Hilfe, mein Hund friert ... aber ...

  • Also ich würde definitiv auf meinen Tierarzt hören!!!
    Egal was Menschen, die meilenweit weg sitzen sagen.
    Wir alle haben deinen Hund noch nie gesehen, wissen nicht wie groß er ist, wie sein Fell aussieht und wie er sich bewegt/friert!
    Dein Tierarzt schon! Und wenn dein Tierarzt sagt: Er braucht was wärmendes, dann braucht dein Hund um himmelswillen auch was wärmendes!!!!
    Dein kleiner ist 13 Wochen alt, klein, hat noch ein nackiges Bäuchlein - den kannst du definitiv NICHT mit irgendwelchen ausgewachsenen Ridgebacks, Podencos, Galgos oder sonst was vergleichen.
    Ich denke doch mal, das dein TA kompetent ist und du ihm vertraust (sonst wärst du ja nicht bei ihm?). Also würde ich auch hier auf deinen Tierarzt (!) hören!

    Allerdings stimme ich zu, das vielen Hunden MÄntel einfach weniger ausmachen. Und es gibt auch welche, die den Bauch schützen, da sie mit einem breiten Bauchgurt zugeschnallt werden.
    Sowas hier, z.B.:
    http://www.zooplus.de/shop/hunde/hun…ermantel/190676
    http://www.zooplus.de/shop/hunde/hun…ermantel/185989

    Ich persönlich ziehe meiner Podenca lieber mal einen Mantel an, auch wenn sie ihn vllt noch nicht unbedingt bräuchte, wenn wir lange Spaziergänge machen. Lieber Vorsicht als Nachsicht und mein Hund bekommt eine Blasenentzündung/Nierenentzündung oder sonst was.

  • Ich würde es auch mal mit einem Hundemantel versuchen. Ich hab einen den man am Rücken mit einem Reißverschluss zumacht - der bedeckt auch den Bauch.
    Vor meinem Kleinen dachte ich auch immer es wäre total albern und unnötig Hunden etwas anzuziehen. Piefke friert aber auch momentan morgens bei der Runde schon sehr, auch wenn wir schneller laufen. Zittert die ganze Zeit, Schwanz eingezogen, Ohren angelegt... Eigentlich wollte ich noch warten bis es kälter ist aber als ich ihm vor kurzem dann doch schon mal den Mantel angezogen hab hatte er endlich auch wieder Spaß am Gassi gehen. Ines friert nicht, also bekommt sie (noch?) nichts angezogen.
    Ich würde es wirklich vom Hund abhängig machen und nicht auf allgemeine Meinungen hören. Und halt einfach mal in einen Laden fahren und nen Mantel anprobieren, dann siehst du ja wie er sich verhält und ob er damit vllt läuft..

  • Bei unseren Kurzhaar-Nacktbäuchen gibt es auch nicht "pauschal" was zum Anziehen, wenns draussen kalt wird.

    Aber - stelle ich fest, dass einer meiner Hunde draussen wirklich friert, genügt mir das als Grund, dem Hund etwas anzuziehen, völlig. Am Boden ist es tatsächlich kälter als 30 cm oberhalb - deswegen haben Minis und Welpen verständlicherweise auch eher Probleme damit. Mit Verweichlichen hat das für mich nichts zu tun - unsere Hunde sind ja nun durch die überwiegende Wohnungshaltung nicht in der Lage, sich wintertauglich auszurüsten. Von durchschnittlich 20° plus in der Wohnung auf minus irgendwas, ist schon ein gewaltiger Sprung...

    Mein Podenco hat sich als Welpe im ersten D-Winter auch den kleinen Hintern abgefroren. Mit Mantel wurde aus dem elendig zitternden Frostköttel ein quietschfideler, neugieriger Welpe, der seine winterweisse Umwelt erkunden konnte...Jetzt, wo er allmählich ins Alter kommt, friert er auch wieder schneller - die Jahre dazwischen haben wir keinen Mantel für ihn gebraucht.

    Das Immunsystem von Welpen ist noch lange nicht ausgereift, dementsprechend empfindlicher können sie auf lokale Unterkühlungen wie z. B. der Harnblase reagieren. Auch sind Welpen draussen nicht immer nur im Schweinsgalopp unterwegs - die sollen doch die Welt kennenlernen und da muss auch anständig geschnuppert werden dürfen.

    Wenn der Welpe den Pulli abstreifen möchte, verhält er sich ja im Grunde wie viele Hunde, die zum ersten Mal ein Halsband/Geschirr anbekommen. Ich würds einfach immer mal wieder kurz versuchen, vielleicht mit einem Spiel ablenken, jede Nanosekunde stillhalten loben, vielleicht auch mit Leckerchen arbeiten - ich denke, das braucht einfach ein wenig Gewöhnung.

