal gemacht, kein Gedöns beim Gehen und wiederkommen. Tür zu und Tschüss. Irgendwann hat Sie die Vorzüge entdeckt. Denn bei ´Oma´ gibts Leberwurstbrot und die krabbelt einen bis zum abwinken...... :D

    Jetzt guckt Sie nur noch kurz wenn wir gehen und gut ist.

    LG Katja

  • Ganz ehrlich, du machst zu viel, weil er dein Liebling ist ;) .

    Ich hatte genau das auch mit Harvey. Der ist ne Arbeitssau und ich hab immer mehr gemacht. Erst 3 mal die Woche ernsthaft arbeiten, dann jeden Tag, dann 3 mal am Tag. Er wurde immer nervöser und konnte auch ganz lange nicht allein bleiben. Wobei allein ´nur hieß, ich bi weg. Henry und mein Mann waren da.

    Das hab ich runtergefahren und hab nun ne ganze weile nichts gemacht, auße morgens und abend 20 minuten gemütlich zu schlendern.

  • Zitat

    Ganz ehrlich, du machst zu viel, weil er dein Liebling ist ;) .

    Ich hatte genau das auch mit Harvey. Der ist ne Arbeitssau und ich hab immer mehr gemacht. Erst 3 mal die Woche ernsthaft arbeiten, dann jeden Tag, dann 3 mal am Tag. Er wurde immer nervöser und konnte auch ganz lange nicht allein bleiben. Wobei allein ´nur hieß, ich bi weg. Henry und mein Mann waren da.

    Das hab ich runtergefahren und hab nun ne ganze weile nichts gemacht, auße morgens und abend 20 minuten gemütlich zu schlendern.

    Das habe ich auch gedacht, ich würde auch eine Weile aussetzen und mal gar nichts machen. Ihn einfach wieder runterfahren.

  • Ich hatte es ja schon mal so, das ich ne ganze Weile nichts mit ihm gemacht habe...
    Daher weiß ich ja das es nicht funktioniert...
    Mehrere Wochen nur spazieren gehen, daheim in die Kudde legen und mehr nicht

    Aber er ist daheim immer mehr abgedreht, auch als ich daheim war...
    Jede weitere Woche war es schwerer ihn mit dem Bobbs in der Kudde zu halten...

    Einen täglichen Ablauf ist schwer zu sagen...
    Morgends gassi gehen (an der Leine, das er sich nicht aufdreht wenn ich dann auf Arbeit gehe) und abends mal das selbe wie morgends, mal Fahrrad fahren, mal gassi gehen mit anderen Hunden... aber nicht regelmäßig...
    Also ich kann jetzt pauschal nicht sagen, das ich 3mal die Woche Aktion mache... so pauschal sagen kann ich das nicht, weil es trotzdem immer mal ruhige Wochen gibt und wenn ich merke, er ist aufgedreht... dann fahre ich das runter

  • Huhu Jenny,

    mein persönliches Empfinden ist auch, dass du zu viel mit ihm machst. Allerdings nicht generell zu viel, sondern einfach zu viele Dinge, die auch tatsächlich dazu taugen, hochzudrehen. Ziehen, Dummytraining sind so die beiden Sachen, die mir spontan einfallen, von denen ich weiß, dass ihr sie macht und beides hat was damit zu tun, dass man so richtig "powern" kann.
    Ich würde mich mehr in Richtung Kopfarbeit/Nasenarbeit konzentrieren und das körperliche Programm, bei dem er ja nicht nur Energie abbaut, sondern auch ohne Ende Kondition aufbaut, herunterfahren. Das was du da beschreibst, erinnert mich sehr an ein ehemaliges Pflegepferd von mir, ein ziemlich kerniges Bürschchen. Der hatte Power ohne Ende und Kraft ohne Ende. Und die Besitzerin musste wirklich aufpassen, dass sie nicht zu viel mit ihm macht, weil sie sagte, wenn sie immer soviel macht, wie er leisten kann und leisten will, dann braucht sie sich irgendwann nicht mehr um ihre anderen Pferde zu kümmern, sondern kann sich ganz auf ihn konzentrieren, weil der irgendwann nach den üblichen Trainingseinheiten konditionstechnisch nichtmal müde mit der Wimper gezuckt hätte, sondern gefragt hätte "Jetzt bin ich warm, was machen wir jetzt?"

    Just my two cents :)

    LG Henrike

  • Ich denke da nicht unähnlich wie niani. Zumal ich das Problem von Theos Anfangszeiten auch kenne.
    Es waren paar Dinge, die das (über eine längere Zeit hinweg) geändert haben. 1. Hinterherdackeln im Haus ist nicht erlaubt. (wobei ich den Platz nicht mit einem Kommando wie "bleib" oder so belegt habe, sondern nur stoisch zurück geführt habe und wenn er aufgestanden ist ohne dass ich es bemerkt habe, habe ich ihn sehr energisch zurück geschickt - deutlich "von mir weg" ich wollte seine Nähe nicht.) Nähe gab es dann, wenn er sie nicht erwartet (und gefordert) hat. 2. Spaziergänge sind Spaziergänge und keine "Mutti muss mich bespaßen" Veranstaltungen und schon gar nicht, wenn er es eingefordert hat. (Auch Theo ist von der Rasse her ein reiner Gebrauchshund und wer ihn arbeiten sieht, sieht, dass er da rassetypisch ist) und 3. eben nicht ununterbrochen Dinge tun, die eine positive Spannung zu mir aufbauen, weil genau die dann enttäuscht wird, wenn ich gehe. Also sehr dosiert "arbeiten", vieles auch einfach mal ohne Kommandos und ununterbrochene Kommando-Bestätigung-Aktionen.

    Vielleicht hilft es dir, es war für uns super. Vom fiependen, bellenden, weinenden Hund ist ein Hund übrig geblieben, der es kennt "geparkt" zu werden und dann einfach abschaltet.

  • Ich kann zwar nicht viel beitragen, aber ich finde es ganz interessant zu lesen. Wir haben die Probleme ja nicht, Lilly dackelt zwar gerne hinterher, bleibt aber ohne Probleme alleine. Jules zieht sich immer wieder zurück in ihre Kudde ins Schlafzimmer. Das musste ich ihr nie beibringen und werde den Teufel tun, da etwas zu ändern und sie permanent zu mir zu rufen. Manchmal ist weniger wohl doch mehr.

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