    LG, Chris

  • Das "Hundemantelproblem" haben wir zur Zeit auch - das Bedeutet der Hund guckt ziemlich dämlich (wie "ich habe mir ein gemacht") wenn der Mantel an ist. Also legen wird den Mantel auf während des Spiels und nehmen ihn sofort wieder runter und immer mal drauf und runter. Wer einen mit Markern arbeitet kann das Auflegen noch markieren - da geht die ganze Gewöhnung meiner Meinung nach schneller. Dann rufen wir Hundi mit aufgelegtem Mantel (also die Klett Verschlüsse sind noch nicht zu) immer mal hin und her und dann gibts Markierung und Belohnung oder einfach nur eine gute Belohnung. Nach 2 Übungs/Spieleinheiten ist der Hund schon viel entspannter.
    Ich weiß aber nicht wie man diese Hundepullis anzieht aber da geht es sicher ähnlich - einfach langsam und in entspannter Atmosphäre an dieses Dingens gewöhnen. Hauptsache das Tier wird zu nichts gedrängt und bekommt viel positives Feedback.
    Olli

  • Zitat

    Wir haben bei uns in der Rettungshundestaffel auch eine "bodennah" gebaute Parson Russel-Hündin. Die bekommt im Winter immer den Overall von Hurtta an http://www.hund-unterwegs.de/hurtta-pro-outdoor-overall-schwarz- vor allem, weil unsere Hunde beim Training oft lange warten müssen. Die ist auch nicht sonderlich begeistert, wenn sie ihn im Herbst/Winter das erste Mal anbekommt aber sie gewöhnt sich mit der Zeit daran. Sie wird also zu ihrem Glück gezwungen ;)

    Fiete hat während des langen Wartens immer den Hurtta-Mantel an. Der hat noch einen Latz unter'm Bauch, allerdings geht der nur ungefähr bis zum Bauchnabel, sprich Blase würde da frei liegen. Aber da er ja im Auto auf seiner Kuscheldecke liegt, ist das dafür okay.

    Es mag ja sein, daß wir unsere Hunde da ein wenig "verwöhnen" ;) aber mal ganz ehrlich: unsere Hundis sind ungefähr 22 Stunden am Tag in der Wohnung, in der es ungefähr 20° - 22° warm ist. Die bekommen da nicht unbedingt mehr ein dickes Winterfell, das richtig warm hält. Daher ist für mich ein Mantel auch vollkommen okay für Hunde ohne Unterwolle.


    Da macht es natürlich auch Sinn, um die Muskulatur bis zur nächsten Trainingseinheit warmzuhalten.
    Meist sprinten sie ja dann gleich los zum suchen und das könnte mit kalter Muskulatur zu Verletzungen führen.
    Also in dem Fall auch: DAFÜR! :smile:

  • Zitat

    Ja, der ist "tiefergelegt" - das stimmt, ich bin trotzdem der Meinung, dass er nix braucht wenn er sich bewegt - sondern nur in Ruhephasen im Freien.

    DA irrst du dich aber gewaltig glaub mir ;) Mein Hund (Jacky mix) friert extrem ab ca. 8°, ab 5° geht ohne Mantel gar nix mehr denn auch damit (und er ist dick) zittert er ständig (nein er ist nicht krank) er friert einfach extrem. Ob Bewegung oder nicht spielt hier absolut keine Rolle!

    Ich würde es weiter mit dem Pulli versuchen, sie gewöhnt sich evtl dran, wenn nicht probiere doch mal einen Mantel, vieleicht liegt er dann nicht ganz so eng an....

  • Man kann doch pauschal nicht sagen das ein Hund in Bewegung nicht friert... Ich habe hier im Winter auch nen kleinen Hund gesehen der hat sogar beim rumtoben noch gefroren. Die Besitzerin fand ein Mantel aber "Schnickschnack" und peinlich und daher musste der Hund weiter frieren...

    Ich würde einen Passenden Mantel mit Bauchteil oder eben den Hurtta Overall kaufen, dem Hund anziehen und kein gedöns drum machen. Zieh ihn vor dem fressen, dem Gassigehen und dem spielen jedes mal an. So sollte er schnell merken das der Mantel was tolles bedeutet.

  • Ich würde auch nicht sagen, dass man pauschal sagen kann, dass ein Hund in Bewegung nicht friert.

    Ich denke, das ist wie beim Menschen. Dem einen ist schnell mal kalt (mir zB.) und dem anderen (fast) dauernd warm. Wenn ich gut angezogen durch die Gegend gehe, ist mir manchmal trotzdem kalt. Ich denke, das kommt ja auch auf die Intensität drauf an. Wenn ich laufe oder so, dann ist mir freilich nicht mehr kalt, aber wenn ich bloß in normalem Tempo gehe (und für einen normalen Hund ist Laufen an der Leine im Menschentempo ja nun wirklich keine intensive Anstrengung)...

  • Zitat

    Ja, der ist "tiefergelegt" - das stimmt, ich bin trotzdem der Meinung, dass er nix braucht wenn er sich bewegt - sondern nur in Ruhephasen im Freien.

    Zwischen einem erwachsenen, agilem Ridgeback und einem 13 Wochen altem Hundebaby mit kurzen Beinchen und kaum Bauchfell liegen doch aber Welten. :???:

    Ich halte nix davon jeden Hund erstmal in Klamotten zu stecken, aber wenn ein Hund doch offensichtlich friert (und jetzt ist es noch nicht mal richtig kalt + Schnee) sollte man doch was dagegen tun

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